DB Multiverse

Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142434445
Teil 4 :464748495051
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 42.

Ein neues Imperium

Blizzard fühlte, wie dieser glühend heiße Angriff seinen Brustkorb zerquetschte. Sein Sprung wurde brutal unterbrochen und dann schließlich auf schmerzhafte Weise umgekehrt! Sein Körper wurde gegen die bereits zerstörte Decke geschleudert. Er brüllte die ganze Zeit, während er versuchte, den Energieball herauszureißen, welcher bereits zur Hälfte in seinen Körper eingedrungen war. Im Vergleich zu seiner gigantischen Größe war dieser nur ein winziger glühender Ball, nicht zu packen. Er stieg immer weiter doch und krachte auf dem Weg nach oben gegen jedes Stockwerk.

Der Dämonenprinz drückte mit all seiner Kraft immer weiter dagegen. Er konzentrierte seinen Angriff weiter und, obwohl er mittlerweile weit entfernt war, absorbierte dieser immer noch seine Kraft, um seine Energie zu verstärken und immer weiter den Körper des Imperators von innen heraus zu zerreißen.

Dieser setzte seinen Höhenflug weiter fort, gewann immer mehr an Höhe, als plötzlich- nicht weit von den geostationären Satelliten entfernt- der Energieball in ihm explodierte. Blizzard zerbarst in unzählige Teile, seine zentralen Organe waren auf unwiderrufliche Weise vernichtet. Die Explosion aus purer Energie vergrößerte sich immer weiter und erweiterte seinen Radius weiter und weiter, ohne Luft, welche sie hätte verlangsamen können. Die Bewohner der Imperialen Stadt hoben ihre Augen zum Himmel, wo wie aus dem Nichts eine zweite Sonne erschienen war und auf unheimliche Weise immer größer zu werden schien. Und dann wurde unvermittelt die Luft nach unten gedrückt und eine furchtbare Schockwelle riss Gebäude und deren Bewohner zu Boden, dabei verletzte sie den Großteil der sich im Freien befindlichen Personen, tötete auch einige und zerstörte viele Monumente.

Snower, dessen Körper von Rauchschwaden umgeben war, da er seine Attacke so lange aufrecht gehalten hatte, hatte seine Hand noch zum Himmel gehoben und atmete schwer. Es schien, als könnte er sich kaum noch auf den Beinen halten. Es war ein unglaubliches Spektakel, einen dieser furchteinflößenden Frostdämonen erschöpft zu sehen.

Aber trotz alledem wagten es die Rebellen und die Krieger des Hofes nicht, auch nur einen Finger zu rühren. Snower ließ den Kopf hängen und japste einige Male völlig ausgepowert. Er hätte nicht erwartet, dass er sich jemals in einem solchen Zustand befinden könnte. Noch nie in seinem Leben hatte er sich dermaßen anstrengen müssen.

Als es dann endlich jemand wagte zu blinzeln, begann einer der Krieger des Hofstaates zu sprechen:

„Macht keinen Fehler, unser Prinz ist immer noch mehr als in der Lage, uns alle mit einem Schlag zu vernichten!“

Die Krieger um ihn herum erzitterten und warteten weiter ab.

Der Dämon hob daraufhin seinen Kopf und wandte sich an den Krieger.

„Das ist korrekt, mein guter Dilat. Was ist mit Blizzard?“

„Er ist tot.“

„Das ist also die Bestätigung!“, rief Snower. „Dilat kann die Energie von Lebensformen Lichtjahre weit verfolgen! Mein Vater, Imperator Blizzard, ist tot! Ich habe hier jetzt das Sagen und die Dinge werden von nun an anders ablaufen!“

Der Großteil der Rebellen nahm eine Kampfpose an.

„Keine Kämpfe mehr“, erklärte der neue Imperator. „Alle beruhigen sich. Jemand soll für Krämm und die anderen Verwundeten einen Heiler finden! Von diesem Moment an verlange ich, dass all unsere Armeen mit dem Kämpfen aufhören. Jeder Planet, der seine Unabhängigkeit verlangt, soll sie bekommen, mit Effekt ab sofort! Die Rebellen sind nicht mehr Staatsfeinde. Ihr alle mit einbezogen. Und wenn ihr teil meiner neuen Armee sein wollt, welche dazu verpflichtet sein wird, jegliche Erinnerung an das alte Imperium abzulegen, dann würde ich mich geehrt fühlen, euch dazuzuzählen!“

„Ein… ein neues Imperium?!“, stammelte ein Rebell.

„Ja. Ein neues Imperium. Bescheidener und offen“, erklärte der Dämon. „Keine zerstörerischen Eroberungszüge mehr. Keine Megalomanie.“

Die Rebellen und Krieger des Hofes waren gleichermaßen verdutzt. Snower würde es dem Imperium erlauben, sich selbst aufzulösen? Einfach so?

Sie entspannten sich aber erst, als Angestellte des Palastes mit medizinischer Ausrüstung den Raum betraten und sich zufällig auf Kämpfer beider Seiten verteilten. Bald schon teilten sich Rebellen und Krieger in verschiedenen Gruppen auf, aber jeder wurde geheilt, ohne einen Unterschied zu machen.

Snower setzte sich auf einen seiner schwebenden Throne, die er so zu schätze wusste, da kam ein Roboter zu ihm, um Untersuchungen an ihm durchzuführen, was eine generelle Überraschung darstellte. Snower benötigte medizinische Aufmerksamkeit…! Man tauschte einige Worte aus, aber dann wurde der ganze Raum in tiefe Stille getaucht. Die Rebellen vertrauten Snower noch nicht und ließen ihn nicht aus den Augen. Die Krieger des Hofstaates ihrerseits hatten die Rebellen auch noch nicht vergessen.

„Erste Berichterstattung“, diktierte der Frostdämon seinem Schreiber. „Furchtbarer Angriff im Palast des Imperators. Blizzard ist tot! Eine Erklärung von Snower folgt in Kürze! Schickt das allen Medien des Universums, auf der Stelle. Ich will diese Nachrichten sofort bereit haben. Ich werde in einer Stunde meine Rede halten und ich will nicht, dass mir das Publikum fehlt.“

Er drehte sich noch einmal zu dem Raum um.

„Kommt nun, meine lieben ehemaligen Rebellen, wer will meiner Armee beitreten? An alle anderen, ich bitte euch dann, diesen Raum zu verlassen, er ist einzig für private Audienzen vorgesehen, wenn ich euch daran erinnern darf. Das Fehlen einer Decke hat keine Auswirkung auf diese Tatsache.“

„Lord Snower“, versuchte es ein großgewachsener Rebell- er hatte den Titel ‚Lord‘ hinzugefügt, weil er wusste, wo er sich befand und besaß er außerdem noch einen Rest Überlebensinstinkt-„…Wir verstehen, dass Ihr die Position Eueres Vaters einnehmen wollt. Aber es dem Imperium zu erlauben, zu kollabieren und Planeten ihre Unabhängigkeit zuzugestehen… wir haben Schwierigkeiten, dem Glauben zu schenken. Wie könntet Ihr davon profitieren? Bis jetzt habt ihr niemals auch nur die kleinste Abweichung von der politischen Linie des Imperiums gezeigt.“

„Der Grund war, dass ich nicht übergangen oder gar umgebracht werden wollte. Bis jetzt war meine Macht praktisch leer. Zu versuchen, den politischen Kurs meines Vaters von innen heraus zu ändern, hatte keine Erfolgsaussichten. Ich habe mich zurückgehalten und stattdessen an strategischen Punkten Position bezogen, indem ich heimlich gegen ihn gearbeitet habe. Die Kontrolle meiner Familie ist enorm und sie sieht alles. Ich war gebunden. Ich musste furchtbar diskret sein und die Zahl der Mittelsmänner so gering wie möglich halten. Ich habe viel erreicht. In diesem Augenblick offenbaren sich viele weitere kleinere Organisationen, um der großen Veränderungen für die Freiheit und dem Kampf gegen das Imperium Hilfe zu leisten. Einige wissen, dass ich der Anstifter bin, andere nicht. Erinnern Sie sich, Mr. Prolidane, an die Radiobotschaft vom 16. August von vor acht Jahren über die geheimen Informationen über den Treibstofftransport? Das war ich persönlich.“

Der Kämpfer riss seine Augen weit auf, denn er erinnerte sich sehr wohl diese alte Sabotagemission und er war noch viel mehr überrascht, dass Snower seinen Namen kannte.

„Was ist Euer Endziel bei alldem?“, wollte ein weiterer Rebell wissen, kaum weniger misstrauisch.

„Das Universum von diesen absurden Krücken zu befreien, die es seit Jahrtausenden lähmen, ist das nicht Endziel genug?“

Alle runzelten die Stirn. Niemand würde es je offen zugeben, aber eigentlich glaubte niemand an diesen plötzlichen Gesinnungswandel Snowers und sie waren sich sicher, dass es wäre nur eine Frage der Zeit und er würde sich wieder umkehren und zu einem weiteren Frost-Tyrannen werden, welches das Imperium schon so lange beherrscht hatte.

„Wenn das Universum befreit ist, wird mich niemand mehr brauchen“, meinte eine Kriegerin. Sie trug metallische Kriegsbemalung auf ihren Wangen und an jedem Arm eine Klinge. Sie wandte dem Dämon den Rücken zu und schritt auf die nächste Tür zu, die sperrangelweit offenstand.

Die Rebellen beobachteten ihren Weg mit angehalten Atem. Alle Augen lagen auf ihr. Würde Snower ihr in den Rücken schießen? Das war der Moment der Wahrheit. War seine Rede in Wahrheit eine sadistische Variante von ‚Folgt mir oder stirbt‘?

„Tu das, wonach es dir steht, Gatilyla“, meinte er nur desinteressiert, während sein Blick sich auf einen Bildschirm richtete, auf dem irgendwelche Informationen zu sehen waren.

Dann waren die Geräusche ihrer Fußschritte verhallt. Niemand hatte ihren Abgang verhindert, es war für die Rebellen ein Beweis für den guten Willen. Aber niemand wagte es noch, näherzutreten. Sich der Armee des Dämons anzuschließen, selbst wenn es darum ging, eine Welt des Friedens zu erschaffen, schien opportunistisch. Man trat der Seite des Feindes bei. Das Imperium hatte so viel Böses angerichtet! Selbst wenn es egoistisch war, was sie tief in ihren Herzen wollten, war es, das Imperium zu Asche verbrannt zu sehen, nicht dessen Veränderung!

Rechtshänder Yshar trat dann doch nach vorne, langsam und zögerlich.

„Ein großer Meister hat mir einmal erzählt, dass meine linke Hand, die auf meinem Heimatplaneten dazu dient, zu verzeihen, in letzter Zeit nicht viel verziehen hat.“ Er hob seinen Arm, der die Zeichen des Kampfes trug: zerrissener Ärmel und eine oberflächliche Wunde, die mittlerweile verbunden war, ein Geschenk der Heiler. „Gebt es zu: es ist nicht unser Misstrauen gegen Euch, der immer noch ein Frostdämon ist, das uns davon abhält, die anscheinende Ankündigung der Freiheit der Kolonieplaneten zu feiern. Es ist unser Hass gegen das Imperium. Weil ja, wir kämpfen öfter gegen einen Gegner als für ein rechtschaffenes Ziel. Dieses Imperium hat die Welten vieler hier Anwesenden verwüstet, selbst einiger der Krieger des Hofes. Dieses Imperium, dass Ihr, egal, welchen Grund Ihr auch angebt, anführt, Sn… Lord Snower. Ihr wart an der Spitze von Armeen, welche dieses Böse zu uns gebracht haben. Ihr seid ein integraler Teil dieses Bösen. Habt ihr wirklich das Recht, diese neuen Veränderungen anzuführen?“

Dieser letzte Satz ließ seine Freunde erschaudern. Wollte Yshar getötet werden? Selbst wenn seine Fragen eine ethisch relevante Logik hatten, Snower stand als der neue Anführer über allen, weil es- wortwörtlich- außer seinem Bruder niemanden im Universum gab, der ihn aufhalten konnte! Indem er diese Fragen stellte, spielte er mit Snowers Nerven, viel mehr als die Kriegerin vorhin, die den Raum verlassen hatte. Selbst wenn der Dämon mit einem Lächeln antworten sollte, war es klar, dass Yashar in den nächsten Tagen sein Ende finden würde.

Obwohl er nicht lächelte, antwortete Snower in einem freundlichen Ton.

„In der Tat, es gibt keinen Anlass dafür, dass man mich würdigt. Mein Recht, das werde ich mir in den nächsten Jahren verdienen. Denk ja nicht, ich habe den Plan, einfach nur auf dem Thron herumzulungern (Einige Krieger des Hofes verabscheuten die Verschlagenheit des ehemaligen Imperators). Ich kenne die Politik jeder dieser Welten und deren Organisation sehr gut. Ihr werdet meine Kraft brauchen, um diejenigen niederzuringen, die dem alten Imperium nachtrauern. Ihr werdet Zeuge meiner Effizienz werden. Und wenn Ihr mir nicht glaubt, ihr seid alle frei zu gehen oder versuchen, mich zu töten.“

Das Ende von Snowers Monolog brachte einige von ihnen zum Grinsen. Nach Jahrtausenden der Herrschaft unter verschiedenen Familien von Frostdämonen wusste jeder, dass es beinahe unmöglich war, einen von ihnen zu töten. Einen Herzschlag später würde das Grinsen breiter: es war genau dieser Akt der Unmöglichkeit, den die Rebellen heute ja versucht hatten.

„Lord Snower“, fuhr Yshar fort, der seine ursprüngliche Absicht nicht vergessen hatte. „Nach einem Terrorangriff habt Ihr persönlich eine Strafexpedition gegen meinen Heimatplaneten angeführt. An diesem Tag habt Ihr dreitausendzweihundert und siebzehn Personen umgebracht. Dann habt ihr eine Kamera installiert, um meinem Volk Eure Exekution des ‚Terroristenanführers‘ zu zeigen. Eure eigene Hand hat den demokratisch gewählten Präsidenten der Nördlichen Hemisphäre getötet.“

Snower gab keine sofortige Antwort, denn er ahnte, dass der Rebell sich gar keine erwartete. Aber er bereitete trotzdem eine vor, wenn er wusste, dass eine zu lange anhaltende Stille ein stummes Schuldeingeständnis war.

Yshar hob seine linke Hand auf eine nervöse Art, welche man als eine Attacke interpretieren könnte. Dann näherte er sich dem Dämon mit einer Körpersprache, welche in einigen Zivilisationen ‚Hallo‘ bedeutete, in anderen ‚stirb, du Bastard‘ und bei den Eingeborenen von Toldyaso ‚bist du, das, der so fürchterlich stinkt?‘.

„Lord Snower, ich vergebe Euch Eure früheren Aktionen und bitte offiziell um die Aufnahme in Eure Armee der Erneuerung.“

 

Das war es also gewesen. Ein Rebell hatte offiziell die Seiten gewechselt. Andere Mitglieder der Rebellion atmeten erleichtert auf. Sie waren nicht mehr die ersten. Wenn diese Bewegung erst einmal begonnen hatte, konnten andere folgen. Es waren nicht mehr sie, welche von den Analen der Geschichte als die ‚Fähnchen im Wind‘ bezeichnet werden konnten.

Und immerhin, sollte diese neue Regierung für sie nicht funktioniere, könnten sie immer noch rebellieren: in diesem Bereich brachten sie ja genug Erfahrung mit.

 

„Willkommen, Rechtshänder Yshar. In Anbetracht deines Levels und deiner Fähigkeiten denke ich, dass du sofort in eine Stadtkohorte integriert werden könntest, natürlich als Offizier.“

Nun endlich hatte auch der Langsamste von allen begriffen, dass Snower anscheinend jeden einzelnen Rebellen beim Namen kannte! Ebenso seine Fähigkeiten und Eigenheiten! Sie waren von diesem Wissen beeindruckt und was dahinterstand. Waren die Frostdämonen also wirklich im Stande, alles über so viele verschiedene Individuen im Kopf zu behalten?

In der Tat hatte Snower an der Planung des Angriffes teilgenommen. Deshalb war er ein so existentieller Teil davon. Er hatte sich einfach die Zeit genommen, die Berichte der einigem hundert anwesenden Rebellen zu lesen, die der Krieger des Hofstaates und der Stadt ebenso. Eigentlich gar nicht so viele.

Ein Rebell nach dem anderen trat entweder bei oder ging. Auch mehrere Krieger des Hofes verschwanden, ohne es zu wagen, öffentlich auszutreten. Einmal außerhalb der Stadtgrenzen, beendeten einige ihren Kampf bis zum Tod, welcher im Palast begonnen hatte.

Als Krämm das Bewusstsein wiedererlangte, stellte er klar, dass er nur Taten glaubte, keinen Worten, und dass er erst dann beitreten würde, wenn Snowers Reformen in Kraft getreten waren. Er ging also, in den Händen das gefährlichste Schwert des Universums, ohne erfahren zu haben, ob es wirklich durch einen Frostdämon schneiden könnte.

Ein Soldat nutzte einen Moment der Stille, um eine Frage zu stellen.

„Aber… ähm… Euer Bruder Frosty… ist er bei Euch?“

„Leider nicht. Man kann es nicht erlauben, dass er lebend von seiner Expedition zurückkehrt.“

Ein Sturm der Panik erfasste die Versammlung. Einige wenig Krieger des Hofes ärgerten sich, dass sie Snower nicht sofort verraten hatten und eilten zu Frosty.

„Schüchtert dich mein Bruder ein?“, wollte Snower etwas spöttisch wissen.

„Er macht uns furchtbare Angst. Jeder weiß, dass er stärker ist als Ihr. Und selbst Euch hätten wir niemals anzugreifen gewagt. Heute haben wir Euren bettlägerigen Vater attackiert. Sonst wäre ich niemals gekommen.“

Innerlich musste Snower grinsen. Er war immer noch angenehm, an die Überlegenheit der Frostdämonen über niedere Wesen erinnert zu werden.

„Abgesehen von mir hat nur eine einzige Person in letzter Zeit die Leistung vollbracht, einen Frostdämon zu töten. Und genau diese Person will Frosty treffen.“

„Wir wissen aber, dass dieser ‚Legendäre Saiyajin‘ bereits gegen Ice Kurima große Probleme hatte. Und wir haben gehört, dass er gestorben ist, indem er sich in den Weltraum vorgewagt hat.“

„Du solltest meine Biographie lesen, Cal Toufi. Ich überlasse niemals etwas dem Zufall. Meine Pläne haben immer zum Ziel geführt, da es jedes Male mehrere Pfade dorthin gibt. Du kannst meinen Bruder für tot erklären, auch wenn er es noch nicht weiß.“

Hanasia trat an den Piloten des Raumschiffes heran.

„Diese Arena, ist sie so wie ein Planet oder schweben wir wie auf diesem Schiff?“

„Was sagen Sie da?“, antwortete die Navigatorin namens Tuik. „Wir schweben doch nicht, wir haben künstliche Schwerkraft!“

„Naja, doch. Ich fühle mich, als würde ich nur wenige Gramm wiegen. Jeder Schritt fühlt sich an, als würde ich bis hoch an die Decke springen. Das ist einigen schon passiert.“

Tuik linste zögerlich auf die zahlreichen Dellen an der metallischen Decke, die anscheinend von einigen Saiyajins verursacht worden waren, die beim Laufen ihre Schädel gegen diese gerammt hatten. Sie erstarrte: ihre Schädel sollten eigentlich kaputt sein, nicht andersherum!

„Die Schwerkraft auf unserem Schiff beträgt 4π m/s. Das ist die ISO-555 ‚Interstella‘-Norm. Es ist nicht meine Schuld, dass euer Planet sechzehnmal höher ist!“ (Das war eine Schätzung, Tuiks Kultur zählte auf der Basis von 16.)

„Und die Arena, ist sie dort ebenso schwach?“

„Dort müsste sie der Norm des Imperiums entsprechen, also… warte, nein…“ Sie tippte etwas in ihre Konsole ein. „Es ist ein Kampfplatz, deswegen…“

„Einhunderteinundzwanzig Komma siebenunddreißig Meter pro Quadratsekunde“, berichtete eine ruhige Stimme hinter ihnen. „Atmosphärischer Druck 842 Hekto-Herkules. Stickstoff 58%, Sauerstoff 34%, Kohlendioxid 6%. Temperatur 288 Kelvin und 3 Hobbes.“

Die beiden drehten sich um zu dem Kämpfer, der all diese Daten in einer monotonen Stimme heruntergerattert hatte.

„Kurz gesagt“, meinte die Navigatoren dann. „… du bist dort schwerer.“

„Aber ich habe nichts gegessen.“

Tuik ignorierte sie, während sie ihre Augen schloss. Sie mahnte sich, dass sie besser auf ihrem Schiff ganz weit wegbleiben wollte, denn sollte sie ihren Fuß auf die Arena setzen wollen, würde sie von ihrem eigenen Gewicht zerquetscht werden. Sie verfügte nicht über die Muskeln eines Saiyajins.

 

„Lord Frosty, eine kleine Gruppe von Rebellen trifft gerade ein. Sie kommen von dem Planeten.“

Der Frostdämon machte eine Geste und auf dem Bildschirm erschien das, was der Soldat gerade angekündigt hatte. Man konnte den chaotischen Touch der Schiffe der Rebellen an jedem einzelnen Exemplar erkennen. Einige waren modifizierte Zivilschiffe, andere stammten aus unabhängigen Armeen, einige aus einem System, das nächste aus einem anderen… Es war Flickwerk. Aber es gab auch mehrere Schiffe, die offensichtlich vom selben Hersteller stammten. Sauber, scheinbar neu. Er schloss daraus, dass es von der Armee des dortigen Planeten kam. Für eine so isolierte Spezies bewegten sie sich sehr einfach durch den Weltraum…

„Sie sind gut informiert“, meinte er. „Also gibt es wirklich Spione in unserem Imperium, wir werden uns darum kümmern. Ich werde Snower damit beauftragen, eine spezielle Untersuchung zu diesem Problem zu beginnen. Er weiß, was zu tun ist und wir können ihm vertrauen.“

„Wir sind noch sehr weit von dem Planeten entfernt, mein Herr. Eine Weltraumschlacht scheint unvermeidbar. Sollen wir die Kanonen bemannen?“

„Ja. Versammelte aber auch die Armee und bereitet euch auf einen Kampf Mann gegen Mann vor. Ich bezweifele, dass sie eine ganze Armada hergeschleppt haben, die unseren Kanonen nicht standhält.“

Kleine Alarme und rote Lichter blinkten überall auf und alle Soldaten machten sich bereit. Avoka stellte sich schon tausende von möglichen Ausgängen des ersten Abwurfes von Raketen vor. Yikoun schauderte und sabberte ungeduldig.

Frosty trat in die Mitte der Arena und zerstreute dabei die Reihen der Soldaten, die sich bereits gebildet hatten. Sie sprangen hastig herum und nach hinten, um den Weg für den Frostdämon freizumachen. Er sah zufrieden auf. Wo normale Wesen nur das Licht erkennen konnten, das von den Schutzschilden ausging, konnte er bereits kleinste Abweichungen ausmachen und die kleinen Punkte perfekt sehen, die immer näherkamen. Frosty liebte Raketenangriffe. Sie waren wie Energiebälle, aber unabhängige Kamikaze-Roboter. Die darunter konnten sie schon aus der Entfernung sehen, besonders im Weltraum, und alles tun, was sie wollten, um sie aufzuhalten. Meistens das Abfeuern von anderen Raketen. Ein Frostdämon würde sich ihnen einfach in den Weg stellen und sie gegen ihren Körper explodieren lassen. Frosty liebte Raketen, da sie ihn zum Lachen brachten.

 

Corrne packte Hanasia an den Händen und zerrte sie zu einem Bullauge.

„Schaut, meine Königin. Dieser Punkt da, könnte das…“

„Schau, weißt du…“, begann Hanasia etwas genervt. „… es ist gut, wenn wir zusammen sind, das schwöre ich. Aber du musst mir auch meinen Freiraum lassen, verstanden? Ich bin nicht deine Königin, ich gehöre niemandem.“

„Äh…“, stammelte Corrne mit aufgerissenen Augen. „Das ist nur so ein Ausdruck. Du bist die Königin aller Saiyajins, also auch meine Königin… Und was ist mit diesem Weltraum-Dings? Du findest mich zu aufdringlich? Mich?! Das ist kompletter Unsinn! Und, ehrlich gesagt, ich habe auch nichts gesagt, als du dir den Kommandanten der Wachen genommen hast, nachdem du mir am Tag davor gesagt hast, dass du mich willst, und…“

„Oh, diese alte Geschichte! Wenn es dich so sehr stört, dann mache ich lieber Schluss. Du bist viel zu anhänglich.“

„Was?!... Das ist ja allerhand! Wer hat mich auf einem Flug besucht, als ich tausende von Kilometern von der Hauptstadt entfernt war, nur für einen Quickie? Es ist eigentlich verrückt, wenn man darüber nachdenkt, dass du immer jederzeit genau weißt, wo ich bin und binnen Minuten unglaubliche Distanzen überwinden. Aber… mehr als das… warum sagst du das eigentlich? Davon habe ich gar nicht gesprochen! Schau mal!“

Er zeigte auf das Bullauge.

Vor ihnen wurde die Plattform immer größer und größer. Hanasia erzitterte. Die furchtbare Aura ihres Gegners ließ sie schaudern, bis tief in die Knochen.

„Raketenangriff geortet!“, brüllte Tuik.

„Gegenangriff gestartet!“, rief ein andere etwas ruhiger. Hanasia folgte den kleinen Rohren, welche aus ihrem Schiff geschossen kamen. Bald schon wurden sie zu klein, um sie weiter wahrzunehmen… aber dann sah sie die fernen Explosionen, gigantisch und gleißend hell.

„Zweite Salve!“, rief jemand.

Eine Minute lang konnte Hanasia die sich nähernde Station nicht erkennen, aufgrund der unerbittlichen Explosionen zwischen ihnen. Dann versiegten diese plötzlich und sie sah, wie es daraus erschien: ein monströses Raumschiff, das sogar größer war als die Hauptstadt der Saiyajins. Sie waren angekommen.

Gezeichnet von:

Abysse      

Veguito       69

Kommentare werden geladen...
Sprache News Den Comic lesen Die Autoren RSS Fanarts FAQ Hilfe Turnier Hilfe Universen Bonus Ereignisse Werbung Partnerseiten
EnglishFrançais日本語中文EspañolItalianoPortuguêsDeutschPolskiNederlandsTurcPortuguês BrasileiroMagyarGalegoCatalàNorskРусскийRomâniaEuskeraLietuviškaiCroatianKoreanSuomeksiעִבְרִיתБългарскиSvenskaΕλληνικάEspañol Latinoاللغة العربيةFilipinoLatineDanskCorsuBrezhonegVènetoLombard X