DB Multiverse
Dragonball Multiverse: Der Roman
Geschrieben von Loïc Solaris & Arctika
Übersetzt von BK-81, ZenBuu, iron leaf & MrChrisWesker
Entdeckt die Geschichte von DBM noch einmal. Diese Texversion wird von Salagir als Kanon verifiziert, welche lauter neue Zusatzinfos enthält. Diese wurden im Manga nicht gezeigt und machen diese Geschichte daher zu einer echten Ergänzung zum Comic!
Updates kommen 1 und 15 des Monats um 20:00 (Pariser Zeit)
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Intro
Teil 0 :0Teil 1 :12345
Round 1-1
Teil 2 :678910Teil 3 :1112131415
Teil 4 :1617181920
Teil 5 :2122232425
Teil 6 :2627282930
Lunch
Teil 7 :3132333435Round 1-2
Teil 8 :3637383940Teil 9 :4142434445
Teil 10 :4647484950
Teil 11 :5152535455
Teil 12 :5657585960
Teil 13 :6162636465
Teil 14 :6667686970
Night 1
Teil 15 :7172737475Teil 16 :7677787980
Teil 17 :8182838485
Teil 18 :8687888990
Round 2-1
Teil 19 :9192939495Teil 20 :96979899100
Round 2-2
Teil 21 :101102103104105Teil 22 :106107108109110
Teil 23 :111112113114115
Night 2
Teil 24 :116117118119120Round 3
Teil 25 :121122123124125Teil 26 :126127128129130
Teil 27 :131132133134135
Teil 28 :136137138139140
Teil 29 :141142143144145
Teil 30 :146147148149150
Teil 31 :151152153154155
Teil 32 :156157158159160
Teil 33 :161162163164165
Teil 34 :166167168169170
Teil 35 :171172173174175
TEIL FÜNFUNDDREISSIG: REVANCHE FÜR SUPER VEGETA
Kapitel 175
Übersetzt von ZenBuu & Korrektur gelesen von iron leaf
Oben im Kontrollturm der Vargas berieten die Organisatoren hastig miteinander. Nur noch fünf Kämpfe standen aus. Das Ende des Turniers war in Sicht, doch Babidis Angriff hatte ihren Zeitplan völlig durcheinandergebracht. Nun mussten sie entscheiden, wie sie die verbleibende Zeit für maximale Spannung nutzen wollten – direkt mit dem nächsten Viertelfinale (Buu aus Universum 4 gegen XXI aus Universum 5) weitermachen, eine Essenspause einlegen oder allen eine komplette Nachtruhe gewähren.
„Warum fragen wir nicht einfach alle, was sie möchten?“, schlug Sei vor, die Varga, die den Großteil des Turniers moderiert hatte.
Arckou, einer der Verantwortlichen für die Ansagen, nickte und griff zum Mikrofon.
„Liebe Teilnehmer und Zuschauer“, begann er, „die Organisation wurde erheblich beeinträchtigt. Deshalb möchten wir Ihnen die Entscheidung überlassen: Würden Sie eine Nachtruhe bevorzugen oder—“
„Oder Abendessen?“, beendete eine Stimme hinter ihm fröhlich seinen Satz.
Ein Handschuh legte sich auf Arckous Schulter.
„Das klingt gut – Abendessen!“
„QUAACK!“
Arckou zitterte am ganzen Körper und brach in einem Haufen Federn zusammen, sein Herz raste. Hinter ihm stand Vegetto und grinste wie ein Kind, das beim Keksstibitzen erwischt wurde. An seinem Mundwinkel glänzte sogar ein dünner Faden Sabber.
„Vegetto!“, fauchte Sei empört und spreizte die Flügel. „Sie haben nicht das Recht, einfach in unsere Kabine zu platzen, wann immer es Ihnen passt! Gehen Sie sofort zurück in Ihren zugewiesenen Bereich!“
„Schon gut, schon gut“, seufzte Vegetto theatralisch und verdrehte die Augen. „Darf man denn gar keinen Spaß mehr haben?“
Mit einer lässigen Handbewegung teleportierte er sich davon und zeigte seinen Gefährten noch einen Daumen nach oben, als er wieder in seinem Bereich erschien.
Allein die Erwähnung einer Essenspause hatte einen überwältigenden Hunger in ihm ausgelöst. Vegetto sehnte sich nach Bergen von Essen – irgendetwas, das diesen nagenden Hunger stillen konnte. Die frühere Verwandlung in den Super Saiyajin 3 aus blanker Wut hatte ihn deutlich stärker erschöpft, als er zugeben wollte. Er konnte noch eine Weile durchhalten, aber ohne baldige magische Bohnen könnte die Lage unerquicklich werden.
Sein Blick fiel auf Son Bra.
Sie wandte sofort verängstigt den Blick ab.
Er war immer noch wütend auf sie. Sehr sogar. Doch mit etwas Abstand musste er sich eingestehen, dass sie anders wirkte. Jahrelang hatte er sie für all ihre Gräueltaten verantwortlich gemacht, doch tief in seinem Inneren wusste er, dass Babidi der wahre Urheber der jüngsten Katastrophen gewesen war. Sie hatte sich aus seiner Kontrolle befreit und schien reumütiger denn je.
Leider hatte Vegetto zu viele ihrer Ausbrüche erlebt und zu oft ihre Fehler ausbaden müssen, um noch echte Wärme für sie empfinden zu können. Er fühlte sich vor den anderen Universen gedemütigt, sowohl durch seine eigene Hilflosigkeit als auch durch das schreckliche Bild, das er als Vater abgegeben hatte. Er wusste, dass er einen Teil der Schuld trug. Die Worte von Gast und Son Gohan hallten noch immer in seinem Kopf nach. Der Teil von ihm, der Son Goku war, verstand sie vollkommen. Der Teil, der Vegeta war, reagierte darauf mit reinem Gift.
Dieser innere Krieg machte Vegettos Persönlichkeit instabil.
Son Bra war das lebendige Spiegelbild seiner eigenen verborgenen Dunkelheit. Deshalb konnte er sie kaum ansehen. Deshalb wollte er sie auslöschen.
Er bereute es, sie vor allen so brutal angegriffen zu haben.
Doch dieses Bedauern änderte nichts.
Sollte sie jemals wieder die Kontrolle verlieren, auch nur ein einziges Mal, würde er sie endgültig töten. Er weigerte sich zu akzeptieren, dass sein eigenes Kind zu einem weiteren Broly werden konnte, dem Albtraum aller Universen.
Vegetto fühlte sich verloren.
Und der Hunger machte die Sache nicht besser.

Nachdem die Vargas die Zustimmung der verschiedenen Universen und Zuschauer erhalten hatten, machten sie sich an die Arbeit. Tische wurden aufgestellt und Mahlzeiten sowohl zu den Teilnehmerbereichen als auch auf die Tribünen gebracht.
Doch unten in den Küchen, wo Tausende von Vargas hektisch Essen zubereiteten, wurde der Protest immer lauter. Im Mittelpunkt stand der Chefkoch Etchecoin, der größte kulinarische Künstler des Varga Volkes – mehrfach für die Goldene Feder nominiert, die höchste Auszeichnung ihrer Gesellschaft. Bislang hatte er es irgendwie geschafft, sämtliche Wünsche zu erfüllen, obwohl mehrere seiner Sous-Chefs bereits kurz vor dem Zusammenbruch standen.
Dieses Mal jedoch war die gesamte Belegschaft außer sich.
Sie erinnerten sich nur zu gut daran, wie sie während der letzten Essenspause beinahe ausgebrannt waren – dank jener umherstreifenden Vielfraße mit Affenschwänzen aus mehreren Universen. Die gigantischen Portionen, die diese Saiyajins bestellt hatten, hatten ihre Vorräte förmlich ausgelöscht. Alles wieder aufzufüllen war ein absoluter Albtraum gewesen. Die Köche hatten schließlich von ihrem Streikrecht Gebrauch gemacht, und die Turnierorganisatoren versuchten verzweifelt, sie zur Rückkehr an die Arbeit zu bewegen.
„Bitte“, flehte Susu, eine der Verantwortlichen, dessen Flügel nervös zitterten. „Das könnt ihr uns doch nicht mitten im Turnier antun! Was sollen die Vorgesetzten dazu sagen?“
„Die Sache ist entschieden!“, verkündete Chefkoch Etchecoin und verschränkte die Arme. „Wir weigern uns, unter solchen Bedingungen weiterzuarbeiten! Das war nie Teil des Plans. Es ist, als müssten wir gleichzeitig fünfzig Universen versorgen – oder das Zehnfache unserer gesamten Bevölkerung! Diese Saiyajins sind bodenlose Löcher, und ich werde nicht zulassen, dass unsere feine Küche in den schwarzen Löchern verschwindet, die sie Mägen nennen!“
„Ja!“, quakte einer der Vögel hinter ihm.
„Nieder mit den Saiyajins!“
„Wir haben die Nase voll vom Turnier!“
„Man hat uns belogen – sie sollten einen Appetit wie ein Vogel haben!“
„Und stattdessen stopfen wir sie wie Gänse!“
„Ich habe es satt, ausgenutzt zu werden. Sie stehlen uns die Show, also werden wir ihnen mal ordentlich die Meinung geigen!“
„Schreibt euch das hinter die Ohren!“
Susu seufzte entmutigt. Sie wusste genau, wie die Sponsoren auf derartigen Druck reagieren würden. Und diese Saiyajins... sie kannte sie mittlerweile nur zu gut. Die Situation würde zwangsläufig eskalieren, und zwar schon sehr bald.

„Ich werde selbst mit diesen Saiyajins reden“, verkündete Chef Etchecoin. „Wenn sie sich mit normalen Portionen zufriedengeben, arbeiten wir weiter. Andernfalls können sie die Steine der Arena fressen!“
Damit marschierte er aus der Küche und steuerte direkt auf das nächstgelegene – und problematischste – Universum zu: Universum 18.
Als er an ihrem Tisch ankam, wurde er von Son Gokus breitem, strahlendem Lächeln begrüßt.
„Hey! Du kommst, um unsere Bestellung aufzunehmen, oder? Wir haben schon auf dich gewartet!“
„Falsch!“, schnappte der Chefkoch und sträubte sein Gefieder. „Wir nehmen keine Bestellungen von euch Saiyajins mehr an – wir streiken!“
Son Gokus Lächeln verschwand augenblicklich, und seine Essstäbchen fielen klappernd auf den Tisch. Neben ihm zeigte Pan denselben erschütterten Gesichtsausdruck, die Augen weit aufgerissen.
Vegeta verengte missbilligend die Augen.
Währenddessen brachen Bra, Trunks und Son Goten in Gelächter aus.
„Und da haben wir's!“, rief Son Goten und wischte sich eine Träne aus dem Auge. „Sie haben die Schwachstelle der stärksten Wesen des Universums gefunden!“
„Sieht so aus, als würden von jetzt an die wahren Kraftpakete das Universum beherrschen: Köche!“, ergänzte Trunks und hielt sich den Bauch vor Lachen.

In den Universen 16, 13 und 12 – die ebenfalls als „unerwünscht“ eingestuft worden waren und von anderen Sous-Chefs besucht wurden – fielen die Reaktionen ähnlich aus.
Natürlich war Vegetto verärgert. Seine durch die Fusion noch verstärkte Saiyajin Natur war in den Augen der Vögel das Hauptproblem, was seine Stimmung nur weiter verschlechterte.
Son Bra reagierte hingegen kaum. Sie war noch immer völlig niedergeschlagen.
Und Pan hatte sich bereits kurz vor dem Eintreffen des Sous-Chefs davongeschlichen, um sich mit ihrem Gegenstück aus Universum 18 zu treffen. Sie wollte so weit wie möglich von Son Bra entfernt sein.
In Universum 12 wurde Trunks von einem Sous-Chef aufgesucht, weil er als Saiyajin eingestuft worden war. Da er sich während des gesamten Turniers jedoch vernünftig verhalten hatte, erklärten sich die Vargas widerwillig bereit, seine Bestellung aufzunehmen – vor allem, weil das andere Mitglied seines Universums ohnehin nichts aß.
In Universum 13 hingegen war die Reaktion explosiv.
„WIE BITTE?!“, brüllte Kakarott und ballte die Fäuste. „Du gibst mir besser etwas zu essen, Vogel, bevor ich DICH auf den Spieß stecke!“
„Beruhigen Sie sich, Saiyajin, oder Sie werden sofort disqualifiziert!“, fauchte der Varga, der den Sous-Chef begleitete. „Wir arbeiten an einer Lösung, die alle zufriedenstellt. Aber wenn Sie unser Personal angreifen, werden wir gezwungen sein, Sie nach Hause zu schicken.“
„Okay, aber Kakarott hat recht“, entgegnete Nappa. „Ihr habt kein Recht, uns das Essen zu verweigern.“
Wie üblich sagte Vegeta nichts. Seine Gedanken waren ganz woanders – bei Universum 9 und Radditz, der noch immer nicht wieder aufgetaucht war. Ein sehr ungutes Gefühl breitete sich in seinem Magen aus.
Er überließ seinen Gefährten ihrem lautstarken Protest und flog stattdessen hinüber zum Universum der Erdlinge.

Während Goku und Pan darum kämpften, die Augen offen zu halten, trat Son Gohan auf Chef Etchecoin zu.
„Ihr könnt uns also wirklich nichts servieren?“, fragte er ruhig und beschwichtigend.
„Nein“, schnappte der Chefkoch und sträubte sein Gefieder. „Nicht, solange ihr euch nicht mit begrenzten Portionen zufriedengebt.“
„Gibt es wirklich nichts, womit wir euch umstimmen könnten?“, hakte Son Gohan freundlich nach.

Chef Etchecoin hielt kurz inne, sein Schnabel zuckte. Dieser hier war anders als die anderen – höflich, vernünftig und nicht sofort wütend. Das eigentliche Problem war die Arbeitsbelastung; seine Mitarbeiter waren völlig erschöpft. Da kam ihm eine Idee.
„Nun gut“, sagte er mit einem listigen Funkeln in den Augen. „Ich habe einen Vorschlag. Arbeitet für uns in der Küche. Helft unseren Teams bei der Zubereitung der Mahlzeiten. Wenn ich mit eurer Arbeit zufrieden bin, bereiten wir eure Portionen zu.“
„Hä?“, platzte es aus Goku heraus, der plötzlich hellwach war.
„Ihr helft selbst bei der Essenszubereitung“, wiederholte der Chefkoch. „Verdient euch eure Mahlzeit.“
„Ich habe keinen Hunger“, unterbrach Vegeta sofort, stand auf und ging davon, ohne sich noch einmal umzudrehen.
Bra sah ihm nach, während ein kleines amüsiertes Lächeln an ihren Lippen zupfte. Sie hatte genau damit gerechnet.
„Klingt gut für mich!“, erklärte Goku und klatschte in die Hände. „Dann holen wir Chi-Chi!“
Chef Etchecoin blinzelte verwirrt.
„Chi-Chi? Ist das irgendeine Maschine zur Essenszubereitung?“
Son Goten packte seinen Vater an der Schulter.
„Belästige die Vargas nicht, Papa. Und das gilt auch für Mama. Ich finde, es wird langsam Zeit, dass du erwachsen wirst und lernst, wie man eine Mikrowelle benutzt.“
„Eine was?“, wiederholte Goku ehrlich verwirrt.
Der Chefkoch starrte ihn fassungslos an, als wäre er Zeuge der Geburt purer Dummheit geworden. Schließlich riss er seinen Blick los, hob sein Funkgerät und gab die Anweisung weiter.
Kurz darauf setzte sich ein seltsamer Zug in Bewegung: die Mitglieder von Universum 18, Kakarott und Nappa aus Universum 13 sowie Son Gohan, Videl und Pan aus Universum 16 wurden durch die Personalgänge in Richtung der Küchen geführt.
„An die Herde, Küchenhilfen!“, verkündete Chef Etchecoin mit autoritärer Freude.
Die Saiyajins – Krieger, die Planeten zerstören konnten – würden nun die wahre Bedeutung harter Arbeit kennenlernen.
Und die Vargas würden jede einzelne Sekunde davon genießen.


„Du gehst nicht mit ihnen, Vegetto?“, fragte Piccolo auf der Terrasse von Universum 16.
„Nicht nötig“, antwortete der fusionierte Saiyajin mit einem lässigen Schulterzucken. „Das würde ohnehin nichts bringen. Das Einzige, was dieses Problem lösen könnte, wären ein paar Senzu Bohnen. Haben wir noch welche übrig?“
Piccolo schüttelte den Kopf.
„Tut mir leid, Vegetto. Wir haben alle verbraucht... früher, wie du weißt. Und sie sind nicht wieder aufgetaucht, als Buu alles in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt hat.“
„Verstehe...“
Vegettos Blick glitt zu Son Bra.
Sie starrte stur die Wand ihrer Loge an und vermied jeden Blickkontakt. Er war immer noch wütend auf sie, doch insgeheim gab er eher dem Dschinn aus Universum 4 die Schuld, ob aus Nachlässigkeit oder Absicht, die kostbaren Senzu Bohnen waren nicht wiederhergestellt worden.
„Vielleicht solltest du die Vargas um einen kurzen Ausflug in unser Universum bitten“, schlug Piccolo vor. „Hol ein paar magische Bohnen und komm dann zurück.“
Vegetto schüttelte den Kopf.
„Wenn meine Berechnungen stimmen, wird die nächste Ernte erst in einer Woche gut ausfallen. Ich habe genug mitgenommen, um bis dahin durchzuhalten, aber zu Hause sind keine mehr übrig. Ich halte einfach noch ein paar Tage durch.“
„Wir könnten Polunga auch bitten, beim nächsten Mal ein paar herbeizuzaubern.“
„Nein“, sagte Vegetto entschieden. „Schon gut. Nach allem, was passiert ist, müssen wir nicht noch mehr Aufsehen erregen. Ich habe ohnehin schon genug Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Das Turnier ist fast vorbei. Bald kehren wir nach Hause zurück, und bis dahin kann ich warten.“
Piccolo musterte ihn lange, Zweifel in den Augen. Wenn Vegetto sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, war er davon nicht abzubringen. Er behauptete, den Hunger ertragen zu können, doch Piccolo erinnerte sich nur zu gut an das letzte Mal, als Vegetto zu nah an seine Grenzen gegangen war – damals hatte ihn nur ein einziger Fehltritt vom Tod getrennt.
Vegetto war entschlossen, jedem Universum zu beweisen, dass er unantastbar war, ganz gleich zu welchem Preis.
Piccolo konnte nur hoffen, dass dieser Preis nicht tödlich sein würde.

Während seine Gefährten sich auf den Weg zu den Küchen machten und die verschiedenen Universen ihren eigenen Angelegenheiten nachgingen, blieb Uub lieber für sich.
Vegetas Sieg über Cell hatte ihn fasziniert, und insgeheim freute er sich über den Triumph seines anderen Mentors.
Doch nun, da es eine Pause von all diesem Wahnsinn gab, war es Zeit, einer anderen Sache nachzugehen. Etwas zog ihn unwiderstehlich an – ein Gegenstand brennender Neugier.
Er hatte keine Angst.
Er hatte auch nicht vor, irgendjemanden zu verraten.
Er wollte einfach lernen.
Er wollte mehr.
Leise bewegte er sich an dem Areal von Universum 1 vorbei. Die Kaioshins waren in ein Gespräch vertieft und schenkten ihm keine Beachtung. Doch Buu, gefangen in seiner Kugel, richtete seine Augen auf Uub und erwiderte seinen Blick.
Für einen Außenstehenden hätte es bedeutungslos gewirkt.
Doch zwischen ihnen geschah etwas.
Sie verstanden einander vollkommen.
Unauffällig und darauf bedacht, nicht verfolgt zu werden, schlüpfte Uub in den Korridor, der zu den Gemächern von Universum 4 führte.
Es überraschte ihn nicht, dort Buu vorzufinden – vollständig geformt und frei beweglich.
Von Anfang an hatte er gewusst, dass der Dschinn nie wirklich gefangen gewesen war. Buu hatte ihm das mehr oder weniger deutlich zu verstehen gegeben.
Buu war es gewesen, der in seinen Träumen Anjus Gesicht getragen hatte.
Buu war es gewesen, der seine geerbte Majin-Magie erweckt hatte.
Buu war es gewesen, der die Fäden dieses gesamten Turniers gezogen hatte.
Wie sonst hätte er über eine derartige Macht verfügen können, alle wiederzubeleben, die Arena wiederherzustellen und die Ereignisse mit solcher Leichtigkeit zu lenken, während er angeblich nicht einmal in der Lage war, Babidi zu entkommen oder ihn auszuschalten?
Buu war die eine Seite der Medaille.
Uub die andere.
Obwohl er ihn kaum kannte, wusste Uub instinktiv alles über ihn.
Seine Faszination ließ jede Spur von Angst oder Misstrauen verschwinden.
Im Gegenteil.
Er empfand vollkommenes Vertrauen.
„Es scheint, als würden wir einander verstehen“, sagte Buu lächelnd, als hätte er Uubs Gedanken laut ausgesprochen. „Ich habe lange darauf gewartet, so mit dir sprechen zu können, Uub – ohne Einmischung von außen.“
„Mir geht es genauso“, erwiderte Uub. „Ich weiß, wie mächtig du bist. Alle haben Angst vor dir und sehen in dir eine absolute Bedrohung. Aber wenn du gewollt hättest, hättest du tun können, was immer du wolltest. Du bist unglaublich!“
„Ja, das weiß ich“, sagte Buu mit einem Grinsen. „Aber du bist es ebenfalls, mein Junge. Wir beide sind die Erben eines versklavten, bösen Wesens, das seine Natur überwunden hat, um etwas weit Besseres zu werden. Dein Schicksal und dein Potenzial unterscheiden sich von meinen, aber sie führen beide in eine strahlende Zukunft. Ich bin dir lediglich voraus – vorerst.“
„Deshalb bin ich zu dir gekommen“, sagte Uub. „Kannst du mir beibringen, der größte Magier aller Zeiten zu werden?“
„Hm. Der Größte nach mir vielleicht“, erwiderte Buu und verschränkte schwebend die Beine. „In meinem Universum gab es viele Magier, die mächtiger waren als Babidi, obwohl selbst er zu einer gewissen Elite gehörte. Jetzt befinden sie sich alle in mir. Eines Tages könntest du ihnen in deiner eigenen Welt begegnen. Und wenn das geschieht, werde ich dafür sorgen, dass du zum besten Magier deines Universums wirst.“
„Danke, Meister Buu“, sagte Uub und verbeugte sich tief.
Er hatte seine Ausbildung in den Kampfkünsten unter Goku kaum abgeschlossen, und nun fand er sich bereits unter der Anleitung eines neuen Lehrmeisters wieder.
Doch genau das war die Lektion von Muten Roshi und Goku gewesen:
Man hört niemals auf zu wachsen, zu lernen und sich zu verbessern.
Er war nun ein echter Kämpfer.
Doch was Magie anging, war er immer noch ein Anfänger.
Die Gelegenheit auszuschlagen, vom stärksten Wesen dieses Fachgebiets zu lernen, besonders wenn dieses Wesen auf gewisse Weise er selbst war, wäre schlicht Wahnsinn gewesen.
Buu schenkte ihm ein herzliches Lächeln und erhob sich, während er auf eine der Wände des Apartments zuschwebte.
Er streckte die Hand aus, und ein wirbelndes Portal zu einem unbekannten Ort öffnete sich.
„Dann verschwenden wir keine Zeit“, sagte er fröhlich. „Los geht's!“
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Sprache





































