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Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 10 Tagen, 0h


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 25.

Interstellare Politik

„Cool, wir werden zusammenarbeiten!“

„Ja, aber ich bin immer noch deine Vorgesetzte, Brie, also benimm dich.“

„Passen Sie auf, meine Dame. Wenn ich sehe, dass du Amtsmissbrauch begehst, zahle ich dir nie wieder einen Kaffee. Und dann verdurstest du.“

„Abricota Prunus Armeniaca Rosidae Plantae… streiten Sie etwa? Diese Drohungen werden nicht ignoriert. Sie müssen wissen, dass sie nur noch wenig von der Entlassung entfernt sind, dann sind Sie arbeitslos, landen als Alkoholikerin auf der Straße, der Katchin-Stangen aus öffentlichen Toiletten stehlen muss, um sie auf dem Schwarzmarkt gegen Crack einzutauschen.“

„Das steht außer Frage…. Ich werde mit den Dealer schlafen, wenn ich dafür gratis mein Crack bekomme.“

„Auch nicht schlecht.“

„Ich würde aber immer noch Katchin-Stangen stehlen, damit ich dich in einer dunklen Gasse während einer Vollmondnacht als Rache zusammenschlagen kann. Dann stehle ich deine Wohnungsschlüssel, um dort all deine linken Schuhe einzusammeln und sie auf dem Schwarzmarkt für einbeinige Leute zu verhökern!“

„Das glaube ich kaum… für dich wäre es zu amoralisch, einen Markt für Einbeinige hochzuziehen.“

Einige weitere Bemerkungen in dieser seltsamen Unterhaltung später waren schließlich auch die letzten Teilnehmer des Meetings eingetroffen und man konnte endlich beginnen.

 

„Wir haben uns hier versammelt, um eine Krise zu diskutieren, deren Art wir bisher noch niemals erahnt haben. Wir haben seit vielen Jahrhunderten in Ruhe gelebt, ohne von den Frostdämonen entdeckt zu werden und nur sehr kurze Gespräche mit Rebellen geführt, aber jetzt ist ihnen unsere Existenz leider bekannt. Andererseits wurden wir dank der Saiyajins- besser gesagt, dank einer von ihnen- zu einer der mächtigsten Kräfte im Kampf gegen die Frostdämonen. Wir müssen nun erörtern, welche Vorgehensweise die beste wäre, um sich mit ihnen auseinander zu setzen.“

Der Sprecher war der Präsident. Er war auf normale Weise gewählt worden und führte die Tsufuru nun seit über 17 Jahren, er stand der gesamten Regierung vor.

Liebe Leser, wir werden nicht alle Anwesenden auflisten, die uns eh nicht kümmern. Um das Verständnis zu erhöhen, bezeichnen wir sie mit ihrer Rolle oder ihrer Funktion.

„49 Personen haben sich hier versammelt- sowohl physisch als auch virtuell“, fuhr er fort. „Ich werde mich nur an die Wichtigsten wenden. Ich repräsentiere den Staat und dessen Budget. Xxx vom Umfrageinstitut steht für die Meinungen der Tsufuru. Yyy vom Saiyajin-Institut übernimmt die öffentliche Meinung dieser Personen. Ms. Chiin-Lee vom Millennium-Saiyajin-Projekt steht für den „Millenniums-Krieger“, der den Frostdämon Chilled getötet hat. Daneben begrüßen wir auch Nicht-Tsufurus. Zzz am Bildschirm repräsentiert die Rebellen gegen das Imperium der Frostdämonen. Aaa ist ein Experte, der uns erklärt, wie die Dämonen reagieren könnten. Die Unterhaltung mit ihnen läuft über einen Übersetzer. Bitte sprechen Sie deutlich und vermeiden zu komplexe Tsufuru-Ausdrücke, Zynismus und starke Untertöne.“

Bevor er fortfuhr, schluckte der Präsident hart.

„Zu Beginn werden wir die wichtigsten Informationen und Fakten teilen, um die grundlegenden Fragen zu beantworten. Erste Frage: ist Chilled wirklich tot? Ja, das ist er. Nächste: weiß das Imperium davon? Ja, sie haben alles auf Video mitverfolgt, inklusive der Schlacht. Der Imperator hat sehr stark reagiert, ist aber bisher noch nicht in Aktion getreten. Im Augenblick versammelt er seine Söhne. Aaa wird uns ein Update über die Frostdämonen liefern.“

„Ich grüße Sie. Die Frostdämonen waren fünf. Imperator Blizzard ist der Vater. Er hat sich seit vielen Jahren nicht mehr von seinem Thron erhoben, bis er das Video gesehen hat. Er wäre wohl noch im Stande zu kämpfen, aber wir hegen diesbezüglich Zweifel. Unter ihm stehen seine vier Söhne. Dem Alter nach: Frosty, Snower, Chilled und Ice Kurama. Der Älteste ist höchstwahrscheinlich der Stärkste von ihnen. Über ihre Kraft…“

Der Frostdämonen-Spezialist legte eine kurze Pause ein, um dann fortzufahren: „Es handelt sich wohl um ein Geheimnis, aber die Frostdämonen können sich verwandeln und dabei ihre Kraft beachtlich erhöhen. Jeder von ihnen hat verschiedene Erscheinungsformen, deren Anzahl wir nicht genau kennen. Das bedeutet, dass die Kraft, die wir kennen, nicht ihre ganze ist.“

„Die Armee des Imperators ist bei Weitem nicht die Außergewöhnlichste“, übernahm ein anderer Außerirdischer an dieser Stelle. „Sie ist über das ganze System verstreut und hat bisher kaum mit Rebellionen zu tun gehabt. In Wahrheit sind die Dämonen selbst oder ihre stärksten Krieger, die Imperialen Wachen, mehr wert als eine ganze Armee. Sie zögern nicht, ein ganzes Land oder einen Kontinent in die Luft zu jagen, sollte dort ein Konflikt ausbrechen.“

„Aber auch wir haben eine geheime Armee“, machte sich ein Dritter bereit. „Unsere vereinte Kraft entspricht etwa einem zehnten Teil des Imperators, was absolut riesig ist. Bitte erinnert euch aber, dass diese Werte nicht für die Krieger der Imperialen Wache gelten.“

„Da es unwahrscheinlich ist, dass wir es mit der gesamten Armee zu tun haben und da das Element der Überraschung auf unserer Seite ist, sollte die erste Schlacht zu unseren Gunsten ausgehen. Natürlich nur, wenn kein Frostdämon anwesend ist. Ein Sieg unsererseits und unsere Rebellion wird von anderen Planeten unterstützt werden. Eine Strategie könnte uns den Sieg sichern, aber nur, wenn die Dämonen und ihre Wachen aufgehalten werden. Wir fragen uns: ist euer Krieger wirklich so besonders?“

„Jawohl“, antwortete Ciin-Lee, als sie endlich sprechen konnte. „Wir konnten selbst mit unseren besten krafterhöhenden Drogen keinen annähernd so starken Krieger erschaffen. Ihre Verwandlung, die der des Millenniums-Kriegers so ähnlich ist, ist offensichtlich etwas anderes. Wir haben ihre DNS untersucht und konnten nichts finden, was sie so „millennia“ macht. Ihr Fall ist einzigartig. Und wir haben keine Möglichkeit, es zu wiederholen.“

Ihre Gesichter zeugten von großer Enttäuschung.

„Andererseits“, fuhr sie schnell fort. „Ist ihre DNS nicht anders. Kein Zeichen einer Krankheit oder einer Mutation. Um es einfach zu machen, wäre es theoretisch möglich, dass andere Saiyajins sich ebenfalls in das verwandeln können, was wir „Super Saiyajin“ getauft haben. Wir müssen nur herausfinden, wie.“

„Wir wären glücklich, wenn Sie Ihre Theorie weiter erforschen würden. Sie ist für unsere Pläne von vitaler Wichtigkeit und könnte das Pendel der Macht zu unseren Gunsten ausschlagen lassen. Eine andere Frage: Kann man diese Krieger manipulieren?“

„Ja“, nickte Chiin-Lee wieder. „Sie werden für uns kämpfen. SIE wird für uns kämpfen.“

„Ich bin da anderer Meinung“, unterbrach sie Yyy. „Obwohl sie sicher für den Schutz ihres Planeten kämpfen würden, kümmern sie sich sonst um gar nichts und sie würde niemals Befehle von außen annehmen. Sollten wir versuchen, sie zu manipulieren, könnte es ein Desaster gaben, sollten sie es jemals herausfinden.“

„Die Super Saiyajin ist anders. Aber ich werde jetzt keine Debatte mit Yyy beginnen. Ich stimme zu, dass es schwer sein wird, die Saiyajins davon zu überzeugen, für uns in den Krieg zu ziehen. Aber nicht unmöglich.“

„Sind wir gerade dabei, einen interplanetaren Kriegsfeldzug gegen das Imperium vorzubereiten?“, wollte einer der Fremden wissen.

„Wenn es nur einen Funken Hoffnung gibt, die Frostdämonen auszulöschen, dann ist es das Risiko wert“, antwortete ihm ein anderer.

„Pah, einen „Funken Hoffnung“, Milliarden von Leben und ganze Planeten zu opfern, würde ich eher sagen! Die Frostdämonen würden in einem Krieg keinen Moment zögern, einen Planeten zu vernichten, der ihnen nicht 100% seiner Ressourcen abgibt! Ihnen den Krieg zu erklären wäre das Todesurteil mehrerer Rassen!“

„Wir müssen klug handeln“, beruhigte ihn ein dritter. „Mit einem geballten Angriff von Super Saiyajins, unserer Armee und dem generellen Chaos werden wir das Imperium schon kleinkriegen.“

„Aber selbst wenn wir die Dämonen und die Palastwachen vernichten, würde das kaum einige verstreute Hitzköpfe davon abhalten, einen Planeten zu zerstören. Man kann ihre Armee nicht auf einen Schlag auslöschen.“

„Und wenn es einige Millionen unserer Bevölkerung bedarf, um ihrer Tyrannei der letzten 10.000 Jahre ein Ende zu setzen, dann wiegt der Erfolg den Verlust auf.“

„Hören Sie mir bitte zu“, riss der Tsufuru-Präsident das Wort wieder an sich. „Wir werden alles daran setzen, um so viele dieser Krieger, ähm- Super Saiyajins- wie möglich zu produzieren. Aber wir können nicht versprechen, dass dieses Vorhaben Erfolg haben wird. Wenn wir das erst einmal herausgefunden haben, werden wir sehen, wie gut unsere Chancen stehen. Aber bis dahin haben wir viel dringendere Probleme. Welche Aktionen werden die Frostdämonen in den nächsten Tagen zeigen? Sollten alle Vier auf unseren Planeten kommen, wäre das unser Untergang!“

„Exakt“, nickte der Dämonenspezialist. „Sollten sie wirklich kommen, wäre es das Wichtigste, dass sie und ihre Krieger sich sofort verstecken. Aber das wird kaum geschehen. Diese Dämonen sind sehr von sich eingenommen und glauben sicher, dass einer von ihnen mehr als genug ist, euren Super Saiyajin zu erledigen- was vielleicht sogar zutreffen könnte. Und wenn sie sich alle zusammen in Bewegung setzen, dann würde es die Krise öffentlich machen. Aber sollte einer der anderen auf ähnliche Weise sterben, dann würde sich das sofort ändern.“

 

Eine kurze, angespannte Stille folgte. Der bloße Gedanke, dass mehrere dieser unzerstörbaren Dämonen sich auf dem Weg zu ihrem kleinen Planeten namens Plant machen könnten, ließ auf mehreren Tsufuru eine meterdicke Gänsehaut wachsen. Was dazu kam, sie hatten auf den Aufzeichnungen klar gesehen, dass der Dämon gerade dabei war, sich zu verwandeln, als er von der Super Saiyajin getötet wurde, und dass seine Kraft dabei exponentiell zunahm.

„Sie haben erwähnt“, wollte einer der Tsufurus wissen. „Dass die Imperialen Palastwachen bei Weitem nicht so stark sind wie die Dämonen. Sie können riesige Schlachtschiffe zerstören, aber das könnte ein von uns trainierter Saiyajin- nicht einmal ein „Super“ Saiyajin- doch auch, oder?“

„Ich sehe gerade…“, antwortete ein Außerirdischer, der gerade auf einen anderen Bildschirm geblickt hatte. „Ich lese gerade die Eigenschaften eurer verstärken und verbesserten Saiyajins und ich muss sagen, dass Ihre Resultate ziemlich beeindruckend sind. Sie wären definitiv der Wachen ebenbürtig. Aber nicht der Elite.“

„Haben Sie denn keine Elite-Krieger?“

„Ja, einige, aber nicht genug. Aber keine andere Rasse kann so starke Kämpfer hervorbringen wie eure Saiyajins. Außer die Namekianer, natürlich.“

„Namekianer?“

„Sie können ihre Daten später studieren“, unterbrach ihn der Präsident „Sonst noch Fragen?“

„Seid ihr auf einen Krieg vorbereitet?“, stellte ihm ein Außerirdischer die Frage der Fragen.

„Naja, wenn sie es so wissen wollen…“, übernahm Xxx vom Meinungsforschungsinstitut. „Unser Planet wird von einer berechenbaren Gefahr bedroht…. Wir haben eine Armee und Bürger, die sich der Gefahr bewusst sind. Ja, wir sind bereit für den Krieg.“

Alle um den Tisch sitzenden Tsufuru konnten fühlen, wie sie Anspannung immer weiter anstieg. Es war gesagt worden. Es gab eine Gefahr und man musste in den Krieg ziehen. Die Produktion von Waffen und Schiffen musste angekurbelt werden. Es ging um ihr Leben.

 

Im Anschluss daran wurde über das kurzfristigere Vorgehen diskutiert. Man nahm an, dass in höchstwahrscheinlich zehn Tagen ein Schiff des Imperiums auf dem Weg nach Plant sein würde und dabei einige Mitglieder der Imperialen Palastwachen an Bord hätte, oder zumindest eine Armee von vergleichbarerer Schlagkraft.

Den Tsufuru wurde aufgetragen, ihre Saiyajins zu trainieren, ihre Waffenindustrie auf Hochtouren laufen zu lassen und alle Vorkehrungen zu treffen, um die alliierten Kriegsschiffe zu empfangen. Diese würden sich bald heimlich auf den Weg nach Plant machen.

Am Ende wurde beschlossen, dass die Frostdämonen auf jeden Fall so wenig wie möglich von dieser Situation mitbekommen sollten (im Idealfall wollten sie noch einen von ihnen erledigen, bevor sie zu vorsichtig wurden), deshalb sollten alle Kommunikationskanäle sabotiert werden, bis sie auf dem Planeten eintreffen würden.

Das Meeting wurde damit beendet, dass man allerlei Informationen über die Frostdämonen, den Saiyajins und all dem über das Universum, das die Tsufuru noch nicht kannte, austauschte.

 

„Diese Namekianer sind wirklich unglaublich!“, entfuhr es dem Tsufuru, als er die Informationen auf dem Bildschirm vor sich durchflog.

„Regeneration... sie sind wirklich etwas Besonderes“, nickte Chiin-Lee, die den Monitor über seine Schulter hinweg las.

„Sie besitzen auch seltsame magische Fähigkeiten, können fliegen, haben wahnsinnige Kraft, sogar in einer viel schwächeren Schwerkraft als unsere? Das alles noch mit hoher Intelligenz, Lebenszeit, Telepathie… und Materialisation???“

„Die Fähigkeit, Objekte aus Nichts zu erschaffen.“

„Aber das ist unmöglich!“

„Höchstwahrscheinlich geht das nicht so einfach wie es klingt. Aber sie dir das an: Weisheit, Kraft und… komplette Autonomie.“

„Sie verlassen ihre Heimat nicht, deren sind Koordinaten unbekannt?! Sie sind im ganzen Universum berühmt und trotzdem verstecken sie ihren Planeten besser als wir?!“

„Sie besitzen keine Technologie. Vollkommene Tarnung. Nur sehr wenige wagen sich in das Weltall. Sie sind sehr stur und man kann nicht mit ihnen verhandeln.“

„Sie ziehen den Frieden ihrer Heimat dem Kämpfen und Sterben gegen das Imperium vor. Verständlich.“

„Schade für uns.“

„Noch wichtiger: keine gewalttätigen Tendenzen. Sie sind wie Saiyajins, aber ohne die schlechten Nebenwirkungen!“

„Trotzdem sind sie viel weniger interessant als sie…“

„Wirklich? Warum?“

„Sieh mal hier“, grinste Chiin-Lee. „Sie sind asexuell.“

 

Corrne war sehr früh aufgestanden und flog bereits vor dem Sonnaufgang in Richtung Hauptstadt los. Viele Stunden später erreichte er sie völlig erschöpft und erkannte, dass er gut daran getan hatte, sich so zu beeilen.

Die ganze Stadt war in Aufruhr. Um die bald folgenden wichtigen Ereignisse anzukündigen, zu die alle eingeladen waren, explodierten immer wieder Feuerwerke am Himmel. Die umliegenden Städte reagierten bereits auf diese Signale und Corrne sah, wie einige Geschichtenerzähler mit Höchstgeschwindigkeit die Stadt verließen, um die Neuigkeiten zu verbreiten. Corrne ahnte schon, um was es sich handelte.

Er konnte an ihrer genervten Mine ablesen, dass sie sehr unzufrieden waren, da ihr Beruf es ihnen wieder von ihnen verlangte, genau jetzt die Hauptstadt verlassen zu müssen und dass sie damit den Kampf um den neuen König verpassen würden.

Er hielt genau auf das große Stadion zu, welches von Zuschauern nur so umzingelt war. Hinter den eigentlichen Zuschauerrängen mussten noch viele Interessierte in der Luft schweben. Aber Corrne war so erschöpft, dass er sich einen Platz zum Sitzen suchte, wo er nur manchmal aufstehen musste. Natürlich waren kaum mehr gute Plätze übrig. Aber nach einigen Versuchen fand er dann noch einen zufriedenstellenden Sitzplatz.

Der Kampf hatte schon lange begonnen. Aber er konnte Hanasia nirgendwo entdecken. Gerade forderte ein Unbekannter einen General heraus. Der Kampf dauerte nur kurz und endete mit der Aufgabe des Herausforderers. Ein Kampf folgte auf den nächsten, immer zwischen anderen Saiyajins.

Man hatte das Prinzip verändert. Alle Teilnehmer mussten sich vorher registrieren und anstatt dass jeder bis zur Erschöpfung kämpfen musste, waren die Kämpfe organisiert. Das bedeutete, dass immer nur Sieger gegeneinander kämpfen würden.

Ein Zwischenspiel wurde eingeschoben, während dessen der Berater in seine magische Kugel (ein Mikrophon) sprach, mit dem man seine Stimme überall hören konnte. Es handelte sich um einen Apparat, den die Bewohner der Hauptstadt gewohnt waren zu sehen und von dem niemand genau wissen wollte, wie er funktionierte.

„Die Ausscheidungskämpfe sind vorüber und es bleiben noch siebenunddreißig Kämpfer übrig! Ab jetzt werden wir die alten Turnierregeln anwenden, bei dem der Sieger im Ring bleibt. Jeder Kämpfer wird den im Ring Stehenden herausfordern, 37 Kämpfe lang. Der Sieger wird zum König gekrönt, jedenfalls bis morgen!“

Die Saiyajins waren es gewohnt, dass Turniere sich manchmal über mehrere Tage hinzogen, denn einige Kämpfer kamen von weit her und benötigten einige Tage, um den Austragungsort zu erreichen. Aber Corrne fragte sich, warum sie auf einmal das alte System anwenden würden, auf Grund dessen bereits oft würdige Könige gegen viel schwächere Gegner verloren hatten, nur aufgrund der angehäuften Müdigkeit? Die Ausscheidungskämpfe waren viel ausgeglichener gewesen.

Corrne bekam sofort die Antwort auf seine Fragen: es war Hanasia, die als erste den Ring betrat.

 

 

„Ihr habt sie in der Vorrunde nur ganz kurz gesehen, hier ist Hanasia! Ihr könnt eure Wetten abgeben! Ich bin sicher, wir sehen gerade die zukünftige Königin der Saiyajins!“

Sie trug heue nicht ihre armseligen Kleider vom Land, war aber noch nicht wie einige Königin gekleidet. Immerhin hatte ihr jemand aus der Verwaltung der Hauptstadt, den sie kennengelernt hatte, ein einfaches farbiges Kleid gegeben.

„Bitte erlaubt mir, ihre Leistungen darzulegen. Vor einigen Wochen war sie es, die Widerstand gegen den furchtbaren Millenniums-Krieger geleistet hatte! Und erst gestern tötete sie den unbesiegbaren Eroberer aus der Welt hinter dem Himmel, welcher für den Tod unseres ehemaligen Herrschers verantwortlich war.“

Anscheinend hatte Corrne doch ein paar Kleinigkeiten verpasst.

„Das ist alles, heute Abend werden wir euch mehr über diese Invasoren erzählen!“, schloss der Berater.

Auf den Rängen brach große Überraschung aus. Es war bereits später Nachmittag und 37 Kämpfe konnten sehr lange dauern. Aber Corrne und die Organisatoren des Turniers wussten, dass es nicht so weit kommen würde. Jetzt begriff er, dass diese Vorrunden einzig dem Zweck dienten, allen zu zeigen, dass sie alle gleich stark waren, um die Menge nicht zu langweilen. Und wirklich, was nun folgen würde, war nicht besonders spannend.

„Azgamar aus einem Dorf in den Südlichen Hochebenen ist ihr erster Gegner“, verkündete der Berater, als ein stämmiger Saiyajin den Ring betrat.

Der Herausforderer nahm eine Kampfposition ein, bevor er angriff. Er sprang auf Hanasia zu, welche emotionslos blieb und keine Anstalten machte, sich verteidigen zu wollen. Im Augenblick, in dem er sie erreichte, hob sie ihren Arm mit einer solchen Geschwindigkeit, dass der Treffer ihn viele Kilometer aus dem Stadion beförderte.

„Unser zweiter Herausforderer“, fuhr der Moderator fort, während er wie das Publikum dem sehr schnell kleiner werdenden schwarzen Punkt am Himmel hinterher sah. „Romanakib aus der Hauptstadt, ein Lieutenant der Königlichen Armee.“

Ein sehr agil anmutender Saiyajin betrat nun den Ring. Er sprang in die Luft und flog direkt auf Hanasia zu. Auf dem Weg zu ihr schoss er mehrere Energiebälle auf sie ab, um sie von seinem eigenen Angriff abzulenken. Aber an dem Punkt, wo sie stand, war nur der leere Ring, gegen den Die Energiekugeln prallen konnten. Sie erschien rechts leben ihm und kniete im direkt in den Magen, die Arme immer noch vor der Brust verschränkt.

Romanakib wurde zwar nicht aus dem Stadion geschleudert, ging aber laut stöhnend zu Boden, um dann das Bewusstsein zu verlieren.

Der längste Teil der Kämpfe war das Erscheinen der Herausforderer im Ring…

Nur fünf Kämpfer konnten einen Kampf liefern, den man irgendwie als ehrenhaft beschreiben könnte, sodass Hanasia ihre Arme öffnen musste, doch sie waren ihr in jedem Fall allesamt klar unterlegen.

„Wir kehren morgen mit noch stärkeren Herausforderern zurück und dann nächste Woche mit den stärksten Saiyajins des Planeten!“, verkündete der Moderator am Ende. Nach einer langen Pause wurden die Leichen einiger Invasoren öffentlich ausgestellt und man erzählte dem Publikum eine Zusammenfassung der Ereignisse.

Diese Invasoren waren von einer Welt weit jenseits des Himmels gekommen und es würden noch andere folgen.

Auf Grund dessen wurde die Saiyajin-Armee wieder aufgebaut und jeder Freiwillige war willkommen- wieder einmal war die Aussicht für fortgeschritteneres Training der Hauptgrund. Viele Saiyajins waren von der Vorstellung begeistert, gegen Monster aus anderen Welten zu kämpfen und schrieben sich nur wegen dem Nervenkitzel solcher Schlachten ein.

Nun mussten auch die Barracken der Soldaten erweitert werden, die bereits für den Millenniums-Krieger erbaut worden waren.

 

Corrne betrat das Schloss. Er war ein bekannter Geschichtenerzähler und musste nicht gegen die Wachen kämpfen, um eintreten zu können. Er hielt direkt auf die königlichen Gemächer zu, aber als er das Quartier des Königs erreichte, versperrten ihm zwei weitere Wachen den Weg.

„Niemand kommt hier durch.“

„Ich bin Corrne, ein Königlicher Geschichtenerzähler“, antwortete er.

„Ich weiß, wer du bist, ich kenne dich“, nickte einer der beiden Wachen- eine Vollblut-Palastwache, der es sich wohl nicht zweimal überlegen würde, Corrne auszuschalten, sollte er mit Gewalt durchbrechen wollen. „Aber du kommst hier nicht durch. Der neue König hat viel zu tun und darf von niemanden abgelenkt werden.“

„Ich komme gerade aus dem Heimatdorf der Königin. Ich kenne sie persönlich.“

„Also gut, dann wirst du das jetzt tun: du wartest hier und du kannst kurz „Hallo“ zu ihr sagen, wenn sie herauskommt.“

Corrne konnte sich dem nur fügen. Er schritt davon, um sich einen Ort zum Warten zu suchen.

„Und denk nicht einmal dran, durch die Mauern zu brechen!“, fügte der andere Wachposten hinzu.

„Mach dir deshalb keine Sorgen. Ich bin kein Idiot!“

Alles in der Welt der Saiyajins war zerbrechlich, die Mauern des Schloss zu beschädigen wurde hart bestraft. Die ganze Hauptstadt war mit Sensoren ausgestattet und kein Vandale war bisher seiner Strafe entgangen, als er sich seinen eigenen Eingang schaffen wollte. Während das Betreten von abgesperrten Arealen durch Löcher in der Mauer mit dem Tode bestraft werden konnte, war es durchaus erlaubt, die Wachen zusammenzuschlagen und sich selbst einzuladen.

Der Geschichtenerzähler war das Warten gewohnt. Wenn er mit Höchstgeschwindigkeit dahinflog, ohne eine Art der Ablenkung, beobachtete er oft die Landschaft, auch wenn er sie schon so gut kannte, um sich von der Einsamkeit abzulenken. Einfach geradeaus zu sehen, ohne groß an etwas zu denken, war eine willkommene Ruhepause für den Geist, während der Körper schwer arbeiten musste, um so schnell und effizient wie möglich fliegen zu können.

Er beobachtete den Himmel durch ein Fenster und dachte an nichts. Es könnte eine Stunde dauern, oder auch mehr, er wusste es nicht. Irgendwann drangen Geräusche aus den königlichen Gemächern. Schritte vieler Personen und Gespräche erreichten die Tür. Corrne stand auf und sah, wie Hanasia mit anderen älteren Saiyajins heraustrat, die sich seit langem um die königlichen Geschäfte kümmerten.

„Ich will die Tsufuru sehen. Jetzt!“, forderte Hanasia.

„Wir können nicht alles auf einmal machen. Warte ein paar Tage…“

„Du hast mir gesagt, dass ich sie sehen kann.“

„Aber du bist noch nicht offiziell Königin!“

„Hallo, Hanasia!“, begann Corrne, als er sich ihnen in den Weg stellte.

„Hey!“, antwortete sie. „Du bist Co… Co…“

„Corrne“, half er ihr.

„Ja, genau“, meinte sie, ohne zuzugeben, dass sie kurz davor war „Hallo, du!“ zu sagen. „Bist du schon aus meinem Dorf zurückgekehrt?“

„Naja, ja. Ich wollte eben wissen, warum du verschwunden bist, und ich wurde nicht enttäuscht!“

„Mein Dorf… ich muss ihnen alles erzählen… sie werden sich Sorgen machen!“

Corrne wagte es nicht, ihr in diesem Punkt zu widersprechen… Sorgen machten sie sich nicht.

„Die Botschafter sind gestartet“, erklärte der Berater. „Dein Dorf wird die Neuigkeiten in wenigen Tagen erfahren.“

„Ein paar Tage? Du bist aber viel schneller gewesen.“

„Sie müssen auf dem Weg dorthin auch andere Dörfer abklappern“, erklärte ihr Corrne. „Und… ich bin eben ziemlich schnell.“

„Dann fliege ich selbst dorthin. Ruft die Tsufuru danach an!“

„Du musste aber bis morgen Nachmittag wieder zurück sein!“, warnte sie ein General.

„Keine Sorge, alter Mann. Corrne, du kommst mit mir.“

Ein breites Lächeln strahlte über das Gesicht des Geschichtenerzählers.

„-Weil ich den Weg nicht kenne.“

Das Lächeln entgleiste etwas.

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