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Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 5 Tagen, 1h


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 22.

Blutiger Thronsaal

 

Der Sklave betrat zögerlich den riesigen Raum, ignoriert von den sich dort befindenden Personen, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmerten. Je näher er dem Mittelpunkt des Saales kam, desto mehr schwitzte er. Seine Furcht wuchs mit jedem Schritt. Selbst er tat sich schwer, den Neuigkeiten Glauben zu schenken, die er vortragen musste. Ihm kam sogar in den Sinn, dass alle in lautes Lachen ausbrechen würden, so absurd war diese Situation. Er konnte sich Blizzards Reaktion kaum vorstellen: „Was ist los? Unmöglich…!“… es wäre beinahe komisch. Blizzard, überrascht? Undenkbar. Aber, egal wie und warum, er würde nun sterben, ob aus dem Mangel an Respekt, durch eine Laune seines Lords oder weil er sich vor dem Thron in die Hosen machte.

Ihr Anführer, Gott und Dämon aller, ruhte wie immer auf seinem unbeweglichen Thron und sprach mit seiner üblichen Stimme:

„Du wirst den Lohn für die Bewohner von Agrimatt verdoppeln. Sie blieben uns als einzige während der Rebellion ihres Systems loyal. Dafür sollen sie auf ihrem größten Platz eine Statue zu Ehren von Snower errichten. Er hat es mehr als verdient und es wird ihm gefallen. Und erinnere dich…“

Ein kleingewachsener Offizier schrieb eifrig die Befehle auf; er stand auf einer schwebenden Plattform, um an die Größe Blizzards heranzureichen, damit der Imperator seine Stimme nicht erheben musste. Er wagte es nicht, seinem Lord in die Augen zu sehen, sondern hielt seinen Kopf gesenkt und seinen Blick fest auf sein elektronisches Notepad fixiert.

„Imperator Blizzard!“, rief der Sklave aus und fiel auf die Knie, um die letzten paar Meter auf allen Vieren heranzurobben. „Ich bringe dringende Nachrichten!“

Er hatte ihn unterbrochen. Er wusste, dass er es tun musste, denn diese Nachricht nicht vorzutragen, wäre ein unverzeihlicher Fehler gewesen. Trotzdem aber überkam ihm ein immenses Schuldgefühl ob dieses Verbrechens. Ohne auf die Antwort des Imperators zu warten, der inzwischen verstummt war, fuhr er fort:

„Euer Sohn, Lord Chilled, wurde getötet!!“

Stille überschwemmte den Thronsaal. Er hatte laut genug gerufen, damit man ihn hören konnte. Jeder hatte es gehört. Wenn ein Lord besorgt war, musste jeder schweigen und zuhören. Als wäre dieser Satz unvollständig, als wäre es nicht genug, die Nachricht vom Tod seines Sohnes erhalten zu haben, fragte Blizzard nur:

„Details.“

„Eure Hoheit!“, rief der Sklave sofort. „Ich weiß nur, dass er auf einem neuen Planeten gekämpft hatte und dass er in einem Kampf eins gegen eines gefallen ist!“

Diese Einzelheiten schockten alle. Sie wussten, dass die Dämonen sterblich waren, auch wenn sie fast den Status als Götter innehatten. Es war sicherlich möglich, einen zu töten, wenn auch beinahe ein Ding der Unvorstellbarkeit. Es wäre noch im Rahmen des Möglichen, wenn eine organisierte Gruppe von Rebellen das Schiff attackiert hätte, es in ein schwarzes Loch geschleudert, während man Chilled beschäftigt hielt… ein sehr weit hergeholtes Szenario, aber auch nicht unmöglich. Manchmal ist das Glück eben auf der Seite der anderen.

Aber das…in einem Kampf?! Einen Dämon in einem offenen Duell töten???

Blizzard stand so plötzlich auf, dass der gesamte Saal zusammenzuckte. Jahrelang hatte es den Anschein gemacht, als wäre er mit dem Thron verwachsen gewesen und nicht wenige glaubten schon, er habe das Alter der Mobilität bereits überschritten. Nun zu seiner vollen Größe erhoben stand er da und ließ seine Stimme so laut erklingen, als müsste er von allen den bereits sicheren Respekt noch einfordern.

„Alle Details!!!“, brüllte er seinen Sklaven zu. Sofort starteten alle Computer und Sendestationen zu neuem Leben. Alle Techniker am Hof beeilten sich, um alle Daten aus Chilleds Schiff für eine Vorführung präsentierbar zu machen. Der Cheftechniker schluckte hart und öffnete einen Kanal für den Kommentar.

 

„Vor 9 Stunden und 37 Minuten erreichte Lord Chilled mit 200 Soldaten einen Planeten, von dem wir kürzlich seltsame Schockwellen empfangen haben. Damit war beweisen, dass er bewohnt ist und dass sie Energie produzieren.“

Ein erstes Bild zeigte die Hauptstadt der Saiyajins, welche immer größer wurde, eine zweite Einstellung zeigte eine Simulation der Landung. Als nächstes wurde der Kampf gegen die unvorhersehbar starke Armee der Eingeborenen gezeigt und die folgende Niederlage.

„Sie trafen auf eine große Stadt mit bewaffneter Verteidigung“, fuhr dann der Techniker fort. „Obwohl sie keine Uniformen tragen, ist es klar, dass diese Kämpfer zu einer trainierten Armee gehören, wie man aus ihrer Kampfformation und ihren Techniken ablesen kann.“

Nun zeigten die Bilder Lord Chilleds Auftritt und das folgende Massaker aus verschiedenen Blickwinkeln.

„Natürlich stellten sie für Lord Chilled keine Gefahr dar. Aber bald schon erschien sein Gegner.“

Der Hauptbildschirm zeigte Hanasia und die nun folgende Schlacht aus mehreren Blickwinkeln ohne sichtbare Schnitte. Worte waren überflüssig. Das Datenmaterial und der Ton waren mehr als überzeugend.

Je länger der Kampf andauerte, desto mehr fühlen die anwesenden Krieger bei jeder Aktion mit. Einen Frostdämonen so in den Seilen hängend zu sehen, war surreal. Auch Imperator Blizzard verspannte sich immer mehr. Er schien, als wäre er bereit, jeden zu verschlingen und diese Eingeborene konnte sich glücklich schätzen, dass sie sich nicht im selben Raum befand wie er.

“Was für eine Kraft. Ich hätte nicht gedacht, dass unser Imperator noch so stark wäre“, dachte General Chatterton. “Und ich hatte geglaubt, ich hätte ihn an Kraft übertroffen, aber im Vergleich zu diesem alten Mann bin ich ein Nichts.“ Er konnte den Druck Blizzards geballter Fäuste fühlen. Befände sich in seiner Hand ein Barren Katchin, würde es wohl wie billiges Glas zu Staub zermahlen werden.

Und dann kam der Moment von Chilleds Verwandlung. Die Anwesenden wussten, was nötig war, um ihn auf ein solches Manöver zurückgreifen zu lassen- mit Ausnahme einiger neuer Diener vielleicht. Einige freuten sich darauf, Chilled in seiner realen Form zu sehen, was sie bisher noch nicht konnten. Andere stellten sich die Frage: Zwischen den beiden Formen herrschte ein gewaltiger Kraftunterschied. Obwohl er drohte, den Kampf zu verlieren, war er nur um wenig unterlegen. Nach seiner Verwandlung wäre sein Gegner Hackfleisch gewesen. Was war passiert? Waren ihr noch einige andere vom denselben Kaliber zur Hilfe gekommen?

Aber nur wenige Sekunden nach Beginn seiner Verwandlung stürzte sich sein Gegner auf ihn.

„Was für eine Schande!“, entfuhr es einem Krieger der Versammlung, der sich eigentlich einschleimen wollte. Ein sehr schlechter Zug von ihm, denn wichtiger als alles war in diesem Augenblick Stille, um seinen Respekt zu bezeugen. “Das wissen sogar die Techniker!“, dachte der General. Dies schrie nach einer Exekution. Entweder jetzt oder später, aber es sollte so diskret wie möglich geschehen. Es handelte sich um einen dieser arroganten Arschkriecher, die mit einem einigen Fingerschnippen eine ganze Stadt dem Erdboden gleichmachen konnten. Ein seltenes Talent, aber sein Fehler war unverzeihlich.

Chatterton wollte Avoka ein Zeichen geben, dessen Telekinese viel leiser war es er, dann aber erkannte er, dass es nicht mehr vonnöten war. Der Schuldige war bereits auf die Knie gesunken und hielt sich verzweifelt seine Brust. Er versuchte, einige Worte herauszupressen, vergeblich. Sein Herz und seine Lungen waren bereits zerquetscht worden.

Der General sah zu Avoka, aber er war nicht der Verursacher. Avoka liebte es, seinen Opfern beim Todeskampf zuzuschauen, aber im Moment war sein Blick fest auf den Bildschirm geheftet- wie immer mit verschränkten Armen und einige Zentimeter über dem Boden schwebend. Ihm entging keine Sekunde des Films. Höchstwahrscheinlich hatte er den Affront gar nicht mitbekommen. Dann sah Chatterton also in die entgegengesetzte Richtung. Imperator Blizzards Arm war in die Richtung des vorlauten Kriegers gerichtet, dessen Todeskampf endlich zum Ende kam. Seine Finger waren dermaßen angespannt und konzentriert, dass es klar war, dass er selbst das Todesurteil vollstreckt hatte.

“Ich wusste gar nicht, dass er über telekinetische Kräfte verfügt!“, fuhr es dem General durch den Kopf.

Der unhöfliche Krieger kollabierte ohne den leisesten Ton, während der Kampf seinen Höhepunkt erreichte. Das Geräusch der brechenden Halswirbelsäule schoss durch den Raum… allen Anwesenden fuhr ein eiskalter Schauer über den Rücken.

 

Auch die Szene der Enthauptung verging und dann brach das Video ab. Blizzard war außer sich vor Wut, das war glasklar. Ihm entfuhr ein Schrei aus seinem aufgerissenen Mund, den nur Frostdämonen produzieren können.

General Chatterton, Avoka und all die anderen Krieger und öffentlichen Vertreter verstanden sofort, dass sie sterben würden.

„Wir werden eure Fragen beantworten, sobald ihr unsere beantwortet habt.“

„Nein.“

Eine etwas unangenehme Stille folgte. Wenn diese Befragung irgendwohin führen sollte, dann brauchte man echte Spezialisten…. Erfahrene Inspektoren waren bereits auf den Weg, aber sie würden erst später eintreffen. Der befehlshabende Soldat wollte diese Stille nicht länger fortdauern lassen.

„Hört mal zu, ihr habt diesbezüglich keine Wahl.“

„Ist Lord Chilled wirklich tot?“

Der Kommandant bemerkte, dass diese Pazifisten etwas unruhig schienen, und das gab ihm Sicherheit. Höchstwahrscheinlich wussten sie nur wenig über Krieg.

„Ihr hättet es sehen sollen! Er wurde enthauptet! Euer Anführer ist tot!“

„Beweist es uns.“

Und damit war die Diskussion beendet.

 

Endlich erreichten die Inspektoren den Konferenzraum der Tsufuru und wurden auf den neuesten Stand gebracht.

„Die Navigatoren weigern sich, mit uns zu sprechen, solange sie nicht des Todes ihres Anführers absolut sicher sind.“

„Das gibt uns bereits eine wichtige Information. Wenn er noch am Leben wäre, befänden wir uns in einer extrem gefährlichen Situation. Konntet ihr dessen Tod einwandfrei bestätigen, wie durch die Messung der Hirnaktivität oder dergleichen“

„Ja, wir konnten ihn bereits untersuchen und er ist wirklich vollkommen tot. Wenn man uns die Leiche ausgehändigt hat, können wir eine vollständige Autopsie vornehmen.“

„Gut, dann zeigt ihnen die Ergebnisse unserer Roboterkameras und Aufnahmen.“

Beim Treffen mit den Gefangenen zeigten die Inspektoren die Bilder und kommentierten sie. Es gab nicht den Hauch eines Grundes, um anzunehmen, dass im Körper des Dämons noch Leben herrschte.

Die Piloten sahen sich an und nickten, dann erhob der Kommandant im Namen aller das Wort:

„Wir werden jede eurer Fragen beantworten, die euch interessieren. Wir wollen leben und sind nun auf euer Seite.“

„Und so was schimpft sich Loyalität…“, flüsterte ein Tsufuru ganz hinten, dem es wohl entgangen war, dass die Übersetzer über ausgezeichnete Mikrophone verfügten.

„Es war nie unsere eigene Entscheidung, sein Schiff zu fliegen, Sir. Wir sind keine loyalen Untergeben des Imperiums, wir haben nur unseren Job gemacht. Wäre noch ein Funken Leben in Chilleds Körper gewesen, wärt ihr alle zu einem grausamen Tode verurteilt worden. Ihr wärt abgeschlachtet worden- und danach wäre er zu seinem Schiff zurückgekehrt und uns befohlen, ihn fortzubringen. Aber hätten wir in diesem Fall mit euch zusammengearbeitet, wäre uns dasselbe Schicksal widerfahren.“

„Kurz gesagt, wir haben euch befreit.“

„Natürlich werden wir niemals wieder auf unsere Heimatplaneten zurückehren können, das ist klar, aber zumindest scheinen Sie sehr zivilisiert zu sein.“

„Habt ihr wirklich geglaubt, ein abgeschnittener Kopf könnte uns alle vernichten?!“

„Sir, Sie sind sich der furchtbaren Macht der Frostdämonen wohl nicht bewusst.“

 

Der halbe Hofstaat warf sich auf den Boden und dachte krampfhaft darüber nach, wie man sein Leben retten könnte. Aber abhauen, wenn sich noch keiner bewegt hatte? Was wäre noch feiger? Für einen unerfahrenen äußeren Beobachter hatte es den Anschein, als wollten sie vor einer friedlichen Ruhe fliehen. Aber man musste dort gewesen sein, in der Anwesenheit dieses riesigen Monsters, dessen Augen fest auf den nun nur statisches Rauschen zeigenden Bildschirm, um zu begreifen, dass in ihm gerade eine unendliche Wut zu kochen begann- ein dermaßen brennender Zorn, dass er eines Ausdrucks entbehrte… oder einer Reaktion. Ein Zeichen, dass er urplötzlich damit anfangen würde, alle umzubringen.

Einige wenige wandten sich Avoka zu. Denen wurde sofort klar, dass er bereits den bevorstehenden Tod akzeptiert hatte. Wenn Blizzard es wünschte, seine Trauer an jedem hier Anwesenden auszulassen, dann sei es so. Sie verstanden auch, dass er bis zu seinem letzten Atemzug ein ergeben treuer Diener der Frostdämonen sein würde und dass er jeden töten würde, der es wagte zu fliehen. Auch Dijicharate, die sich trotz ihrer Unsichtbarkeit im Raum befand, würde dasselbe tun. Jeder hier war dazu verdammt, als wertloses und austauschbares Fleisch zu enden, den niemand retten konnte. Oder…?

General Chatterton begann panisch zu werden. Er hatte keine Angst vor dem Tod, aber für ihn ging das Töten des gesamten Hofstaates eindeutig zu weit. Damit würde er seinen royalen Einfluss einschneidend schwächen und das war nun wirklich nicht der richtige Zeitpunkt. Sollte er seinen Imperator aufhalten? Besaß er das Recht dazu? Auch wenn er für Blizzard den allerhöchsten Respekt zum Ausdruck brachte?

Der Schwanz des Dämons begann zu zucken. Dann sich zu bewegen. Und am Ende erhob er sich.

Also gab es doch noch Muskeln in diesen zwanzig Meter langen Schwanz, der sich seit Jahren nicht mehr bewegt hatte?! Begleitet vom Aufschrei der Offiziere hatte sich der Schwanz in seiner ganzen Länge vom Boden erhoben und füllte fast den Raum aus. Und dann schoss er wie eine Peitsche vollkommen wahllos in alle Richtungen umher. Seine Geschwindigkeit war hoch genug, um den Steinboden zu sprengen und um ein-zwei Soldaten und einige Statuen zu zweiteilen.

Jedermann stob durch den Saal, um sich außerhalb seiner Reichweite in Sicherheit zu bringen. Zum Glück für sie war der Raum recht groß und jeder versammelte sich in den entferntesten Ecken. Yikoun war zu einer Statue gesprungen und krallte sich daran fest, dabei verletzte er ein paar Leute. Avoka war bereits weit genug davongeschwebt und musste sich nicht mehr bewegen. Aber der General stand direkt rechts neben dem Imperator und verließ seinen Posten nicht.

Der Schwanz war blitzschnell, aber er konnte dessen Bewegungen deutlich erkennen. Er brauchte sich nur ein wenig nach links und rechts zu bewegen, um ihm um Haaresbreite auszuweichen.

Blizzard wollte nicht töten. Sein Schwanz reagierte nur auf seinen immensen emotionalen Stress. Aber das war mehr als genug, um für viele zur tödlichen Gefahr zu werden.

 

Einer Abfolge von furchtbaren Momenten, die für die beteiligten zur Ewigkeit wurden, erkämpfte der Imperator sich seine Contenance zurück und sein Schwanz legte sich wieder auf den Boden. Die Todesrate war nicht besonders hoch, also war es für ihn in der Hinsicht nützlich, dass er die schwächsten Mitglieder seines Hofstaates aussortieren konnte.

Er ließ sich wieder auf den Thron nieder.

Eine unheimliche Stille breitete sich aus, bis seine Stimme tönte: „Dieses Video und alle darin enthaltene Details werden als allerhöchste Geheimhaltungsstufe deklariert!“

Wieder breitete sich die blanke Todesangst im Hof aus. Es war niemals gesund, ein Geheimnis der Frostdämonen zu kennen!

„Ihr seid dazu angewiesen, über Chilled und sein Schiff strengstes Stillschwiegen zu bewahren und Unwissenheit zu heucheln, wenn man euch danach fragt.“

Trotz alledem war es mehr als wahrscheinlich, dass Fetzen einer dermaßen wichtigen Information bereits nach draußen gedrungen waren. Die Anwesenden wussten, dass man irgendwann alles herausfinden würde, aber er wollte den Skandal abschwächen und so weit wie möglich hinauszögern. Er wollte Zeit schinden und sie alle würden ihm dabei helfen. Er konnte ihnen vertrauen… richtig?

„Krieger des Hofstaates. Ich habe genug Vertrauen in euch, dass euer Ehrgefühl stark genug ist, dass ihr alles daran setzt, nichts nach draußen dringen zu lassen. Ihr werdet schweigen, denn es gibt niemanden, der es mit Folter aus euch herauspressen könnte.“

Einige wenige hatten die tiefere Botschaft in Blizzards Worten verstanden. Wem würde die Ehre gebühren?

Avoka war bereit. Er würde das alleine ausrichten, aber er brauchte immer noch einen direkten Befehl. Blizzard hob seine Hand und schloss sie mit einer solchen Wucht, dass die in seiner Handfläche enthaltene Luft in einem Überschallknall explodierte.

Alle Diener, Sklaven und einfache Helfer fielen auf die Knie und rangen um Luft. Auch die Händler, Diplomaten und andere, die nur um die Kampfkraft eines Menschen verfügten, brachen zusammen.

Am Ende standen nur mehr die stärksten Kämpfer um Blizzard herum. Dann sah der Imperator Avoka in die Augen. Endlich!!

Der mächtige telekinetische Krieger hatte den Befehl verstanden und war stolz, endlich nützlich zu sein. Immerhin war er einer der wenigen, welchen im Universum ein solches Geschenk gemacht wurde. Er konnte Energie fühlen. Und er wusste, wo im Schloss sich jeder dieser Diener aufhielt. Aber als erstes nutzte er diese Fähigkeit für Dijicharat.

Denn auch ihr hatte der Imperator diesen Blick gegeben (er war ja der einzige, der sie sehen konnte und deshalb mit ihr durch Blicke kommunizieren konnte) und war bereits aus dem Thronsaal verschwunden. Also konzentrierte sich Avoka auf den anderen Teil des Schlosses und spürte alle auf, die möglicherweise etwas von diesem Video mitbekommen haben könnten. Und jeder einzelne starb urplötzlich, ohne überhaupt zu erahnen, was ihm gerade zugestoßen war.

Dijicharat hingegen kümmerte sich nur wenig darum, ob ihre Ziele dem Profil entsprachen. Wenn jemand atmete, reichte das aus. Köche, Haushälter, niemand wurde verschont. Ein wahres Massaker.

 

Ein Saiyajin landete nahe dem Bankett.

„Der Berater des Königs sucht nach dem Krieger, der den Anführer der Fremden getötet hat“, erklärte er. Nachdem er diese Mitteilung überbracht hatte, setzte er sich schamlos an den Tisch.

„Er sei gelobt!“, antwortete das Familienoberhaupt, der Hanasia begrüßt hatte.

„Jepp… Erscheigeloppt…“, rülpste Hanasia heraus.

Das Bankett war gut ausgestattet und sie wurde langsam satt- was selten genug vorkam. Dieses Getränk hatte weiterhin einen seltsamen Effekt auf sie und sie wusste mit Bestimmtheit, dass sie jetzt nicht aufstehen sollte. Also sah sie zum Himmel; auch wenn er sich immer noch etwas drehte, war er doch ein beruhigender und erfrischender Anblick.

Ohne es zu ahnen, schlief sie ein. Als sie ihre Augen wieder öffnete, war die Nacht bereits hereingebrochen. In der Nähe stand nun ein Saiyajin, der gut genug gekleidet war, um aus der Masse herauszustechen. Und zu allem Überfluss kam ihr das Gesicht bekannt vor… es war… Nizucchi!! Sie sprang regelrecht auf, was ihr ihren bisher schweigenden Kopfschmerz wieder in Erinnerung rief.

„Du schon wieder!! Jetzt sag mir nicht, dass du auch für dieses Massaker verantwortlich bist!“

„Wie sollte ich denn dafür verantwortlich sein?!“, seufzte Nizucchi. „Sie kamen vom Himmel. Aber wir wissen jetzt, wer sie sind. Kommt mir zum Schloss, wir müssen dir viel erzählen.“

„Klar, und… kein Interesse.“

„Bitte, Hanasia… es ist sehr wichtig. Dieses Monster ist nicht das einzige, das vom Himmel zu uns kommen kann. Wir brauchen deine Hilfe.“

„…nicht das einzige?!“

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