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Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 10 Tagen, 1h


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 2, Kapitel 12.

Der Kampf, der die Pforten der Hölle öffnete

 

Hanasia hatte das Monster, das sich ihrem Dorf näherte, fest im Blick. Er war stärker als sie, besaß mehr Macht als sie, als sie gestern das Monster besiegt hatte; er war größer, schneller, monströser- unter jedem Aspekt. Sie hatte keine Chance.

Und warum sollte sie kämpfen? Welchen Nutzen würde es bringen, das Dorf und dessen Umgebung in eine Wüstenlandschaft zu verwandeln? Warum wegen des Kampfes gegen diesen Super Saiyajin den Tod ihrer Freunde riskieren? Ihr war der Millenniums-Krieger egal, darum hatte sich die Hauptstadt zu kümmern. Es war Nizucchi- je, schon wieder Nizucchi- der ihn zu ihr führte. Was für ein Stressbringer.

Während sie nachdachte, war ihr Gesicht auf Chiin-Lees Bildschirm zu sehen. Sie vergrößerte das Bild. Hanasia Gesicht erschien nun auf der größten Wand des Raumes. Es war mehrere Dutzend Meter groß und breit und verdrängte alles andere; es gab nur das gigantische emotionale Gesicht der jungen Saiyajin.

Gedankenversunken musterte Chiin-Lee das Bild extrem genau. Von diesem aufdringlichem Abbild leicht abgestoßen, begannen sich einige der anderen Tsufurus im Raum darüber zu wundern.

„Ist die Schildkröte hier? Schickt sie ihr, so schnell wie möglich.“

Chiin-Lee war für ihr Wissen über die Saiyajins weit bekannt und in diesem Moment war es vernünftig, ihr ohne Gegenfragen zu gehorchen; genau das taten sie, während sie zu der Konsole schritt, das für die Kontrolle der Schildkröte zuständig war. Der Schauspieler, der ihr seine Stimme leihen würde, war dringend gerufen worden und wartete nun in seinem Sessel. Sie hielt neben ihm inne und schwenkte den riesigen Bildschirm- zur Erleichterung vieler- zu ihr.

„Ich öffne den Kanal, Sie stellen alles ein, wie Sie es brauchen, aber die Botschaften müssen ankommen. 3D.“

Die letzten Worte galten nicht dem Schauspieler, sondern dem kleinen Bildschirm direkt vor ihr. Eine 3D-Abbildung benötigte viel Platz, deshalb nutzen sie normalerweise flache Hologramme, welche die dritte Dimension nur simulierten. Aber hier und jetzt verlangte Chiin-Lee nach einer Abbildung, welche die Tiefe tatsächlich darstellte. Sie starrte auf das Hologramm und stellte auf reale Größe ein. Von nun an schien es so, als würden sie vor Hanasia schweben. Das Resultat war verblüffend, für viele Tsufurus war es etwas furchteinflößend, sich so zu fühlen, als würden sie direkt vor einem dieser starken Saiyajin-Krieger stehen.

 

„Gibt den Kampf nicht auf.“

Hanasia sprang erschrocken herum, um neben sich eine Metallschildkröte zu erblicken, mit einer seltsamen Farbe, welche auch noch sprechen konnte! Es war eine beinahe surreale Stimme; eine Art, die sie noch nie zuvor gehört hatte. Was war das für ein Wesen? Es konnte sprechen?! Und hatte es erahnt… was sie fühlte?

„Ich bin die Göttin der Metallschildkröten. Ich bin hier, um dir bei deinem Kampf gegen den Millenniums-Krieger zu helfen.“

„…“

„Dieser Kämpfer ist nicht nur eine Gefahr für dich. Er wird alles zerstören. Er wird jedes Leben auslöschen, sowohl Saiyajins als auch Schildkröten. Nichts in dieser Welt wird diese Zerstörungswut überleben.“

Hanasia bedachte das sich nähernde Monster mit einem enttäuschten Ausdruck auf ihrem Gesicht. Es war nur mehr eine Frage von Sekunden.

„Wir alle hier brauchen dich. Um die Welt zu retten, um dein Dorf zu retten und deine Freunde, um die Schildkröten zu retten.“

Das Ministerium hatte wirklich kompetente Leute engagiert. Um ja nichts durch die Übersetzungen zu verlieren, sprach Chiin-Lee direkt mit dem Hologramm, studierte jede ihrer Reaktionen, analysierte jede ihrer Zuckungen und Gefühle auf ihrem Gesicht; sie beugte sich sogar hinunter, als sie es senkte (vor einem Hologramm Höflichkeit zu zeigen war ja nutzlos). Sie sprach direkt mit der Saiyajin und der Schauspieler wiederholte es nur, ohne etwas zu verändern; maximal korrigierte er einige Grammatikfehler, spielte alles aber mit einer solchen Flüssigkeit und einem solchen Akzent in seiner Stimme, wie sie es noch nie gehört hatte. Und zu all dem fügte er diesen speziellen Ton der Schildkrötengöttin hinzu. Die Stimme des Schauspielers vibrierte vor Emotionen, genauso, wie die Konversation ablaufen sollte.

Hanasia senkte ihren Kopf, ohne zu wissen, dass man das Hologramm gedreht hatte, damit ihr Gesicht der „Schildkrötengöttin“ perfekt sichtbar blieb. Wieder rann ihr eine Träne über ihre Wange und fiel. Reflexartig streckte Chiin-Lee ihre Hand aus, um sie aufzufangen. Die Träne fiel diagonal durch den virtuellen Raum und als sie durch die Hand der Person drang, welche sie in den sicheren Tod schickte, war die junge Saiyajin-Frau verschwunden.

Hanasia stand auf dem Boden und streckte dem Berserker, der gerade das Dorf erreicht hatte, ihre ausgestreckten Arme entgegen. Das fliegende Schiff wich ihr aus und schoss hinter ihr auf seinem wahnsinnigen Flug weiter. Nizucchi hatte kaum Zeit gehabt, sie zu sehen, als er sich aus dem Schiff stürzte, aber er war bereits mehrere hundert Meter entfernt.

Sie sammelte all ihre Wut- zumindest dachte sie es- und warf einen furchtbaren Feuerball ab, der die Häuser links und rechts von ihr erzittern ließ. Dier Angriff explodierte im Gesicht von Romanesco, der gerade die Frau aus dem Weg räumen wollte, als würde sie gar nicht existieren. Von dieser Explosion überrascht wurde sein Flug unterbrochen und er krachte wie ein Flugzeug ohne ein Treibwerk zu Boden und grub einen Krater. Hanasia hingegen zitterte bereits bei dem Gedanken, dass dieses Monster ihr bereits zu nahe war, und brach in Angstschweiß aus. Mit einer Explosion von Energie erhob er sich und zerstörte damit die Trümmer um ihn herum. Mit diesem Angriff hatte sie sich als stärker als Nizucchi erwiesen, also wechselte er sein Ziel. Ohne noch einen Gedanken zu verschwenden, stürzte er sich auf sie.

Der Raum um ihn herum schien sich zu verzerren. Wortwörtlich. Er strahlte ein solch intensives Licht und eine solche Hitze aus, dass alles hinter ihm verzerrt wirkte, als würde man über ein Feuer sehen oder auf eine Fata Morgana.

Es war der Tod persönlich, der auf sie zuschoss. Ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, flog Hanasia schon schnell wie ihr möglich rückwärts, während ihr das Monster nachschoss. Als sie ihren Kopf leicht hob, sah sie dort die halben Dorfbewohner, die dort am Himmel schwebten.

Sie beobachteten sie und unterstützten sie, da sie niemals ihr Dorf aufgeben würden. Einige trugen sogar andere, die nicht selbst fliegen konnten. Sie würden sich nicht in den Kampf einmischen. Dorf oben zu bleiben war die richtige Entscheidung. Sie wussten auch, dass dieser Kampf der wohl wichtigste sein würde, den sie in ihrem ganzen Leben sehen würden. Und sie vertrautem ihrem neuen Chef. Sie musste sie beschützen.

Romanescos gigantische Faust war nur wenige Zentimeter von ihr entfernt, als sie fühlte, wie sich eine angenehme Wärme in ihrem Körper ausbreitete. Bis zu den Fingerkuppen, bis zu den Haarspitzen. Die Welt hörte auf, sich zu drehen, und der Berserker schien innezuhalten. Es gab kein Geräusch mehr, nur mehr Energie. Hanasia ballte ihre Faust und hielt auf dem Krieger zu.

Ihre Faust wurde von der komprimierten Luft abgebremst; es war anstrengend, sich dem Gesicht des Monsters zu nähern, der sich wie in Zeitlupe bewegte. Und dann durchbrach sie schlagartig den Widerstand der Luft um ihn herum, sie sich ihr in den Weg stellte. Ein lauter Knall ertönte, als ihre Faust schneller wurde, später noch einer. Der Ton war wieder da und ihre Faust traf die ihres Gegners.

Die Schockwelle war so stark, dass der Boden unter ihnen nachgab, als wollte er dem Epizentrum dieses doppelten Knalls entfliehen, dessen Ursprung nur die Tsufurus verstanden. Die Häuser und die Ruinen der anderen Gebäude, alles wurde in alle Richtungen fortgeschleudert. Und die beiden Kontrahenten verspürten einen gewaltigen Schock, der sich von den Händen über ihre Arme durch den ganzen Körper ausbreitete, und wurden mehrere hundert Meter in entgegengesetzte Richtungen voneinander fort geworfen.

Der ein einiger Entfernung in der Luft schwebende Nizucchi hielt sich mit den Händen die Ohren zu und erkannte nun die wahre Macht seiner Schülerin, welche zu seiner großen Überraschung fast dasselbe gelbliche Licht ausstrahlte als das, welche Romanesco umgab.

 

„Naja, der Beginn scheint recht vielversprechend zu sein…“, urteilte ein Beobachter.

„Unsere Armee wird in 17 Minuten eintreffen“, meinte ein anderer, dessen Informationen viel interessanter waren.

„Und die Saiyajin-Armee wird in 45 Minuten dort sein“, schloss ein dritter.

„Sie werden wahrscheinlich zu spät kommen. Außer, wir führen sie zu ihm“, meinte Chiin-Lee. „Dieser General Nizucchi dort… Seine Aktionen mit der Armee zu Beginn waren wirklich gut. Ich möchte, dass er seiner Armee befiehlt, sie sollen zusammen einen Energieball abfeuern, alle Soldaten zur selben Zeit. Schick das Schiff zu ihm und bittet ihn darum, es zu betreten, damit er sie erreichen kann.“

Romanesco erhob sich aus den Trümmern; seine Arme ausgestreckt, sein Kopf hoch erhoben, und begann zu lachen. Ein lautes Gelächter der reinsten Freude. Ein starker Gegner! Der Kämpfer war einfach glücklich. Mit Ausnahme des Königs, den er aber recht bald überwältigen konnte, hatte niemand bei ihm Eindruck schinden können.

Auch Hansia befreite sich von den Trümmern. Sie zitterte nicht mehr wie vor dem Kampf; all ihre Gefühle wurden von einem extremen Selbstbewusstsein überdeckt, das ihr die Verwandlung in einen Super Saiyajin schenkte. Aber trotzdem verstand sie. Ihr Gegner verspürte ihr gegenüber weder Schmerz, noch Angst, nur Freude. Die ganze neue Macht, welche Hanasia gerade erst entdeckt hatte, wurde bereits von dem Millenniums-Krieger in den Schatten gestellt.

Wieder feuerte sie Energiebälle ab, tausende, einige direkt auf ihn, andere über Umwege. Ohne die Deckung zu heben ließ der Krieger alle von ihnen auf seinem Körper einschlagen, während seine grünliche Aura erschien. Sein Gelächter erklang weiterhin zwischen dem Rauch und die fortwährenden Explosionen auf seiner Haut. Plötzlich nahm die Anzahl der Feuerbälle ab, da sie aufgehört hatte, sie abzufeuern; die wenigen, die noch kamen, vollendeten nur noch ihre Kreise. Während er die letzten kassierte, tauchte Hanasia direkt vor ihm auf und schlug ihm auf die Brust. Obwohl sie den Schlag horizontal gab, landete er durch die schiere Größe des Berserkers im unteren Teil des Bauches. Romanescos ganzer Körper wurde durch diese mächtigen Schläge nach hinten gedrängt, wieder aber fühlte er nichts. Als Antwort bedachte er sie mit einer Ohrfeige, die Hanasia gerade noch abblocken konnte. Sie wurde seitlich fortgeschleudert, prallte einige Male vom Boden ab, um dann gegen einen Felsen zu krachen. So schnell wie möglich stand sie wieder auf und vergaß den Schmerz, denn der Krieger sprang schon wieder auf sie zu. Hanasia sprang hoch, die gigantische Faust des Kriegers grub einen Krater in den Boden, der mehrere Häuser zerstörte. Auch er flog hoch und, um ihm auszuweichen, schoss Hanasia einen Energiestrahl auf ihn, auch um dessen Schub zur Flucht zu nutzen. Er erlangte aber sofort die Kontrolle über seinen Flug zurück und wollte sich wieder auf sie stürzen, als er urplötzlich innehielt.

 

Romanesco blähte seine Brust auf und atmete geräuschvoll ein. Er streckte seine Arme aus und es schien, als wollte er die ganze Welt einatmen.

„Die Energie… sie kommt… wieder…“, rief er zur Überraschung Hanasias, welche geglaubt hatte, dass er gar nicht sprechen konnte. Ohne sich zu bewegen ließ er es zu, dass seine Energie von alleine zunahm.

„Er bewegt sich nicht. Das muss ich ausnutzen“, knurrte Hanasia zu sich selbst, als sie sich auf ihn stürzte; da er sich wirklich nicht bewegte, deckte sie ihn mit Schlägen ein. Meistens traf sie ihn am Kopf, sein Bauch hielt den Treffern ohne Probleme standhielt.

Während sein Körper zu Boden gedrückt wurde, griff sie ihn mit Feuerbällen an und am Ende, als er schon tief im Boden versunken war, lud sie die stärkste Technik.

Alle Augen starrten zum Himmel, Romanesco lachte immer noch wie ein Irrer.

Wie eine Kanone richtete Hanasia ihre Arme zu Boden. Ihre Finger waren leicht gebeugt, mit Ausnahme der Daumen und der Zeigefinger; diese waren ausgestreckt, um mit dieser Attacke präzise zielen zu können und gleichzeitig einen Dreheffekt hinzuzufügen. Es würde die Luft um die Attacke herum in Brand setzen und sie so etwas verlangsamen, dafür würde sie effizienter werden. Sie feuerte.

Der Krieger war nur knapp neben dem Dorf gelandet, aber die Saiyajins hatten nie großen Sinn für materielle Dinge gehabt. Ein Energieball kollidierte mit dem Boden und wuchs weiter, dabei desintegrierte er das Dorf. Zum Schluss wuchs er noch weiter, nahm eine grelle rote Farbe an und ging in Flammen auf. Flammenzungen schossen aus jedem Punkt des Einschlages empor und aus der Mitte breitete sich die Explosion aus. Ein starkes Erdbeben, wir würden sagen Stufe 9 auf der Richter-Skala, konnte auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratkilometern verspürt werden.

Das Licht und der Staub bedeckten eine riesige Oberfläche, das Dorf natürlich mit eingeschlossen. Als sich der Staub langsam setzte, gab es das Dorf nicht mehr. Nur noch ein riesiger, perfekt runder Krater; aber r sah nicht aus, als hätte es ein Feuerball verursacht. Während sich der Rand so rund wie sonst auch immer darstellte, wurde er gegen der Mitte zu flacher, um dann im Zentrum wieder anzusteigen. Hanasia konnte nicht wissen, dass so ein Einschlag den Boden in glühende Lava verwandeln würde, welche sich ausdehnte und einen Berg formen würde. Jenseits des Randes erhob sich eine Mauer aus herausgesprengtem Material, welches fortgeschleudert und zusammengepresst worden war.

Vom Millenniumskrieger fehlte jede Spur.

 

„Ich weiß nicht… ob wir das als gute oder schlechte Nachrichten einstufen sollen…“, begann ein Tsufuru.

„Was für eine Energie…“

„Die gute Nachricht ist, dass- sollte das das Limit dieser Saiyajins sein, wird die Welt sicher nicht zerstört werden, nur… naja, nur einige Städte. Und das Saiyajin-Städte.“

„Und die schlechte Nachricht?“

„Ich bin mir absolut sicher, dass dies hier nicht ihr Limit ist… Ich bin überzeugt, dass das Männchen härter zuschlagen kann und, noch wichtiger… Ich bin auch der Auffassung, dass der Einschlag stark abgeschwächt wurde… weil der Körper des Männchens den Boden abgeschirmt hat.“

Die Köpfe aller sich im Raum befindlichen Personen wandten sich um, ihre Augen vor Schock geweitet. Das Ergebnis des Einschlages wurde ihnen auf ihren Bildschirmen klar und deutlich präsentiert und es war extrem beeindruckend. Nur Meteoriten, welche auf einem Planeten ohne Atmosphäre stürzten, würden so etwas verursachen können. Aber der Tsufuru, welcher gerade gesprochen hatte, war ein bekannter und ernsthafter Wissenschaftler. Er würde niemals unseriöse Aussagen tätigen.

Chiin-Lee riskierte einen Blick auf den Energiedetektor. Romanescos Signal war immer doch da und hatte sich in den letzten Minuten verstärkt. Er war noch am Leben.

 

„Das Dorf! Das Dorf ist verschwunden!!“, entfuhr es Harik, als er sich an jemandes Bein festkrallte, der vielleicht sein Vater war.

„Das ist egal“, antwortete ihm der Saiyajin, dessen Blick zwischen dem Krater zu Hanasia schwenkte, die völlig außer Atem den Boden absuchte.

„Aber in meinem Haus hatte ich meinen Schildkrötenpanzer!“

„Dann musst du dir eine andere jagen. Schau zu Hanasia.“

„Sie wird meine Frau werden!“, lachte das Kind. „Wir werden zehn Kinder haben! He, bring mich zu ihr!“

„Nein! Wir sind nicht sicher, ob der Kampf wirklich vorbei ist!“

Es waren kaum zehn Sekunden vergangen, doch es war ausreichend, damit Hanasia Atem holen und sich etwas erholen konnte. Sie war über sich selbst erstaunt, was sie da anrichten konnte, aber sie war sich nicht sicher, ob es ausreichend gewesen war. Sie streckte wieder ihre Arme aus, um einen mächtigen Energieball zu formen. Langsam schwebte sie zu Boden in Richtung Kratermitte, ihre Arme in Bereitschaftsposition.

Der Hügel erbebte und der Krieger erschien daraus, als hätte er gerade ein Bad genommen. Auf seinem Gesicht prangte ein breites Grinsen und er atmete geräuschvoll ein, um einen Funken Selbstbeherrschung wiederzuerlangen. Sein Körper war von Schmutz bedeckt, an einigen Stellen waren Brandmale und andere Dinge, von denen Hanasia nichts wusste. Aber nirgends, überhaupt nirgendwo, war ein Zeichen von Blut.

Hanasias Arme sanken zu Boden, als hätte man ihnen alle Kraft abgesogen. Konnte ihn denn nichts erreichen, überhaupt gar nichts?

 

Er schien betrunken zu sein. Es fiel ihm schwer, sich zu orientieren, da er geblendet, betäubt und zu Boden gedrückt worden war. Aber je mehr Sekunden vergingen, desto mehr kehrten seine Sinne zu ihm zurück. Als er die veränderte Welt um ihn herum erblickte, lachte er wieder auf wie ein Wahnsinniger. Hanasia kämpfte mit sich selbst, um nicht von Verzweiflung überrannt zu werden. Aber dennoch schien er nun sogar stärker zu sein, als der Kampf begonnen hatte. Sie schluckte hart.

„Gut“, meinte sie zu sich selbst. „Pure Kraft alleine hat keine Auswirkungen auf ihn. Aber ein Saiyajin-Körper hat auch seine Schwachstellen. Der Schwanz natürlich, aber auch der Hals, der empfindliche Teil des Ellbogens, das Schlüsselbein, die Basis der Fingernägel und noch andere Stellen, die mir mein Vater gezeigt hat.“ Dafür musst man gut kämpfen können und geschickt sein. Von diesem Moment an würde es der wohl heimtückischste Kampf werden, den man sich vorstellen kann.

 

„Ich werde dir helfen.“

Hanasia drehte sich um und sah wieder diese Schildkröte. Sie war so ruhig und so… surreal, dass sie jedes Mal davon überrascht war. Aber da es ja kein Lebewesen war, konnte Hanasia auch niemals eine Präsenz fühlen.

„Wenn du es zulässt, dass ich dich berührte, dann werde ich deine Müdigkeit vertreiben.“

Hanasia hegte ziemliche Zweifel.

„Und meine Freunde sind eingetroffen.“

Und wirklich, am Himmel konnte man mehrere fliegende Objekte erblicken. Sie schwebten herein. Es war recht beeindruckend, diese fliegenden Blöcke zu sehen, die viel größer waren als Häuser, und doch so hoch flogen. Rasch nehmen sie ihre Position ein. Aus ihren Körpern erschienen mehrere Rohre und andere seltsame Verlängerungen.

Strahlen und andere Attacken, die wie Fuerbälle aussahen, wurden von diesen Rohren abgefeuert, alle zeitgleich. Alle trafen den Krieger voll, der nicht begriff, was es mit all diesen Angriffen auf sich hatte. Explosionen folgten, welche den Boden spalteten, Detonationen und dichter Rauch, und wieder wurde der Berserker von Licht eingehüllt.

Die fliegenden Objekte setzten ihren Angriff eine ganze Weile lang fort. Es war eine beeindruckende Vorstellung, fuhr es Hanasia durch den Kopf. Die Schildkröte streckte aus ihrem magischen Panzer einen langen dünnen Schlauch hervor, der in einer Nadel endete.

„Damit kann ich dir Medizin injizieren“, erklärte die Schildkröte.

„Du gibt ihr die Aufbauflüssigkeit“, warnte Chiin-Lee. „Nicht das Virus!“

„A-Aber…“, gab ihr der Techniker zurück. „Das ist eine einzigartige Gelegenheit!“

„Wir brauchen ihre zerstörerische Kraft. Ihr seht doch deutlich, dass der Wahnsinnige hier das Männchen ist. Und wenn sie uns einmal vertraut, dann wird sie es uns sicherlich ein zweites Mal erlaubten, ihr etwas zu injizieren, wenn alles vorbei ist. Füge noch Vitamine und Drogen hinzu, um ihre Kampfkraft zu erhöhen.“

„Erledigt.“

Hanasia senkte ihre Aura und erlaubte es der Nadel der Schildkröte, sich ihrer Haut zu nähern. Es tat etwas weh, dann breitete sich in ihrem Körper ein seltsames Gefühl aus, als sich das Gemisch ausbreitete.

Die einzigen Gifte, welche die Saiyajins kannten, mussten gegessen werden. Sie kannte Spritzen noch nicht, deshalb kam es ihr auch gar nicht in den Sinn, dass man über eine Injektion vergiftet werden konnte.

 

Schnell fühlte Hanasia eine neue Kraft in sich. Es war zwar nicht so deutlich wie ihre Verwandlung in einen Super Saiyajin, aber es war aufbauend. Sie schlug einige Male in die Luft und war zufrieden. Sie wollte gerade den Kampf wieder aufnehmen, als sich der Panzer der Schildkröte öffnete und ein großes Rohr offenbarte.

„Noch etwas“, meinte die Schildkröte. „Bitte streck deine Hand aus.“

Aus dem Rohr rollte eine graue glänzende Kugel hervor und fiel hinunter; Hanasia fing sie auf. Sie passte perfekt in ihre Hand.

„Perfekt“, nickte der Tsufuru-Techniker. Alles, was er tun musste, war, die Sicherung zu deaktivieren und sich etwas zu Boden zu neigen;; die Kugel war gerade so aus dem Lauf gefallen. „Ich hätte nicht einmal mit minimalster Kraft auf die Saiyajin schießen können, ohne dass es wie eine Aggression gewirkt hätte.“

„Und der Zünder?“, wollte Chiin-Lee wissen.

„Keine Änderung. Er basiert auf interne Sensoren. Manuell oder automatisch. Mit der 3D-Simulation wurde ich nichts verpassen, nicht einmal mitten in einem raucherfüllten Schlachtfeld.“

„Und soll es eine gute Idee sein, diese einzigartige Nuklearbombe in die Hände dieser Bedrohung für die Allgemeinheit zu geben?“, wollte ein Tsufuru wissen, der bisher nur unwichtige Bemerkungen fallen gelassen hatte.

„Die Geschwindigkeit dieses Kriegers liegt weit über dem, was ein mit High-Speed geworfener Gegenstand erreichen kann. Die Chance, dass er einen solchen Angriff abwehren kann ist kleiner, als beim Golf spielen mit dem Mund einen Hole-in-One zu schaffen. Ich verstehe Ihre Einwände nicht, Miss Urushiole. Die Möglichkeit, alle beiden Saiyajins mit einem Schlag zu töten ist für Sie etwa uninteressant?“

 

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