DB Multiverse

DBM Universum 4: Buu

Geschrieben von Arctika

Übersetzt von ZenBuu

Korrekturgelesen von: iron leaf

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Teil 5, Kapitel 21.

Kapitel 21

Übersetzt von ZenBuu & Korrektur gelesen von iron leaf

In einer weit, weit entfernten Galaxie...

Auf einem verhältnismäßig durchschnittlich großen Planeten, dessen Bevölkerung in ihrer gesamten Geschichte niemals außergewöhnliche Ereignisse erlebt hatte...

Wirklich? Nein, denn ein Individuum mit einem muskulösen, rosafarbenen Körper, das reglos mitten in einem Dschungel mit üppiger Vegetation stand, war gerade dabei, diese friedliche Ruhe auf spektakuläre Weise auf den Kopf zu stellen.

Breit grinsend holte das Individuum tief Luft, hob langsam den Arm, führte zwei Finger zusammen und...

SCHNIPS

Plötzlich erschien mitten in der dichten Vegetation ein gewaltiger Palast und gab den Blick auf den gelblichen Himmel frei. Inmitten eines weitläufigen Gartens mit farbenfrohen, sorgfältig zurechtgeschnittenen Pflanzen erhob sich das Gebäude wie ein Juwel, das in tausend Farben funkelte. Seine Mauern aus Marmor und verstärkter Keramik bedeckten die Landschaft mit ihrer ganzen Pracht. Fünf große Türme überragten das Gebäude. Hinter einem großen Vestibül, zu dem ein langer gepflasterter Weg führte, konnte man einen riesigen Raum erkennen und für besonders scharfe Augen sogar einen schlichten Thron.

Zufrieden flog Buu davon und betrachtete sein Werk. Er konnte nicht sagen, warum, aber diese besondere Architektur ging ihm schon seit Tagen im Kopf herum. Endlich fühlte er sich zu Hause. Auch wenn er das gesamte Universum als sein Zuhause betrachtete... Und was für ihn einem Zuhause am nächsten kam, war noch immer der kleine blaue Planet namens Erde. Doch für sein neues großes Projekt brauchte er etwas Außergewöhnliches. Etwas Imposantes. Etwas, das die Bewohner dieser Welt, dieser Galaxie... dieses gesamten Universums beeindrucken würde.

Denn es war an der Zeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: in allen Bereichen zum Wesen an der Spitze der Existenz zu werden und sich auf tausend und eine mögliche Art zu amüsieren. Nun war er dazu in der Lage: Er verfügte über unvergleichliche Kräfte!

Vier Monate zuvor.

Sechzehn Wochen waren vergangen, seit Buu auf dem Planeten Namek gewesen war.

Während dieser Zeit hatte Buu sich auf den Weg zurück nach Icarion gemacht. Der Dschinn hatte seinem Schüler gegenüber keine Zeit mit Einzelheiten über seinen Aufbruch verschwendet und seine Anstrengungen bei all seinen Zielen noch weiter verstärkt. Während er Thorn trainierte, hatte er sich sowohl in der Magie als auch in seiner Kraft weiterentwickelt. Er hatte seine Körperbeherrschung so weit verbessert, dass er sich in etwa dreißig Teile von sich selbst aufteilen konnte. Er war in der Lage, sie gleichzeitig zu kontrollieren und sie mehrere Aufgaben erledigen zu lassen, während er selbst weiterhin die Kontrolle behielt. Anfangs hatte er große Schwierigkeiten damit gehabt, doch sein Fortschritt war außergewöhnlich schnell, da er motiviert war und seine sich ständig weiterentwickelnden magischen Begabungen ihm dabei sehr halfen.

Gleichzeitig hatte Buu die Dragon Balls eingehend studiert. Nach einem Monat intensiver Arbeit war es Buu gelungen, sie wieder zu aktivieren und sich ihre Kräfte anzueignen. Dennoch blieben ihm ihre Herkunft und Funktionsweise weiterhin ein Rätsel, obwohl er den Oberältesten absorbiert hatte. Er brauchte noch zwei weitere Monate, um sie zu beherrschen und sie vollständig mit seinen eigenen magischen Kräften zu verschmelzen.

Als er in der Lage war, Wünsche zu erfüllen, überlegte er, wie er dabei vorgehen wollte. Nun konnte er mit einem Fingerschnippen alles tun. Das erschien ihm also nur allzu natürlich...

SCHNIPS

Mitten in der Bibliothek von Icarion war eine Unmenge an Schokoladentafeln von der Decke gefallen und hatte unter den anwesenden Lesern für Chaos gesorgt. Alle hatten Buu böse angestarrt, während er sich auf dem Boden herumrollte. Er hatte sich lediglich gewünscht, Schokoladentafeln auf einem Tisch erscheinen zu lassen, aber das war nur ein teilweiser Fehlschlag gewesen. Seine Kraft war noch ungenau, aber das war nicht wichtig.

Seine Kraft funktionierte.

Nachdem er seine neuen Fähigkeiten gemeistert und seine Zeit damit verbracht hatte, allerlei verrückte und folgenlose Wünsche zu erfüllen, begab sich Buu zur Erde, wo er von einem ziemlich angewiderten und feindseligen Gott der Erde empfangen wurde.

„Ich weiß, welch abscheuliche Verbrechen du begangen hast, Buu“, sagte Dende wütend. „Ich kann dir den Mord an meinem Volk nicht vergeben. Wenn du auch nur einen Funken Anstand besitzt, verlasse diesen Planeten und lass uns in Ruhe!“

„Beruhige dich, Dende“, hatte Buu bedauernd geantwortet. „Ich bin gekommen, um meine Schuld wiedergutzumachen. Ich habe versprochen, die Erdlinge niemals anzufassen. Allerdings habe ich keinen Eid auf den Rest des Universums geschworen. Aber ich bereue, dass ich über dein Volk hergefallen bin, obwohl du mir gegenüber so freundlich gewesen bist. Ich bin gekommen, um dich um Vergebung zu bitten und meine Schuld wiedergutzumachen.“

„Und wie willst du das wiedergutmachen?“, erwiderte Dende streng. „Mein Volk wurde bereits einmal wiederbelebt. Durch die Kräfte von Shenlong können sie nicht noch einmal zurückgebracht werden. Was Polunga betrifft, so ist er nach deinen unverzeihlichen Taten auf meiner Heimatwelt verschwunden.“

Buu schenkte Dende ein geheimnisvolles Lächeln und hob den Arm. Der Namekianer wich besorgt einen Schritt zurück, doch der Dschinn führte lediglich seine Finger zusammen und ließ sie schnippen.

SCHNIPS

Dendes Artgenossen erschienen um sie herum. Sie sahen einander verwirrt an. Was den Gott der Erde betraf, so hätte er seine Augen wohl noch ein klein wenig weiter aufreißen müssen, damit sie ihm aus den Höhlen gefallen wären.

„Und da hast du deinen Wunsch erfüllt“, höhnte Buu. „Wer braucht Shenlong und Polunga, wenn ihr mich habt? Jetzt, da ich bekommen habe, was ich wollte, verspreche ich dir, dass dein Volk genauso sicher sein wird wie die Erdbewohner, unter der einzigen Bedingung, dass sie niemals wieder Dragon Balls herstellen. Schließlich gehört ihr Oberältester jetzt mir.“

Nachdem sie sich von dem ersten Schock ihrer Wiederbelebung erholt hatten, hörten die Namekianer diese Worte und starrten Buu zitternd an. Buu schenkte ihnen lediglich ein hämisches Grinsen und wandte sich wieder Dende zu, der noch immer völlig erschüttert von dem Geschehen war.

„Ich bin gut gelaunt, also bin ich bereit, dir noch einen Wunsch zu gewähren. Sag mir, Gott, was wünschst du dir?“

„Wa... Wie machst du das?“, stammelte Dende. „Wie viele Wünsche kannst du auf diese Weise erfüllen?“

„Ich habe viel trainieren müssen“, erwiderte Buu. „Aber ich kann keine Nebenwirkungen feststellen. Das Wissen des Oberältesten und des alten Kaioshin war äußerst hilfreich. Ich habe mir Polungas Magie angeeignet, auch wenn mir das Wesen seiner Natur noch immer entgeht. Aber ich habe seine Kräfte übertroffen: Ich kann alles erfüllen, was der Drache im Rahmen seiner Fähigkeiten vollbringen konnte, ohne zeitliche Begrenzung oder eine Begrenzung der Anzahl an Wünschen. Seltsamerweise kann ich keine Wünsche auf mich selbst anwenden. Ich muss wohl zu mächtig für mich selbst sein, haha!“

Dende und die Namekianer schwiegen, während Buu lauthals lachte. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, lächelte der Dschinn verschmitzt und wiederholte:

„Ich gewähre dir noch einen Wunsch, Dende. Ergreife deine Chance, denn eine solche Gelegenheit wird sich nicht mehr so leicht bieten. Was wünschst du dir?“

Beiläufig warf er einen Blick auf die Namekianer, und Dende folgte seinem Blick. Er verstand, worauf Buu hinauswollte, sah die Realität ein und verbeugte sich vor Buu.

„Bitte, Buu, bring mein Volk zurück nach Namek...“

„Zu Diensten!“, freute sich Buu und schnippte mit den Fingern.

Sofort verschwanden die Namekianer, und Dende konnte in seinem Innersten bestätigen, dass die Seinen noch immer irgendwo im Universum lebten, sicherlich bei sich zu Hause. Buu hatte sein Wort gehalten, und er hatte die Wahrheit gesagt: Nun konnte er eine außergewöhnliche mystische Magie einsetzen.

„Nun denn, ich lasse dich allein, Dende“, rief Buu und flog in die Lüfte. „Ich habe noch einiges zu erledigen, bevor ich mein großes Projekt in die Tat umsetze!“

„Was ist es?“, rief Dende ihm eilig hinterher, bevor Buu davonflog. „Was hast du noch vor?“

Buu sah ihn mit einem undurchschaubaren Blick an und lächelte dann. Es war unnötig, seine großartigen Pläne vor jemandem zu verbergen, den er als einen seiner wahren Freunde betrachtete.

„Das Zeitalter der heiligen Drachen ist vorbei, mein lieber Gott. Schluss mit der Suche nach den Dragon Balls, die die Gier der Menschen wecken! Die Erdbewohner und die Namekianer haben kein Monopol mehr auf Wünsche. Ich werde dem Rest des Universums ebenfalls die Möglichkeit geben, ihre Träume wahr werden zu lassen! Ich werde als Genie bekannt werden, der tausend Wünsche erfüllt, und endlich werde ich einen rasanten Aufstieg an die Spitze der Existenz erleben! Und dafür werde ich ein paar Experimente durchführen und mich dabei amüsieren...“

Mit diesen Worten verschwand Buu und ließ einen verblüfften Dende zitternd allein inmitten des göttlichen Heiligtums zurück. Der Namekianer war sich unsicher, was die Zukunft dieses Universums anging. Welche Katastrophe würde Buu wohl auslösen können?

Danach widmete Buu den Großteil seiner Zeit der Kontrolle über die verschiedenen Teile seines Körpers, und zwar über immer größere Entfernungen hinweg. Mittlerweile schaffte er es, weit entfernte Systeme abzudecken, ohne dabei Energie zu verlieren. Es fiel ihm noch immer schwer, jeden einzelnen Teil unabhängig handeln zu lassen, doch das Konzept einer „Schwarmintelligenz“ hatte er gut verstanden: All seine Teile waren zu einem einzigen Geist verbunden, verfügten gleichzeitig aber über eine gewisse Eigenständigkeit und konnten unabhängig von den anderen handeln. Wenn einer von ihnen niesen musste, würden die anderen nicht mitniesen... Zumindest meistens.

So konnte Buu mehrere seiner Projekte gleichzeitig verfolgen: Einer seiner Teile kümmerte sich beispielsweise ausschließlich um Thorns Training. Ein anderer übte sich in Magie.

Drei weitere setzten die Forschungen auf Icarion fort, denn selbst zu mehreren war diese Aufgabe noch immer gewaltig. Fast alle übrigen waren aufgebrochen, um die benachbarten Systeme sowie andere, weiter entfernte Systeme zu erkunden.

Im Gegensatz zu Cell besaß Buu keinen „Kern/Nukleus“. Jede einzelne dieser Zellen war ein vollständiger Buu für sich. Ganz gleich, ob es sich um einen ganzen Körper handelte, der durch den Weltraum reiste, oder um einen kleinen schwebenden Kopf zwischen den Regalen einer Bibliothek auf Icarion, Buu war vollständig da und teilte in Echtzeit das Wissen all seiner anderen Teile. Dabei spielte die Entfernung keine Rolle. Er war damit nahezu unverwundbar. Er ließ einen winzigen Teil von sich am anderen Ende des Universums zurück, verborgen vor aller Augen. Sollten all seine Körper zerstört werden, würde er sich aus diesem Teil heraus neu bilden, ohne den geringsten Schaden davonzutragen.

Und schließlich hatte er in seinen großartigen Plänen noch die besonders verlockende Kirsche auf dem bereits gewaltigen und bestens vorbereiteten Kuchen vorgesehen: einen universellen Wunschdienst!

Auf einem Planeten am Rand der Grenze zwischen zwei großen Galaxien hatte sich ein Teil von Buu in einem prächtigen Palast niedergelassen, den er dank seiner neuen Kräfte hatte erscheinen lassen, und die Nachricht in zahlreichen Welten verbreitet. Von Icarion und seinen unzähligen Handelszentren aus hatte sich das Gerücht mit atemberaubender Geschwindigkeit in Hunderten von Systemen verbreitet. Viele Zivilisationen verfügten über Raumfahrttechnologie. Bei vielen handelte es sich um Überreste von Freezers Imperium, das zahlreiche Planeten kolonisiert und weiterentwickelt hatte.

Nun wussten Tausende denkender Wesen von der Erscheinung eines übermächtigen Dschinns, der jeden beliebigen Wunsch erfüllen konnte, und aus den unterschiedlichsten Gründen bereiteten sie sich alle auf eine lange Reise zu dieser utopischen Welt vor, die ihnen zahlreiche Wunder versprach. Doch sie ahnten nichts von der Kehrseite: Was sie erwartete, war entweder das erhoffte Paradies... oder eine der schrecklichsten Höllen überhaupt.

Vor diesem gewaltigen Palast mit seiner ungewöhnlichen Architektur, die man mit den großen Bauwerken der östlichen Regionen der Erde vergleichen konnte, hatte sich eine Schar von Wesen vor den verschlossenen Toren zusammengedrängt. Alle waren fasziniert von der Schönheit dieses Ortes, der in tausend Lichtern und leuchtenden Farben erstrahlte. Ungeduldig warteten sie auf dieses neue, geheimnisvolle Wunder voller hoffnungsvoller Versprechen, doch sie wagten es nicht, das Gelände zu betreten, das ihnen vorerst verschlossen schien. Es hieß, dieser Dschinn sei ein mythisches Wesen, das einst Hunderte von Welten verwüstet hatte, und in den vergangenen Jahren habe er auf mehreren Planeten ebenso viele Unglücke wie Wohltaten verbreitet. Sie wussten daher, dass es besser war, ihn nicht zu verärgern.

Nach mehreren endlosen Tagen des Wartens erschien schließlich der berühmte Buu höchstpersönlich oben auf einer Säule des Tores und blickte Tausenden bewundernden, aber auch verängstigten Augenpaaren entgegen. Während er ihnen ein rätselhaftes Lächeln schenkte, benutzte er einen Zauber, damit ihn alle über Kilometer hinweg hören konnten, obwohl seine Stimme nur diejenigen erreichte, die ihm direkt gegenüberstanden.

„Willkommen, liebe Reisende und Pilger! Ich stelle mich vor: Ich heiße Buu und bin ein Entdecker. Während meiner Reisen durch das Universum habe ich meine Kräfte weiterentwickelt und bin zu einem Magier mit unvergleichlichen Fähigkeiten geworden! Weil ich möchte, dass auch ihr davon profitiert, habe ich beschlossen, diesen Ort zu erschaffen, damit ihr mich um jeden beliebigen Wunsch bitten könnt und ich ihn erfüllen werde! Hiermit möchte ich euch meine Worte beweisen...“

Er schnippte mit den Fingern, und der Himmel verdunkelte sich plötzlich, woraufhin die Menge erschrocken aufschrie. Buu kicherte, änderte die Farbe des Himmels mehrmals, bevor er sie wieder zurücksetzte, und fuhr fort.

„Allerdings warne ich euch, Sterbliche! Ich habe meine eigenen Regeln, und wenn ihr hier eintretet, dann auf eigene Verantwortung. Ich werde eure Wünsche nach meinen persönlichen Maßstäben beurteilen. Wenn ich der Meinung bin, dass euer Wunsch es verdient, erfüllt zu werden, werde ich ihn erfüllen. Wenn er mir jedoch nicht zusagt, werdet ihr auf der Stelle getötet. Nur die Mutigen, die sich vor dem Tod nicht fürchten, sollten dieses Tor durchschreiten. Natürlich kann jeder versuchen, vor mich zu treten, auch die Feiglinge. Doch sobald ihr mir euren Wunsch vorgetragen habt, könnt ihr das Ergebnis unter keinen Umständen anfechten. Ihr seid gewarnt!“

Ein Schauer des Entsetzens ging durch die Menge. Viele fragten sich, ob ihr Traum ein solches Risiko wert war. Mehrere Dutzend Personen entschieden sich, wieder zu gehen. Doch einige Hundert andere waren noch immer bereit, ihr Glück zu versuchen.

Buu lächelte und fuhr fort.

„Gut. Dann erkläre ich euch jetzt, wie es abläuft. Ich werde euch im hinteren Teil des Palastes erwarten. Einer nach dem anderen werdet ihr vor mich treten und mir euren Wunsch nennen. Anstehen ist Pflicht. Wer Gewalt anwendet oder versucht, sich vor jemand anderen zu drängeln, wird sofort getötet. Geduld ist eine Tugend, die ihr unter Beweis stellen müsst. Allerdings garantiere ich allen, die in der Schlange stehen, ihre Sicherheit. Ihr steht unter meinem persönlichen Schutz. Wenn das für jeden von euch klar ist, heiße ich euch in meinem Palast willkommen und lade euch ein, zu mir ins Innere zu kommen!“

Auf seinem Thron sitzend erblickte Buu in der Ferne die ersten Ankömmlinge. Er hatte diesen Palast mit Magie erschaffen, sodass das Innere weitaus größer war, als es von außen den Anschein machte. Die Letzten in der Schlange würden gut einen halben Tag brauchen, um ihn zu erreichen.

Buu hatte seine eigenen Erwartungen an diese neue Tätigkeit. Er wollte die Grenzen der Wünsche testen, die er erfüllen konnte. Er wollte neue Talente finden, die es wert waren, absorbiert zu werden, und er würde sich nicht scheuen, dies auch zu tun. Doch vor allem erfüllte ihn dieses tiefe Gefühl der Überlegenheit: Er hatte über Leben und Tod dieser armen sterblichen Seelen zu entscheiden. Er würde mit ihnen experimentieren und ihr Leben je nach ihren Wünschen auf tausend und eine Art verändern können. Er würde selbst bestimmen, was gut und böse war, und den Begriff der Moral an sich neu definieren. Er betrachtete sich nicht als Gott, denn er hasste diesen Status. Aber er kam ihm nahe. Er war ein Genie. Er war ein Dschinn.

Endlich erreichte der Erste ihn. Der Außerirdische verbeugte sich vor dem Dschinn und äußerte seinen Wunsch:

„Großer Buu, ich möchte unsterblich werden.“

„Natürlich, ich hätte gewettet, dass dies der erste Wunsch sein würde, den ich zu hören bekomme“, seufzte der Dschinn.

Bei solchen Wünschen versuchte Buu, den Geist seines Gesprächspartners zu sondieren. Doch im Herzen dieses Individuums konnte er keine guten Beweggründe erkennen. Dort fand er nur denselben Wunsch, den Freezer auf Namek gehegt hatte: unsterblich zu werden, um dem Tod für immer zu entgehen und sich niemals seiner Angst vor ihm stellen zu müssen.

„Ein klassischer Wunsch, sterbenslangweilig“, sagte er schließlich. „Abgelehnt.“

Er richtete seinen Zeigefinger auf das Individuum und löschte es mit einem Energiestrahl aus. Diejenigen, die dahinter warteten, zitterten vor Angst, und Buu fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. Dieses neue kleine Spiel bereitete ihm bereits große Freude.

Der Nächste trat widerwillig vor. Buu konnte seinen tiefen Wunsch spüren, die Beine in die Hand zu nehmen, doch irgendetwas trieb ihn dazu, trotz allem, was er gerade mit angesehen hatte, weiterzumachen.

„Gr... Großer Buu“, stammelte er. „Ich möchte, dass meine Frau von einer unheilbaren Krankheit geheilt wird, die sie seit Langem quält und ihr schreckliche Schmerzen bereitet. Ich flehe Euch an...“

Nachdenklich empfand Buu Mitgefühl für dieses Wesen, dessen Herz aufrichtig und rein war. Sollte er seinen Wunsch wirklich einfach so erfüllen?

„Sehr gut. Weil du mein erster positiver Wunsch bist, werde ich keine Spielchen mit dir treiben. Dein Wunsch ist erfüllt.“

SCHNIPS

Buu schnippte mit den Fingern, und der Wunsch wurde erfüllt. Der Außerirdische blickte mit tränengefüllten Augen zu ihm auf, voller Dankbarkeit. Er überschüttete ihn mit tausend Danksagungen und zog sich unter den mehr oder weniger lächelnden Blicken der Wartenden zurück, während Buu ihn aufmerksam und nachdenklich beobachtete.

Töten oder erfüllen, das war gut, das war schließlich das Prinzip seiner neuen Rolle. Aber es war zu einfach. Das würde er nicht jedes Mal machen.

Jetzt hatte er viele Dinge auszuprobieren.

In den folgenden Monaten erfüllte Buu Tausende von Wünschen. Viele starben durch die Hand des Dschinns, der von Wünschen genervt war, die ihm zu gewöhnlich erschienen oder von Gründen motiviert waren, die er langweilig fand. Gleichzeitig erfüllte er viele andere, und oft geschah dies aus einem Anflug von Empathie und Verständnis heraus. Es gefiel ihm auch, gute Nachrichten zu verbreiten und würdigen Wesen Quellen der Freude zu schenken.

Wie er so oft verkündet hatte, wollte er für unschuldige und reine Seelen ein wohlwollender Genie und für boshafte Herzen ein bösartiger Dämon sein. Aber es machte ihm auch Spaß, die Schwachen zu quälen und die Mächtigen zu stärken. Er war ein Wesen voller Widersprüche, dessen größter Wunsch es war, sich vor allem zu amüsieren und unter allen Umständen der Beste zu sein.

Um für Abwechslung zu sorgen, legte Buu einen großen Teil der Wünsche auf seine eigene Weise aus und baute oft strenge Bedingungen in ihre Erfüllung ein.

Eines Tages, wie an jedem anderen auch...

„Oh, Herr Buu“, sagte ein Außerirdischer demütig. „Ich bitte Euch, meinen Wunsch zu erfüllen. Auf meinem Planeten herrscht ein ewiger Krieg. Seit Jahrhunderten bekämpfen sich unsere beiden Nationen nur mit Gewalt. Sorgt dafür, dass zwischen unseren beiden Völkern Frieden herrscht.“

„Hm, ich verstehe...“, sagte Buu. „Einverstanden. Ich werde eine der beiden Nationen vernichten. Du darfst entscheiden, welche.“

„Was... Nein!“, rief das Individuum schockiert. „Ich bitte lediglich um Frieden, nicht um die Ausrottung eines Volkes!“

„Ihr hasst euch und seid nicht in der Lage, euren Streit aus eigener Kraft zu beenden. Wenn ihr keinen Frieden schließen könnt, wird er sich von selbst einstellen, sobald eine der beiden Seiten verschwunden ist. Wenn dir das nicht zusagt, gewähre ich dir das Recht, auf deinen Wunsch zu verzichten und von hier lebend fortzugehen.“

Das Individuum schwieg, hin- und hergerissen von einer Gewissensentscheidung, an der Buu sich sadistisch erfreute.

„Nun?“, fragte Buu. „Wie entscheidest du dich?“

„Bitte, vernichtet die feindliche Nation“, sagte das Individuum mit gebrochener Stimme.

„Und damit wäre das erledigt“, sagte Buu mit einem hämischen Grinsen und schnippte mit den Fingern. „Dein Volk ist nun der alleinige Herrscher über deine Welt. Geh.“

Während das Individuum schweren Herzens davonging, sagte die Person, die als Nächste in der Schlange an der Reihe war, verächtlich zu ihm:

„Ihr seid wirklich ein schreckliches Wesen.“

Buu beobachtete gelassen, wie das Individuum mit schwerem und schuldbeladenem Herzen aus seinem Blickfeld verschwand.

„Hehehe“, kicherte er.

Ein anderer Tag.

Ein äußerst geheimnisvolles Wesen trat zu Buus großer Überraschung vor ihn.

„Genie, ich bin ein unsterbliches Wesen, das auf dem Planeten Pandora lebt. Ich kann nicht sterben und möchte ein für alle Mal aus dieser Existenz verschwinden.“

„Das ist... faszinierend!“, rief Buu aus und beugte sich auf seinem Thron nach vorne, um ihn genauer zu untersuchen. „Deine Unsterblichkeit ist einzigartig. Es sieht so aus, als wäre deine Seele in der Zeit eingefroren oder etwas in der Art... Meiner Meinung nach wird es nichts bringen, dich bis auf die molekulare Ebene zu zerstören. Du kannst überhaupt nicht sterben.“

„Allerdings. Ich habe bereits alles versucht, sogar indem ich mich in eine Sonne gestürzt habe, aber es hat nichts gebracht.“

„Deine Seele kann nicht ins Jenseits geschickt werden, das ist wirklich merkwürdig...“, murmelte Buu. „Nun gut. Ich werde meine Zeit nicht damit verschwenden, zu versuchen, dich zu zerstören. Damit könnte ich Jahre verbringen. Ich bezweifle, dass meine magischen Kräfte dabei hilfreicher wären. Aber ich habe eine sichere Methode, dich für immer schlafen zu lassen.“

„Welche Methode ist das?“

„Ich kann dich absorbieren. Du wirst ein fester Bestandteil von mir werden. Auf diese Weise kann ich deinen Wunsch erfüllen.“

„Werde ich... bei Bewusstsein sein?“

„Nein.“

„Dann, Genie, absorbiert mich.“

Nach diesen Worten wurde der Unsterbliche von Pandora von Buu absorbiert, der seine neue Errungenschaft sofort untersuchte. Leider ließ sich die Eigenschaft dieses seltsamen Phänomens nicht auf Buu übertragen und wurde nicht zu einer Fähigkeit von ihm. Er konnte nicht dieselbe Unsterblichkeit wie der Unsterbliche erlangen. Und er konnte sie daher nicht nach Belieben untersuchen. Aber das war kein großer Verlust. Dieser Unsterbliche konnte nun endlich in Frieden ruhen.

Noch ein anderer Tag.

„Oh, großer Genie, meine Heimatwelt liegt im Sterben. Ihre natürlichen Ressourcen gehen zur Neige und meinem Volk fehlt es an Wasser. Ich flehe Euch an, rettet uns vor der Dürre!“

„Ihr müsst einfach den Planeten wechseln“, erwiderte Buu und kniff die Augen zusammen. „Vielleicht soll ich euch woandershin teleportieren?“

„Nein, oh Genie, wir können uns nicht von unserem geliebten Planeten trennen. Ich gebe Euch mein Leben im Austausch für Eure Hilfe!“

„Dein Leben bedeutet mir überhaupt nichts. Dein Wunsch hat keinen Wert und verschwendet nur meine Zeit.“

„Ich bin bereit, Euch meine Seele und mein ganzes Wesen zu geben. Rettet mein Volk, ich flehe Euch an!“, bat der Außerirdische inständig.

„Deine Seele?“, wiederholte Buu.

Der Dschinn dachte einen Moment lang nach.

„Interessant... Na gut. Dann werde ich mit deiner Seele machen, was ich will, und ich will kein Jammern von dir hören.“

„Oh, danke, großer Genie, danke!“

SCHNIPS

„So, die Wolken sind auf deine Welt zurückgekehrt“, sagte Buu. „Das Wasser fließt wieder in Hülle und Fülle. Und nun bist du unsterblich.“

„Nochmals danke, großer... Was?“, unterbrach sich der Außerirdische.

„Du bist unsterblich“, wiederholte Buu mit einem hämischen Grinsen. „Wenn du willst, dass das Wasser auf deinem Planeten erhalten bleibt, besteht deine Aufgabe darin, für einen stabilen und friedlichen Zustand unter seinen Bewohnern zu sorgen. Du musst deine Welt tausend Jahre lang beschützen. Wenn du scheiterst, wird das Wasser für immer verschwinden und du wirst diese Bürde für die Ewigkeit tragen. Und jetzt an die Arbeit.“

Als der Außerirdische die Härte in der Stimme des Dschinns hörte, stieß er einen Schreckenslaut aus und ging davon, während seine Seele von Qualen erfüllt war. Er hörte nicht, wie Buu zufrieden vor sich hin kicherte.

Ein anderer Tag...

Es war ein kleines Wesen mit Federn und einem Schnabel. Ihre schwere Brille lastete beinahe genauso schwer auf ihr wie der Druck dieser Begegnung.

„Darf ich ein Foto machen?“, fragte sie beeindruckt.

„Ist das dein Wunsch?“, erwiderte Buu sarkastisch.

Er hörte nicht nur die Worte, sondern auch die Gedanken und Absichten und wusste genau, dass dies nicht ihr Wunsch war.

„Nein, nein, nein!“, rief sie panisch. „Es ist für die Akte.“

Buu war überrascht, verbot sich aber, in ihrem Geist nachzusehen, wovon sie sprach. Zu schnelle Antworten waren nicht amüsant.

„Mein Wunsch ist, ist, ähm... Darf ich zuerst das Foto machen? Damit, falls ich... falls ich... sterbe... Ich habe einen Roboter programmiert, er wird das Foto in die Akte legen und sie abschicken und wenigstens...“

„Wovon sprichst du? Welche Akte?“

„Es ist... Ich bin hier für die letzte Etappe meiner Doktorarbeit... ‚Die Gründe und Auswirkungen von Buus Wünschen auf die Gesellschaft nach den Frostdämonen‘. Ich habe Tausende von Wünschen untersucht, die Ihr erfüllt und abgelehnt habt. Deshalb weiß ich bereits, dass Ihr die Trickwünsche abgelehnt habt, wie etwa ‚Ich möchte, dass Ihr Euch selbst tötet‘ und ‚Ich möchte, dass Ihr einen Stein erschafft, der so schwer ist, dass Ihr selbst ihn nicht tragen könnt.‘... Aber... um meine Doktorarbeit zu vervollständigen... musste ich das abschließende Experiment selbst durchführen!“

„Hm... Du hast Mut, dein Leben dafür aufs Spiel zu setzen.“

„Es ist sehr schwer, eine feste Stelle zu bekommen...“

Sie drehte ihm den Rücken zu und hob ein Gerät vor sich. Ein „Klick“ ertönte, und das Selfie einer zitternden Varga mit dem übermächtigen Dschinn hinter ihr wurde über Funk an ihre Universität geschickt. Dann wandte sie sich wieder ihm zu.

„Also... ähm... Herr... Buu... Mein Wunsch lautet... Bitte lehnt meinen Wunsch ab!!“

Für einige Sekunden herrschte Stille. Die nächste Person in der Schlange fragte: „Hä??“ Buu riss seine schwarzen Augen weit auf.

„Ich verstehe... aber das ist lediglich ein paradoxer Satz. Du könntest mich genauso gut bitten, nach oben zu gehen, indem ich nach unten gehe, oder dafür zu sorgen, dass zwei gleich eins ist. Das ist nichts weiter als verbaler Unsinn.“

„Nur wurde das Nach-oben-Gehen durch Nach-unten-Gehen bereits vom Raumfahrer Emcé Escher während seines Experiments zur Schwerelosigkeit durchgeführt. Und Ihr habt den Wunsch ‚2 = 1‘ bereits vor zwei Monaten abgelehnt.“

„Hehe... ja, ein angehender Agent des Chaos, der hoffte, die Zerstörung des Universums auszulösen, wenn ich seine Regeln änderte... Ich erinnere mich. Ich hatte gesagt: In diesem Fall sind zwei deiner Zellen fortan nur noch eine. Ich habe es angewandt und so weitergemacht, bis nur noch eine einzige Zelle von ihm übrig war. Wir hatten viel Spaß. Na ja, ich zumindest.“

Die Varga wartete.

„Hm? Ah, was mache ich? Nun, tut mir leid, ich habe keine spektakuläre Antwort. Aber ich habe eine quantische. Wusstest du, dass es eine unendliche Anzahl von Universen gibt? Für jede mögliche Handlung gibt es jede mögliche Auflösung, die in verschiedenen Universen dargestellt wird. Zum Beispiel die allseits bekannte ‚Freezers Katze‘. Man sagt, dass ein Frostdämon eines Tages eine Katze getötet hat, sie aber überlebt habe. Tatsächlich ist diese Katze gleichzeitig tot und lebendig, denn in einer unendlichen Anzahl von Universen hat sie überlebt und in einer anderen unendlichen Anzahl ist sie tot. Somit habe auch ich gleichzeitig deinen Wunsch abgelehnt und deinen Wunsch angenommen. In den Universen, in denen ich ihn abgelehnt habe, bist du tot, denn das passiert, wenn ich einen Wunsch ablehne. In den anderen, einschließlich diesem hier, habe ich ihn angenommen, und die Wirkung dieser Annahme ist die Ablehnung in diesen anderen Universen.“

Die Studentin war erleichtert, im richtigen Universum zu sein.

So begann Buu seine große Suche danach, den Bewohnern dieses Universums, das er so sehr liebte, Wünsche aller Art zu erfüllen. Die meiste Zeit nutzte Buu die Kraft, die er durch die Dragon Balls erlangt hatte, um die Wünsche zu erfüllen. Manchmal setzte er seine eigenen magischen Fähigkeiten ein, natürliche oder gewaltsam vom alten Kaioshin und anderen Magiern angeeignete, denen er während seiner Erkundung des Weltraums begegnet war, um seine Vorgehensweise abwechslungsreicher zu gestalten und seine mystischen Kräfte zu verbessern.

20 September

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