DB Multiverse
DBM Universum 4: [Zen] Buu
Geschrieben von Arctika
Übersetzt von ZenBuu
Korrekturgelesen von: iron leaf
Updates kommen 1 und 15 des Monats um 18:00 (Pariser Zeit)
Nächste Seite in : 12 Tagen, 7S
Teil 1 :0
Teil 2 :123456
Teil 3 :78910
![[Chapter Cover]](/imgs/fanfic/u4/cover-s.jpg)
Kapitel 9
Übersetzt von ZenBuu
Ruinen. Asche. In Stücke gerissene Körper.
Flüsse aus Blut. Hügel von Hunderten Leichen. Sternenstaub. Planeten, von der Karte gestrichen.
„Ich bin dein Meister, Majin Buu, du musst mir gehorchen!“ „Dank dir wird mir das Universum gehören, mein Sklave, ha ha ha ha!“
Die Lust am Tod. An der Zerstörung. Brechende Knochen. Stillstehende Herzen. Der Lebensfunke, der erlischt. Und eine genussvolle Befriedigung angesichts eines solch stellaren Schauspiels. Aber auch ein Verlangen nach Unabhängigkeit. Nach Freiheit. Das ist gesund. Geleitet einzig von einem mörderischen und gefräßigen Instinkt. Den Tod als Vergnügen sehen. Als Spiel. Ein Blutdurst, dem man nicht entkommen kann. Selbst nach der Absorption eines Gottes. Selbst nach der Weiterentwicklung.
Beleidigungen. Dann ein Hund. Dann ein Mann am Boden. Von einem Verbrecher zusammengeschlagen. Die Entfesselung grenzenloser Wut. Die Angst, für die Ewigkeit in einer weißen Wüste gefangen zu sein. Der Zorn, übertroffen worden zu sein. Der Sohn des Helden. Endlich assimiliert. Und während sein Triumph sicher schien...
„Ich bin die Fusion aus Vegeta und Kakarott... Ich bin Vegetto...“ „Was ist los, bist du plötzlich stumm? Ich habe hier überhaupt keinen Spaß.“ „Oder hast du schon genug? Dann entschuldige ich mich dafür, beleidigend gewesen zu sein.“ „Ich pulverisiere dich ganz einfach, genau wie deinen Kamm, ohne die geringste Anstrengung.“
Ohnmacht. Frustration. DER BLUTDURST...

Buu riss plötzlich die Augen auf. Er blickte sich um, desorientiert und verloren in seinen Erinnerungen. Völlig verwirrt, noch immer von der Selbstreflexion beeinflusst, die er gerade durchlebt hatte. Er schüttelte einige Augenblicke lang den Kopf und kam langsam wieder zu sich.
Seit nunmehr einer Stunde saß Buu im Schneidersitz, die Hände auf seinem Bauch ruhend, die Augen geschlossen, auf einem Felsbrocken, der friedlich im Weltraum schwebte. Er bereitete sich darauf vor, eine wahre Schreckensherrschaft über eine friedliche Welt voller unschuldiger Wesen zu entfesseln. Also hatte er beschlossen, die unangenehmsten Erfahrungen seines Lebens erneut zu durchleben – jene, die ihn wütend, aggressiv und frustriert gemacht hatten und ihn in rasende Rage versetzt hatten. Gleichzeitig meditierte er über Themen, die ihn immer mehr interessierten: seine Persönlichkeit, seine Existenz und seine Gefühle.
Vor drei Tagen hatte er den blutgetränkten Planeten verlassen und seine chaotische Reise mit einer Reihe von Vorversuchen begonnen. Ohne zu zögern hatte er aus der Ferne Welten zerstört, auf denen er Leben wahrnahm, und massive Energiestöße entsandt. Keine Reue. Kein Widerstand. Seine Absorptionen bereiteten ihm dabei nicht einmal den Hauch eines Unbehagens. Doch nun würde er sich ernsteren Dingen widmen. Er würde zu dem zurückkehren, was er einst gewesen war.
Er war kein Kind, außer Kontrolle oder vollkommen wahnsinnig.
Er war nicht länger der dickliche Ballon, widerlich in seiner absurden Unschuld. Nein…
Er war derjenige, der den himmlischen Palast auf der Erde angegriffen hatte. Derjenige, der Gotenks gegenüberstand und danach Son Gohan. Derjenige ohne Geduld, der alles menschliche Leben ausgelöscht hatte, nur um Piccolo zu terrorisieren und ihn zur Kooperation zu zwingen.
Doch Buu fürchtete, dass die neuen Manifestationen seiner Absorptionen ihn selbst einschränken würden. Er hatte Angst, nicht mehr derselbe zu sein – frei und ohne Fesseln. Tief in seinem Inneren zweifelte er daran, wer er wirklich war. Ein Dämon? Ein Held? Oder nur ein armes, einsames, unersättliches Wesen?
Als er auf der Erde gewesen war, besessen von mächtigen Gegnern, außer Kontrolle und ungehemmt, hatte er sich solche Fragen nie gestellt. Er wollte nur kämpfen. Kämpfen und siegen. Nun hatte er sich weiterentwickelt. Er hatte Wissen erlangt, Fähigkeiten. Er begann, das Universum und seine Umgebung zu verstehen. Doch was war mit ihm selbst? Er verstand seinen eigenen Körper nicht, seine Wechselwirkungen mit seinen Opfern, die Entwicklung seines Stoffwechsels. Er war so sehr von den Konsequenzen seines Absorptionsmechanismus besessen, dass er beschloss, sich die Zeit zu nehmen, seinen eigenen Körper von innen heraus zu erforschen – begierig darauf, jeden Teil seiner selbst kennenzulernen. Die Absorbierten sammelten sich im neuen, für sie vorgesehenen Raum, der sich von selbst an jede Veränderung, jeden Neuankömmling anpasste.
Buu erbte alles. Ihre Kräfte. Ihre Erinnerungen. Ihre Handlungsweisen, ihre Denkweisen. Ihre Überzeugungen, ihre Werte. Und selbst auf subtile Weise beeinflusste all das sein eigenes Wesen.
Buu hatte immer Freude am Töten gefunden. Selbst als mächtiger Krieger, der Gotenks gegenüberstand – seine letzte große Freude. Er liebte es, gewalttätig und erbarmungslos zu sein. Das lag tief in seiner Natur. Brutalität war berauschend. Doch er war nicht in der Lage, die Welt zu zerstören, die er gerade gerettet hatte. So wie die Erde. Auch wenn er Geduld gewonnen hatte und nun wusste, wie man die kleinen Wunder des Lebens genießt, wollte er sich nicht grundlegend verändern. Er wollte er selbst bleiben.
Es war also Zeit für ein neues Experiment, um Klarheit zu schaffen.
Und dafür erinnerte er sich an zwei Dinge: die unangenehmsten Ereignisse seines Lebens – ebenso wie an die Quellen, die ihn einst mit Lust und Zufriedenheit berauscht hatten.
Den Zauberern gehorchen. Ihre Beleidigungen, ihre Ambitionen. Satan vor seinen Augen leiden sehen. Die Wut, die er empfand. Die Frustration, von Son Gohan dominiert worden zu sein – und erst recht von Vegetto. Vegetto... den bereute er fast ein wenig...
Aber auch die Euphorie, Welten zu Staub zu reduzieren. Leben zu nehmen. Unschuldige in Süßigkeiten zu verwandeln. Sie zu essen und zu verdauen. Sich an ihrer Angst und ihrem Leiden zu berauschen. Sie beim Zittern zu beobachten, allein beim Klang seines Namens. Es war nicht nur ein Zeitvertreib. Kein Hobby. Es war eine Notwendigkeit. Ein unwiderstehliches Verlangen. Und es war nie verschwunden. All die Zeit, in der er freundlich gewesen war, hatte er seinen Durst nach Gewalt und Brutalität unterdrückt. Er wollte ihn stillen. Ihn freisetzen.
Doch das Problem war, dass ihn das zu seinem ursprünglichen Zustand zurückführte: ein hirnloser Sklave. Und nun stand er darüber. Was sollte er tun? Welchen Weg sollte er einschlagen? Er verlor sich. Er musste entscheiden, wer er war. Und wer er sein würde.

Buu hatte eine neue Welt ein paar Parsec entfernt entdeckt. Seine Wahrnehmung von Kräften und Lebenszeichen verbesserte sich mit der Zeit stetig, während er lernte, den Raum um sich herum immer präziser zu erfassen. Der Kaioshin, den er absorbiert hatte, war ihm dabei ebenfalls eine große Hilfe. Der Schutzgott des Universums – zusammen mit seinem Lehrling – erwies sich als äußerst nützlich, wenn es darum ging, Lebenszeichen aufzuspüren. Er hätte mithilfe der Erinnerungen dieses mächtigen Geistes augenblicklich jede existierende Welt mit Leben besuchen können, doch das hätte keinen Spaß gemacht. Buu zog es vor, seine eigenen Sinne und seine Energie zu nutzen, statt ziellos umherzuwandern. Er hatte alle Ewigkeit vor sich. Er konnte sich Zeit lassen.

Ein kurzer Moment genügte, um zu dem Planeten zurückzukehren, der gerade sein Interesse geweckt hatte. Der Anblick dieser Welt aus dem All faszinierte ihn sofort. Es war kein Zwillingsstern der Erde, doch das wunderschöne Blau, das ihre Atmosphäre prägte, war ebenso beeindruckend wie beunruhigend. Buu erinnerte sich an die Bilder der Erdbewohner auf ihrem kleinen blauen Planeten, während Zweifel in ihm aufkamen. Würde es ihm gelingen, seine natürliche Grausamkeit und seinen Sadismus zu entfesseln?
Am Ende dieser drei Wochen hatte Buu sich darauf fixiert, die Bevölkerung auszurotten – nachdem er sie langsam hatte leiden lassen. Doch darüber hinaus wollte er um jeden Preis den wachsenden Einfluss des Guten bekämpfen, der in ihn einsickerte. Er war nicht so weit gekommen, nur damit Son Goku und seine Freunde ihn zum größten Samariter des Universums machten. Er genoss es, den Sandleuten zu helfen, doch sein eigentliches Ziel war ihm fast entglitten, verschlungen von Reue und einem Gefühl tiefer Gelassenheit. Nächstenliebe war ein äußerst gefährlicher Gedanke. Und Buu wollte weiterhin reine Selbstsucht verkörpern – so wie damals, als er all diese Musiker und Wissenschaftler absorbiert hatte. Dabei halfen ihm die Erinnerungen von Piccolo und Son Goku an die frühere Inkarnation des Namekianers: Piccolo, der sogenannte Oberteufel, der die Welt in Terror und Chaos gestürzt hatte. Ein gutes Vorbild. Freezer ebenfalls – ein durchaus relevantes Beispiel. Vegeta war als Inspiration für pure Selbstsucht auch nicht schlecht. Doch vor allem: er selbst. Jenseits jeder Grenze, jeder Moral. Er ballte die Fäuste, seine blutroten Iris flackerten vor Zorn. Seine Rückkehr stand kurz bevor. Die Rückkehr der größten Bedrohung.
Eilig und ohne zu zögern steuerte Buu auf die Oberfläche zu, erneut auf das Nervenzentrum des Planeten, dorthin, wo er die größte Konzentration an Lebensenergie spürte. Wie auf vielen anderen Welten, die er bereits besucht hatte, gab es Anzeichen einer fortgeschrittenen Zivilisation. In welchem Ausmaß, wusste er jedoch noch nicht. Der Ort, von dem aus er den Himmel erblicken konnte, schien eine ummauerte Hauptstadt zu sein, recht rustikal und alt, und im Herzen der Stadt erhob sich ein Schloss. Es war zweifellos die größte Stadt dieser Welt, denn dort spürte er die meisten Bewohner. Doch auch über die gesamte Oberfläche verteilt gab es unzählige weitere. Es war ein dicht besiedelter Stern.
Noch mehr Wesen, die man unterwerfen, terrorisieren und in köstliche Schokolade verwandeln konnte.
Buu hatte in den vergangenen Monaten bereits Völkermorde begangen. Doch seine Gedanken wurden von Reue zerfressen. Er musste dieses Bedauern überwinden.
Buu landete im Herzen der Stadt, auf dem, was wie ein großer Platz wirkte, in dessen Zentrum ein massiver Obelisk stand. Unbekannte Inschriften waren in seine Seiten eingraviert. „Schon wieder eine neue Sprache, die ich lernen muss“, seufzte Buu innerlich. Der Dschinn begann über den Platz zu schlendern, ohne zu wissen, wo er mit seinem Werk der Zerstörung beginnen sollte. Als er noch ein Kind war, kündigte Bibidi seine Ankunft nie an und ließ ihn meist ohne Vorwarnung direkt in Städte einfallen. Er verschwendete keine Zeit damit, den Dschinn zu benutzen, um eine Welt nach der anderen zu verwüsten. Sein Sohn Babidi hingegen stellte sich telepathisch vor und demonstrierte die Fähigkeiten von Majin Buu, um Piccolo und die Saiyajin-Kinder aus ihrem Versteck zu locken und gleichzeitig die Erdbewohner zu terrorisieren. Jetzt, da er allein war und die Kontrolle besaß, hatte Buu seit seinem Aufbruch von der Erde mehrere große Auftritte versucht. Doch diese dienten dazu, die Bewohner zu beeindrucken und seine Ankunft auf einem Planeten zu markieren. Bei den Völkermorden, die er verübte, hielt er sich nicht mit Spielereien auf und sprengte den Planeten oder ganze Kontinente mit einer einzigen Geste – ohne Zeit zu verlieren. Hier jedoch würde er sich Zeit nehmen müssen. Wie damals. Wie auf der Erde.
Sollte er sich der Bevölkerung vorstellen? Wie Cell? Die Bewohner zu einem von vornherein aussichtslosen und verzweifelten Widerstand zwingen? Den Anführer des Landes ins Visier nehmen? Wie Oberteufel Piccolo? Die Welt unter einer konstanten, bösartigen Herrschaft in Angst und Schrecken stürzen? Oder klein anfangen und sich wie ein verantwortungsloses, launisches und gleichgültiges Individuum verhalten? Das war sein Stil. Auch wenn er die große, fette Ballonform hasste, die er dem Großkaioshin verdankte, musste er sich eingestehen, dass er in der Zeit, in der er nicht mehr unter Babidi's Kontrolle gestanden hatte, eine Menge Spaß gehabt hatte. Wie auch immer – er würde schrittweise vorgehen.
Buu betrat das, was wie eine Einkaufsstraße wirkte, gesäumt von Läden mit prunkvollen Schaufenstern. In einigen Geschäften konnte er Bildschirme sehen. Streng genommen waren es keine Geräte wie die der Erdbewohner, doch ihre Funktion war ähnlich: Sie übertrugen Livebilder. Auf den Bildschirmen war ein bestimmter Außerirdischer zu sehen, prächtig gekleidet. Zweifellos der Anführer, der in jenem Schloss dort residierte. Doch Buu kümmerte das vorerst nicht. Eigentlich kümmerte es ihn überhaupt nicht. Dieser Boss. Diese Welt. Er verspürte nicht einmal den Wunsch, Interesse an dieser Art fremder Technologie zu zeigen. Nun ja, vielleicht ein wenig, tief in seinem Inneren – aber das war nicht seine unmittelbare Priorität. Er war viel zu sehr mit dem Beginn des Massakers beschäftigt, welches er plante.
Mitten auf der Straße riss Buu die Augen auf und richtete seinen Blick nach innen. Es stimmte. Er verspürte keine Neugier – nur den Wunsch, Spaß zu haben, zu spielen! Er lächelte krankhaft, ein grausames Funkeln in den Augen. Seine Absorptionen schienen in diesem Moment keinerlei Einfluss auf ihn zu haben. Er würde wieder er selbst sein. Die Schwachen quälen.
Buu sah sich um. Passanten, die nichts ahnten, die ihrem Alltag nachgingen, ohne die Anwesenheit ihres Peinigers zu bemerken. Genau wie die Erdbewohner, die unter seinem Auftauchen gelitten hatten... Es war ein Kreislauf intensiven Terrors. Wenn Buu den beiden Welten, die er verschont hatte, nicht den letzten Schlag versetzt hatte, dann deshalb, weil er sich um sie sorgte. Vor allem, weil er seine Gefangenen vermisste, aber auch, weil seine Gemütslage von Zuneigung geprägt war. Doch genau dieser Aspekt hielt ihn zurück und stellte ein Problem dar. Und dieses Versagen ging auf das Konto jener Saiyajin. Buu wollte sich davon überzeugen und es überprüfen. Er würde Son Goku und seinen Freunden einen Warnschuss verpassen, indem er gnadenlos jene Unschuldigen ermordete, die um nichts gebeten hatten.
Doch zuerst wollte er etwas essen. Buu betrat ein Geschäft, das offenbar einheimische Speisen anbot. Der Fremde hinter der Theke sagte mit einem breiten Lächeln: — „Seid gegrüßt, Fremder! Gibt es etwas, das Euch interessiert?“ Buu richtete seine dunklen Augen auf ihn, was den Ladenbesitzer erzittern ließ. Dieser spürte, wie die Atmosphäre abkühlte, sobald dieser rosafarbene Fremde erschienen war. Der Dschinn zerbrach plötzlich die Scheibe der Theke und verschlang gierig sämtliche Speisen, unter den entsetzten Blicken des Verkäufers. Er leckte sich die Lippen und sagte ernüchtert: — „Mmh... Ich kenne Besseres. Die Erdbewohner hatten wirklich die besten Geschmäcker.“ — „E... Ein Dieb!!“ schrie der Ladenbesitzer und versuchte, nach draußen zu fliehen. Buu stoppte ihn mit einem harten Schlag in den Hinterkopf, der mit einem lauten Knacken brach. Der Körper des Außerirdischen prallte gegen eine Wand und sank zu Boden, und Buu blickte auf ihn hinab – verwirrt.
Da war es. Das Unbehagen. Die Reue. Er fühlte sich schlecht, weil er diesen armen Kerl getötet hatte, der ruhig seinem Lebensunterhalt nachgegangen war. Der wahrscheinlich eine Familie zu ernähren hatte. Doch in den Augen eines Wesens wie Buu war dieser Fremde unbedeutend, nicht einmal der Existenz würdig. Es ging weit darüber hinaus. Der Tyrann Freezer hätte höhnisch gelächelt und dann gleichgültig weggesehen. Genau das wollte Buu zurückgewinnen. Gleichgültigkeit. Wie konnte er wieder zu dem blutrünstigen, losgelösten und kalten Dämon werden, der er noch vor wenigen Monaten gewesen war?
„Majin Buu, du hast ihn entkommen lassen! Du bist zu langsam, du Schnecke!“
„Eine gute Idee? Aber du bist ein Idiot!“
„Ich toleriere keine Macht, die größer ist als meine!“
„Du hast zehn Sekunden, um aufzugeben und diesen Planeten zu verlassen.“
„Ma... Ma... Majin Buu! Lauf weg!“
Diese wenigen Fragmente der Vergangenheit kamen ihm in den Sinn. Jenseits der Erinnerung spürte Buu, wie eine tiefe Wut durch sein ganzes Wesen strömte und jeden Teil seines Körpers durchdrang. Immer Befehle. Immer Beleidigungen. Immer Angeberei. Sie alle verachteten ihn. Oder sie mieden ihn. Er war immer allein gewesen. Missverstanden. Seine Macht. Seine Stärke. Sein Wunsch zu kämpfen. Seine Dominanz. Sein Appetit. Und vor allem: die Freude am Töten. Das war es, was seiner Existenz von Anfang an einen Sinn gegeben hatte.
"B... Bitte! Ich tue alles, was du willst – Argh!"
"Ich habe alle Erdbewohner getötet. Jetzt will ich kämpfen." Tausende, nein, Millionen Schreie von Leid und Agonie, während er Piccolo schwächte. Ein höchster Genuss für seine Ohren und sein Verlangen nach Vorherrschaft.
Er fand sich erneut in einer längst vergangenen Zeit wieder, unter Bibidi's Befehlen. Er jagte einen armen Krieger, der versuchte, sein Volk zu verteidigen. Er erinnerte sich an das Gefühl des zerbrechlichen Körpers, der unter seinen Schlägen nachgab. An den Geschmack des Blutes, das auf seine Lippen spritzte und das er genoss. An den letzten Funken Leben, der den Krieger verließ, besiegt durch einfache, schwache Schläge. Er hatte die Schwäche seines Gegners nie bemerkt. Solchen trivialen Details hatte er niemals Bedeutung beigemessen.
Zum Teufel mit diesen nutzlosen Gefühlen, die nichts taten, außer ihn zu schwächen. Er hatte tausende Qualen erlitten, um hierher zu gelangen. Er war manipuliert worden. Fünf Millionen Jahre lang in absoluter Dunkelheit gefangen. Danach wurde er gejagt, geschlagen, pulverisiert und als ultimative Bedrohung betrachtet. Jeder floh vor ihm, aus Angst vor der Kreatur, die er war. Nur eine einzige Person im gesamten Universum hatte ihm wahre und aufrichtige Freundschaft angeboten, doch das in den Herzen der Menschen verwurzelte Böse hatte seine eigene böse Natur dazu angestachelt, sich zu manifestieren.
Er war von Natur aus zur dunklen Seite der Existenz hingezogen. Er war die reine Verkörperung des Bösen. Und das würde er immer sein. Gesehen als eine Bedrohung, die ausgelöscht werden musste, gefürchtet und mit allen Mitteln bekämpft. Er kämpfte um sein Überleben, wurde von Wesen gedemütigt, die alles taten, um ihn zu vernichten, doch trotz aller Widrigkeiten erhob er sich an die Spitze. Er war der Stärkste, der Mächtigste, das höchste Wesen. Er durfte sich nicht die geringste Spur von Mitgefühl erlauben, erst recht nicht für einen Schwächling, dessen elendes Leben sich um eine kleine Metzgerei in der Nachbarschaft drehte. Niemand im Universum konnte sich ihm widersetzen. Nur Vegetto war jemals eine echte Bedrohung gewesen. Doch am Ende gehörten die Saiyajins ihm. Und er würde nicht zulassen, dass seine Emotionen ihn erneut manipulierten. Es war, als würden sie in seinem Inneren kämpfen – und das würde er nicht erlauben.
Buu verließ den Laden und entdeckte eine Art Künstler auf der Straße, der Gegenstände jonglierte und offenbar telekinetische Kräfte einsetzte, bewundert von einer kleinen Menschenmenge um ihn herum. Buu ging auf ihn zu und zerstreute mit einer mächtigen Energiesphäre die Menge. Er machte sich nicht einmal die Mühe, seine Kraft zu kontrollieren, und tötete sie kaltblütig. Der Künstler hatte kaum Zeit zu begreifen, was geschah, bevor er rasch von Buu absorbiert wurde, der laut lachte, während Schreie des Entsetzens angesichts der leblosen Körper widerhallten.
Ja, endlich hatte er sich selbst wiedergefunden! Die Klage in ihm war fast verstummt, beinahe nicht mehr existent. Drei Wochen reiner Glückseligkeit lagen vor ihm und warteten.
Der herzlose und erbarmungslose Dämon stand kurz davor, erneut entfesselt zu werden.


Buu rannte an den Wänden einer Gasse entlang und grinste, während er von Soldaten mit langen elektrischen Schlagstöcken verfolgt wurde. Er wollte eine kleine Jagd und hatte Spaß daran, die militärischen Bauernfiguren im Herzen der Stadt auszutricksen. Seit seiner Stimmungsänderung am Tag seiner Ankunft war er den Truppen dessen aufgefallen, was sich als der Kaiser des gesamten Planeten herausstellte. Ein Kaiser, der Vegeta und seinen Papa eifersüchtig machen konnte, indem er mit seinem armseligen königlichen Blut prahlte. Ein Kaiser sollte charismatischer sein. Kaiser Buu? Nein, das klang nicht gut. Es war viel besser, ein Dämon zu sein, der Chaos und Angst unter den Lebewesen kultivierte.
Buu sprang rückwärts von der Wand, drehte elegant seinen Rücken und landete sanft zwischen den Soldaten. Als der letzte sich zu ihm umdrehte, durchbohrte er ihre Herzen, schwelgte im Leben und hinterließ in ihren Augen einen letzten Ausdruck reinen Entsetzens. — „Ha ha ha ha! Ihr werdet mich nicht aufhalten! Ich bin Buu, das stärkste Wesen im Universum! Und eure zerbrechlichen Leben sind nichts wert im Vergleich zu meinem!“ — rief der Dschinn aus und enthüllte seine Aura. Buu flog rasch davon, verließ die enge Straße und erhob sich über das Hauptstadtviertel. Er formte kleine Ki-Konzentrationen in seinen Händen und schleuderte sie überall hin. Kurz darauf erschütterten zahlreiche Explosionen die Stadt, begleitet von weiterem Heulen und einer Kakophonie aus Schreien und Weinen. Buu lächelte, als er merkte, dass er das Unbehagen, das noch in seinem Geist verweilte, unterdrücken konnte. Genau wie bei den Saiyajins wirkte sein Zorn wie ein Motor, der alles andere verschwinden ließ. Er hatte Son Gohan's Erinnerungen erforscht, als seine grenzenlose Wut es ihm erlaubte, Cell mit seinem neuen Super Saiyajin 2 zu übertreffen. Er war stolz, selbstsicher und gnadenlos.
Genau das wollte Buu zurückhaben. Die Gleichgültigkeit. Die Apathie. Das Böse. Es war alles die Schuld der Erdbewohner und der Saiyajins. Die Sünde derer, die er absorbiert hatte. Sie schränkten ihn mit ihren überflüssigen Emotionen ein.
Er konnte weder die Erde noch die Sandwelt wegen ihnen zerstören. Er half Kranken, Hungrigen und Gequälten. Das war nicht seine wahre Natur. Das war nicht er. Diese gewöhnlichen Leben bedeuteten ihm nichts. Jetzt erkannte er klar den Einfluss seiner Absorbierten als eine Bedrohung, ein Problem, das gelöst werden musste. Er würde nicht zulassen, von innen heraus verändert zu werden. Und um ihnen eine Lektion zu erteilen, würde er diese Welt in den kommenden Tagen tyrannisieren. Diese Geschichtsstunde vom Oberteufel Piccolo war wahrlich inspirierend.
„Dieser Namekianer hat die Bedeutung des Lebens wirklich verstanden“, sinnierte Buu, während er eine weitere explosive Ki-Welle über die Stadt entlud.
Der Dschinn landete in einer anderen Straße und bedeckte den Boden mit Mauertrümmern und Glassplittern. Die Gebäude waren teilweise zerstört, und die Luft war von schwarzem Rauch erfüllt. Einige Überlebende klammerten sich aneinander, weinten und schrien, während andere über den Boden krochen und verzweifelt versuchten, wieder aufzustehen.
Einer von ihnen zuckte zusammen und drehte sich um, die Augen vor Angst weit aufgerissen, als er hinter sich eine süße, eisige Stimme hörte:
— „Gut, gut... genau diesen Blick wollte ich sehen.“ — sagte Buu mit einem schelmischen Lächeln, die Arme verschränkt. „Ich gebe dir zehn Sekunden zur Flucht. Eins... Zwei..." Der Alien stieß einen panischen Schrei aus und versuchte, in die entgegengesetzte Richtung zu fliehen – vergeblich. Er stürzte zu Boden, Blut tropfte aus seinem verletzten Bein. Buu grinste höhnisch und zertrat sein Opfer mit einem Tritt in den Rücken, der dessen Skelett zerbersten ließ.
Er spürte ein leichtes Kribbeln in seinem Kopf, gefolgt von einem schwachen Schmerz in seiner Brust. Offenbar besaß er immer noch die Fähigkeit, einen Unschuldigen kaltblütig zu töten. Doch wenn es um einen Wurm wie einen ehemaligen Soldaten von Freezer ging, war seine Genugtuung eindeutig. Er schwelgte in Gerechtigkeit und im Kampf gegen Korruption. Er war die Verkörperung all dessen. Und genau das machte ihn unglücklich. Die Wut in ihm wuchs weiter. Und genau diese Wut brauchte er.
Er blickte zu den anderen Überlebenden, die ihn voller Entsetzen anstarrten, und leckte sich über die Lippen, während er auf sie zuging. Sein Name würde wieder gefürchtet werden.

Unterbrechen wir die Geschichte für einen Moment. Ich weiß, was ihr euch an dieser Stelle sicher denkt. Wie bitte? Buu verleugnet einfach, was im vorherigen Kapitel passiert ist? Er schien diese Aliens zu lieben, die von ehemaligen Freezer Soldaten gequält wurden! Warum dieser plötzliche Sinneswandel?
Ihr werdet gerade Zeuge von einem meiner Wutausbrüche. Erinnert ihr euch an die Show, die ich in der zweiten Runde abgezogen habe, als Vegetto verschwunden war? Ich schob alles auf meine multiplen Persönlichkeiten. Das war keine Lüge – aber auch nicht die ganze Wahrheit. Es war eine Ausrede, und eine mehr oder weniger zutreffende obendrein.
Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte verstand ich den tatsächlichen Einfluss der Absorbierten auf meinen Geist noch nicht wirklich. Ich dachte nur: „Verdammt, selbst im Schlaf halten mich diese idiotischen Saiyajins zurück, sie machen mich zu einem guten Kerl! Piccolo und Vegeta haben es auf die richtige Seite geschafft, jetzt bin ich dran!“ Und in fünf Millionen Jahren Existenz hatte ich nicht ein einziges Mal Reue verspürt – nicht einmal Schuld.
Wenn ihr euch jetzt in meine Lage versetzt, werdet ihr verstehen, dass es neben dem Kampf gegen den Einfluss meiner Obsessionen auch ein Kampf um den Erhalt meiner Identität ist. Die eines bösen Genies, dem andere völlig egal sind. Es ist fast bedauerlich, denn rückblickend bestand eine gute Chance, dass ich mich entschieden hätte, das Universum zu pulverisieren und Hunderte von Welten zu vernichten – aus Wut ebenso wie aus der Versuchung des Bösen heraus. Die Erfahrung des Guten war zwar nützlich, führte jedoch zu falschen Schlussfolgerungen, wie ihr gesehen habt. Sollte euch dieser Teil meiner Geschichte verwirrend und repetitiv erscheinen, keine Sorge. Er ist ein Spiegel meines Geisteszustands – verloren und verwirrt durch eine plötzliche und tiefgreifende Auseinandersetzung mit meiner eigenen Identität.
Aber keine Sorge, meine lieben Freunde! Ohne das Eingreifen einer gewissen Person wäre ich tatsächlich so geendet, doch dank ihr blieb dem Universum der Zorn des wiederauferstandenen Majin erspart. Denn ja, ich wäre kaum anders gewesen als meine ursprüngliche Form – ich hätte einfach Galaxien zerstört und alles mit Gewalt gelöst. Wie auch immer, ich greife der Geschichte etwas zu weit vor. Ich lade euch ein, meinen Abstieg ins Böse und meine Liebe zu solchen Taten zu verfolgen – sowie meine Rückkehr zu einem mehr oder weniger stabilen mentalen Gleichgewicht.
Moment, ich präsentiere euch das lieber in Tagebuchform. Schließlich sind diese Geschichten wie Geheimnisse, die ich mit euch teile...

Nachdem ich in der Hauptstadt dieser uninteressanten Welt Angst und Schrecken verbreitet und mich unter meinem gewohnten Namen, Buu, bekannt gemacht hatte, wurde ich von den imperialen Truppen verfolgt und angegriffen. Ich pulverisierte sie alle ohne jede Mühe. Diese Wesen waren schwach, ihre Bewaffnung erbärmlich. Wie kann man sich Kaiser nennen, wenn man nur über eine so kleine Armee verfügt? Dann gab es plötzlich eine bemerkenswerte Reaktion. Ich fand ein Kind. Eine Außerirdische. Sie war vollkommen verängstigt, als sie mich sah. Ich weiß, es war meine Schuld. Doch trotz meiner Wut schaffte sie es, mich zu berühren. Emotional verstand ich sie gut. Aber ich wollte mich nicht hinterfragen. Ich entschied mich, ein Monster zu sein. Nur um diesen Idioten in mir zu zeigen, dass sie nichts gegen den großen Buu ausrichten können. Und als Teil meiner Perfektion lasse ich nicht zu, dass sie mit meinem Geist tun, was sie wollen. Ich werde immer ein Zerstörer sein. Also... wie soll ich das sagen... Ich nahm das Kind und schickte es direkt ins All. Es tat mir im Herzen weh, und zweifellos war dieses Schicksal etwas zu grausam – aber ich bin grausam. Die Befriedigung, meine Untertanen zu quälen, war größer als mein Unbehagen. Es fühlt sich so gut an, ein Monster zu sein, nur um den Guten Angst einzujagen. Ich mag meine Rolle als Bösewicht. Meine boshafte Natur. Meinen bösen Charakter. Und meine böse Macht.
Ich drang in den Imperialen Palast ein. Ich gelangte ohne jede Schwierigkeit dorthin. Langsam, Schritt für Schritt, ging ich voran, während die Feinde scharenweise versuchten, mich aufzuhalten. Ihre Elektrostäbe gingen durch meinen Körper, als würden sie durch Wasser gleiten. Sie hatten auch Fernwaffen, eine Mischung aus Armbrust und Gewehr, die Energiegeschosse abfeuerten. Ich absorbierte jeweils einen Benutzer jeder Waffe. Ich sagte mir, dass sie Erfahrung in der Herstellung und Nutzung ihrer Werkzeuge hatten. Ich brauchte einen Wissenschaftler, um dieses Wissen zu vervollständigen, damit ich es nicht vergesse.
Ich enthauptete sie einen nach dem anderen. Meine rücksichtslose Grausamkeit steigerte sich noch weiter. Je mehr Zeit vergeht, desto natürlicher und brutaler wird mein Sadismus. Ich genieße es. Mit Gewalt Völker und Welten zu verwüsten, ist der Zweck, der in mein Sein eingraviert ist. Diese Rückkehr ist ein Segen, den ich wahrlich schätze. Es ist kein Essen – aber noch besser. Zerstörung ist ein Gericht, das man zu jeder Jahreszeit genießen kann. Buu stand schließlich vor dem Kaiser – bewegend und enttäuschend zugleich. Er hielt eine Art Zepter, das Blitze schoss. Seine Kraft reichte kaum aus, um mich kribbeln zu lassen. Ich zerbrach es vor seinen verzweifelten Augen. Ein weiterer Soldat hinter mir formte Klingen in seinen Händen und versuchte, mich zu zerschneiden. Doch ich hatte es vorausgesehen und teilte mich selbst. Ich liebe solche Tricks. Als er beide Teile meines Körpers durchbohrte, formte ich mich sofort neu und absorbierte ihn dabei. Ich dachte kurz daran, dass seine Fähigkeit später nützlich sein könnte – aber in diesem Moment tat ich es einfach, weil es lustig war. Die Absorption wurde mehr zu einer Waffe als zu einem Mittel der Evolution.
Um jeden Winkel dieser Welt kennenzulernen und zu wissen, womit ich meine Zeit füllen sollte, absorbierte ich auch den Herrscher. Danach übernahm ich direkt die Kontrolle und verkündete über eine Art Fernsehsystem ein kleines Spiel nach meiner eigenen Vorstellung, inspiriert vom namekianischen Dämonenkönig: Alle zwölf Stunden werde ich ein zufälliges Land pulverisieren. Am Ende des von mir festgelegten Zeitraums wird die Oberfläche zerstört, ausgelöscht. Es sei denn, jemand bringt mir köstliches Essen. Ich fühlte mich wie ein akribischer Gott, der mit Nahrung bestochen wird. Doch ich hatte die kulinarische Kunst dieser Welt bereits probiert – ich bezweifle, dass mich jemand mit ihrer erbärmlichen Qualität zufriedenstellen könnte.
Eine Woche ist vergangen. Der Großteil des Planeten wurde durch meine wütenden Angriffe zerstört. Dörfer, Städte – vollständig verdampft durch winzige, hilflose Kikohas. Ich liebe es, dominant zu sein. Dafür sind sie da, diese hirnlosen Gefangenen, versiegelt in meinen Kokons. Um mich stärker zu machen. Viele Idioten versuchten, mir während dieser Woche des Terrors zu widerstehen. Ihre Überreste wurden von Würmern gefressen. Andere flehten mich an, ihr Leben zu verschonen. Ich verwandelte sie in Sandkörner und warf sie in einen der neu entstandenen Magmaströme, die durch meine Angriffe entstanden waren.
Diese Welt war wohlhabend, bevor ich kam. Alle schienen glücklich und anständig zu leben. Nun ja, vielleicht gab es Kämpfe, Konflikte. Aber ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken. Jetzt habe ich dieses kleine Paradies in die Hölle verwandelt. Am Ende habe ich vielleicht buchstäblich das Gegenteil des vorherigen Experiments getan. Dieses Mal habe ich Oberfläche und Tiefen dieses Planeten degradiert, um ihn zu einem schrecklichen, unerträglichen Ort zu machen. Und ich fühle mich dabei wohler.
Ich wurde nicht geboren, um zu retten. Ich erschien nicht, um zu helfen. Ich wurde erschaffen, um zu zerstören – um mir alles brutal zu nehmen, was ich begehre. Ich wurde gemacht, um zu dominieren und diese lästigen Moskitos zu zerquetschen, die weinen und um ihre erbärmliche, bedeutungslose Existenz flehen.
Kurz gesagt: Ohne die Sklavenseite des Majin ist diese böse Natur des Seins immer noch diejenige, die ich am besten kenne. Ich fühle mich wohler, wenn ich von Chaos und Zerstörung umgeben bin.

Ich höre hier mit diesem Schreibstil auf. Bitte sagt mir, ob euch diese Art des Erzählens gefallen hat. Vielleicht komme ich in Zukunft darauf zurück... Eigentlich mache ich aber sowieso was ich will. Also habt ihr eh keine Wahl.

Ein weiteres Mal streifte Buu durch die Straßen. Überall herrschten Verwüstung und Rauch. Er hatte beinahe die gesamte Bevölkerung dieser Welt ausgelöscht. Das Schloss war nichts weiter als eine qualmende Ruine, die von einer Seite zur anderen zerfiel. Das Land war geschwärzt von der Dunkelheit, die Buu verbreitet hatte – oder weniger poetisch: von der Asche, die sich auf dem Boden angesammelt hatte. Die Kontinente trennten sich allmählich und gaben Fontänen aus feuerrotem Magma frei. Vulkane bildeten sich, Erdbeben erschütterten den gesamten Planeten. Die Ozeane waren verdampft. Diese Welt war noch höllischer, als man es sich auf der Erde hätte vorstellen können. Selbst der Himmel trug die Farben von Flammen und Finsternis.
Diese Welt starb. Kein Leben konnte mehr auf ihr verbleiben. Und das gefiel Buu. Das Schicksal dieses Planeten bedeutete ihm nichts. Er stand nun vor dem Obelisken, den er am ersten Tag gesehen hatte. In seinem zerstörerischen Wahnsinn hatte er seine Absorptionsfähigkeit oft genutzt, einzig mit dem Ziel, die Bewohner auf andere Weise zu vernichten. Er hatte alles versucht – sogar die schlimmste Übertretung, fähig, jede Spur von Moral zu traumatisieren. Durch seine Absorptionen war Buu nun in der Lage, den in den Stein der Säule eingravierten Text zu übersetzen. Und seine Enttäuschung war gewaltig. Es war lediglich eine Ode auf den Ruhm des Kaisers. Keine Prophezeiung einer alten Rasse. Kein schriftliches Zeugnis eines längst vergangenen Zeitalters. Nur ein Lied. Dieser Umstand reizte den Dschinn, der diese poetischen Wendungen zwei Monate zuvor noch sehr interessant gefunden hätte.
Doch am Ende dieses Experiments zog Buu seine Schlüsse. Seine künstlerische Sensibilität war nichts weiter als eine ferne Erinnerung – ein Ziel, in den Hintergrund verdrängt.
Buu schnitt den Obelisken scharf in zwei Hälften, und er stürzte mit einem dumpfen Schlag ein. Die Augen des Dschinns blitzten vor Hass, als er zur einzigen noch stehenden Turmspitze des Schlosses flog, um diese Welt ein letztes Mal zu betrachten.
Er erinnerte sich deutlich an alles, was er seit seinem Verlassen der Erde erlebt hatte – fast ein Jahr, oder vielleicht nur wenige Tage. Er hatte viele Welten erkundet und bedeutende Entdeckungen gemacht. Zivilisationen, Völker, Technologien, Bräuche oder Künste – alles hatte seine Neugier geweckt. Er hatte Güte erlebt, Freundschaft, künstlerisches Schaffen, wissenschaftliches Interesse und Altruismus gegenüber schwachen, unterdrückten Sterblichen. Parallel dazu durchlief er seinen Lebensweg seit der Geburt. Es war alles andere als angenehm: seine Zeit als dickes Kind, sein verzweifelter Kampf gegen die Erdbewohner, um zu überleben und die Stärkeren zu überwinden. Alles, was er gelernt hatte, die Bindungen, die er geknüpft hatte, die Entwicklung, die er durchlaufen hatte – bis er zu einem überlegenen Wesen wurde. Und nun, beim Anblick dieser kataklysmischen, vulkanischen Oberfläche, verwüstet durch seine absolute Macht und zu seinem bloßen Vergnügen, verschwand jeder Zweifel aus seinem Geist.
Er hatte nur in Hass und Kampf gelebt. Er konnte das Gute nicht seine Gedanken und Taten leiten lassen, denn das Böse war sein Daseinsgrund. Wollte er in irgendeinem vorstellbaren Bereich die Spitze erreichen, musste es mit Blut und Gewalt geschehen. Das Experiment der Sandwelt diente einzig dazu, jenen samaritanischen Aspekt zu erforschen, den seine ersten Absorbierten – die Saiyajins – entwickelt hatten. Zu verstehen, wofür sie kämpften. Was sie dazu trieb, sich ihm entgegenzustellen und ihn um jeden Preis auszulöschen. Warum sich einem Gegner stellen, der ihnen überlegen ist? Warum einen kleinen, unbedeutenden Planeten bis zum Ende verteidigen – mitsamt Menschen, geplagt von Kriminalität und Egoismus?
In jeder Erinnerung, die er von ihnen sammeln konnte, waren die Menschen eine Plage, die sich um nichts kümmerte außer um Geld und ihre eigenen kleinen, selbstsüchtigen Vergnügungen. Sie waren Ratten. Und nun fragte er sich, warum er sie verschont hatte. Die Liebe der Erdbewohner zu diesem kleinen blauen Planeten wurde für Buu wieder zu einem Rätsel. Für einen Moment stellte er sich die Erde im Zustand dieser Welt vor. Der Anblick war gar nicht so schlecht.
Das Ergebnis dieses letzten Experiments war unumstößlich.
Er zog es vor, gefürchtet zu werden – um all diesen Lebewesen, die für ihn kaum mehr als Würmer waren, Terror und Verzweiflung zu bringen. Das Böse in ihnen hatte ihn erschaffen. Es hatte ihn zu dem gemacht, der er war und der er jetzt ist. Er war die Strafe für dieses verachtenswerte und dekadente Universum. Und er würde seine zukünftige Vernichtung genießen.
Buu streckte seine Hand waagerecht aus, bereit, die Existenz dieser zerbrochenen Welt ein für alle Mal zu beenden. Eine riesige Energiekugel bildete sich nahe seiner offenen Handfläche, schimmernd in elektrischem Violett, erfüllt von einer wahnsinnigen zerstörerischen Macht.
In genau diesem Moment – ohne dass der Dschinn es bemerkte – war sein Blick exakt derselbe wie bei seiner Geburt.
Der Blick eines Killers, besessen davon, jedes Zeichen von Leben zu vernichten.
Als er die Wurfbewegung einleitete und seinen Arm leicht zurückzog, bereit, die monströse Ki‑Kugel auf den Boden zu schleudern, spürte er eine schwache Energie in die Atmosphäre eindringen. Verwirrt stoppte Buu seinen Angriff. Er blickte zum Himmel und verfolgte die Energiesignatur, die immer näher kam.
Ein Besucher? Wer würde auf einer derart zerstörten Welt landen wollen? Selbst aus dem All konnte jedes vernünftige Wesen erkennen, dass diese Welt nichts als Chaos war – sogar giftig.
Vielleicht... ist endlich ein Feind gekommen, um ihn zu vernichten?
Buu landete sanft auf dem verwüsteten Platz, kampfbereit. Wenn dies endlich ein Kampf war, der seiner würdig war, dann wäre dieser sterbende Planet das perfekte Schlachtfeld. Er würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem er diesen Feind zusammen mit der Welt zerstörte. Kurz darauf erschien der Fremde, und Buu erkannte, dass es ein Raumschiff war. Er staunte. Welches Individuum würde absichtlich direkt auf ihn zufliegen – und das mit so wenig Kraft? Es war mit Sicherheit kein starker Kämpfer, sehr zu Buu's Enttäuschung. Er hätte dieses Transportmittel im Handumdrehen zerstören können, doch er war verwirrt. Nicht, weil die Situation kurios war, sondern weil er beschlossen hatte, sich um nichts mehr zu kümmern. Doch diese Energie war ihm vertraut... Momente später landete das Schiff etwa zwanzig Meter von Buu entfernt. Der Dschinn bewegte sich nicht, als wäre er abgeschaltet worden. Er erkannte diese Präsenz vage. Und eine Welle von Emotionen traf ihn – Gefühle, die er unter Schichten von Grausamkeit und Perversion begraben hatte.
Die Schiffstür öffnete sich und enthüllte einen Menschen in einem Hightech‑Anzug. Ein Helm bedeckte das Gesicht, doch Buu erkannte den Blick und die Silhouette. Und mehrere Erinnerungen kehrten zurück wie eine plötzliche Lawine – Erinnerungen von Son Gohan.
Dann, wie ein Schneeballeffekt, die Erinnerungen aller Erdbewohner.
![[img]](/design/menu/social4.png)

Sprache

































