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Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 7 Tagen, 11h


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 27.

Der neue Chef im Dorf

Die Festtische standen noch vom Vortag dort, und das war gut so. Jedermann beeilte sich, um die für das Festessen wieder aufzufüllen, die besten Jäger sorgten für schnellen Nachschub. Binnen kürzester Zeit war alles bereit und alle Anwesenden stürzten sich auf das Festmahl.

„Wir brauchen einen neuen Chef. Hanasia kann nicht zugleich Königin sein und sich auch noch um unser mickriges Dorf kümmern.“

„Ich schlage mich vor.“

„Wie?!“

„Ich bin der Stärkste hier, und jung…“

„Ja, klar doch“, wiegelte der alte Mann ab. „Das werden wir nach einigen Kämpfen sehen. Aber das ist nicht genug, das Dorf muss den Sieger als seinen Anführer auch akzeptieren.“

„Wenn zum Beispiel einer wie Sarcocis Chef werden will, würde niemand von uns zustimmen, auch wenn er jeden besiegt! Hahahaha!“

„Also wird morgen gekämpft?“

„Morgen ist Hanasia nicht mehr da! Im Moment sind wir ja alle anwesend. Bis zum Einbruch der Nacht haben wir noch ungefähr drei Stunden. Das ist mehr als genug für ein paar Kämpfe! Ich bezweifle eh, dass sich viele Teilnehmer melden werden.“

Das ganze Dorf versammelte sich und die Prophezeiung bewahrheitete sich; es meldeten sich nur vier Mitstreiter: zwei Jungspunde und zwei Patriarchen. Alle verließen das Dorf und suchten eine entfernte Hochebene auf. Hanasia und Corrne erzählten ihnen vom neuen Turnier-Format aus der Hauptstadt, dem zufolge sich jeder Kämpfer einem Duell stellen musste und die Sieger dann ihrerseits gegeneinander kämpfen würden.

Die Paare wurden nach dem Zufallsprinzip erstellt, es waren die beiden älteren Saiyajins, die zuerst gegeneinander antreten würden.

 

Der Kampf war nicht besonders interessant. Einer der beiden war ein Angeber, der aber im Angesicht des anderen, namens Moniak, nicht viel zu melden hatte. Moniak war in etwa so alt wie Hanasias Vater und hatte einen Anteil an ihrer Erziehung gehabt. Sie kannte ihn gut und respektierte ihn sehr.

Turoca und Cetinia betraten als nächste den Ring. Der Erstere war jung und mager, der Narbe, die ihm Hanasia einige Monate zuvor beigebracht hatte (den Grund wusste niemand mehr, schon gar nicht er selbst), war noch gut sichtbar. Die Zweite war eine von Hanasias Freundinnen- obwohl der Terminus „Freundin“ in einem so kleinen Dorf nicht automatisch eine besonders enge Bindung bedeutete. Aber der geringe Altersunterschied von kaum einem Jahr hatte die beiden Frauen instinktiv nahegebracht. Sie waren zusammen aufgewachsen, in der Gruppe mit einigen anderen Kindern ihrer Generation. Sie hatten zusammen das Jagen gelernt, ebenso das Kämpfen und das Abfeuern von Energiekugeln.

Damals hatte auch Cetinia an Kampflektionen Hartichs teilgenommen. Sie war stark, aber nicht genug, um Chef des Dorfes zu werden, meinte Hanasia. Obwohl sie es nicht genau wissen konnte, war es ebenso möglich, dass sie einmal eine Affäre mit ihren Vater gehabt haben könnte.

Turoca wurde von Cetinias komplexen Techniken überrollt, die sie von Hartich gelernt hatte.

 

Nach einer Pause mit einer Mahlzeit auf der Ebene standen sich später Cetinia und Moniak im Abendlicht gegenüber. Moniak war viel größer als Cetinia, schien aber nicht unsäglich stärker zu sein. Ihm stand seine Erfahrung zur Seite, ihr ihre Entschlossenheit.

Beide erhoben sich langsam in die Luft. Man muss es wiederholen, die Kunst des Fluges war in diesem Dorf kein Allgemeingut. Das würde der wahre Kampf um den Titel des neuen Anführers im Dorf werden.

Cetinia begann nun, sich etwas angespannt und unsicher zu fühlen. Bis zum heutigen Tage hätte sie es sich niemals vorstellen können, Moniak einmal herauszufordern. Seine Körpersprache sagte ihr, dass er sich seines Sieges sicher war und sein durchdringender Blick machte sie nervös. Wie soll man so einen Typen überraschen? Aber ihre Entschlossenheit brannte wie Feuer in ihr, und da das berühmte Vater-Tochter-Gespann nicht mehr existierte, stand ihr die Tür für die Anerkennung offen, nach der sie eigentlich strebte. Aber auch für Moniak war das ein großer Moment. 23 lange Jahre lang war immer nur Hartich der Gegner im Kampf um den Titel gewesen. Eine verdammt lange Zeitspanne. Selbst in so kleinen Dörfern wie das ihre wechselten die Anführer oft, eine Generation ersetzte die alte. Als Hartich von seiner Reise durch den Kontinent zurückgekehrt war, hatte er den damaligen Anführer herausgefordert und gesiegt. Seitdem war er bis zu seinem Tode unbezwungen geblieben.

Catinia riss die Initiative an sich und flog auf ihn zu. Sie griff mit drei harten Faustschlägen an, welchen Moniak ausweichen konnte. Er vergrößerte die Distanz, indem er nach unten schwebte, während sie ihn mit mehreren Kicks traktierte. Er konzentrierte sich nur auf die Verteidigung, und das gut. Je länger der Kampf dauerte, desto größer wurde sein Vorteil.

Endlich konterte er und sein Kick kollidierte mit dem Cetinias, dann feuerte er einige Energiekugeln auf sie ab. Da sie sie aus dieser nahen Distanz weder blocken noch ihnen ausweichen konnte, kassierte sie die Treffer mit voller Wucht; damit schenkte sie ihrem Gegner die Gelegenheit, sich zu erholen und seine Offensive einzuläuten.

Der Kampf zog sich in die Länge und wurde immer intensiver. Moniak begann langsam müde zu werden und auf seinem Körper prangten schon mehrere Brandmale, Kratzer und Schnittwunden. Cetinia hatte sich mehr auf ihre Verteidigung konzentriert, was man an ihrem Gesicht gut sehen konnte. Dort konnte man etliche Wunden und Blut erkennen. Es war fast rot, aber sie hielt durch. Er hingegen erkannte, dass er schneller an Kraft verlor als sie, aber sie würde wohl zuerst den Tribut an ihre Verletzungen zahlen müssen. Ihre Techniken wurden unsauberer, während er seine Contenance wahren konnte. Er wollte den Kampf beenden, bevor er sein Energietank leer wurde, zu diesem Zweck würde er sich auf ihre Verletzungen konzentrieren. Die Sonne berührte mittlerweile den Horizont und einige Dorfbewohner schafften Fackeln und Holz für ein großes Feuer herbei.

Moniak schoss mit vorgehaltener Faust auf Cetinia zu. Sie wollte als Gegenangriff seinen Arm packen, aber das hatte er vorhergesehen. Er zog schnell seinen Arm zurück und versuchte einen Kick, der von ihrem Schienbein abgeblockt wurde. Darauf folgte eine Finte, auf die die Frau hereinfiel, um dann einen weiteren kräftigen Schlag ins Gesicht zu kassieren. Cetinia musste Distanz gewinnen und feuerte dafür einige kleine Energiekugeln ab.

“Ich hab mich zu oft reinlegen lassen…!“, tadelte sie sich selbst, während sie sich das Blut aus den Augen wischte. “Ich muss mich zusammenreißen und ihn nicht mehr seine Spielchen treiben lassen…“

 

“Lange wirst du mich nicht mehr fernhalten können. Deine Energieattacken sind schwach geworden“ , dachte Moniak seinerseits. Statt sich wieder auf sie zu stürzen, stieg er höher, bis er über ihr stand, dann lud er mit ausgestreckten Armen eine große Energiekugel.

“Das ist meine Chance!“, fuhr es Cetinia durch den Kopf. Er bereitete schon eine zweite Attacke vor, also schoss sie auf ihn zu, in der Hoffnung, sie könnte in jetzt am Bauch treffen, wo er so völlig offen ober ihr schwebte.

Er feuerte beide kurz nacheinander ab. Cetinina flog weiter auf ihn zu und schaffte es blitzschnell, beiden Attacken auszuweichen, obwohl sie nicht dieselbe Richtung hatten. Dieser Erfolg machte sie stolz auf sich selbst, während sie endlich Moniak erreichte, der sich von der Anstrengung erholen musste. Er versuchte, den Schlag abzublocken, doch es war zu spät. Sie schlug mit aller Kraft zu, ihre Faust streifte seinen Unterarm traf Brustkorb. Das Krachen von gebrochenen Rippen erklang. Es verschlug ihm den Atem und er konnte sich nicht mehr in der Luft halten. Die Kriegerin aber nutzte seine Bewegung aus und schlug ihm noch einmal voll ins Gesicht. Nun fliehen beide Kämpfer im freien Fall zu Boden.

Sollte Moniak sich nicht rechtzeitig erholen, dann würde Cetinia, die nun ober ihm war, ihn mit ihrem Knie in den Boden rammen. Damit wäre er mit Sicherheit bewusstlos. Ein siegessicheres Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus, die sah, wie schnell sich der Boden näherte, Moniak würde zwischen Hammer und Amboss gefangen sein. Plötzlich aber verspürte sie einen scharfen heißen Schmerz am Rücken. Sie drehte sich mit einem Aufschrei zur Seite und erkannte erst im letzten Moment, dass sich ihr zwei weitere Feuerbälle näherten. Moniak hatte zwei lenkbare wärmesuchende Energiebälle abgefeuert, eine so seltene und komplexe Technik, die sie bisher noch nie mit eigenen Augen gesehen hatte.

 

Es war viel zu spät, um einen direkten Treffer zu verhindern, ihr blieb nur die Deckung ihrer Unterarme, um das Schlimmste zu verhindern. Eine gewaltige Explosion erhelle den Abendhimmel. Nun fiel sie ebenfalls völlig entkräftet wie eine Puppe zu Boden. Beide würden wehrlos auf den Boden aufschlagen, aber wer würde sich anschließend wieder erheben können? Vielleicht beide. Vielleicht keiner.

Obwohl sich ihre Welt wild um sie drehte, blieb Cetinia sich ihres Triumphs sicher. Der Aufprall würde sehr unsanft werden, aber ihr Gegner war in einem schlechteren Zustand als sie… dachte sie, bis sie einen wilden Schrei vernahm.

Moniak hatte all seine verbleibenden Kräfte gesammelt und sie am Fuß gepackt. Die beiden Treffer, die sie kassiert hatte und sie zeitgleich an zwei Seiten getroffen hatten, waren gleich stark gewesen, was bedeutete, dass sich ihre Position relativ zu ihm nicht verändert hatte. Und das hieß: sie waren sehr nahe beieinander! Verdammte Unkonzentriertheit! Moniak schleuderte sie mit aller Macht gegen den Boden, dabei blieb ihm selbst kaum Zeit, seinen Kopf zu schützen. Das Publikum konnte nur vor Erstaunen aufschreien, als Monaik es irgendwie schaffte, seine Beine unter seinen Körper zu bringen und seine Gegner mit einer solchen Wucht in den Boden zu rammen, dass ihr halber Körper unter der Erde begraben wurde.

Monaik nahm einige tiefe Atemzüge und sammelte sich; er musste sich mit einer Faust abstützen, um sich aufrecht halten zu können. Langsam stand er auf. Cetinia war schwer verletzt und halb bewusstlos, er könnte ihr jetzt den Gnadenstoß geben. Dieser Kampf war nicht nur brutal gewesen, sondern vor allem ebenbürtig; es wäre viel zu gefährlich, einen so starken Krieger in der Nähe zu haben, sollte sie ihn wieder herausfordern wollen. Niemand würde sich beschweren, wenn er sie jetzt töten würde.

Niemand, außer Hanasia.

„Der Kampf ist vorüber!“, verkündete sie ruhig, aber dennoch laut genug, damit alles es hören konnten. Corrne war schockiert. Man konnte einen solchen Kampf doch nicht so einfach abbrechen, und sie hatte eigentlich nicht das Recht, sich einzumischen. Aber die anderen Dorfmitglieder schienen von diesem Urteil weniger überrascht zu sein; Moniak ließ ohne zu murren von seiner Gegnerin ab und trat zurück.

Hanasia ging zu ihm und stellte sich vor ihm auf, um ihn dann mit einem kleinen Hopser sehr kräftig zu umarmen.

„Glückwunsch!!“, rief sie aus und drückte härter zu, als es notwendig gewesen wäre. Trotz seiner Verletzungen und der Mühe, sich überhaupt auf den Beinen halten zu können, erwiderte er die Umarmung. Hanasia platzierte ihm noch einen dicken Schmatzer auf die Wange und ließ ihn dann frei. Alle wussten, wohin es ihn zog: zur nächsten Sitzgelegenheit, an deren Tisch heute ein Bankett zu seinen Ehren stattfinden würde. Essen und Trinken würden ihm bei der Heilung helfen, ohne allen zeigen zu müssen, dass seine Nase und viele seiner Rippen zerbröselt waren.

Hanasia hingegen näherte sich Cetinia. Sie rammte ihre Hände in den Boden und hob ihre Freundin relativ sanft hoch. Einige andere der Gruppe halfen ihr, ein provisorisches Bett zu bauen, ihren Körper vom Dreck und Blut zu säubern und ihr einige medizinische Kräuter aufzulegen.

Als sie an Corrne vorbeiging, der sich gerade fragen wollte, was sie da machte, fragte sie ihn:

„Schaffst du es, die Hauptstadt auch mitten in der Nacht zu finden, so wie am Tag?“

„Ja“, nickte er, „Aber…“

„Also gut. Wir fliegen so spät wie möglich ab, um im Morgengrauen dort zu sein. In der Zwischenzeit geh‘ etwas essen… und bring mir was mit.“

Sie setzte ihren Weg weiter fort bis ins Dorf, wo sie ihre Freundin in ihr Bett aus Heu und trockenen Blättern legte. Die Nacht war endgültig hereingebrochen und der Mond verbarg sich hinter den Wolken, deshalb wurden um das Haus mehrere Fackeln aufgestellt.

Cetinia erwachte eine Stunde später. Sie war zuhause und es brannte Licht. Hanasia war anwesend, und kaute gerade auf einem Knochen herum. Sie versuchte sich zu bewegen, aber erbarmungsloser Schmerz durchfuhr sie sofort überall. Da die Anspannung nachgelassen hatte, fühlte sie jede einzelne Verletzung deutlich.

„Du hast verloren“, berichtete Hanasia nüchtern. „Und du solltest dich besser nicht zu viel bewegen“, fuhr sie fort, während sie sie mit der Kraft eines Fingers im Bett festhielt. „Du bist im Moment echt am Ende und schwächer als eine Schildkröte ohne Panzer.“

„Scheiiiiisseeee….“, brachte Cetinia nur heraus.

„Wir haben dir immer schon gesagt, dass du beim Kämpfen zu wenig Acht gibst… das hast du nun davon.“

Cetinia schwieg und dachte darüber nach. „Und das hier“, begann Hanasia von neuem, als sie ihren Finger auf Cetinias Stirn legte und ihn langsam hinunter bis an die Wange gleiten ließ. „…das wird dich für den Rest deines Lebens daran erinnern.“

Der Schmerz des Fingers, wie er über das glitt, was sicher einmal eine dicke Narbe werden würde, ließ sie zusammenzucken.

„Wie auch immer… mein Gesicht ist immer noch viel schöner als deines.“

Hanasia starrte sie einen Augenblick lang entgeistert an, dann begann sie leise zu kichern und brach schließlich in lautes Gelächter aus. Natürlich schätzte sie die Attraktivität ihrer Freundin nicht gering, aber jetzt, in diesem Moment, so voller Wunden und blauer Flecke, war das einfach zu viel. Es konnte kaum etwas geben, was weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte als diese Behauptung.

„Hahahaha! Meine liebe Cetinia, wenn du dich nur selbst sehen könntest!“, lachte sie ohne Bosheit. „Du bist zum Fürchten! Du wirst mindestens einen Monat lang keinen Sex mehr haben!“

„Nicht mal mit Darrir?“

„Ah, nein. Darrir zählt nicht.“

Cetinia kicherte leise, mehr ließ der Schmerz nicht zu. Dann begann sie darüber nachzudenken, wie sie Hanasia loswerden könnte. Dass jemand sie in diesem Zustand an ihrem Bett wusste, gefiel ihr nicht sonderlich.

„Hör auf, solchen Mist zu verbreiten und hol mir etwas von dem Braten. Ich kann es von hier drinnen riechen und ich bin am Verhungern.“

„Ich bin froh zu sehen, dass es dir besser geht“, meinte Hanasia und ging sofort.

 

Sie hatte die Botschaft verstanden und verließ die Hütte, ohne zurückkehren zu wollen. Sie aß und trank mit den anderen, bis ihr Magen voll war. Als sie ihre Geschichte zum x-ten Mal wieder erzählen musste, meinte sie zu Corrne:

„Komm, wir fliegen ab. Dann schaffen wir es noch vor dem Morgengrauen und ich kann in meinem super Bett schlafen.“

Corrne stieg in die Luft, Hanasia folgte ihm. Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich Harik auf und krallte sich an Hanasias Bein fest.

„Ich komme mit dir!“, rief er aus. “Ich fliege mit in die Hauptstadt!“

„Bist du noch nicht im Bett?!“, entfuhr es Hanasia, während sie ihr Bett herumschüttelte und den Jungen dabei in alle Richtungen herumwirbeln ließ. Harik sah aus wie eine unreife Frucht, die sich bei Sturm mit aller Kraft und Verzweiflung am Ast ihres Baumes festhielt.

„Dieser Balg kennt nicht die Bedeutung von Scham“, brummte ein Erwachsener vom Boden aus.

„Scham?!“, fauchte ihn ein älterer Saiyajin neben ihn an. „Als du in seinem Alter warst, hast du noch viel schlimmere Szenen abgeliefert!“

„Lass los!“, forderte Hanasia genervt. „Du ruinierst mir noch meine königlichen Stiefel und solche Schönheiten sind schwer zu bekommen.“

Un-überraschenderweise war seine Reaktion, sich noch stärker festzukrallen, was Hanasia sofort ihrerseits zu einer Reaktion bewegte: sie stieß ihm mit dem anderen Fuß ohne Hemmungen kräftig auf den Kopf. Harik ließ sofort los und fiel rücklings auf den Boden. Das Paar stieg außerhalb seiner Reichweite in die Luft.

„Wenn dieser Angeber hinfliegen kann, dann darf ich das auch!“, brüllte er ihnen nach.

„Dann lern erst einmal zu fliegen!“, konterte Corrne.

Dann flog Hanasia los, während er sich an ihr festhielt, und schossen mit Höchstgeschwindigkeit durch den nächtlichen Himmel.

„Oh!“, meinte Hanasia zu ihrem Führer, während er sich wegen der hohen Geschwindigkeit mit aller Kraft an ihr festhielt. „Ich muss dir unbedingt mein Zimmer im Palast zeigen. Ich habe dort ein riiiiiiiiesiges Bett und wir müssen es unbedingt einmal darauf treiben!“

In diesem Moment hörte Corrne wieder den doppelten Knall und sie flogen weiterhin auf die Hauptstadt zu.

 

Yshar betrat die große Halle, in deren Mitte sich die anderen Krieger versammelt hatten. Deren Teammitglieder waren in der ganzen halle verstreut. Es war ein wirklich seltener Anblick, so viele Kämpfer dieses Kalibers an einem Ort versammelt zu sehen.

Darunter fand er viele unbekannte Gesichter. Man konnte die Signaturen schwächerer Personen fühlen, aber unten neuen Kriegern waren auch solche, die eine beeindruckende Präsenz ausstrahlten. Yshar erkannte auch einige lebende Legenden. Unter ihnen war auch ein ehemaliger Krieger der Imperialen Palastwache, der einen Angriff eines Frostdämons überlebt hatte. Das Messgerät zeigte trotz eines fehlenden Armes und der angsteinflößenden Narben auf seinem Körper eine beachtliche Lebenskraft. Neben ihm stand ein Mitglied der Morgoths, einer Spezies von riesigen Monstern mit exzellenter Widerstandsfähigkeit. In einer Ecke sprach gerade ein für seine Aktionen gegen die Dämonen berühmter Rebell mit anderen Personen.

Zwischen einem Mutanten mit telekinetischen Fähigkeiten und einem barbarischen Söldner mit einem riesigen Schwert aus einer Sternenlegierung stand ein Namekianer. Der Namekianer! Es war Bourgo, der einzige bekannte Namekianer im ganzen Universum.

Yshar zögerte keinen Augenblick mehr und schritt in seine Richtung. Nun wusste er es, er befand sich inmitten einer Gruppe von Elitekriegern! Im Kreise von Legenden und Bestien der Schachtfelder!

„Meister Bourgo!“, rief er. „ich bin Yshar, sehr erfreut, Eure Bekanntschaft zu machen.“

„Rechtshänder Yshar. Ich kenne Euch gut. Also ist es wahr, dass Ihr nur mit Eurer rechten Hand kämpft?“

„Ihr habt von mir gehört?“, wollte er überrascht wissen; er war zufrieden, dass er sich einen guten Ruf aufgebaut hatte. „Äh, nein, im Kampf gebe ich alles. Es kommt selten vor, dass ich die Wahl haben kann, welchen Arm ich benutze, Hahahaha. Aber ich gebe den Gnadenstoß immer mit meiner rechten Hand.“

„Traditionsbewusst.“

„Ja, das ist auf unserem Planeten üblich. Wir zerstören mit unserer rechten Hand und vergeben mit unserer linken.“

„Dann wurde Ihre linke Hand… wohl schon lange nicht mehr auf diese Weise verwendet.“

„Tja, ich muss leider zugeben, dass in diesen brutalen Zeiten diplomatische Konflikte gerne in einem Blutbad ausarten.“

„Es ist unendlich schade, dass Ihr Eure Macht zur Vergebung nicht nutzt, Ihre Hände sind beide mit Blut befleckt.“

Yshar stutzte, er war sich nicht sicher, ob diese Aussage als Beleidigung gedacht war.

„Ich… besitze nicht mehr Macht zur Vergebung als andere…“

„Ich kenne keinen anderen Krieger, der ein bestimmtes Organ für die Vergebung reserviert. Es ist ein Extra. Nutze es.“

Damit wandte sich der Namekianer einem anderen Krieger zu, der sich ihnen näherte. Irgendwie war Yshar etwas enttäuscht. „Es ist nur eine Tradition“, dachte er.

Es handelte sich um einen fast zwei Meter großen Hünen mi einem breiten Kinn, den man oft zu Unrecht den „Barbaren“ nannte.

„Lord Bourgo, es ist mir eine Freunde, Euch hier empfangen zu dürfen. Wir hatten schon die Befürchtung, Lord Frosty hätte Euch auf Blizzard VII entdeckt.“

„Krämm von Istaal, die Freude ist ganz auf meiner Seite. Keine Sorge, Frosty hat inmitten der der von ihm zerstörten Festung nur meine Beine, meine Arme, einen Teil meines Bauches, eine Antenne und zwei Ohren gefunden.“

Der Barbar grinste, um dann das Thema zu wechseln. „Wir haben für die Schlacht, die uns bevorsteht, ein neues Schwert geschmiedet. Wollt Ihr es sehen?“

„Sehr gerne“, log Bourgo beinahe überzeugend.

Krämm zog das große Schwert aus der Scheide auf seinem Rücken. Dick und scharf glänzte es wunderbar.

„Es ist wundervoll!“, entfuhr es Yshar. „Ich habe noch nie Sternenmetall gesehen.“

„Oh! Vielen Dank!“, erwiderte der Krieger überrascht. „Wir sind Krämm von Istaal. Sehr erfreut, Eure Bekanntschaft zu machen.“

„Rechtshänder Yshar. Superb… kann es… Kann es etwa auch einen Frostdämon durchschneiden?“

„Ja“, nickte Krämm. „Wenn man ihn trifft. Sie lernen seit Generationen, sich vor solchen Waffen in Acht zu nehmen. Nun, da ihr es erwähnt, wir wollten einen Plan vorschlagen, in dem wir die Dämonen mit einer großen Anzahl von Angriffen ablenken und zuschlagen, wenn die Gelegenheit perfekt ist. Wir haben einen Mantel hergestellt, um die Klinge so lange zu verbergen, um des Überraschungsmoment zu wahren.“

„Meister Krämm“, begann Yshar. „Ich verfüge über die perfekte Technik für genau diese Situation. Sie ist außerhalb meines Planeten unbekannt.“

„Das wird nicht genug sein“, unterbrach sie Bourgo. „Jeder weiß, dass Ihr mit einem Schwert kämpft. Euer ganzer Körper muss unsichtbar werden. Und Ihr müsst Euch mitten ins Zentrum der Schlacht stürzen, ansonsten seid Ihr außerhalb der Distanz zum Angriff.“

„Eine Verkleidung?“

„Kennt ihr die Bomber?“, mischte sich ein kleiner Mann in das Gespräch ein. „Das sind Krieger und Waffen, die sehr starke Energiekugeln abfeuern können. Normalerweise könnten sie nicht viel anderes.“

Der Namekianer, der Barbar und Yshar drehten sich zu ihm um. „Man sieht sie oft in bewaffneten Kämpfen. Die Krieger kleiden sich oft in weiten Kleidern, um zu verbergen, wohin sie als Nächstes schießen. Da sie meistens nicht gut im Nahkampf sind, rotieren zwei oder mehrere von ihnen herum und bilden so einen Schutzwall.“ Alle hörten ihm zu, ohne zu wissen, wohin er damit wollte. „Aber in wichtigen Kämpfen, bei denen es um viel geht, sind Bomber meistens wenig nützlich, da der Gegner die Schüsse sieht, bevor sie einschlagen. Deshalb muss man schon extrem gut sein, damit man auf sie achtet.“

„Ich verstehe“, nickte Bourgo. „Ein Bomber fliegt mitten ins Getümmel und zieht kaum Aufmerksamkeit auf sich. Krämm als Bomber wäre vollkommen geschützt, versteckt und in perfekter Distanz zum Schlag. Ausgezeichnet.“

„Aber… Äh… wir sind nicht besonders gut im Abfeuern von Energieattacken…“

„Perfekt“, zuckte Yshar mit den Schultern. „So macht sich keiner die Mühe, Euch abschießen zu wollen.“

„Trotzdem, ein Bomber braucht eine gewisse Glaubwürdigkeit“, fuhr Bourgo fort. „In der Palastwache gibt es exzellente Strategen, und einen ineffizienten Bomber zu schützen würde Verdacht erregen.“

„Ich bin ein Bomber“, erklärte der kleine Mann. „Es ist meine Karriere und meine einzige Fähigkeit. Ihr seid so groß, dass es keinen sichtbaren Unterschied macht, wenn ich meine Tarnung mit Euch teile!“

„Ich halte das für einen soliden Plan. Obwohl es eine Schande ist, dass wir Krämms berühmte Kampftechniken nicht von Anfang an nutzen können, wäre es es wert, wenn wir damit einen Frostdämon erledigen können.“

Yshar war so froh, zu dieser außergewöhnlichen Welt zu gehören. Und dieser Plan, der in so kurzer Zeit ausgeheckt worden war, schien exzellent. Viel besser als sein eigener.

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