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Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 10 Tagen, 9h


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 19.
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Die Invasoren

 

Als das Imperiale Schiff der Frost Dämonen über der Hauptstadt schwebte, hatten es bald mehrere intelligente Lebensformen umzingelt und schwebten um es herum… in einer gar nicht respektvollen Distanz. Eine der Kreaturen berührte dessen Hülle und zuckte zurück, als ein andere- offensichtlich der Anführer ihres Stammes – ihn dafür rügte.

„Gut, gut… anscheinend können hier alle fliegen… ohne Flügel. Ich sehe keine Rüstung. Sie besitzen alle genug Kontrolle über ihre Energie, damit sie in der Luft bleiben können.“

„Ein ganzes Volk, das fliegen kann? Ja, klar doch. Wir sehen hier nur ihre Elitetruppen! Schaut, sie bewegen sich in einer militärischen Formation. Wir können sofort mit der Schlacht beginnen… wir haben nur eine befestigte Stadt erwischt.“

„Aber es sind nicht nur die da! Ich sehe viele andere, die offensichtlich keine Soldaten sind.“

„Und? Das ist eben eine Rasse, die fliegen kann. Mach aus einer Mücke keinen Elefanten. Es sind auch keine Namekianer… die Schleuse öffnet sich… Los geht’s!“

Dieser Soldat ahnte noch nicht, wie sehr er sich irrte…

 

Das Licht der Sonne drang durch die Eingangsschleuse ins Innere des Schiffes. Lord Chilleds Sechste Division flog geordnet in Formation heraus und schwebte dann weiter. Der Anführer war General Sanana. Er hatte das Potential der Einheimischen berechnet und sofort 200 Mann angefordert. Kaum waren sie im Freien, die Waffen im Anschlag, hatten sie die Verteidiger bereits umzingelt; ihnen stand ebenfalls ihr Anführer vor.

„Wo ist der automatische Übersetzer…? Ah, gut, er funktioniert. Ahem…“ Der General erhob seine Stimme und starrte dem gegnerischen Anführer direkt in die Augen. „Ich bin der Kommandant dieser Armee und ein direkter Repräsentant des Imperiums der Frostdämonen, welches seit Anbeginn der Zeit über dieses Universum herrscht! Auch ihr gehört zu diesem Imperium und schuldet ihm euren Gehorsam! Nun beugt euch nieder und legt eure Fäuste auf den Boden als Zeichen eurer Unterwerfung! Wenn ihr euch weigert, werdet ihr eliminiert!“

Einen Augenblick lang herrschte Schweigen. Der gegnerische Anführer starrte ihn an, als wäre diese Drohung überaus absurd. In den Rängen der Saiyajins brach einer in Gelächter aus, aber als er sah, dass er alleine lachte, verstummt er sofort. Die Meisten musterten diese seltsamen Kreaturen, welche so viele verschiedene Gesichtsformen und Hautfarben hatten und Chilleds Armee darstellten.

„Ähm… ich bin der Anführer unserer Armee, der Armee der Saiyajins, das hier alles seit Ewigkeiten beherrscht. Wir gehören niemanden, besonders nicht einem Dinosaurier oder Pelikangesichter-Spinner, die nicht einmal seit fünf Minuten ihren Fuß auf diesen Boden gesetzt haben… Wenn ihr uns eliminieren wollt, dann könnt ihr das ruhig versuchen!“

„Dass es immer so weit kommen muss…“, seufzte der General. „Wir sollten wohl unseren Eingangsvortrag verbessern…“

„Du bist dir dessen bewusst, dass er nur dem Zweck dient, ein feindschaftliches Klima zu erschaffen, oder, General?“

„Vorwärts!!“, brüllte Sanana. „Schlachtet dieses dummen Eingeborenen ab, zerstört ihre Häuser, tötet alle Überlebenden, auch Frauen und Kinder!!“

Ein kurzer Kampfschrei erklang aus den Reihen des Regiments und schon verstreuten sich die Soldaten in einer Formation zu drei Mann- die Spezialität dieser Division- und stürzte sich auf die unbewaffnete Armee.

 

Mehr als zwei Meter. Wenn man die beiden vertikal hochragenden Hörner mitzählte. Ein langer Echsenschwanz mit Dornen an der Spitze; ein Anhängsel, das durchschnittlich einmal pro Woche zu töten pflegte. Unter Lord Chilleds Kommando bedeutete der kleinste Fehler die Todesstrafe: Zerquetscht werden durch den Schwanz ihres Meisters. Das war sein Vergnügen für zwischendurch. Während seine Arme verschränkt waren und seine Beine sich nicht bewegten, würde der Schanz urplötzlich die Luft durchschneiden. Und der dumme Soldat würde von dem Schlag zerteilt werden, während sein langer Mantel noch herumwedelte.

Der Thron des Lord stellte das Zentrum des Schiffes dar. Nicht, um es zu fliegen, sondern um alles um ihn herum zu kontrollieren… alles im Umkreis von vielen Lichtjahren. Eine immense Konstruktion, erbaut aus den widerstandsfähigsten und flexibelsten Materialen, die man kannte, damit ihr Anführer sich dort niederlassen konnte, ohne sich um die Auswirkungen seiner überproportionalen Kraft Sorgen zu machen.

Auch jetzt saß Chilled dort und spielte mit seinem Glas. Obwohl es einen Liter fassen konnte, war dieses Stück aus Kristall extrem wertvoll und fragil. Durch die unzähligen Facetten und Einkerbungen konnte die enthaltene Flüssigkeit in Abhängigkeit der Lichtbrechung seine Farbe ändern. Da es Chilled mit den Fingerspitzen hielt und von rechts nach links schwenkte, konnte er den Wechsel in den Reflexionen beobachten…

Dann, plötzlich, hielt er inne und zog seine Hand zurück. Das Glas fiel zu Boden, doch mit einer flüssigen Bewegung fing er es auf, bevor es den Boden berührte, und nahm den letzten Schluck.

„Wie entwickelt sich der Kampf? Zeigt mit die Aufnahmen von draußen.“

Da die Wände aus Glas gebaut waren, konnte man auf 360 Grad die Umgebung um das Schiff herum sehen. Was für eine Überraschung. Die Schlacht war brutal einseitig, aber nicht in der Weise, wie er es gewohnt war. Diese Eingeborenen konnten aus ihren Händen Energiekugeln abfeuern. Sie waren des Fluges mächtig und kämpften mit erstaunlicher Kraft und Geschwindigkeit. Dabei handelte es sich um sehr ungehobelte Kampftechniken, aber diese Krieger waren trotzdem unsagbar stark.

„Wir verlieren doch nicht, oder?“

„Ich fürchte, doch, mein Lord. Sie sind in der Überzahl und wirklich stark…“

„Pah… naja, gut… Sehr gut… Wirklich gut. Befiel den Rückzug, ich werde heute etwas Spaß haben.“

 

General Sanana war schwer verletzt. Es war ein pures Gemetzel und eine Blamage für sein Regiment. Er wusste, was ihm nun bevorstehen würde… es stellt sich nur die Frage, ob Lord Chilled sofort auf das Schlachtfeld stürmen oder genüsslich abwarten würde. Sein Überleben hing einzig vom Amüsement seines Meisters ab. Aber bis es soweit war, musste er den Feind so gut wie möglich zurückhalten.

Seine Hörner kratzten beinahe an der Innenwand der Eingangsschleuse; das riesige Monster, welches ihr Anführer und Lord war, erschien endlich im Licht der Sonne. Sein Eintreffen- seinem respekteinflößenden Verhalten und seiner den anderen Invasoren weit überlegenen Größe nach zu urteilen- machte den Eingeborenen klar, dass er den Verlauf der Schlacht grundlegend verändern würde. Auch seine Soldaten wussten es nur zu gut und überliegen die Gegner ihrem Lord; nein, keine Gegner mehr, sondern nur Schlachtvieh.

 

Während Chilled zwischen den Saiyajins herbeischwebte, hielten sich die 27 überlebenden Soldaten nahe am Schiff. Einmal Im Zentrum des Schlachtfeldes am Himmel brach er die Stille mit einem kleinen Feuerball, der beinahe harmlos aussah. Aber er war blitzschnell und schoss auf der Suche nach einem zufälligen Ziel davon. Die Saiyajins waren wie hypnotisiert und rühren sich nicht. Dann durchbohrte er den Kopf eines ihrer Männer, als würde ein Kanonenschuss ein Kartenhaus treffen.

Damit wurde das Massaker eingeläutet.

 

„Genau wie vorhergesehen.“

Abriconta beobachtet den Bildschirm aufmerksam, währen der Chief ihren Bericht abgab.

„Ihre Armee ist für eine so fortgeschrittene Gesellschaft wie die unsere oder für eine so starke wie die der Saiyajins keine Bedrohung, aber ihr Anführer, dieser grauenhafte Anführer!... Das also ist ein Frostdämon! Er tötet die Saiyajins mit einer Leichtigkeit, als würde er mit Cheatcodes durch ein Videospiel preschen!“

„Schaut euch das an!“, meldete ein anderer Beobachter. „Eine Gruppe Saiyajins hat ihm zugleich in den Rücken geschossen… Zwölf. Die Energie dieser Explosion war mit der einer AT-6-Kanone vergleichbar. Kein Schaden. Abgesehen von seinem zerfetzten Mantel hat er nicht einmal gezuckt!“

„Sein Körper ist so dicht, dass ihn der Einschlag überhaupt nicht zurückgedrängt hat, seine Flugtechnik ist zu stark. Und anscheinend hat er sich noch nicht einmal aufgewärmt…“

„Uah! Er hat gerade Mach drei übertroffen, als er um sie herum geflogen ist! Was für ein Desaster, jetzt durchbohrt er alle mit seinen bloßen Händen!“

„Wenn man bedenkt, dass die Frostdämonen bereits andere Zivilisationen als unsere, die viel weiter entwickelt sind, unterjocht haben, und die reine Kraft der Saiyajins es auch nicht mit ihnen aufnehmen kann, was können wir noch tun?“

„Wir haben in Sachen reine Kraft noch nicht unser ganzes Potential ausgeschöpft“, unterbrach ihn Abriconta. „Das Mädchen, das sich verwandeln kann, ist sie nicht schon vor einer Stunde von zuhause gestartet?“

„Hhm…“, machte ein Kollege nachdenklich, während er auf einen anderen Bildschirm sah. „Ja… Ja, sie wird sehr bald eintreffen! Dann werden wir bald wissen…“

 

Noch ziemlich weit entfernt konnte man die Stadt vor dem Hintergrund des Ozeans bereits erkennen. Hanasia war noch nie in der Hauptstadt gewesen und konnte somit nicht ahnen, dass diese Energie sie genau hierhin geführt hatte. Aber es gab nicht den Hauch eines Zweifels. Eine Stadt mit so vielen stabilen Bauten war unendlich weit von den Baracken ihres Heimatdorfes entfernt. Das konnte nur die Hauptstadt sein.

Die wahrgenommene Energie hatte sich einige Minuten zuvor entfesselt. Und offensichtlich war sie feindlich gestimmt. Hanasia konnte fühlen, wie die Leben der Saiyajins nacheinander erloschen.

 

„Ich bin der König meines Volkes, ich fordere dich heraus!!“

Chilled ließ die wehrlose Leiche in seiner Hand los und sie auf den Boden fünfzig Meter unter ihn fallen. Ja, klar war das ihr König. Aber für ihn machte das kaum einen Unterschied. Für Chilled gab es keinen Grund, ihm auf irgendeiner Art die Ehre zu erweisen. Ohne ihn mit einer Antwort würdigen schoss er auf ihn zu. Der König hatte gerade genug Zeit, um den Schlag abzublocken, der ihm die Knochen im Leib zerschmettern ließ. Er spuckte Blut und sein Körper wurde gegen einen der Wachtürme des weit entfernten Königspalastes geschleudert. Er blieb durch im Aufschlagkrater hängen und verlor das Bewusstsein.

Der Berater des Königs, der sich zufällig genau in diesem Wachturm befand, verspürte dieselbe Hilflosigkeit, der er gegen den Millenniums-Krieger ins Auge blicken musste. Zurückzuschlagen war sinnlos. Wie sollte er nur gegen eine solche Übermacht ankommen?

Ein Punkt erschien in der Ferne und wurde schnell immer größer… und stoppte wenige Meter vor dem Monster. Eine seltsame Humanoide auf zwei Beinen und in Fellen gekleidet machte ihren Auftritt. Unzählige Leichen von Saiyajins und unbekannten Wesen lagen auf dem Boden und den Hausdächern. Ein paar Saiyajins schwebten noch, einer hielt sich den Brustkorb, der andere hatte einen Arm verloren, ignorierte aber tapfer den Schmerz und den Blutverlust. Und in der Mitte schwebte ein riesiges Monster; es war sogar noch größer als der rothäutige Fremde vom letzten Mal. Er war schmutzig vom Blut der getöteten Saiyajins. ER war die Quelle der bösen Energie, die sie seit dem Beginn fühlen konnte. Diese Szene eröffnete sich Hanasia, als sie eintraf. Sie näherte sich den beiden überlebenden Saiyajins, welche gerade angreifen wollte, als sie gekommen war.

„Das ist sie! Ich erkenne sie wieder!“, entfuhr es einem der beiden, der als Soldat anwesend war, als sie Nizucchi bedroht hatte.

„Monster vom Himmel, der meine Artgenossen abschlachtest! Ich hätte es verstanden, wenn du nur nach Nahrung suchst, aber du zerstörst nur aus reinem Vergnügen! Ich weiß nicht, woher du kommst, aber mir tut der Ort leid. Du kannst dir dein Blutvergießen sparen! Du hast alles am Himmel getötet und nun kommst du hierher? Das hier werden deine letzten Augenblicke…“

Lord Chilled grinste breit und verschwand dann. Als er wieder auftauchte, rammte er seine Faust in Hanasia Bauch; sie krümmte von dem Schlag. Dann drehte er sich um, um sie mit seinem Schwanz zu schlagen. Die Spitzen schossen auf sie zu und die Schockwelle schleuderte sie einige Munter Meter entfernt auf den Boden.

„Meine Güte, du redest zu viel!“, lachte das Monster. Nun wandte er sich um zu den anderen beiden… aber schon wieder… Sie war nicht tot.

 

Hanasia setzte sich auf und befreite sich von den Trümmern eines Hauses, Dann inspizierte sie ihre Wunde; sie blutete, aber es war nichts Schlimmes. Als sie aufstand, um sich einen Überblick zu verschaffen, sah sie die Leichen einiger Saiyajin-Soldaten um sie herum, obwohl sie doch etwas weit vom Schlachtfeld entfernt war. Ihre Wut brodelte hoch und sie flog auf das Monster zu. Das allzu bekannte gelbe Licht umgab sie und sie verwandelte sich.

„Das ist sie! Die Saiyajin, die sich dem Millenniums-Krieger in den Weg gestellt hat!“, rief einer der beiden Saiyajins.

„Was ist das für eine Energie?“, fragte sich hingegen Chilled, als er sie immer schneller auf ihn zufliegen sah. In diesem Licht getaucht schien es beinahe so, als würde sie einen Energiestrahl auf ihn abfeuern; was aber nicht der Fall war.

Er war bereit, sie in dem Moment zu treffen, wenn sie ihn erreichen würde, aber sie bremste im letzten Augenblick ab und sein Schlag traf nur die leere Luft. Nun begann sie, ihn mit einem Regen aus Schlägen und Tritten zu bedecken, deren Schlagkraft er bisher noch niemals erlebt bei einem Fremden hatte.

Chilled wurde nach links geschleudert, nach rechts, wieder nach links, in alle Richtungen. Er konnte es nicht fassen. Diese Macht, diese Kraft, so etwas gab es doch nur bei den Frostdämonen. Ein solches Niveau konnte es nur unter den Mitgliedern seiner Familie geben. Er musste sich zusammenreißen. Er sammelte sich. Chilled hob seinen Schutzschild und brachte endlich etwas Distanz zwischen ihr und ihm.

„Unglaublich, das ist unmöglich!“, entfuhr es ihm, als er diesen seltsamen Gegner musterte. „Kann es sein, dass DU diese seltsamen Energiewellen durch das All geschickt hast?“

Chilleds Männer konnten es ebenfalls kaum fassen. Noch nie hatten sie so etwas erlebt. Ihr Lord, verprügelt von einem seiner Gegner?! Niemals!

„Es haben schon viele Mörder den Weg mit mir gekreuzt. Verrückte, welche sich am Töten erfreuen. Warum machst du das?“

„Was? Du besitzt die Macht derer, die sonst an der Spitze der Hierarchie stehen. Ganz im Gegenteil, von allen Personen in diesem Universum, genau du solltest es verstehen. Unsere Macht ist die des Todes. Alles Lebendige gehört mir, und es ist mein Recht zu entscheiden, wenn und wie jemand sterben soll.“

„Das ist… dumm!“

„Was zum…?“ Der automatische Übersetzer konnte das Wort nicht entziffern. „Töte diese Insekten und erinnere sie daran, wer ihr Gott ist!“ (Anm. In seiner Sprache haben „Gott“ und Dämon“, wie in Frostdämon, dieselbe Bedeutung ) Und wenn du kein gemeines Insekt bist, dann bin ich dein Gott! Das werde ich dir beweisen. Du wirst hier und jetzt sterben.“

„Also ist dein einziges Ziel im Leben, andere zu töten?! Du wirst es sein, der sterben wird!“

 

Hanasie fühlte die Wunde gar nicht mehr. Sie hatte sich bei der Verwandlung von allein geschlossen. Sie war in Höchstform und würde nicht zulassen, dass dieses Monster den nächsten Tag erleben würde. Sie stürzte sich in die Schlacht mit der Absicht zu vernichten und zu töten.

Chilled hatte seinen Kampfstil verändert. Nun kämpfte er ernsthaft gegen einen würdigen Gegner. Aber die Art, mit der diese Kreatur kämpfte, war Furcht einflößend. Ihm kam in den Sinn, jeden Quadratmeter dieses Planeten nach Informationen über sie zu durchkämmen, aber nun war nicht die Zeit, um an die Zukunft zu denken. Dieser Kampf würde nicht einfach werden.

 

Nach einem brutalen Schlagabtausch hatten sie sich gegenseitig an den Armen gepackt und es begann ein Gerangel aus purster Kraft. Wenn einer von ihnen losgelassen hätte, dann würde er einen ausgerenkten Arm riskieren und eine damit verbundene Lücke in der Deckung. Als wolle sie Zeugnis von ihrer Anstrengung geben, leuchtete Hanasias goldene Aura immer mehr. Als seine Kräfte langsam nachließen, musste Chilled erkennen, dass er ihr in Sachen Kraft unterlegen war. Beeindruckend.

Endlich konnte er sich befreien, aber sofort verspürte er einen scharfen Schmerz in beiden Armen, gefolgt von zwei harten Schlägen in seinen Bauch. Er konnte die Wucht bis in jede seiner Zellen fühlen; er wich zurück, um dem nachfolgenden Schlag auszuweichen. Aber sie hatte die Distanz bereits verkürzt. Er feuerte zwei Energiekugeln auf sie ab, aber durch seine Überstürztheit waren sie nicht stark genug und Hanasia wischte sie fort, als wären es Wassertropfen. Ein Knieschlag traf sein Gesicht, und bevor er seinen Blick wieder ausrichten konnte, hatte sie schon seine Hand gepackt. Sie benutzte ihn als Hebel und ließ ihre beiden Füße mit voller Wucht auf sein Gesicht prallen. Dieses Mal war der Arm wirklich ausgerenkt.

Dieser Tropfen brachte das Fass zum Überlaufen. Er lud seine Energie in den unverletzten Arm lange genug, um ein beachtliches Energieniveau zu erreichen. Bevor er feuern konnte, musste er noch einige Treffer einstecken. Aber da Hanasia dabei nahe genug war, um auf ihn einzuhämmern, war es für ihn ein Leichtes, sie zu treffen. Beide, Hanasia und der Strahl, krachten gegen den Boden. Aber schon wenige Sekunden später erhob sich die Saiyajin wieder aus den Trümmern des Kraters. Zwar waren ihre Kleider angekokelt und sie hatte einige Schrammen abbekommen, aber das war es auch. Sie atmete einige Male tief durch, bevor sie sich wieder in die Schlacht stürzte.

Chilled nutzte die Gelegenheit und gab sich selbst einen kräftigen Schlag auf die Schulter; er hielt einen Aufschrei des Schmerzes zurück, als der Oberarmknochen wieder in die Gelenkpfanne sprang. Dann machte er sich für die nächste Runde bereit.

 

„Sie am Leben zu lassen war eine gute Idee, oder?“

„Ich denke, dass die Bewohner anderer Systeme es gerne mitverfolgen würden… unsere Saiyajin vernichtet diesen Frostdämonen!“

„Aber das alles hat auch Auswirkungen für uns“, gab der Kommandant der Weltraumüberwachung zu Bedenken. „Zuerst einmal bedeutet dies das Ende unserer Isolationspolitik. Da wir von den Frostdämonen entdeckt wurden, können wir nun frei mit anderen Zivilisationen kommunizieren und handeln. Und zum Zweiten werden alle die Kraft der Saiyajins haben wollen. Wenn wir nicht wollen, dass hunderte von Frachtschiffen sie mitnehmen, um sie zu studieren oder anderes, müssen wir sie auf unserem Planeten behalten, sie beschützen und bewachen. Unsere Kampfschiffe müssen bereit sein.“

Jeder dachte darüber nach. Das also war das Ende einer Ära. Natürlich würden sie in wenigen Jahren mit Außerirdischen zusammenleben… und dabei neue Feinde treffen. Sie müssten den Saiyajins von den Gefahren erzählen, welche sie beide bedrohten…

„Wenn die Frostdämonen so einem überpowerten Saiyajin unterlegen sind, bedeutet das auch ein Ende ihrer Herrschaft. Wir besitzen die Waffe, die sie vernichten kann. Aber ich frage mich… klingt das alles nicht zu perfekt?“

Wieder sahen sie zu dem riesigen Bildschirm, auf dem sie die Schlacht mitverfolgten. Die Saiyajin würde siegen. Das war mittlerweile klar. Der Dämon besaß seltsame und noch nie zuvor gesehene Techniken, aber sie war stärker, schneller und widerstandsfähiger als er.

„Glaubst du, er verbirgt etwas? Oder dass es nicht normal ist, dass allein wir Kreaturen vom Kaliber der Saiyajins beherbergen? Beides?“

„Ich glaube, nein, ich denke, dass auch andere Zivilisationen im Stande wären eine Bedrohung wie den Millenniums-Krieger abzuwehren. Warum verfuhr man mit den Frostdämonen nicht genauso?“

„Der Millenniums-Krieger war ein untrainiertes Biest. Die Frostdämonen sind eine Rasse von schlauen Eroberern.“

„Gutes Argument. Aber noch etwas. Warum aber hat der sogenannte Kaiohshin des Ostens, der auch für die anderen Himmelsrichtungen zuständig ist, die Frostdämonen denn nicht ebenfalls ausgelöscht?“

„Weil sie nicht sein Problem sind.“ Alle wandten sich zu dem Tsufuru um, der bisher geschwiegen hatte. „Ich habe einige Informationen aus fremden Netzwerken gefunden. Der Kaiohshin des Ostens, der bereits seit einige Dutzend Millionen Jahre lang im Dienst ist, mischt sich nur in Bedrohungen ein, welche das ganze Universum bedrohen. Die Affäre um einige elende Tyrannen ist für ihn keine Überlegung wert.“ Auf diese Ausführung folgt ein Moment der geschockten Stille. „Die Energie des Millenniums-Kriegers nahm stetig zu und er tötete alles auf seinem Weg. Er war eine Bedrohung, welche einer Intervention würdig war, besonders, wenn er andere Planeten erreicht hätte.“

„Ah….“, machte der Kommandant sprachlos, dann sah er auf den Monitor mit den gemessenen Energiewerten, welche plötzlich extrem nach oben schossen. „Ich fürchte, das angesprochene Geheimnis wird bald gelüftet werden.“

 

Bestürztheit erfüllte die Ränge von Chilleds Armee. Alles, was er gegen diese seltsam leuchtende Kreatur erreichte, war, verprügelt zu werden. Zum allerersten Male sahen sie nun die Farbe seines Blutes. Blut auf seinem Gesicht, sein Mantel zerfetzt, seine Rüstung zertrümmert. Und seine Kampfposition war defensiv.

Allein General Sananas Vertrauen war unerschüttert. Er wusste, dass sein Lord nicht verlieren konnte, und er wusste, was nun bevorstand.

„Ungezogener Wicht!!!“, brüllte Chilled, mehr an den Himmel gerichtet als an Hanasia. „Du wirst nun erfahren, was es heißt, den Lord der Frostdämonen herauszufordern! Du wirst einen Tod erleben, der nur den Stärksten gebührt! Du solltest dafür dankbar sein!!!“

Chilled nahm eine fötale Pose an. Seine Energie begann ohne sichtbaren Grund zuzunehmen, mehr und mehr, ähnlich wie beim Millenniums-Krieger. Dann begann sein Körper, sich zu verändern. Die Stacheln an seinem Schwanz wuchsen, sein Kopf nahm an Volumen zu und bekam ebenfalls Spitzen.

Hanasias Geist wurde von einem einzigen Gedanken dominiert: „Ich muss zuschlagen, solange er wehrlos ist.“ Und schon stürzte sie sich auf ihn.

General Sanana war bestürzt von solcher Unhöflichkeit. Seinen Lord während der Verwandlung anzugreifen?! Welche Schamlosigkeit! Wie konnte sie es nur wagen?! „FEUER!!!“, brüllte er zu seiner restlichen Armee, welche Hanasia sofort beschossen.

Sie fühlte einige Explosionen auf ihrem Körper, aber sie waren so effektiv wie Mückenstiche, also drehte sie sich einfach um und bewegte einmal ihren Arm im Halbkreis. Eine Klinge aus Energie schoss auf die Soldaten zu und traf sie mit einer für eine solch lapidare und kurze Bewegung unerwartete Präzision; der Großteil von ihnen wurde davon zweigeteilt, da sie sich praktischerweise genau vor dem Schiff aufgereiht hatten.

Während die Leichenteile noch zu Boden fielen, war Hanasia bereits beim Monster. Nein, auf ihm. Sie wickelte ihre Beine um dessen Oberkörper und packte seinen Schädel fest mit beiden Händen. Die von der Verwandlung abgestrahlte Energie brannte wie Feuer. Sie zog an seinem Kopf, mit all ihrer Kraft. Die neuen Hörner zerkratzen dabei ihre Arme.

Chilled verspürte einen scharfen Schmerz. Er musste sich befreien- Aber war steckte inmitten des Verwandlungsprozesses, ihm fehlten immer noch die Mittel, um sie zurückzudrängen. Er wusste, dass jede Verwandlung ihn heilen und jede Verletzung schließen würde, aber dieses Mal war ausgerechnet sein Hals das Ziel seines Feindes. Er spannte alle Muskeln an, um sich gegen den Angriff zur Wehr zu setzen.

Trotz der Verbrennungen hatte Hanasia ihn fest in ihrem Schraubstockgriff. Sie drehte ihren Oberkörper und mit ihm den Hals des Monsters. Es war Schwerstarbeit, aber sie legte all ihre Kraft in diese Bewegung.

Es folgte ein sehr unheimliches krachendes Geräusch, welches bei den Saiyajins das Synonym des Sieges darstellte. Der Kopf des Dämons sah nun seinen eigenen Rücken...

 

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