DB Multiverse

Hanasia, Königin der Saiyajins

Geschrieben von Salagir

Übersetzt von BK-81

Diese Geschichte spielt sich auf dem Planeten der Saiyajins ab, lange Zeit, bevor sie jene völkermordende Gefahr darstellten, welche während der Ära von König Vegeta die ganze Galaxie in Angst und Schrecken versetzten...
Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie dieses so starke Volk als einfache Gemeinschaft gelebt hatte, wenn ihr wissen wollt, was das Schicksal für die Millennium-Krieger vor Broly bereitgehalten hatte, wenn euch die Abenteuer von aggressiven und emotionalen Kämpfern in einer Welt voller Bösewichte interessieren, dann tretet ein in die Welt der Saga von Hanasia.

Nächste Seite in : 20 Tagen, 15S


Teil 1 :123
Teil 2 :4567891011121314151617
Teil 3 :18192021222324252627282930313233343536373839404142
[Chapter Cover]
Teil 3, Kapitel 39.

Ein Besucher der Rebellen

Krämm von Istaal wusste, dass sein Schwert den Imperator verwundet hätte, wenn nicht sogar getötet. Der offensichtlichste Beweis: er hatte den Angriff abwehren müssen! Die anderen ließ er gewähren, als wären sie gar nicht da.

Der Anblick seines Schwertes, von einer immensen Kraft nur wenige Zentimeter vom Ziel entfernt vollständig blockiert, beschwor die schlimmste Art der Verzweiflung hervor. Krämm hatte versagt, die ganze Operation hatte versagt. Was würde nun geschehen? Würde Blizzard alle töten? Oder es erlauben, dass der Rest seiner Truppen abgeschlachtet werden würde (alle Mitglieder seiner Leibwachen waren nun in der Unterzahl und der Tod von Dijicharate tat sein Übriges). Viele von ihnen hatten den furchteinflößenden und unbesiegbar scheinenden Paladin wiedererkannt, Krämm von Istaal. Sie wussten, dass sie es nicht mit ihm aufnehmen konnten.

Aber die Angst unter den Soldaten des Hofes war nicht vergleichbar mit der der Rebellen. Nicht genug, dass sie mitansehen mussten, wie ihr Plan zunichte gemacht worden war, nun mussten sie ihre letzten Lebenssekunden zählen, die vom göttlichen Willen des Imperators abhingen. Weglaufen? Völlig zwecklos.

Eine kaum wahrnehmbare Bewegung von Blizzard informierte alle, dass der sekundenlang dauernde Waffenstillstand vorüber war. Würde er sich wieder setzen und den Rest seiner Soldaten dem Tod in den Rachen werfen und die Rebellen fliehen lassen, oder würde er angreifen und sie alle abschlachten- seine Soldaten gleich mit?

Die Augen des Imperators leuchteten auf und Krämm begriff, dass die zweite Option die richtige war und dass er der erste sein würde, der nun sterben würde.

Zwei Laser von unwahrscheinlicher Kraft schossen aus den Augen des gottgleichen Monarchen, durchschlugen Krämms Brust an zwei verschiedenen Stellen, dann das Dach und dann alle darüber liegenden Geschosse des Palastes und schließlich den Himmel.

Die Atmosphäre im Kommandozentrum der Tsufuru war bedrückt. Das Weltraumstadium war leicht zu lokalisieren und sie würde in weniger als einen halben Tag eintreffen. Und ihre Hauptwaffe war immer noch bettlägerig.

Die Diskussion dazu war wenig hoffnungsvoll.

„Wie läuft es?“

„Schlecht, sie hat überall Krebs.“

„Überall?!“

„Ein oder zwei Neoplasien pro Organ.“

 

Chiin-Lee schwebte in ihrem fliegenden Sessel in Richtung ihres Büros, als ein Signal ihr eine wichtige Botschaft signalisierte. Sie las sie und der Sessel änderte seine Richtung, ohne dass sie es sagen musste.

„Wir haben einen Gast! Kommt und begrüßt ihn auf der Terrasse.“

Ihr Sessel hatte bereits diese Richtung eingeschlagen. Es wäre ihr lieber gewesen, man hätte sie zuerst gefragt, aber die einfache Tatsache, dass sie die Botschaft empfangen hatte, war wohl ausreichend. Weitere Informationen strömten über ihr Display.

„Ein wichtiger Kämpfer der Rebellion. Bourgo. Ein Namekianer.“

Namek… da klingelte doch etwas bei ihr… ah ja, diese fast schon mystischen Wesen mit geheimnisvollem Ursprung, die über magische Kräfte verfügen. So wenige Stunden vor der Ankunft des Feindes würde er sicherlich eine wertvolle Hilfe sein.

Auf der großen Terrasse, wo manchmal die großen Transportschiffe landeten, hatten sich schon mehrere Tsufuru versammelt. Ein Ein-Mann-Schiff von beachtlicher Größe landete an einem freien Platz. Chiin-Lee bemerkte, dass dieses Gefährt kein Freizeitschiff war, denn dafür war es zu groß und es gab nur einen Sitzplatz. Es handelte sich um ein Rennschiff. So etwas wie ein Formal-1- Auto im Weltraum.

Das Cockpit öffnete sich und der grüne Außerirdische erhob sich aus seinem Stuhl. Er zeigte nur wenig Mühe, musste sich aber etwas anstrengen. Hundert Meter pro Quadratsekunde an Beschleunigung war immer noch eine Hausnummer. Und wie er es unter solchen Bedingungen erwartet hatte, begrüßten ihn Wesen von kleinen und massiven Körperbau. Nun, da er darüber nachdachte, der Krieger auf dem Video war zu mager für eine solche Schwerkraft. Eine der seltsamen Eigenschaften dieser Saiyajins, die auf einem Planeten mit einer so hohen Schwerkraft einen solchen Körper haben konnten. Um sich trotzdem aufrecht zu halten, besaßen sie eine beachtliche Kraft.

Bourgo landete neben den ihm nähesten Tsufuru. Diese hoben beeindruckt ihre Blicke: er war größer als ein Saiyajin! Was für ein Krieger!

Der Botschafter erhob das Wort: „Meister Bourgo, willkommen auf Plant! Wir sind entzückt, in diesen so schwierigen Zeiten auf Eure Hilfe zurückgreifen zu können. Wir werden Sie sofort über die aktuelle Situation informieren, mit den Daten über unsere Armee und der gegnerischen Kräfte. Mächten Sie irgendetwas trinken oder essen, bevor wir beginnen?“

„Ich möchte zuallererst euren Saiyajin-Krieger treffen, es ist von größter Wichtigkeit, dass wir damit beginnen.“

„Unseren…? Das wird schwierig. Sie befindet sich im Territorium der Saiyajins, und…“

„Sie stirbt. Wir müssen uns beeilen.“

„Was…? Wie… woher wissen Sie das?“

„Ihr glaubt, wir Namekianer verfügen über magische Kräfte, oder?“

„Naja, tja… das hat man uns zumindest gesagt. Aber…“

„Es stimmt.“

Bourgo war ein Namekianer und konnte die Lebensenergie anderer fühlen, ein seltenes Talent im Universum, selbst tausend Jahre später. Als er sich dem Planeten näherte, konnte er die Energie dieses Saiyajins fühlen. Auf diese Weise konnte er auch die Frostdämonen erkennen und ihnen ausweichen, selbst über Sonnensysteme hinweg. Aber diese Aura hier war unnatürlich. Genauer gesagt, er fühlte abrupte Eruptionen und ebenso plötzliches Verschwinden von Energie. Es war typisch für jemanden, der krank war und unkontrollierte Spasmen hatte.

Ein Schiff der Tsufuru mit hohem Dach traf ein und einige Tsufuru, die sich mit den Saiyajins auskannten, begleiteten Bourgo. Natürlich sicherte sich auch Chiin-Lee ihren Platz in der Gruppe. Ihr Kollege lief davon, um den königlichen Berater über ihre Ankunft zu informieren; auch suchten sie vergeblich nach einem Weg, ihre Kollegen unauffällig in der Hauptstadt abzusetzen. Noch während des Fluges erkannten die Tsufuru die Schwere der Situation. Unter normalen Umständen hätten sie so eine Aktion niemals gewagt. Wie sollten sie das anstellen? Es war der Dringlichkeit dieser Mission und dem Charisma ihres neuen Besuchers zu verdanken, dass sie diesen waghalsigen Flug ins Herz der Saiyajins überhaupt wagten. Einer der Passagiere begann, seine Aussprache in Saiyajin zu verbessern, besonders den Satz „Ich bin nicht gut zu essen“.

„Wir werden es nie schaffen, unbeobachtet zu bleiben“, erklärte ein Tsufuru am Telefon. „Es sind zu viele Leute in der Hauptstadt. Wir könnten im Innenhof des Schlosses landen, wo wir von Mauern umgeben sind, aber man wird uns sehen. Viele Saiyajins können fliegen… sie werden das gelandete Schiff bemerken.“

„Und wenn wir sofort nach der Landung ein Tarndach über den Hof errichten, so etwa ein großes Tuch?“

„Dafür haben sie nicht die nötigen Materialien. Und man braucht mehr als fünf Minuten, um so viele Tücher zusammenzunähen. Wir haben es nicht mit… Handwerkern zu tun…“

„Dann müssen wir ehrlich sein. Wir werden die Armee bitten, die Neugierigen vom Schiff fernzuhalten. Es scheint, die Soldaten der königlichen Armee können gut gehorchen.“

„Gehorsame Saiyajins?! Pfft!“, entkam es einem Tsufuru mit sarkastischem Unterton.

Bourgo hörte aufmerksam zu. So sehen, wie die beiden Spezies sich gegenseitig sahen und wie sie miteinander interagierten, war sehr interessant.

Die Armee der Königin war kaum ihres Namens wert. Fast alle der originalen Soldaten waren beim letzten Angriff des Imperiums getötet worden. Und die Überlebenden waren fast nur Drückeberger und Feiglinge.

Durch die Arbeit der Geschichtenerzähler waren in den letzten Tagen hunderte von neuen Rekruten in die Hauptstadt gekommen. Viele von ihren waren neugierig, denn solche Kriegsgeschichten waren interessant für Saiyajins. Hunderte von Saiyajins gegen hunderte von Feinden? Für Kämpfer, die an Duelle gewöhnt waren, war das ein völlig neues Konzept. Es war schon vorgekommen, dass sich zwei Gruppen von Saiyajins sich bekämpften, aber es waren meist immer wieder Duelle, bis jeder müde war. Es kam selten zu Todesfällen, denn meistens begannen diese Kämpfe eher aus reiner Langeweile, oft angefeuert vom Alkohol. Aber eine Gruppe gegen eine andere war nicht normal. Selbst wenn zwischen zwei Dörfern eine Fehde ausgetragen wurde, war es meistens ein Duell zwischen den Anführern derselben. Besonders da die Bewohner eines Dorfes oft mit denen des anderen Dorfes verwandt waren oder früher dort gelebt hatten- sie lagen meiste nahe beieinander.

Diese Neugierigen entdeckten die Hauptstadt und ihre Straßen, ihre sauber organisierten Häuser und seine etwas eingebildeten Bewohner. Und sie entdeckten den Friedhof. Die ersten und die letzten Monumente, welche die Saiyajins den vielen Opfern widmeten, wo man sie verbrannt hatte.

Einige Saiyajins begriffen, dass es ihrer eigenen Sicherheit zuträglicher wäre, wenn sie sofort in ihr Dorf zurückkehren würden. Die meisten aber konnten nicht anders als sich dazu bereiterklären, an der bevorstehenden Schlacht teilnehmen zu wollen. Man schickte sie an einen Trainer, der selbst noch jung und unerfahren war, aber andere waren nicht mehr da. Dieser würde ihnen von den künstlichen Monden erzählen, wie man Angriffe synchronisiert, dass man warten soll, bevor man persönliche Initiativen ergriff- was man auf Saiyajin „sich normal verhalten“ nannte. Sie mussten das alles in wenigen Tagen lernen. Und immer noch trafen neue Rekruten ein. Diese würden nur Stunden haben.

Der Berater erzählte gerade einigen Soldaten von dem letzten Angriff, die vor wenigen Wochen erst angestellt worden waren. Es war eine große Gruppe und die Hälfte davon war als Trainer in die Stadt zurückgekehrt.

„Eure Aufgabe wird es sein, die fliegende Maschine der Tsufuru zu umzingeln und sie bei ihrer Landung im Innenhof zu begleiten. Drängt alle Schaulustigen zurück. Überprüft auch die Umgebung des Schlosses und erinnert die Touristen daran, dass sie die Mauern nicht beschädigen dürfen. Zögert nicht, von Anfang an handgreiflich zu werden.“

„Aber warum kommen die Tsufuru zu uns?“, wollte eine Soldatin wissen, als sie die Hand hob.

„Naja, wir sind Verbündete, also kommen sie zu uns, um mit uns zu reden. Das ist alles.“

„Kann ich einen herausfordern?“

„… Was?!“, entfuhr es dem Berater leicht entsetzt.

„Ich möchte gegen einen Tsufuru kämpfen.“

„N-Nein! Die Tsufuru sind schwach, sie könnten niemals ein Duell bestehen! Sie wissen nicht, wie man kämpft!“

„Ha ha!“, lachte ein Soldat auf. „Wenn die nicht kämpfen können, wie können sie noch am Leben sein?“

Nicht kämpfen zu können war für Saiyaijns in etwa so, als könnte man nicht laufen. Und wer kann schon leben und wachsen, ohne zu laufen? Jedes Tier hätte ihn fressen können.

„Hört mal zu, das wird der Grund sein, warum sie weit weg von uns leben. Wo sie leben, müssen sie nicht kämpfen. Das ist eben so. Deshalb müsst ihr…“

„Wenn sie so schwach sind, warum helfen wir ihnen dann?“, brummte ein anderer Soldat leicht wütend. Er hob die Hand noch während er sprach, als er sich daran erinnerte, dass er sonst nicht sprechen durfte.

Das Prinzip des Hände-Hebens war es ja, das man warten sollte, bis der Anführer einem die Erlaubnis zum Sprechen gab, aber das war für einige Saiyajins schon zu kompliziert. Immerhin hatten sie gelernt, dass sie die Hand heben sollten, ein Anfang.

„Sie können Monde machen. Das ist nützlich, oder? Das hat uns geholfen. Und ihre magischen Waffen können auch Schlachten entscheiden. Und Gegner töten.“

„Magische Waffen? Während der Schlacht waren wir aber alleine“, widersprach einer beleidigt.

Der andere Soldat berührte seinen Arm, der immer noch nicht geheilt war. Er war nicht der einzige, der nicht gerne an diese furchtbare Schlacht erinnert werden wollte.

„Sie haben fliegende Waffen, die dauernd Feuerbälle abgeschossen haben. Die können sogar stärker sein als die von Saiyajins“, erklärte der Berater, dem es langsam zu nervig wurde.

„Dann sind sie doch nützlich“, schloss die Frau, obwohl noch nicht ganz überzeugt.

„Ja“, seufzte der Berater. „Wie die Bibliotheken. Wir beschützen sie, weil sie nützlich sind.“

„Zuerst die Bibliotheken, jetzt die Tsufuru, es wird immer schlimmer“, brummte eine andere Soldatin. „Wenn es so weiter geht, dann müssen bald die Starken die Schwachen beschützen! So weit kommt’s noch!“

„Ha ha, ach komm schon!“, lachte ihr Nachbar.

„Okay…“, seufzte der Berater, während er sich müde die Stirn massierte. „War‘s das? Seid ihr bereit für eure Mission?“

„Ja, ja….“ Die Truppe nickte fast einhellig.

„Aber…“, erklang eine Stimme mit einer erhobenen Hand.

„Jaa~aaaa…?“

„… kann dich dann einen Tsufuru herausfordern, wenn er die magischen Waffen hat?“

 

 

Das Schiff der Tsufuru flog höher und höher, während einige Maschinen über der Stadt ein Gas in die Luft bliesen. Damit bedeckten sie es am dunklen Himmel und machten so das Schiff über dem Schloss unsichtbar. Dann begann es mit dem Abstieg.

Viele Saiyajins gingen in ihre Häuser, denn sie glaubten, so plötzlich aufziehende Wolken würden baldigen kräftigen Regen bedeuten. Aber bald schon wurde das Schiff von den Neugierigen unter ihnen entdeckt, die das sofort genauer inspizieren wollten, natürlich mit dem Nachbarn im Schlepptau. Sie wurden von den Soldaten der Armee begrüßt, die nicht den Anschein hatten, als wollten sie verhandeln.

Einmal am Boden stiegen die Tsufuru und der Namekianer heraus. Einige Tsufuru zogen es aber die Sicherheit ihres Schiffes vor, bereit zum sofortigen Rückzug.

Obwohl sie den Befehl hatten, die Umgebung zu beobachten, konnten einige der nahestehenden Soldaten nicht anders und die neuen Gäste intensiv zu mustern, was sie sehr nervös machte.

„Hast du gesehen, dieser eine Tsufuru ist viel größer als die anderen! Er sieht ganz anders aus!“

„Vielleicht ist es ein Elternteil, und die anderen sind Kinder. Du weißt schon, wie die Krallenraupen, da sehen die Erwachsenen auch ganz anders aus als die Jungen.“

„Sind das nicht die Insekten, die Flügel bekommen, wenn sie erwachsen werden?“

„Nein, das sind Schmetterlingsraupen. Ich meine eher die mit den zwei Meter langen Krallen. Aber das Prinzip ist dasselbe.“

Hanasia fühlte, wie sich ihr eine große Lebensenergie näherte. Auch fühlte sie, dass es kein Angriff war und dass sie keine bösen Absichten hatte, aber sie war sehr stark und vollkommen unbekannt. Sie wurde neugierig und stand auf. Aber sie schaffte gerade einmal ein paar Schritte, bevor sie zusammenbrach. Sie war wutentbrannt, aber konnte nicht einmal mehr laut fluchen. Saiyajins waren an den Zustand der Schwäche nicht gewohnt. Sie hob ihren Körper durch die Schwebetechnik hoch und versuchte so, sich weiterzuschleppen, aber diese Anstrengung raubte ihr ihre letzten Kräfte und sie plumpste zu Boden.

Ein großer Roboter trug sie zurück ins Bett. Er war genau darauf programmiert worden und diese Operation seitdem bereits viele Male mit Einsatz wiederholt. Er besaß einen geringen Grad an Intelligenz und hatte erkannt, dass es viel einfacher war, zu warten, bis sie ohnmächtig wurde, um sie dann zurück ins Bett zu tragen. Die Besuchergruppe, angeführt vom Königlichen Berater, betrat den geheimen Raum.

Bourgo musste sich bücken, um durch die Tür zu kommen, und ging direkt zu ihr, ohne auf die offizielle Vorstellung zu warten. Er ließ seine Hände über den Körper der kranken Saiyajin wandern.

„Das sind Verbrennungen aus dem Weltraum“, bemerkte er.

„Sie wurde einer sehr hohen Strahlendosis ausgesetzt“, erklärte ein Tsufuru. „Im Weltraum, ohne jeglichen Schutz.“

„Es gibt eine Spezies, die solche Verbrennungen gut heilen kann. Im System nahe…“

„Ja, das hat man uns gesagt“, unterbrach ihn der Arzt, der sich leicht beleidigt fühlte. „Aber das ist Wochen von hier entfernt.“

„Ich verstehe.“

Bourgo dachte schnell nach. Jeden darum zu bitten, den Raum zu verlassen, war nutzlos. Dieser Raum war vollgestopft mit Kameras. Alles, was er hier tat, würde gesehen werden, da gab es keinen Ausweg. Trotzdem, gewisse Sachen mussten ein Geheimnis bleiben. Er steckte seine Arme unter die Saiyajin und hob sie hoch. Hanasia brummte und der Schmerz ließ sie erwachen. Sie wusste, dass im sie herum Leute waren, aber ihr erschien es kaum realer als ein Traum.

„Ich werde bald zurück sein“, meinte der Namekianer unter den panischen Blicken seiner Begleiter.

„Nein! Wartet! Nicht dorthin, kein anderer Saiyajin darf sie so sehen!“

Aus dem geheimen Raum gab es keinen direkten Ausgang ins Freie. Der Berater und zwei hohe Offiziere verstellten die Wachen, bis Bourgo zum nächsten Fenster kam, aus dem er heraussprang und mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit davonschoss. Schneller als man es verfolgen konnte, floh er vor der Hauptstadt und den abertausend Augen.

Als er endlich stoppte, war er hoch oben in der Luft über einem weiten leeren Feld inmitten einer großen dichten Wolke und eine Hand hatte seinen Hals gepackt. Die Hand zitterte fürchterlich, aber sie könnte bitten Augenblicken sehr stark werden.

„Lsss iii lsss….sch…lch….“

Hanasia brachte kein Wort mehr heraus, aber wie alle Namekianer eines gewissen Alters war Bourgo leicht telepathisch und verstand: „Lass mich los, Arschloch.“

Bourgo nahm in der Luft den Schneidersitz ein und legte Hanasia auf diesen improvisierten Sessel, damit hatte er die Arme frei. Der Schock ließ Hanasia den Griff lösen. Sie verfluchte ihre schwache Kraft und stumpfen Reflexe.

„Ich werde dich heilen“, verkündete ihr grüner Kidnapper.

Er riss sich ein Loch in seine Kleidung und suchte etwas. Namekianer konnten wertvolle Gegenstände in ihren Mägen aufbewahren, welche seit Jahrmillionen der Evolution nichts mehr verdaut hatten. Auf Namek war diese Art der Nutzung wertlos, denn ihnen war das Konzept von Stehlen und Verstecken fremd. Aber dem Rebellen Bourgo hatte es schon viele wichtige Dienste geleistet. Aber das, nachdem er nun suchte, war die einzige Ausnahme. Wenn er diese Speise hinunterschlucken würde, würde sie dank einer alten Magie, sofort in seinem Magen verschwinden und ihren Dienst tun. Endlich fand er es. Ein kleines Säckchen mit drei Stückchen drin.

„Das ist ein von den Göttern vergessener Samen. Du kannst sie in der ganzen Galaxis nur auf zwei-drei Planeten finden. Normalerweise werden sie von einem Weisen in aller Heimlichkeit gezüchtet, der sehr vorsichtig ist, wem er sie gibt. Die Wenigen, die sie kennen, geben ihnen verschiedene Namen, ja nach kulturellem Hintergrund. Mein Dealer nennt sie „Reset“.“

Hanasia musterte müde und misstrauisch diese kleine dunkelgrüne Bohne in seiner Hand. Sie sah aus wie ein Stück seines grünen Körpers!

„Iss sie und du wirst wieder gesund.“

Die Saiyajin dachte nicht lange nach. Lieber würde sie an Vergiftung sterben, als dieses Martyrium weiter zu ertragen. Sie öffnete ihren Mund, warf das kleine Gemüse ein, kaute und schluckte es.

Die Krankheit, an der die Königin der Saiyajins litt, war nicht normal. Binnen weniger Tage hatte ihr Körper sehr stark abgebaut. Plötzlich aber fühlte sie sich, als wäre sie endlich aus einem furchtbar langen Alptraum erwacht. Sie sah wieder scharf. Und sie roch, hörte und dachte wieder scharf. Ihre Kraft war wieder da. Ihre Selbstkontrolle ebenso.

Hanasia erhob sich aus den Händen des Namekianers und hielt sich zurück, ihm einen Fausthieb zu verpassen. Sie streckte sich vor ihm aus und sah ihn das erste Mal wirklich. Er war ein großer Außerirdischer, der nach nichts Besonderem aussah, auch nicht nach einem Tier, das ihr bekannt war. Sie ballte ihre Fäuste. Sie atmete tief ein. Ja, ihre Energie war zurückgekehrt. Ihre Kraft war zurückgekehrt!

Die Luft über ihrer Haut begann sich aufzuheizen. Der Druckunterschied generierte Wind. Während sie ihre Kraft steigerte, schuf sie um sich herum einen kleinen Wirbelsturm. Die Luft vibrierte. Die Luftschichten stießen aneinander und Schockwellen jagten durch die Wolken um sie herum und rissen sie schließlich auseinander. Die Wind gewann an Höhe und Stärke und der ganze Himmel begann zu zittern und zu jaulen. Hoch über ihr begannen sich neue Wolken zu bilden. Größere, dunklere und viel bedrohlichere Wolken. Langsam streckte Hanasia ihre Arme aus, um es ihre Energie zu erlauben, noch weiter zu wachsen. Bourgo konnte es fühlen, er war kurz davor, davon überrumpelt zu werden. Ihre Aura nahm so rasend schnell zu, dass es fast zum Fürchten war! Und es war noch nicht vorbei. Hanasia war überglücklich, endlich wieder die Kontrolle über alles zu haben. Sie musste einfach ihre Energie freilassen und ihre volle Tragweite erleben. Trotz der Anspannung lächelte sie. Mit einem Atemzug ließ sie ihre Kraft nach außen explodieren. Der Himmel brüllte und aus den schwarzen Wolken schossen unzählige Blitze. Es war, als wäre mitten am Tage die Nacht hereingebrochen.

Der Namekianer hatte seinen Schneidersitz aufgegeben und eine leichte Verteidigungsposition eingenommen. Die Aura, die ihn umgab, war finster und zerstörerisch. Eine furchtbare und aggressive Energie. Sie war ähnlich der der anderen Saiyajins, denen er vorhin begegnet war, kleine Wilde, die dauernd in einem Status der Kampfbereitschaft waren. Aber das hier war hundert Mal schlimmer. Er begriff, dass die Tatsache, dass sie im Augenblick auf derselben Seite standen, in Zukunft nicht unbedingt Bestand haben könnte. Diese Person war gefährlich und teilte nicht denselben Gerechtigkeitssinn wie er.

Und ihre Kraft dominierte die seine völlig. Sie war viel stärker als er. Er musste sie auf eine Weise erreichen, die ihm Respekt einbrachte und ihn schnell zu ihrem Freund und Alliierten machen würde. Er wusste gut, wie man mit solchen Leuten umgehen musste.

„Sag bloß, dass du mit diesem bisschen Kraft die beiden Frostdämonen getötet haben willst?“

Hanasia lächelte. Ihre Augen wechselten die Farbe von schwarz zu blaugrün. Eine neue Aura schloss sie ein und ließ die andere mickrig aussehen.

 

Im Schloss der Saiyajins war das Tsufuru-Komitee in Panik ausgebrochen, als ihr Bodyguard sie mitten in feindlichem Gebiet im Stich gelassen hatte und hofften auf seine baldige Wiederkehr. Bei einem läutete das Armband; er las seinen holographischen Bildschirm mit großer Überraschung. Die anderen um ihn herum sahen ebenfalls auf dieses unbekannte Kommunikationsgerät, dessen wirr flirrende rote Lämpchen etwas Abnormales anzeigten. Zum Messen der Kampfkraft, deren Skala gerade pulverisiert wurde. Der Tsufuru wandte sich mit großen Augen seinen Kameraden zu.

„Die Saiyajin-Königin ist geheilt!“

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