DB Multiverse

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DBM Universe 16

Geschrieben von Syl & Salagir

Übersetzt von BK-81

Translation of first chapter of French fanfic about universe 16.


Teil 1 :12345678
Teil 2 :91011121314
Teil 3 :15161718192021222324
[Chapter Cover]
Teil 1, Kapitel 2.

Kapitel 2: Ein schwieriges Dilemma

Son Goten Trunks Trunks sahen sich total baff an. Um bei der Wahrheit zu bleiben, gerade eben verstanden sie gar nichts mehr. Ihnen schien es, als handle es sich wieder einmal um Sachen 'nur für Erwachsene'. Dann beschloss Trunks doch nachzufragen.

"Das verstehe ich nicht. Wo ist mein Vater?"

Eine unangenehme Stille folgte auf diese eigentlich unschuldige Frage. Es war Bulma, die sich an einer Antwort versuchte.

"Lass mich es dir erklären, Schatz."

Sie nahm einen tiefen Atemzug, damit hoffe sie auch etwas mehr Mut in sich aufnehmen zu können.

"Sowohl Gotens Vater als auch dein Vater haben einen Ohrring benutzt, um sich zu fusionieren. Das Problem ist aber, dass bei dieser Methode die Fusion irreversibel ist."

"Was heißt denn 'irreversibel'?", fragte Son Goten naiv.

"Das bedeutet... für immer...", antwortete Trunks verwirrt.

Trunks blickte an ihr vorbei zu Vegetto, der sich gerade wünschte, dass der Boden sich öffnen und ihn verschlucken würde, so peinlich war ihm das. Innerlich drängte ihn Vegetas Seite zum Handeln, während Son Gokus Seite hingegen abwarten wollte, um sicher zu sein, das Beste zu tun. Hinter ihm verstand Son Goten endlich. Der schwarzhaarige Junge ließ seine Hände von seinem Hinterkopf fallen und fragte ungläubig:

"Heißt das, mein Papa und Vegeta sind jetzt der da?"

Er zeigte auf seinen neuen Vater, der nickte:

"Ja, das ist richtig."

Son Goten seufzte. Es stimmte, er würde seinen Vater irgendwie vermissen, aber er hatte ihn ja nur einen Tag lang gekannt. Das Einzige, was er von ihm wusste, waren die Geschichten, die ihm seine Familie erzählt hatten. Wenn man das alles bedachte, störte ihn diese neue Situation gar nicht so sehr. Mehr noch, bis vor einigen wenigen Tagen hatte er gar keinen Vater gehabt, also hatte er eher Glück gehabt. Aber das konnte man von Trunks nicht sagen.

"Heißt das etwa, dass ich... meinen... Vater nie mehr...?", stammelte Trunks entsetzt.

Er verspürte ein ungutes Gefühl in seiner Magengegend, schaffte es aber, sich zu kontrollieren. Sein Vater hätte nicht gewollt, dass er in aller Öffentlichkeit weinte.

"Natürlich wirst du. Er ist nun dein Vater", meinte Bulma, aber sie selbst konnte kaum glauben, was sie gerade sagte, aber ihre schauspielerischen Fähigkeiten waren gut genug um ihren Sohn zu überzeugen. "Auch wenn er nicht gleich aussieht, und auch nicht mehr denselben Charakter hat, aber er ist da drin."

Vegetto, der versuchte Vegetas Gefühle auszudrücken, ergriff das Wort.

"Es ist wahr, ich bin nicht mehr Vegeta. Ich bin auch nicht mehr Son Goku. Ich bin beide, und ich weiß, dass ich dich genauso lieben werde wie zuvor. Ich werde immer dein Vater sein."

Trunks nickte. Natürlich konnten solche Neuigkeiten nicht in so kurzer Zeit verdaut werden, besonders nicht für ein Kind seines Alters, aber Trunks war weise genug Fragen für sich zu behalten, die für seinen Vater viel zu peinlich gewesen wären.

Nach einer unangenehmen Stille ertönte eine allen wohlbekannte Stimme:

"Glückwunsch, Kinder. Ihr habt wieder einmal gewonnen."

"Vielen Dank, Meister Kaioh!", antwortete Piccolo, stoisch wie immer.

"Enma wird euch dafür hassen, dass ihr all die ganzen Leute in und aus der Unterwelt befördert habt. Diese letzten Ereignisse haben ihn mit Verstorbenen überlastet. Nebenbei, ich glaube er wird mit dir sprechen wollen, Vegetto."

"Was wird er von mir wollen?", fragte sich der abgesprochene Krieger und verschränkte die Arme.

"Das weiß ich nicht. Du solltest mit Dende zu ihm gehen, wenn du Zeit hast. Jedenfalls nicht jetzt gleich sofort, denn er ist damit beschäftigt alle Daten der Erdlinge zu löschen, wie wiedererweckt worden sind... das wird ihn eine ganze Zeit lang beschäftigen."

"OK...", machte Vegetto, seine Gedanken kreisten um das Anliegen, was er beim Tod des Monsters ausgesprochen hatte.

"Jetzt müssen wir erst mal feiern, Kinder! Ihr habt die Erde gerettet! Warum so traurig? Lasst die Korken knallen!!"

Hinter ihm trugen Bubbles und Gregory schon ihre Partyhüte und feuerten Feurwerk ab. Meister Kaioh hatte recht, der gefährlichste Feind des Universums war besiegt worden, warum waren sie alle so depressiv? Als Kaioh die Verbindung abbrach, begannen sie über alles Mögliche zu reden, froh, dass das Ganze vorbei war; es schien fast als hätten sie schon das Ereignis vergessen, das alle so traurig gemacht hatte. Videl aber, die Neugierigste von Allen und auch die mit den wenigsten Hemmungen, sprach weiter mit Vegetto, was den gar nicht störte.

"Aber, wie fühlen Sie sich jetzt denn eigentlich? Gibt es etwa einen Teufel und einen Engel auf Ihren Schultern, wie in den Cartoons, oder...?"

"Überhaupt nicht", entgegnete Vegetto und musste bei der Vorstellung grinsen, ein Son Goku mit Heiligenschein und Flügeln auf seiner rechten Schulter und ein kleiner Vegeta mit Hörnern und Teufelsschwanz auf seiner linken.

Er nahm einen tiefen Atemzug und erklärte:

"In Wahrheit habe ich nur ein Bewusstsein, eine einzige Stimme in meinem Kopf. Was passiert ist, war eine komplette Fusion von Körper und Geist. Ich versuch' genauer zu sein: Die beiden Individuen, die ich vorher war, sind nun eines: ich. Ich bin sie, trotzdem aber habe ich nicht mehr viel mit Son Goku und Vegeta zu tun. Ich bin ein ausgewogener Mix ihrer Persönlichkeiten und ihrer körperlichen Erscheinung, umso mehr, wenn man bedenkt, dass sie vollkommen gegensätzliche Personen waren. Ich trage die Erinnerungen von beiden in mir, ich kenne ihre Vergangenheit, aber das hält mich nicht davon ab, eine einzige Person zu sein."

"Ganz schön kompliziert!", meinte Videl und legte ihren Kopf in ihre Hände.

"Ich weiß."

"Aber, was wollen Sie denn jetzt mit Frau Son und Frau Brief machen? Ok, verstanden, Sie sind jetzt eine Person, aber jeder von euch hatte eine Ehefrau."

Mit dieser Frage hatte sie das eigentlich komplizierte Problem ausgegraben. Wie sollte er das regeln? Mit beiden zusammenleben? Das stand nicht zur Diskussion! Das wäre viel zu niederträchtig... Aber wen sollte er wählen? Er hatte gedacht, er fühlte sich Chichi näher, aber Vegetas natürliche Abscheu dieser hysterischen Hausfrau und die unerwartete Liebe seiner Lebensgefährtin gegenüber stellten ein Gegengewicht dazu da. Noch dazu hielt Son Goku Werte wie "Nicht deine Frau betrügen" und "Bulma ist meine Freundin, Flirten verboten" in Ehren, es war nicht einfach. Kurz gesagt, Vegetto war irgendwie verloren. Er kratzte sich nachdenklich am Hinterkopf, wie es Son Goku manchmal getan hatte und erklärte:

"Weißt du, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ich hab' keinen Plan, was ich tun soll.."

Er machte einen so verlegenen Eindruck, dass es Videl entfuhr:

"Habe ich Sie jetzt in Verlegenheit gebracht? Oh, tut mir Leid, wirklich!"

"Nein, schon in Ordnung. Ich hätte mich früher oder später doch damit beschäftigen müssen..."

Er stellte sich gedanklich diese Frage wieder und wieder. Durch diese Frage waren sehr viele Gründe offen. Er dachte daran, was er gefühlt hatte, als er vor etwa zwei Stunden geboren wurde... Er versuchte die Gefühle für seine Partner zu analysieren. Son Goku fühlte Chichi gegenüber tiefe Liebe und mochte seine beste Freundin sehr. Vegeta hingegen machte diese Debatten wieder komplizierter. Er war Hals über Kopf in Bulma verschossen, fühlte sich aber von Chichi abgestoßen, die er für eine dumme Frau hielt, nur gut fürs Kochen und Aufräumen. Wenn er die "vegetische" Seite berücksichtigen wollte, musste er sich an Bulma wenden, aber der loyale und treue Goku wurde bei dem Gedanken nervös, Bulma näher kennenzulernen... intimer. Technisch gesehen waren beide gegen eine Beziehung mit der jeweils anderen Frau. Vegetto sah auf und starrte Chichi an. Ein freundliches Gesicht, lächelnd, nett. Dann wanderten seine Augen zu Bulma. Sie war energetisch, lustig, süß... manchmal etwas aggressiv, aber... eigentlich nicht mehr als Chichi...

"Nun, sind Sie zu einem Schluss gekommen?", wollte Videl wissen, die seinen inneren Kampf beobachtete hatte.

"Ja..."

"Dann raus damit", bettelte die junge Frau, die es sofort wissen wollte.

"Ich..." Vegetto zögerte kurz bevor er beschlossen hatte, wie er es ihr sagen sollte. "Persönlich fühle ich mich mehr hingezogen zu... Bulma."

"Heißt das etwa, Vegeta hat seine Frau mehr geliebt als Son Goku?", fragte sich Videl laut, vollkommen überrascht.

Sie konnte das kaum glauben. Nach alledem, was sie von dem Mann wusste, und was sie über Son Goku gehört hatte, hätte sie gewettet, dass Vegetto sich Chichi zuwenden würde, aber dann... So ist das Leben.

"Nein, nein, das ist es nicht!", fügte Vegetto schnell hinzu. "Hier zählen die Gefühle der beiden für beide Frauen."

"Also wiegt Vegetas Hass auf Chichi Son Gokus Liebe für seine Frau auf?"

"Nein, Son Goku ist ja auch Bulmas bester Freund, also..."

Vegetto seufzte laut aufgrund der Probleme, die ihm das Erklären seiner Gefühle bereiteten. Wie sollte er beschreiben, was der Mix Goku-Vegeta ergeben hatte, ohne so ein Durcheinander zu veranstalten?

Die gute Laune hatte dazu beigetragen, die Nebel der Trauer zu vertreiben, welche vom doppelten Verlust ausgelöst worden waren, um zu siegen. Son Goku, den sie gehofft hatten, endlich wiederzuhaben, und Vegeta, der es endlich geschafft hatte, sich trotz seiner speziellen Persönlichkeit einzuleben, sind zugleich verschwunden... Naja, sie hatten immer noch Vegetto, der von den Optimistischeren als "Zwei zum Preis von Einem" betitelt wurde. Die, welche davon am Meisten betroffen wurden, waren Trunks, der bisher kaum väterliche Liebe erfahren hatte, Bulma, die stärkere Gefühle entdeckt hatte als sie es gedacht hatte, Chichi, die schon zur Feier seiner Rückkehr das Lieblingsessen ihres Manns zubereitet hatte, und Son Gohan, der, obwohl er ja mit der wiederholten Abwesenheit seines Vaters aufgewachsen war, ihn gerne länger als 3 Jahre bei sich gehabt hätte. (3 Jahre waren ja die längste Zeitspanne, die Goku am Stück zu Hause verbracht hatte, bevor er einige Jahre fort war...)

Als dieser peinliche Moment endlich vorüber war, wurde Vegetto in die Gruppe aufgenommen. Die mit ihm sprachen, waren die, welche Vegeta und Goku am Wenigsten gekannt hatten, wie C18 (obwohl sie Vegeta etwas mochte, da sie beide sich auf derselben Wellenlänge befanden), Videl und Mr. Satan. Eine andere versuchten sich damit abzufinden, wie Krilin, Dende und Son Goten, aber der Familienkern hatte noch große Schwierigkeiten mit der Fusion auszukommen. Son Goku und Vegeta zusammen, das war unmöglich! Einer war die wohl warmherzigste Person auf der Welt, während der andere war die zu Fleisch gewordene Kaltblütigkeit (naja, 100% Saiyajin eben...) Das schien so gegen aller Natur!

"Also, wirst du bei uns leben?", fragte Son Goten.

Vegetto war verdutzt.

"Natürlich nicht!", gab Trunks zurück. "Er wird bei meiner Mutter leben!"

"Aber er ist auch mein Vater!", entfuhr es Son Goten wütend.

"Er ist mehr meiner als deiner!", stellte Vegetas Sohn klar. "Und überhaupt, deiner war tot! Du merkst ja nicht mal den Unterschied!"

Der schwarzhaarige Junge begann laut zu schniefen.

"Du wirst jetzt wohl nicht losheulen, oder?", fragte Trunks ziemlich genervt.

"Aber... ich war so froh, jetzt auch einen Papa zu haben...", stammelte der arme Junge mit den Tränen kämpfend.

"Und ich habe meinen gerade verloren! Willst du ihn mit wegnehmen, nur damit zu eine Freude hast?!", knurrte Trunks.

"Jungs, es reicht!", mischte sich Bulma ein. "Trunks, ich verbiete dir so mit ihm zu reden! Siehst du nicht, dass du Goten wehtust?"

"Ist es jetzt meine Schuld?! Ich bin nicht verantwortlich dafür, dass Papa..."'

Er wurde still, denn er spürte, dass seine Stimme versagen würde, wenn er jetzt noch etwas sagte. Bulma seufzte laut. Die gute Mutter hatte endlich diese düstere Atmosphäre vertrieben, und nun machten die Kinder wieder alles zunichte. Andererseits nutzte es nichts, wenn man sich nicht mit den Fakten auseinandersetzte. Sie funkelte Vegetto an, als wolle sie sagen "Wir sprechen uns später noch". Der nickte stumm.

Einige Stunden später war der Moment des Abschieds gekommen...

"Lebt wohl!", grüßte Krilin, als er zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter in den Armen davonflog.

"Man sieht sich!", riefen Mr. Satan und Videl, die mit einer Kapsel abreisten.

"Noch etwas...", meinte Piccolo zu Vegetto, bevor der sich denjenigen zuwenden konnte, denen er eigentlich am Liebsten ausweichen wollte. "Ich möchte gerne sehen, welche Energie zu aufgebracht hast Buu zu töten, deshalb... könntest du deine Energie verstärken, nur um es mit zu zeigen?"

"Ähm... ja, ok", machte Vegetto, der darauf nicht vorbereitet war.

"Wartet!!" rief Son Gohan. "Ich möchte kämpfen!"

Piccolo starrte Son Gohan fragend an. Es war nicht typisch für den Jungen, einen Kampf zu suchen, speziell ohne Grund! Und trotzdem zeigten die Augen des schwarzhaarigen Mannes eine ungewöhnliche Ernsthaftigkeit, einen tiefverwurzelten Wunsch zu sehen, wie sehr sich sein Vater durch dieses Abenteuer verändert hatte. Der Namekianer setzt sich nieder und nickte.

"Wie du willst."

Die kleine Restgruppe trat zur Seite, gespannt die Show zu sehen. Son Gohan nahm eine Kampfposition ein, so wie sein Vater es ihm beigebracht hat. Vegetto hingegen bewegte sich gar nicht.

"Komm schon!", reizte er ihn.

Ein Gesicht zu sehen, das seinem Vater so ähnlich war, und trotzdem Vegetas Grinsen trug, machten Son Gohan unerwartet wütend, und er stürzte sich urplötzlich auf Vegetto. Mit einem Kampfschrei schleuderte er ihm mit all seiner Kraft einem Faustschlag entgegen. Der aber blockte ihm mit Leichtigkeit ab. Dann begann er mit einer Serie von Kicks und Faustschlägen, von denen aber keiner sein Ziel traf. Er bewegte sich so wenig wie möglich, und doch annullierte Vegetto sämtliche Versuche, ihn zu verletzen. Der wurde so wütend, dass ihn eine weiße Aura umgab. Er griff mit einem Aufwärtshaken in Vegettos Magen an, als der sich vornüber beugte. Da er dachte, er hätte ihn endlich verletzt, lächelte Son Gohan, dann aber wurde sein Handgelenk von einer Hand gepackt. Vegetto sah auf, zufrieden, und warf Son Gohan auf den Boden und schlug zugleich einmal zu.

"Das ist nicht fair!!", entfuhr des dem wütenden Sohn.

"Das nennt sich Kampf!", wies ihn sein Gegner zurecht.

Son Gohan, der genervt den Gesichtsausdruck von Stolz auf dem Gesicht seines Vaters sah, stand auf, wieder kampfbereit. Die Tatsache, dass Vegetto immer noch normal war, verletzte seinen Stolz als Krieger.

"Jetzt verwandle dich endlich!!"

"Das brauche ich nicht", lautete Vegettos einfache Antwort, als er ihm mit seiner Faust am Kopf traf.

Son Gohan wurde einige Meter davongeschleudert. Piccolo, der ruhiger aussah als sonst, war von dem Niveau des Kriegers beeindruckt. Son Gohan warf sich noch einmal auf Vegetto, wurde aber von einer Kiaiha empfangen. Als der Staub sich gelegt hatte, sah er Vegetto mit einem siegessicheren Grinsen und verschränkten Armen. Gohan fiel auf seinen Hintern, vollkommen verwirrt. Er konnte es einfach nicht begreifen, dass dieser Mann vor ihm sein Vater sein sollte. Nicht mit diesem Gesicht. Er stand wieder auf und senkte seine Aura.

"Ich habe gesehen, was ich sehen wollte...", meinte er nur.

Jeder war von dem beeindruckt, was gerade geschehen war. Die Gäste sahen sich voller Bewunderung an, als Dende an Vegetto herantrat:

"Bevor du gehst, bringe ich dich noch zu Enma."

"In Ordnung!", machte Vegetto, der endlich sein fröhliches Gesicht wiedergefunden hatte.

Er legte eine Hand auf die Schulter des jungen Namekianers und beide verschwanden.

Und sie tauchten vor König Enma wieder auf.

"Du bist das also, der mich so viel Extraarbeit macht!"

"Es tut mir leid...", stammelte Vegetto und kratzte sich am Hinterkopf.

"Ich wollte dich sehen, um dich zu warnen: die Erde hätte das alleine erledigen müssen. Indem du den Planeten Namek angerufen hast, hast du eine universale Regel gebrochen."

"Ich... es tut mir auch leid... es war aber dringend!"

"Ich hoffe für dich es war das letzte Mal!"

"Ver... verstanden!"

Vegetto hatte schon gedacht es wäre vorbei, dann erinnerte er sich an den Wunsch, den er ausgesprochen hatte, als er seinen Gegner getötet hatte.

"Ähm... und wegen meinem Wunsch...?"

"Ja, ich habe dich vorhin gehört."

"Ich möchte gerne wissen, ob..."

"Und warum sollte ich das tun?"

Diese rhetorische Frage brachte Vegetto zum Schweigen.

"Naja, wegen all dem, was ich für..."

"DU?", wiederholte Enma, der nun das erste Mal von seinem Papierkram aufsah, seit dieses Gespräch begonnen hatte.

„Na naja... ich... immerhin habe ich..."

"Nein, das warst nicht du. Das war Son Goku."

"Aber Son Goku ist Teil von mir."

"Vielleicht, aber er ist nicht du. Vergiss nicht, du hast auch einen der schlimmsten Verbrecher in dir. Son Goku hat viele großartige Dinge vollbracht, Vegeta aber hat ebenso viele Personen getötet, wie Son Goku gerettet hat. Vielleicht auch viel mehr! Für Son Goku hätte ich es getan... aber für dich weigere ich mich. Ende der Diskussion."

Enttäuscht und wütend verabschiedete Vegetto sich von Enma und schritt zurück zu Dende. Sie tauchten wieder am Palast Gottes auf, der immer noch die Narben vom letzten Kampf trug. Nun musste er sich dem schlimmsten Gegner aller Zeiten stellen: seinen Familien...

Etwa eine halbe Stunde später näherte sich der Sonnenuntergang und es wurde Zeit zu gehen, aber mit wem? Vegetto, der ja nie ein Feigling gewesen war, beschloss mit beiden privat darüber zu sprechen... Komplikationen voraus! Er deutete zu Bulma und Chichi zu ihm zu kommen. Son Gohan zuckte kurz, aber Vegetto wies ihn mit einem Blick an dort zu bleiben wo er war. Als sie weit genug entfernt waren, fragte Bulma:

"Was ist hier los?"

"Naja...", begann Vegetto. "Es ist sehr kompliziert, aber ich habe darüber nachgedacht, was ich jetzt tun sollte..."

"Worüber?", wollte Chichi wissen, obwohl sie schon eine Ahnung über die Antwort hatte.

"Über euch. Ich habe eure beiden Ehemänner in mir... also muss ich mir für euch etwas überlegen..."

Bulma und Chi-Chi sahen verlegen drein. Sie hatten schon geahnt, dass sie sich einmal mit dieser Situation auseinandersetzen mussten, aber schon so gleich... und vollkommen ohne Vorwarnung?...

"Du könntest mit uns beiden leben", schlug Bulma vor.

Vegetto runzelte seine Stirn und verschränkte seine Arme, ein Zeichen, dass er jetzt angestrengt nachdachte. Derselbe Tick wie Vegeta, fuhr es Bulma durch den Kopf.

"Das finde ich eigentlich recht erbärmlich... natürlich verspüre ich euch beiden gegenüber eine Verpflichtung, aber... da gibt es zu viele widersprüchliche Gefühle. Im ersten Moment war ich ja für Bulma“, gab er ehrlich zu.

Chi-Chi machte eine Grimasse, damit zeigte sie klar, wie sehr sie das skandalös fand.

"Warum denn das?", entfuhr es ihr.

"Naja, ich verspüre Gokus tiefe Freundschaft und Vegetas Liebe in mir, während ich dir gegenüber Liebe spüre, aber auch eine tiefe Missachtung..."

Chi-Chi wurde davon fast übel.

"Dein Mann war wirklich jemand, mit dem man nicht auskommen konnte!", schrie sie Bulma an. "Siehst du nicht, was der von mir gedacht hat??"

"Mich überrascht das nicht…", meinte Bulma mit betont neutralem Tonfall.

Chi-Chi musste vor Wut hart schlucken.

"Bitte, beruhigt euch."

"Nun, was ist also dein Schlachtplan?", wollte Bulma dann wissen, damit ignorierte sie die Wut ihrer Freundin.

"Naja, ich würde in deinem Haus wohnen, aber auch bei Chichi... von Zeit zu Zeit... Ich bin ja auch noch ihr Ehemann... irgendwie..."

"Ich denke immer noch, du solltest bei uns beiden leben", schüttelte Bulma den Kopf.

"Warum das?

"Naja, unsere Häuser sind recht weit voneinander entfernt, zwischen uns ist eine Zeitdifferenz von über fünf Stunden. Du könntest dich ja zu einer bestimmten Zeit teleportieren...", erklärte Bulma.

"Und wann soll ich denn bitte schlafen, wenn ich fragen darf??"

"Ich erinnere mich gut, dass Vegeta nur wenig Schlaf benötigt hat. Drei Stunden pro Nacht waren für ihn genug. Wenn er im Gravitationsraum trainiert hat, konnte er tagelang ohne Schlaf auskommen..."

Chi-Chi hatte sich beruhigt und mischte sich ein. "Aber Son Goku ist ein Langschläfer. Er brauchte immer mindestens acht Stunden..."

Und du, was denkst du darüber?" fragte Bulma Vegetto.

"Naja... keine Ahnung... um die Wahrheit zu sagen, ich habe ja bisher noch nie geschlafen..."

"Das werden wir heute Nacht schon rausbekommen", schloss Chichi mit einem Grinsen.

"Wo wirst du denn heute Nacht schlafen?"

Vegetto dachte kurz darüber nach. Sein bodenloser Magen, ein Erbe der beiden letzten Saiyajins, knurrte bedenklich. Eine olfaktorische Erinnerung überkam ihn. Die Erinnerung an Rindfleischeintopf mit Herbstgemüse und warmen Reis mit Hühnchenspieße. Son Goku verlangte nach dem Essen seiner Frau und Vegetto hatte nicht die Absicht ihm das zu verwehren. Also erklärte er mit einem dümmlichen Grinsen:

"Ich werde heute zu Chichi gehen, weil ich jetzt Hunger habe und..."

Bulma hatte das erwartet. Chichi vor eine bei Weitem bessere Köchin und Son-Kun ein wandelnder Magen. Das war der Beweis, dass Vegetto, der ja Vegeta so ähnlich war, auch nach Son Goku kam... Und Chichi schien auch zufrieden. Sie hatte immer schon gewusst, dass die ganzen Stunden, die sie in der Küche verbracht hatte, um alle möglichen Gerichte zu kochen, sich eines Tages bezahlt machen würden.

Sie trat näher an ihm heran und bewies eine todsichere Dreistigkeit, indem sie Vegettos Arm packte, wie sie es immer mit Son Goku getan hatte. Sie lächelte ihn an. Hinter ihr war Bulma am Kochen. Sie hatte den Eindruck, dass Chichi ihr gerade den Ehemann stahl.

Kaum waren sie angekommen begann Chichi schon die riesigen Töpfe anzuwärmen. Vegetto lief schon vor lauter Vorfreude das Wasser im Munde zusammenzulaufen, und das Essen verlief in einer sehr ungezwungenen Atmosphäre; außer Son Gohan, der sich irgendwie unwohl fühlte. Dann kam der Moment ins Bett zu gehen. Als ein guter Vater erzählte Vegetto Son Goten eine Gute-Nacht-Geschichte.

"So... es war einmal vor langer Zeit ein Prinz auf einem weit weit entfernten Planeten...", begann er träumerisch.

"Wie hat der Prinz geheißen?", wollte der begeisterte Junge wissen.

"Ääähm... Vegeta."

Son Goten zuckte kurz zusammen.

"Dieser Prinz besaß ein riesiges Königreich, und in diesem Königreich lebten die stärksten Krieger des Universums. das Königreich blühte, denn es war sehr reich. Sie arbeiteten für einen sehr mächtigen Mann und waren seine besten Diener. Niemand konnte sie besiegen..."

"Und dann?", wollte Son Goten ungeduldig wissen.

"Eines Tages ging er auf eine Mission, zusammen mit seinem Leibwächter Nappa und einem jungen hoffnungsvollen Soldaten, Radditz. Er dachte, er würde seinen Planeten, seine Familie und Freund wiedersehen, aber..."

"Aber...?", hakte Son Goten nach, diese plötzliche Traurigkeit in der Stimme seines neuen Vaters steckte ihn an.

"Aber der Mann, für den dieses Volk arbeitete, war ein skrupelloser Tyrann. Ohne eine Vorwarnung zerstörte er diesen wunderschönen Planeten und tötete damit all seine Bewohner, außer den Prinzen und seine zwei Kameraden..."

"Warum?"

Diese Frage hatte seine Lippen verlassen, bevor er es verhindern konnte; Son Goten bereute es sofort, als er das Gesicht seines Vater sah, das eine Mischung aus Trauer und Hass zeigte.

"Weil er vor diesem Volk Angst hatte. Es war sehr stark... Er wollte sie auslöschen, weil sie das Potential hatten noch viel stärker zu werden..."

Er machte eine Pause, tief in Gedanken versunken. Son Goten wartete stumm, während Son Gohan endlich verstand. In den letzten Jahren hatte er Vegeta wirklich zu schätzen gelernt, aber nicht bis zu dem Punkt ihn als Vater haben zu wollen... trotzdem, jetzt, hatte er zum ersten Mal verstanden, was ihn Tag und Nacht immer verfolgt hatte. Vegetto wachte dann auf und umarmte Son Goten.

"Gute Nacht, mein Sohn! Träum' was Schönes!"

Er küsste seinen zweiten Sohn auf die Stirn. Son Gohan sah sich selbst vor zehn Jahren. Vegetto stand auf und wollte gehen. Gohan fing ihn wortwörtlich ein und umarmte ihn.

"Auch dir gute Nacht, Papa, ich liebe ich."

Zu sagen sein Vater sei etwas überrascht wäre eine Untertreibung. Er lächelte, so froh war er über diese Gemütsänderung. Am Ende ging auch Gohan mit einem guten Gefühl ins Bett. Am Ende hatte er in Vegetto seinen Vater wiedergefunden und, auch wenn er einige Dinge von Vegeta hatte, hatte er auch seine guten Seiten, auch wenn sie etwas versteckt waren. Die Fusion hatte wohl seine Vorbehalte gelöscht, die ihn davon abhielten sich selbst zu öffnen. Son Gohan versprach sich selbst, dass er den neuen Vater so nahm wie er war, auch wenn es noch Zeit brauchte... und als er einschlief, fühle er sich zufrieden.

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