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Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 13 Tagen, 1h


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 26.

Das Sammeln der Kräfte

Die zukünftige Königin und der Geschichtenerzähler waren in die Luft gestiegen, bis sie hoch über der Hauptstadt schwebten. Hanasia bewunderte kurz den Ozean, der nicht weit von hier entfernt war. Dann drehte sie sich zu Corrne um und winkte ihn zu sich.

„Okay. Wir werden sehr schnell unterwegs sein, also musst du dich sehr gut festhalten. Am besten tippst du mir immer auf die betreffende Schulter, um mir die Richtung anzusagen. Aber zuerst einmal, in welcher Richtung liegt es?“

„Da lang“, wies der Geschichtenerzähler und zeigte in die ungefähre Richtung des Dorfes. „Aber wie hast du die Hauptstadt denn überhaupt gefunden?“

„Ich habe die Energie der Eindringlinge gespürt“, erklärte sie knapp, während sie sich in eine horizontale Position brachte.

„Ihn gespürt?!“, wiederholte Corrne verwirrt, während er sich des Weiteren noch fragte, wie und wo er sich bei ihr festalten sollte. An ihrem Bauch wie kleine Kinder? Dafür war er doch etwas zu groß…

„Ja, seit ich so stark geworden bin, kann ich die Energie anderer Leute fühlen, auch aus großer Entfernung. Das hat mit dem Millenniums-Krieger angefangen. Genug Zeit verplempert! Leg dich einfach auf meinen Rücken und halte dich richtig gut fest . Ich fliege sehr schnell.“

Er folgte ihren Anweisungen. Dabei fühlte er sich wieder wie ein Kind, das sich an die Erwachsenen klammern musste, die aus der Sicht eines Kindes so unfassbar schnell waren. Außerdem kam ihm der Verdacht, dass daraus mehr werden könnte, denn dass sich zwei Saiyajins außerhalb sexueller Aktivitäten körperlich so nahe waren, war eher selten.

Hanasia schoss davon, wurde immer schneller und schneller und binnen weniger Sekunden flogen sie bereits mit einer Geschwindigkeit, die er niemals für möglich gehalten hatte. Ein Punkt am Boden, den sie gerade überflogen, würde im nächsten Moment bereits Kilometer hinter ihnen liegen. Er musste bald ihren Kurs korrigieren, und schon schossen sie wieder wie ein Pfeil über den Himmel.

Corrne bekam immer mehr Probleme, seine Augen offen zu halten. Der Gegenwind wurde immer stärker und es baute sich ein seltsamer Widerstand auf. Und plötzlich hörte er einen lauten Knall. Wie zwei Explosionen bei hoher Geschwindigkeit. Seine Ohren schmerzen ihm davon.

Er würde nie erfahren, was es mit diesem Knall auf sich hatte. Sie flogen einfach weiter.

Corrne begann, die Landschaft wiederzuerkennen. Das bedeutete, dass sie bereits einen Großteil der Strecke hinter sich gebracht hatten! Unglaublich! Sie waren erst vor knapp zehn Minuten losgeflogen und dabei mehrere hundert Kilometer zurückgelegt…

Hanasia begann zu verlangsamen und blieb dann stehen.

„Müde?“, fragte sie Corrne.

„Nein“, antwortete sie. Dann drehte sie sich um und küsste ihn.

Sie ließen sich bei dieser Pause viel Zeit.

 

Mittlerweile waren alle Kinder Blizzards im gigantischen Thronsaal versammelt- außer einem. Blizzard wies die Nachzügler mit dem Notwendigsten ein, das er vorher mit Snower besprochen hatte.

„Wie laufen deine Nachforschungen, Snower?“

„Ich bin noch nicht weitergekommen, Vater. Wir haben bisher noch keine Spur gefunden, die von Interesse sein könnte. Normalerweise sind wir schneller, wenn wir erst einmal wissen, wonach wir genau suchen müssen. Aber in diesem Fall scheint es anders zu sein.“

„Aber…“, warf Ice Kurama, der Jüngste der Familie ein. „Eine planetenweite Verschwörung muss doch Spuren hinterlassen!“

„Exakt. Und das ist der Grund, warum dieser Fall uns so seltsam erscheint. Genaue Nachforschungen zeigen uns sonst immer wiederkehrende Muster auf- oder ein auffälliges Fehlen von Informationen weist auf Manipulationen hin… Aber wir haben nichts Verdächtiges entdeckt. Ich habe noch einige mögliche Indizien, aber keines davon scheint mir zielführend zu sein.“

„Wir hören.“

„Planet Plant wurde nie in unser Archiv eingefügt und dann gelöscht. Mehrere Schiffe haben das System durchquert und es als unbewohnbar klassifiziert. Wenn man das Logbuch eines unserer Schiffe von vor acht Jahren studiert, scheinen alle Planeten dieses Systems als unwirtliche Felsbrocken auf, inklusive Planet Plant.“

„Es ist viel einfacher, das Logbuch eines unserer Schiffe zu manipulieren als die Imperiale Datenbank.“

„Das ist bestimmt wahr, aber wir sprechen hier von einem noch viel subtileren Vorgehen. Die Schiffscomputer wurden jedes Mal gehakt und die Informationen verändert, bevor die Berichte gesendet werden konnten.“

„Eine typische Strategie, oder?“, fragte Blizzard.

„Ja“, nickte sein Sohn überrascht, denn er hatte nicht gedacht, dass sein Vater über solche Methoden Bescheid wusste. „Eine Gruppe von Rebellen, die seit Jahren mit dem Ziel aktiv sind, neue bewohnbare Planeten zu verstecken, bevor sie das Imperium entdecken kann. Dafür müssen sie nur die Planeten vor uns aufspüren und dann eine Art Tarnvorrichtung um sie aufbauen.“

„Macht das Planet Plant denn nicht noch verdächtiger?“

„Eigentlich kaum. Wir glauben, dass man etwa hundert Planeten auf dieselbe Weise vor uns versteckt. Was unter den vielen Tausend unseres Imperiums kaum ins Gewicht fällt. Wie auch immer, es handelt sich um einen Planet mit hochentwickelter Technologie und die Rebellen haben Kontakt mit den Bewohnern aufgenommen. Unsere Spione konnten uns einige Stücke der Konversationen zuspielen.“

„Ah! Etwas Bemerkenswertes darunter?“

„Nein. Keine Verschwörung. Sie wollen sich nur gegen das Imperium verteidigen. Ihre Zivilisation scheint weit genug entwickelt zu sein, um die Raumfahrt aufzunehmen. Aber die abgefangene Diskussion könnte auch gefälscht sein.“

„Das macht keinen Sinn“, meinte Frosty, der Älteste der Söhne. „Wenn es ihre Absicht ist, uns weismachen lassen zu wollen, dass Planet nur von einigen Steinzeit-Kriegern bewohnt ist, würden sie solche Dinge nicht diskutieren und uns glauben machen, sie hätten jetzt Technologie.“

„Gute Denkweise, Frosty. Damit können wir ableiten, dass dieser Planet seit Langem bewohnt ist und technologisch fortgeschritten ist. Was bedeutet, dass Chilleds Landeplatz die eigentlichen Bewohner des Planeten nicht wahrheitsgemäß darstellt. Aber ist es nicht voreilig, deshalb gleich eine Verschwörung zu vermuten? Es kam bereits vor, dass Planeten eine sehr unausgewogene Verteilung der Ressourcen zwischen ihrer Nationen aufwiesen, bevor sie vom Imperium erobert wurden.“

„Ja, aber das hier ist doch eher… extrem.“

„Genau, die Glaubwürdigkeit ist in diesem Fall kaum gegeben.“

„Anderseits ist die Idee einer interplanetaren Verschwörung, die es einfach vergisst, ihre Logbücher zu korrigieren, ebenso lächerlich.“

„Es ist nicht gesagt, dass alle Fraktionen der Rebellen darin verwickelt sind.“

„Also gut…“, meinte Blizzard schließlich. „Selbst nach langen Nachforschungen plagen uns noch dieselben Zweifel wie direkt nach Betrachten des Videos. Ich kann nicht behaupten, dass wir viele Fortschritte gemacht haben.“

„Genau das ist es“, schloss Snower. „Die Nachforschungen haben unsere Zweifel bestätigt. Keine Informationen über eine Verschwörung.“

„Ich habe eine Information“, verkündete Frosty. Seine gesamte Familie drehte sich überrascht zu ihm um. „Meine Spione sind erst gestern mit Daten über ein Geheimtreffen zwischen den wichtigen Anführern der Rebellen zurückgekehrt.“

„Es ist nicht verwunderlich, dass sie sich nach Chilled Verschwinden miteinander in Verbindung setzen würden. Sie müssen irgendwie an das Video gekommen sein.“

„Höchstwahrscheinlich“, nickte Frosty. „Aber es fällt auch mit dem Verschwinden einiger Schiffe und unter Beobachtung stehender Crewmitglieder. Da ist etwas im Busch.“

„Aber sie sind in Eile. Wenn das eine lange vorbereitete Verschwörung wäre, hätten sie bessere Vorbereitungen für sein Verschwinden getroffen.“

„Wie ich es schon gesagt habe, wir kommen so nicht weiter“

In einer Bar auf dem Planeten Throndeim saß ein Krieger, der eine ganze Nation auszulöschen könnte.

Die anderen Gäste und die Inhaber würden nicht so fröhlich lachen und trinken, wenn sie wüssten, welche Macht gerade neben ihnen saß. Seine Kleider bedeckten ihn fast vollständig. Im Vergleich mit den Ureinwohnern dieses Planeten war er eher klein und er wurde ohne weiteres als einfacher Tourist durchgehen.

Ein Einheimischer setzte sich neben den Krieger und sprach ihn an.

„Hallo, mein Hübscher. Darf ich dir einen Drink ausgeben?“

„Ich gehe mit niemanden aus, der nicht zu meiner Rasse gehört“, wies er ihn kalt zurück, als er den Neuankömmling musterte. Seine Augen blitzten unter seiner Kapuze hervor und warteten auf eine Reaktion.

„Komm schon! Nicht einmal Taclar? Niemand kann da nein sagen!“

Als Antwort legte der Außerirdische eine Münze auf den Tisch und erhob sich wortlos.

„Hey! Warte… warte einen Moment!“, rief der Mann aus. Er stand auf und lief ihm hinterher bis auf die Straße. „Wir sollten uns besser kennenlernen! Ich kenne da einen Ort…“

Der Kämpfer wandte sich blitzschnell zu seinem Verfolger um, der sofort innehielt, packte ihn mit einer Hand am Kragen und hob ihn mühelos hoch. Dann flog er senkrecht in die Höhe.

„UaaaahhhhHHH!“

Dann landeten sie auf dem Dach eines sehr hohen Gebäudes.

„Whoa, jetzt beruhige dich mal! Ich habe Höhenangst, weißt du das?“

„Okay, niemand ist uns gefolgt. Was ist los?“

„Äh“, blinzelte der Mann verwirrt, während er sich die von diesem plötzlichen Höhenflug zerknitterten Kleider richtete. „Weißt du, was mit Chilled passiert ist?“

„Nein.“

„Er ist tot.“

„Ich verstehe“, meinte der Krieger. „Große Höhen scheinen dir wirklich nicht zu bekommen.“

„Es ist wahr! Er wurde von so einem Typen auf einem unbekannten Planeten getötet! Da gibt es ein Video, das nur der Hof gesehen hat und einige Mitglieder der Rebellion. Hör zu, wir wollen dich anheuern. Chilleds Tod hat den Funken der Hoffnung auf eine Veränderung wiedererweckt. Es werden Kämpfe gegen das Imperium kommen und wir brauchen starke Typen wie dich, um gegen den Hof anzukommen.“

„Woher wusstest du, dass ich mich hier aufhalte?“

„Wie? Keine Ahnung, Es war Organa, der mit gesagt hat, dass ich dich hier in dieser Stadt finden würde. Und dann habe ich meinen Energiedetektor benutzt.“

„Das kann ich glauben. Bring mich zu eurem Anführer, dann können wir über die Details verhandeln.“

 

Für Commander Kaass-houls Truppen war das ein schwarzer Tag. Sie waren kaum in feindliches Territorium vorgedrungen- die Hauptstadt einer Nation, die sich gegen das Frost-Imperium erhoben hatte- und waren bereits entdeckt worden. Da sie sich in den engen Straßen und Gassen verschanzen mussten, konnten sie kaum vorrücken. Jede seiner Bewegungen wurde sofort attackiert.

Sie waren eine Spezialtruppe für Kämpfe in urbanen Schlachtfeldern. Woher wussten die Verteidiger nur immer, wo sie sich gerade befanden? Die Reaktionen gingen weit über bloße militärische Intuition hinaus. Einfach zu perfekt, als dass nicht etwas hinter den Kulissen abgehen musste.

Über Funk musste der Commander erfahren, dass sein fünftes Bataillon vernichtet worden war. Vollständig ausgelöscht. Sie waren nur mehr ein oder zwei Straßen von ihrem Zielobjekt entfernt, das sie zerstören sollten, aber sie würden es kaum erreichen können. Diese zu Beginn so einfach erschienene Mission würde in einer Blamage enden, die seine Karriere für immer und ewig beschmutzen würde.

„Uns bleibt nur mehr eine Alternative übrig“, meinte Kaass-Houl zum Rest seiner Truppen. „Überlasst mir alle Verteidigungseinheiten. Ihr werdet mir den Rücken freihalten, während ich auf das Ziel zu laufe. Dann… treten wir den Rückzug an.“

Zögerlich entnahm jeder Soldat die Batterie seiner Schilde und übergab sie seinem Vorgesetzten. Dieser verband alle Energieträger zusammen und hing sie an seinen Gürtel.

„Es wird nur eine Minute dauern, bis die Überlastung alles in die Luft jagen wird.“

Er aktivierte den Schild und stürmte einfach drauflos. Er rannte durch die Straßen, dabei wurde er von den Einschlägen der Laserstrahlen durchgeschüttelt, welche von seinem Schild abgelenkt wurden. Er sah sich um und erblickte das Gebäude, in dem sich die Rebellen versteckt hielten. Er lief direkt darauf zu und nahm den Zünder für den Sprengstoff in die Hand.

“Wenn der Schild explodiert, brauche ich das gar nicht“, dachte er. “Nur noch wenige Meter, dann habe ich es geschafft! Schießt nur weiter, ihr vergeudet nur eure Munition…“

Der Notfallalarm ertönte. Der überhitzte Schild würde bald hochgehen. Die Zeit würde gerade so ausreichen. Plötzlich aber fühlte Kaass-Houl, wie ihn etwas packte. Indem er den Schild wie Butter durchdrang, erschien ein Arm hinter ihn und hob ihn hoch. Dann schleuderte er ihn mit einer kräftigen Bewegung hoch in die Luft. Dem Commander blieb kaum Zeit, sich zu wundern, da fand er sich bereits hunderte von Metern über der Stadt wieder. Obwohl er kurz davor stand, das Bewusstsein zu verlieren, konnte er von dort oben sehen, wer ihm gerade seine Pläne durchkreuzt hatte. Groß, grünhäutig und wie ein Einheimischer gekleidet, aber ohne ein Kopftuch. Nun verstand er, warum er die Schlacht nicht gewinnen konnte.

„Ein Namekianer!“

Diese Wesen waren im Stande, innerhalb der Stadt die Position jedes Feindes festzustellen, als könnten sie ihre Lebensenergie fühlen. Und wenn er sich hier befand, war es offensichtlich ein Krieger und damit würde es der Anwesenheit der Imperialen Truppe bedürfen, um mit ihn fertigzuwerden.

„Ich muss… sie warnen…“

In diesem Moment explodierte der Commander hoch in der Luft.

Für das Imperium würde diese Niederlage eine bemitleidenswerte Schmach bedeuten. Bourgo, der Namekianer, setzte sich wieder seine große Kapuze auf und verschwand in der Dunkelheit.

„Ich erledige jetzt den Rest. Over“, meldete er über sein Funkgerät, bevor er es abstellte. Die letzten überlebenden Soldaten hatten die Explosion ebenfalls verfolgt. Ihr Anführer war gefallen. Aber warum befand er sich so weit oben in der Luft?

„So ein Typ hat ihn gepackt und hochgeschleudert.“

„Unser Boss würde niemals zulassen, dass jemand so etwas mit ihm macht!“

„Wir müssen uns das ansehen.“

Der Soldat, der sich der Straßenecke am Nächsten befand, steckte seinen Kopf zögerlich auf die Straße, sah dort aber niemanden oder etwas. Aber er spürte plötzlich einen sehr scharfen Schmerz. Dann brach er zusammen.

Die anderen hatten kaum Zeit, den Tod ihres Kameraden zu bemerken, denn schon fiel einer nach dem anderen in den ewigen Schlaf.

 

„Gegen die Hofarmee kämpfen?!“

„Ihr habt das Video gerade gesehen, Meister Bourgo. Dieser Planet verfügt über Krieger mit der Macht, welche an die der Frostdämonen heranreicht. Wir für unseren Teil sollten uns dann um die Krieger der Imperialen Leibwachen kümmern.“

„Das kann nicht so einfach sein.“

„Natürlich haben wir bis jetzt nur einen Kämpfer auf diesem Niveau. Aber das ist ja schon viel! Selbst wenn die Frostdämonen nicht getötet werden, wird das ein fataler Schlag für das Imperium! Viel effizienter als, das, was Ihr jetzt tut. Herr Namekianer, habt Ihr denn nicht Euren Planeten verlassen, um die zu verteidigen, welche vom Imperium unterdrückt werden?“

„Es ist nutzlos, mich überzeugen zu wollen.“

„Aber…“

„… weil ich jetzt gehe.“

Bourgo würde es nie laut aussprechen, aber die Aussicht reizte ihn, sich in einem fairen Kampf mit starken Kriegern messen zu können. Die Leibgarde des Hofes war für ihn außer Reichweite, aber mit einer genau so starken Kraft auf ihrer Seite wäre es ihm vielleicht möglich, sich dieser interstellaren Plage zu entledigen… natürlich gesetzt dem Fall, dass die Frostdämonen nicht anwesend waren.

 

Die Kolonisten auf Zlatane hatten sich ein Dorf mit einer Einwohnerzahl von etwa dreihundert aufgebaut. Sie waren auf diesem neuentdeckten Planeten vollkommen auf sich gestellt. Sie waren Flüchtlinge, welche von ihrem Heimatplaneten vertrieben worden waren. Über Generationen hinweg waren sie verfolgt worden, einmal aufgrund ihrer Hautfarbe, dann wegen ihres Lebensstils und ihrer Ideologie und dann auch wegen ihrer Sturheit, knallgelbe Hüte zu tragen.

Das Imperium zeigte kein Interesse an diesen Planeten, denn er war größtenteils unbewohnbar, mit Ausnahme einiger kleinerer Orte, an denen sie sich angesiedelt hatten. Durch ihre vereinten Kräfte und Ausdauer hatte sich ihr Dorf zu einem kleinen Paradies inmitten dieser unwirklichen Graslandschaften entwickelt. Diese Pflanzen waren so groß, dass sie das ganze Land überragten und sie damit vor den verbrennenden Sonnenstrahlen schützten.

Ein Paradies des Friedens… immer wieder unterbrochen von den Angriffen einiger Bestien, deren Größe vergleichbar war mit der der Pflanzen, und die das Dorf attackierten, Häuser zerstörten und dabei immer wieder Personen töteten.

 

Der Söldner war erst vor wenigen Minuten im Dorf eingetroffen. Da sein Schiff viel zu groß war, um innerhalb des Dorfes zu landen, hatte er ein großes Feld nebenan vorgezogen. Der Besitzer dieses Feldes hätte niemals dagegen protestiert.

Er stellte sich vor und erklärte, dass er gekommen war, um einem Notruf nachzugehen, dann sah er sich im Dorf um. Die Siedler verstanden ihn nicht ganz, aber sie erklärten es sich so, dass es wohl schwer sein muss, von Jemand eine Erklärung zu verlangen, der sein Gesicht nicht zeigte. Aber bevor es jemand doch versuchen konnte, fand ein weiterer Angriff statt.

Schreie hallten durch das Dorf und jedermann versammelte sich im Zentrum. Aber der Söldner war verschwunden. Erst als sie aufsahen, bemerktem sie ihn hoch in der Luft schwebend, wie er in aller Ruhe das sich nähernde Biest beobachtete.

Das riesenhafte Tier wollte sich schon auf die Mange stürzen, als es plötzlich gegen einen unsichtbaren Schutzschild prallte. Es schrie auf und schlug dann noch einmal auf dieses unsichtbare Hindernis ein, dass vor wenigen Augenblicken noch nicht da gewesen war.

Die Dorfbewohner zitterten und hielten sich aneinander fest, aber jeder abgeprallte Schlag flößte ihnen mehr Sicherheit ein. Wie lange noch würde ihr Beschützer den Schild aufrechterhalten können? Dieser stand still und hatte nur einen Arm ausgestreckt, er schien also kein Problem mit der Aufrechterhaltung des Schildes zu haben- was schwer zu erkennen war, da sein Gesicht ja verdeckt war.

Als das Biest endlich schwächer zu werden schien, schwebte der Held näher heran und schoss zwei schwache Energiekugeln ab. Vor Schmerz aufschreiend stolperte es nach hinten und floh in Richtung der Ebenen.

„Oh, wir danken Ihnen! Vielen, vielen Dank!“, erklärte der Bürgermeister, der sich höflich vor dem Helden verbeugte. „Ihr habt es gerade noch rechtzeitig geschafft! Das war der fünfte Monsterangriff in nur einem Monat!“

„Man hat mich deswegen gerufen“, klang sein Helm über einen Universalübersetzer, der seiner Stimme einen knarzenden Akzent verlieh. „Als ich den Hilferuf empfangen habe, wusste ich, was zu tun war.“

Der Söldner machte eine kurze Pause, um dann fortzufahren:

„Lasst uns keine Zeit verlieren. Mein Schiff kann euch nicht alle auf einmal mitnehmen, wir müssen ein paarmal zurückkehren.“

„U-uns mitnehmen..? Aber wohin? Und warum?“, wollte der Bürgermeister erschrocken wissen.

„Ich habe ähnliche Felder wie diese hier etwa 600 Kilometer weiter südlich gefunden. Packt eure Sachen. Ich besitze eine magnetische Hebebühne, die alles zusammen hochbringen kann.“

„Wie bitte?! Wir haben Jahrzehnte geschuftet, um dieses Dorf aufzubauen und die umliegenden Felder fruchtbar zu machen! Warum sollen wir jetzt einfach anderswo von vorne anfangen?!“

„Weil die Toms Jahrtausende Jahre lang für ihr Habitat geschuftet haben, und ihr seid hier eingedrungen.“

„Die… was?“

„Die Toms“, erklärte der Krieger und zeigte auf einen weit entfernten Punkt. Die Dörfler sahen dorthin und erkannten das Monster, dass er zur Flucht gezwungen hatte. Es war weit entfernt, aber durch seine Größe war noch gut zu erkennen, wie es bewegungslos dasaß und das Dorf beobachtete, bereit für den nächsten Angriff.

„Diese Viecher?!“

„Ich habe auf ihren Notruf geantwortet. Sie haben mich gebeten, euch zu vernichten.“

„Ganz und gar nicht! WIR waren es, die einen Notruf verschickt haben! Um diese Bestien auszuradieren!“

„Ihr seid nicht viel zivilisierter als sie, wie ich sehe. Zu eurem Glück bin ich kein Fan von nutzlosem Gemetzel. Sie würden sich damit begnügen, wenn ihr verschwindet, was ja der Grundgedanke dahinter ist.“

„Aber… was ist mit unseren Häusern?“, wollte eine Mutter wissen, deren Kinder sich vor Angst vor dem ehemaligen Helden an ihre Beine klammerten.

„Ihr könnt sie dort wiederaufbauen. Jetzt aber, besteigt endlich mein Schiff. Es erwartet euch eure neue Heimat, dieses Mal unbewohnt.“

Die Dorfbewohner begannen zur Wut zu kochen. Der Zorn wuchs immer weiter und man überschüttete ihn von allen Seiten mit unflätigen Protesten.

„Die Alternative wäre…“, begann der Söldner mit einer viel lauteren Stimme, damit ihn auch sicher alle hören konnten. „…dass ich ihrem eigentlichen Wunsch Folge leiste.“

Er zielte auf ein Haus, von dem er ganz genau wusste, dass es leer war, und feuerte einen Energiestrahl ab, der es augenblicklich zerstörte.

Einige Stunden später war das Dorf verlassen.

 

Ein letztes Mal kehrte der Söldner zur alten Kolonie zurück, sein Schiff ließ er in der Luft schweben. Das war der langweilige Teil seiner Mission. Nichts durfte zurückbleiben, nicht einmal Holzbalken oder etwas Härteres, was man zum Aufbau anderer Häuser wiederverwenden könnte…

Einige Explosionen später lagen alle Häuser und sonstige Strukturen in Trümmern. Zu guter Letzt schlug er mit voller Kraft auf den Boden und grub damit das Erdreich um; damit verschwanden alle Zeichen der Zivilisation tief unter der Erde.

Als sich der Staub verzogen hatte, kehrten einige Monster zurück und sahen sich sehr sorgfältig um. Sie schnüffelten am Boden und inspizierten das wieder freie Land. Einige begannen sofort wieder damit, Setzlinge zu setzen und Samen zu sähen, damit die Natur wieder Einzug halten könnte. Dann düngten sie den Boden… auf ihre eigene Weise.

Einer von ihnen schleppte einen großen Baumstamm. Dessen Holz war von beispielloser Härte und Schönheit. Er trug in seinen Ästen riesige Früchte, deren Säfte überallhin spritzten. Das Monster stoppte vor dem Söldner, der ihm bis auf Augenhöhe hochschwebte und ihm seinen Lohn übergab.

„Das ist sehr großzügig von euch… aber nur ihr könnte von diesen Früchten essen, ohne vergiftet zu werden, wisst ihr das? Und sie sind alle dreckig… naja, kein Problem. Ich werde sie abwaschen.“

Er wickelte ein starkes Seil um dieses überproportionierte Geschenk, dann aktivierte er seinen Übersetzer:

„Danke.“

Das Gerät lieferte ein seltsames Geräusch ab, das höchstwahrscheinlich Dankbarkeit bedeutete.

Nach einem Umweg, um einen See zu finden, der groß genug war, um den Baum darin zu versenken und die Früchte zu wachen und zu ernten, bestieg er sein Schiff und setzte Kurs auf einen anderen Stern. Mit einem Markt, wo er sie und das Holz vielleicht mit Gold aufwiegen könnte.

„Sie haben eine neue Mitteilung“, verkündete der Schiffscomputer.

„Organa von der Rebellenorganisation… Woah! Neee neee! Ich will nichts davon wissen! Löschen.“

„Unser Boss ist die Königin der Saiyajins!!“

Auf den Gesichtern der Dorfbewohner prangten Stolz und Freude. Jedermann jubelte laut, während sie sich um Hanasia versammelten, die ja so seltsame Kleider aus der Stadt trug.

„Noch bin ich es nicht… es kommen Saiyajins aus der ganzen Welt und es könnte jemanden geben, der stärker ist als ich.“

„Das bezweifle ich!“, lachte einer.

Ein Schatten flog hemmungslos durch die Menge und warf sich auf Hanasia, die es zuließ, dass er sich an ihr festkrallte.

„Hanasia!! Ich bin dann dein König!“, rief Harik aus, der sich wie ein Koala an ihren Bauch klammerte, um dann sein Gesicht auf ihre Brust zu legen, als Bestätigung seiner selbstsicheren Erklärung.

„Geh runter von mir, du kleiner Racker“, seufzte sie und drückte seinen Kopf weg. „Wenn du da ran kommst, ohne dafür in die Luft zu springen, überlege ich es mir.“

Der junge Mann landete auf dem Boden und bewunderte seine Königin noch einmal von Kopf bis Fuß.

„Das Zeug steht dir! Du siehst schön aus!“, grinste er, bevor er Corrne bemerkte, der direkt neben ihr stand. „Äh? Bist du nicht gerade erst abgezischt?“

 

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