DB Multiverse
Dragonball Multiverse: Der Roman
Geschrieben von Loïc Solaris & Arctika
Übersetzt von BK-81, ZenBuu, iron leaf & MrChrisWesker
Entdeckt die Geschichte von DBM noch einmal. Diese Texversion wird von Salagir als Kanon verifiziert, welche lauter neue Zusatzinfos enthält. Diese wurden im Manga nicht gezeigt und machen diese Geschichte daher zu einer echten Ergänzung zum Comic!
Updates kommen 1 und 15 des Monats um 20:00 (Pariser Zeit)
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Intro
Teil 0 :0Teil 1 :12345
Round 1-1
Teil 2 :678910Teil 3 :1112131415
Teil 4 :1617181920
Teil 5 :2122232425
Teil 6 :2627282930
Lunch
Teil 7 :3132333435Round 1-2
Teil 8 :3637383940Teil 9 :4142434445
Teil 10 :4647484950
Teil 11 :5152535455
Teil 12 :5657585960
Teil 13 :6162636465
Teil 14 :6667686970
Night 1
Teil 15 :7172737475Teil 16 :7677787980
Teil 17 :8182838485
Teil 18 :8687888990
Round 2-1
Teil 19 :9192939495Teil 20 :96979899100
Round 2-2
Teil 21 :101102103104105Teil 22 :106107108109110
Teil 23 :111112113114115
Night 2
Teil 24 :116117118119120Round 3
Teil 25 :121122123124125Teil 26 :126127128129130
Teil 27 :131132133134135
Teil 28 :136137138139140
Teil 29 :141142143144145
Teil 30 :146147148149150
Teil 31 :151152153154155
Teil 32 :156157158159160
Teil 33 :161162163164165
Round 4 (¼)
Teil 34 :166167168169170Teil 35 :171172173174175
Teil 36 :176177178179180
TEIL SECHSUNDDREISSIG: BUU GEGEN DAS MULTIVERSUM
Kapitel 180
Übersetzt von ZenBuu & Korrektur gelesen von iron leaf
Während in der Arena das Chaos tobte, spielte ein winziger Avatar von Buu seelenruhig Karten mit Cells Nachkommen, sowohl mit den größeren als auch mit den kleineren. Die Sprösslinge des Champions aus Universum 17 interessierten sich überhaupt nicht für den allgemeinen Kampf. Im Gegenteil, die Juniors wussten, dass ihr Vater dieses Handgemenge geliebt hätte. Und in ihren Augen war Buu ein äußerst unterhaltsames Wesen. Er nahm sich die Zeit, mit ihnen Spaß zu haben, und sie liebten ihn dafür.
Inmitten von Universum 1 seufzte der Großkaioshin niedergeschlagen, während seine Gefährten gegen Buu kämpften. Der Dschinn tauchte neben ihm auf, um mit ihm zu reden.
„Warum so niedergeschlagen?“, fragte er. „Du solltest versuchen, dich mit uns zu amüsieren! Wir haben doch alle jede Menge Spaß!“

„Du weißt ganz genau, was ich von alldem halte, Buu“, erwiderte die Gottheit. „Ich bin es leid, mir deinen ganzen Unsinn anzusehen. Musstest du das wirklich alles wieder von vorne anfangen?“
„Gib nicht mir die Schuld. Diesmal habe ich überhaupt nichts angefangen. Wenn deine Götterkollegen nicht so verklemmt wären, hätten wir alle viel mehr Spaß.“
„Du!!...“, begann der südliche Kaioshin neben ihm, bevor er einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht bekam.
„Nun, ganz Unrecht haben sie nicht“, erwiderte der Großkaioshin. „Ich lasse dich gewähren, weil ich dir vertraue, aber dein Handeln wird Konsequenzen für das Leben all dieser Leute haben. Und du weißt, dass ich das missbillige.“
„Eine Korrektur, mein Freund“, sagte Buu, wobei sein fröhlicher Tonfall verblasste. „Du lässt mich das tun, weil du nicht die Macht hast, mich aufzuhalten. Du hast es vielleicht geschafft, Vegettos Kind aufzuhalten, aber jetzt kannst du nichts weiter tun, als zu reden. Deshalb haben wir uns doch geeinigt, oder? Um den reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten und ein Auge auf XXI, Broly und Vegetto zu haben, im Gegenzug dafür, dass ich tun kann, was ich will? Sieh sie dir an, sie verteidigen sich mit Leib und Seele gegen eine unerbittliche Bedrohung. Ist das nicht wunderschön? Wir sehen interessante Dinge. Goku und Vegeta aus Universum 18 haben sogar selbst gelernt, wie sie mich vernichten können! Ich treibe sie über ihre Grenzen hinaus, genau wie es sein sollte! Also halt mir keine Vorträge. Ich verspreche, dass ich sie verschonen werde, aber zuerst müssen sie sich unterwerfen.“
Der Großkaioshin erstarrte. Je länger er darüber nachdachte, desto mehr erkannte er, dass sein Denken korrumpiert, verdreht worden war. Obwohl er die Dinge inzwischen aus einer ähnlichen Perspektive wie Buu betrachtete und ihm in vielen Punkten zustimmte, konnte er eine solche Barbarei nicht gutheißen. Die Worte seines Kollegen aus dem Norden gingen ihm nicht aus dem Kopf. Hatte er sich in seiner eigenen Philosophie verirrt?
In Universum 3 wurden Oberteufel Piccolo und Bardock von Buu ohne jede Mühe erledigt. Ebenso war C17 aus Universum 14 von einem anderen Avatar des Dschinns ausgeschaltet worden. Die Schwächsten hatten bereits aufgegeben.
In Universum 13 war Nappa gegen die Wand gedrückt worden und rang keuchend nach Luft. Kakarott hatte sich gerade erschöpft von der Verwandlung zurückverwandelt, nachdem ihn der enthauptete Avatar seines Gegners an seine Grenzen gebracht hatte. Vegeta hingegen hielt sich noch gegen den Klon, der ihm gegenüberstand, aber sein Gesicht war blutüberströmt, und er würde den Super Saiyajin 3 nicht mehr lange aufrechterhalten können.

Die Kämpfer aus Universum 18 hatten ihre gemeinsame Barriere bis zum Äußersten verstärkt. Goku und Vegeta gaben alles, aber Buu war einfach zu stark. Immer wieder tauchte er erneut auf. Er würde sie einfach zermürben.
Buu grinste höhnisch, während sein Hauptavatar gegen Vegetto kämpfte. Es war an der Zeit, diesem Saiyajin Gesindel seinen Platz zu zeigen. Er hatte die vernichtende Niederlage, die er einst durch dessen Hand erlitten hatte, nie vergessen. Heute war er weitaus mächtiger geworden, viel zu mächtig, um genau zu sein. Der zweifache Super Saiyajin seines Gegners stellte keine ernsthafte Bedrohung dar. Der Super Saiyajin 3 war eine andere Geschichte – diese Form überstieg sogar seine derzeitigen Kräfte. Doch da Vegetto sie nur einen winzigen Augenblick lang aufrechterhalten konnte, machte Buu sich keine Sorgen. Diese Zeit würde nicht ausreichen, um ihn zu besiegen.
Buu schlug dem fusionierten Krieger hart ins Gesicht, sodass Vegetto taumelte. Der Saiyajin fluchte und feuerte eine gewaltige Energiewelle auf ihn ab. Er blickte sich um. Bald würde niemand mehr in der Lage sein, dem Dschinn die Stirn zu bieten. Stück für Stück zerbröckelte der Widerstand, und ganz gleich, wie erbittert er kämpfte, Buu spielte weiterhin mit ihm. Es war Zeit, dem ein Ende zu setzen.
Er teleportierte sich in die Luft und verwandelte sich sofort in einen dreifachen Super Saiyajin. Er setzte seine gesamte Energie frei, die die ganze Arena erfüllte, und seine dröhnende Stimme hallte wider:
„Vollkommene Vernichtung!!“

Eine gewaltige Menge zerstörerischer Energie brach nach außen und löschte alle Buus in diesem Bereich vollständig aus. Vor den fassungslosen Augen der Kämpfer verschwanden ihre Gegner spurlos.
„Stirb“, sagte der kopflose Avatar, während er Kakarott erwürgte, wohl wissend, dass seine Beute unsterblich war.
„Nö“, erwiderte der Saiyajin mit einem letzten Röcheln. Kakarott brach daraufhin zu Boden, während sein Peiniger verdampfte.
Oben auf den Tribünen, in der Luft und in den verschiedenen Bereichen lösten sich die rosafarbenen Avatare von Buu in Wolken auf. Auf der Terrasse von Universum 19, als die Barriere der Ultras gerade nachzugeben drohte, erschien Son Bra über dem Schlachtfeld und vernichtete eigenhändig die Avatare von Buu, die den Schutzschild angriffen. Nach diesem letzten Angriff verlor sie ihre Verwandlung und war völlig erschöpft.

„Son Bra?“, rief Phipsil überrascht.
„Ihr... seid gerettet...“, brachte die Saiyajin am Ende ihrer Kräfte hervor.
Überall war wieder Ruhe eingekehrt. Vegetto überblickte die Arena von oben, noch immer als Super Saiyajin 3. Er suchte nach möglichen Überlebenden unter den Überresten von Buu. Er hatte alles gegeben, um ihn zu besiegen.
In Universum 18 blieben Piccolo, Son Gohan und die Super Saiyajins weiterhin in höchster Alarmbereitschaft. Hinter ihnen seufzte Videl.
„Sieht so aus, als wären sie alle ausgelöscht.“

„Oh, sie alle, wirklich alle...“, flüsterte die gefürchtete Stimme in ihr Ohr. Völlig verängstigt zuckte Videl zusammen, während der Dschinn die Mitglieder von Universum 18 trotzig anstarrte. Wieder tauchten Hunderte seiner Teile auf, die überall verstreut waren. Buus Hauptkörper bildete sich neben Vegetto neu, der schwer keuchte. Während er alle Anwesenden umzingelte, rief Buu mit kräftiger Stimme:
„Meine armen Seelen, einige Teile von mir sind für das bloße Auge unsichtbar. Was wollt ihr schon gegen...“
Während er sprach, schwebte ein gewaltiger Kopf mit seinem Abbild über ihnen, so groß wie die gesamte Arena, und grinste bösartig. Unter den verzweifelten Blicken der verschiedenen Universen beendete er seinen Satz:
„...einen allmächtigen Gott ausrichten?“


„Ich hätte nicht erwartet, dass du diesen Trick abziehst“, sagte Buus Avatar, der sich gemeinsam mit XXI in den Räumlichkeiten von Universum 5 befand. „Ich hatte vermutet, dass du wie bei den anderen auf meinen Schwachpunkt zielen würdest. Aber dass du die magische Formel kanntest, kam unerwartet.“
„Was willst du?“, erwiderte das Wesen streng.
„Ich habe nichts gegen dich“, sagte Buu lächelnd. „Es ist mir egal, dieses Turnier zu verlieren. Wie du sehe auch ich das gesamte Potenzial, das hinter diesem Ereignis steckt. Ursprünglich hielt ich nichts davon, auf parallele Universen zuzugreifen, aber inzwischen teile ich deine Ansicht.“
„Nein, tust du nicht“, knurrte XXI. „Ich weiß, was du bist. Du hältst niemanden für ebenbürtig. Ich werde kein Spielzeug in deiner Sammlung sein.“
„Nun, ich lasse dir nicht wirklich eine Wahl“, höhnte der Dschinn. „Schließlich warst du der erste große Schrecken, den dieses Universum erlebt hat, lange bevor es mich überhaupt gab. Ich bin sicher, dass ich einiges von dir lernen kann. Ich frage mich, ob ich dich absorbieren kann, angesichts deiner besonderen Natur. Wie dem auch sei, du kannst nichts tun, um mich aufzuhalten. Ich bin überlegen.“
„Dann ist es ein Glück, dass du für mich keine Bedrohung mehr darstellst. Diese Arroganz wird ganz offensichtlich dein Untergang sein, Majin Buu. Wenn ich mein Ziel erreicht habe, werde ich zu dir zurückkehren, und dann wirst du mich nicht aufhalten können.“
„Was meinst du dam–“
PZTDer Dschinn verschwand plötzlich. XXI kicherte zufrieden. Er hatte die Vargas mit seiner Kristallkugel ausspioniert, dabei nie seine Wachsamkeit aufgegeben und so von ihrer Gegenmaßnahme erfahren. Buu war aus dem Spiel. Nun konnte ihn nichts mehr aufhalten.

Dreißig Sekunden zuvor.
Buu beherrschte den gesamten Asteroiden, während die Augen seines riesigen Kopfes auf Vegetto gerichtet waren, der seine Fäuste ballte. Gegen einen solchen Gegner war er machtlos.
Der Großkaioshin senkte unter den bestürzten Blicken seiner Gefährten den Kopf. Er hatte sie gewarnt: Seit Buu bei diesem Turnier aufgetaucht war, lag ihr Schicksal in seinen Händen. Sie hatten einen Gott hereingelassen, der weit mächtiger war, als sie es jemals sein konnten. Nun gehörten sie ihm, und er würde mit ihnen spielen, wie es ihm gefiel.
Im Kontrollturm drückte Sei verzweifelt immer wieder auf die Taste der Vorrichtung zur Rückkehr in die Universen und zielte dabei insbesondere auf Universum 4.
„Ich habe eure Maschine deaktiviert, weißt du?“, höhnte Buu.
„Grrr... Heiler, repariere unsere Maschine!“, rief Sei einem Namekianer zu.
„W... Was?!“, rief der Namekianer erschrocken.
„Bahaha, das ist also euer letzter Trumpf?“, sagte der Dschinn lachend.
Während Sei vor Wut zitterte, blitzte plötzlich ein grünes Licht im Kontrollraum auf und brachte Buus Lachen abrupt zum Verstummen.
„Nein... Aber das hier!“, erwiderte Sei lächelnd. „Ist das–“

Buu hatte kaum Zeit, die Augen aufzureißen, bevor er verschwand. All seine Avatare in der Arena sowie sein gewaltiger schwebender Kopf verschwanden gleichzeitig. Die Zuschauer und Kämpfer blickten fassungslos drein. Buu war vollständig verschwunden.
„I... Ich kann seine Energie und seine Präsenz nicht mehr spüren“, stellte Vegetto fest und sah sich um.
„Hat er sich irgendwohin teleportiert?“, fragte sich Goku.
„Haha!“, rief Izy und richtete ihre Federn auf. „Ein Sieg für die Wissenschaft! Es hat funktioniert!“
Buu war nicht mehr da. Dafür hatten sie gesorgt. Vegetto und die anderen Saiyajins kehrten in ihre Basisform zurück. Lediglich Piccolo aus Universum 16 bemerkte, dass Vegetto zunehmend nach Luft rang. Letzterer bemerkte dies und versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, während er sich wieder fasste.
Eine Gruppe Namekianer aus Universum 1 kümmerte sich um die Verletzten. Son Gohan aus Universum 18 trat zu Izy.
„Was meinen Sie damit? Was ist gerade passiert?“, fragte er.
„Wir haben einen Notfallplan vorbereitet, seit Buu angefangen hat, unsere Geräte zu manipulieren, was uns gar nicht gefallen hat. Wir haben in einem anderen Universum eine Rückkehrvorrichtung eingerichtet, die mit einer Drohne verbunden ist, die regelmäßig zwischen den beiden Orten hin und her fliegt und sich dabei weit draußen im All aufhält. Wenn diese Drohne erkennt, dass wir die Rückkehr in ein Universum angefordert haben, übermittelt sie die Nachricht an die andere Maschine. Buu konnte hier unsere Technologie manipulieren, aber außerhalb dieses Universums konnte er nichts ausrichten. Das ist seine Schwachstelle! Wir können wohl von Glück reden, dass er nichts davon erfahren hat.“
„Wow, dieser geniale Einfall hat uns gerade alle gerettet“, staunte Gohan.
„Es scheint, als hätte Buu euch diesmal unterschätzt“, sagte Piccolo aus Universum 18, der gerade zu ihnen gestoßen war. „Er hätte eure Gedanken problemlos lesen können und euer Plan wäre gescheitert. Wenn das tatsächlich funktioniert hat, dann nur, weil er zu arrogant war, um euch als Bedrohung anzusehen.“
Izy erschauderte bei dem Gedanken. Daran hatten sie überhaupt nicht gedacht. Sie hatten großes Glück gehabt, dass Buu nicht selbst auf eine Gegenmaßnahme gekommen war. Dieser Kerl war viel zu gerissen, als dass man einen so offensichtlichen Gegenangriff hätte ausschließen können.
„Allerdings macht mir etwas Sorgen“, fuhr Piccolo fort. „Buu hat die Technologie der Heliors ohne Probleme nachgebaut und eingesetzt. Besteht nicht die Gefahr, dass er dasselbe mit eurer Technologie tut, um zurückzukehren und auf alle Universen zugreifen zu können?“

„Ach nein, da besteht keine Gefahr! Er kann sie vielleicht deaktivieren oder reparieren, aber benutzen kann er sie nicht. Wir wissen selbst nicht genau, warum, aber nur Wesen aus Universum 1 sind zu Reisen zwischen den Universen fähig. Entweder, indem sie mit unseren Raumschiffen durch die Universen springen, oder indem sie das Ablenksystem aktivieren. Was auch gut so ist, denn wir haben ziemlich schnell erkannt, dass ihr alle schnell genug seid, um uns die Fernbedienung direkt aus den Händen zu reißen.“
„Da haben wir ja Glück gehabt!“, sagte Goku lächelnd. „Also sind wir Buu endgültig los!“
„Sieht ganz danach aus“, brummte Vegeta neben ihm. „Zumindest wissen wir jetzt, dass weder unser Universum noch die anderen bedroht werden können.“
„Puh, ich hatte diesen Kaugummi schon satt. Gut, dass er weg ist!“, sagte Bra.
Gotenks löste sich plötzlich auf und teilte sich in Trunks und Goten.
„Gut, dass er weg ist“, sagte Letzterer und spuckte auf den Boden. „Dieser größenwahnsinnige Spinner hat bekommen, was er verdient hat.“
Während die Vargas damit beschäftigt waren, ihre Geräte zu reparieren, verlagerte sich die Aufmerksamkeit zum Bereich der Kaioshin. Die vier Gottheiten der Himmelsrichtungen standen ihrem Anführer gegenüber, der schweigend dastand.
„Ihr werdet mit sofortiger Wirkung Eures Amtes enthoben“, sagte der Kaioshin des Südens wütend. „Ihr habt euch mit der Verkörperung des Chaos eingelassen und beinahe die Zerstörung des Multiversums verursacht! Ihr seid Eures Titels nicht länger würdig.“
„Es fällt mir schwer, diese Entscheidung zu unterstützen, aber sie ist gerechtfertigt“, fügte die westliche Kaioshin hinzu. „Euer Handeln hat uns wiederholt in Gefahr gebracht. Eure Argumente waren nachvollziehbar, aber das rechtfertigt nicht, dass dieses Monster uns kontrolliert. Jede Debatte muss auf Augenhöhe geführt werden, unter Achtung des Lebens und des freien Willens der Sterblichen.“
„Wir haben allen Anwesenden Sicherheit versprochen“, warf der Kaioshin des Nordens ein. „Ganz gleich, was Eure Beweggründe waren, wir hatten vereinbart, ein Turnier nach den Regeln abzuhalten, ohne Einmischung zwischen den verschiedenen Universen. Buu hat all diese Regeln gebrochen, und Ihr habt es ihm ermöglicht. Wenn wir unsere Glaubwürdigkeit bewahren wollen, könnt Ihr nicht länger unser Anführer sein.“
„Offenbar haben wir unser Leben im Kampf gegen Majin Buu geopfert“, bemerkte der Kaioshin des Ostens. „Ihr habt Euch gegen ihn geopfert. Ihr habt ein gutes Herz, Großkaioshin. Aber dieser Dschinn hat Euch in die Irre geführt, und Ihr habt unser eigentliches Ziel aus den Augen verloren. Selbst wenn das, was Ihr sagt, stimmt und wir uns nicht so sehr hätten einmischen sollen, rechtfertigt das in keinster Weise, dass Buu sich unter dem Vorwand seiner Allmacht das Recht herausnimmt, zu tun, was immer er will.“
Der Großkaioshin senkte den Kopf, sein Blick ausdruckslos. Nie hatte er auch nur einen Moment lang mit Buus Niederlage gerechnet. Doch die Vargas hatten es geschafft, ihn aus Universum 0 zu verbannen. Und er würde nicht zurückkehren können. In Universum 1 galt ein übernatürliches Gesetz, wonach nur dessen Bewohner zwischen den Dimensionen der Universen reisen konnten. Buu war somit für immer verbannt.
Nun, da er fort war, versank der Geist des Großkaioshin in völliger Verwirrung. Er erinnerte sich daran, warum er sich einst dazu entschlossen hatte, die Bedrohungen für sein Universum zu bekämpfen. Er hatte gesehen, wie sich das Böse aufgrund Bibidis Verdorbenheit über die Welten der Sterblichen ausgebreitet hatte. Er hatte die bösartige Aura gespürt, die von dessen Magie ausging. Er hatte das Leid seiner Opfer gespürt. Für ihn war es unvorstellbar, nicht einzugreifen, wenn ein bösartiges Wesen unschuldige Leben heimsuchte.
Er hatte geglaubt, dass die Schönheit der parallelen Universen gerade darin lag, dass er sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischte. Jedes von ihnen hatte mit einem wunderbaren freien Willen gelebt; ihr Schicksal lag nicht länger in den Händen der Götter, die von Majin Buu getötet worden waren.
Das war es, was Buu ihm verständlich gemacht hatte. Aber war er am Ende nicht selbst die Abweichung seines eigenen Universums? War es nicht sein Verdienst, dass Ungeheuer wie die Frostdämonen und der Legendäre Super Saiyajin schon im Vorfeld unschädlich gemacht worden waren, damit die Sterblichen nicht leiden mussten? Hatte Broly nicht sein gesamtes Universum zerstört? Hatte er die richtige Entscheidung getroffen?
Während er schweigend dastand und die kalten Blicke seiner Gefährten auf sich spürte, trat Izy zu ihnen.
„Wir bringen die Geräte wieder zum Laufen“, sagte sie. „Bald können wir das Turnier fortsetzen. Ist das für Euch in Ordnung?“
„Was glaubst du?“, entgegnete der Kaioshin des Südens, dessen Stimme härter wurde. „Du glaubst doch nicht etwa, dass wir nach alledem einfach weitermachen?“
In diesem Moment erschien Vegetto in ihrer Nähe und ließ sie zusammenzucken.
„Ehrlich gesagt, guter Schachzug, Vargas!“, sagte er fröhlich, obwohl ihm eine große Schweißperle auf der Stirn stand. „Jetzt, da wir wissen, dass ihr mit jeder Situation fertig werdet, können wir das Turnier doch gefahrlos fortsetzen, oder? Und wenn wir schon dabei sind, was dieses Parallelturnier angeht...“
„Das kommt überhaupt nicht in Fra–“, protestierte der südliche Kaioshin.

„Wartet“, unterbrach der Großkaioshin sie. „Ich möchte als Organisator dieses Turniers noch eine letzte Sache sagen.“ Seine Gefährten hielten inne und sahen ihn verwirrt an. Aus dem Augenwinkel bemerkte er, wie der nördliche Kaioshin ihm diskret zunickte. Er lockerte seine geballten Fäuste, blieb angesichts der Worte seines Anführers jedoch wachsam.
„Wir haben ein Treffen und eine Belohnung versprochen. Viele Universen wollten teilnehmen und mussten gegen ihren Willen schreckliche Tragödien erleiden. Das Mindeste, was wir für diese Leute tun können, die im Übrigen keine Regeln gebrochen und sich anständig verhalten haben, ist, das Turnier fortzusetzen. Ziehen wir diesen Wettkampf durch, bis zum Schluss.“
„Aber...“, begann der Kaioshin des Südens.
„Mir ist bewusst, dass ich für Unruhe gesorgt habe, mein Freund“, sagte der Großkaioshin. „Aber die Entscheidung, ein Turnier abzuhalten, war eine gemeinsame. Unser göttliches Wort ist nur dann etwas wert, wenn wir es halten. Aus Respekt vor den verbliebenen Teilnehmern dürfen wir es nicht einfach so abbrechen.“
Der südliche Kaioshin schwieg. Tatsächlich lag eine gewisse Wahrheit in den Worten, die er gerade gehört hatte. Er warf Vegetto, der mit verschränkten Armen wartete, einen wachsamen Blick zu. Er sah sich um – zu Universum 18 und Universum 16, Universum 7, Universum 5. Tatsächlich waren Gast, XXI, Son Goku und Vegeta ruhig geblieben und halfen sogar dabei, für Ordnung zu sorgen. Bei Son Bra blieb er misstrauisch. Auch wenn er sie als Opfer Babidis betrachtete, war sie wie eine tickende Zeitbombe. Und von ihrem Vater hielt er nicht weniger. Obwohl er sie vor Broly gerettet hatte, zeigte er Verständnis für Buus Handlungen und Worte. Er musste vorsichtig sein.
„Was meinst du?“, fragte die Kaioshin des Westens und riss ihn aus seinen Gedanken.
„Ich denke, wir können es versuchen. Ihr habt nicht Unrecht“, brummte er.

„Also gut“, sagte der nördliche Kaioshin mit ernster Miene und lauter Stimme. „Das Turnier wird fortgesetzt, und für diejenigen, die zu weit gehen, wird es keine weitere Nachsicht geben!“
Vegetto lächelte zufrieden. Niemals würden sie das aufregendste Ereignis seines Lebens wegen einer solchen Lappalie beenden!
„Du triffst die richtige Entscheidung, neuer Großkaioshin“, sagte der Anführer der Götter zu seinem nördlichen Kollegen, der überrascht die Augenbrauen hob.
Die Kaioshin wandten sich erstaunt zu ihm um.
„Ihr habt recht. Ich habe zu viel Schaden angerichtet. Ich werde mich eingehend mit mir selbst auseinandersetzen müssen, um wieder zu mir zu finden. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Buu in vielen Dingen recht hatte, aber wahrscheinlich habe ich mich gerirrt. Deshalb lege ich mein Amt als Großkaioshin nieder. Ich übertrage es dir, mein Freund, wenn die anderen einverstanden sind.“
Der Kaioshin des Nordens sah verwirrt zu den anderen. Sie lächelten allesamt zustimmend. Ihrer Meinung nach hätte es keine bessere Wahl geben können.
Das war ja alles schön und gut, aber der fusionierte Saiyajin aus Universum 16 war nicht vollkommen zufrieden. Trotz seiner überwältigenden Erschöpfung brannte er darauf, endlich einen richtigen Kampf zu bestreiten.
„Also, ihr seid euch sicher, dass ein Parallelturnier...“
„Papa“, sagte Trunks aus Universum 16 und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Da das Turnier wieder beginnt, wird deine Tochter kämpfen. Du solltest also aus dem Ring gehen.“
„Gegen wen?“, fragte Vegetto scharf und schob seine Hand weg. „Gast ist tot! Weil ihr euch alle wie Idioten aufführt! Sag mir nicht, was ich zu tun habe!“
Trunks wich schockiert einen Schritt zurück. Mit einer derart heftigen Reaktion hatte er nicht gerechnet. Sein Vater tat zwar grundsätzlich, was er wollte, aber ihm gegenüber war er noch nie derart aggressiv gewesen. Ein tief sitzender Zorn glitzerte in seinen Augen. Trunks bekam sogar Angst.
Etwas weiter entfernt starrte auch Piccolo aus Universum 16, der alles mitangehört hatte, mit weit aufgerissenen Augen zu ihnen hinüber. Vegettos Tonfall war bedenklich. War er etwa wirklich so hungrig?

„Beruhige dich“, rief ihm der nördliche Kaioshin zu. „Wir werden Gast Carcolh wiederbeleben. Wir haben die Vargas gebeten, einen neuen Satz Dragon Balls zu besorgen.“
„Mister, Mister!“, rief ein Nachkomme von Cell aus Universum 17. „Und unser Vater? Könnt ihr ihn auch zurückbringen?“
„Natürlich“, stimmte der Kaioshin zu. „Cell, C18, Raichi, Tapion. Alle Opfer des Turniers werden wiederbelebt.“ Der Junior sprang vor Freude in die Luft und kehrte in sein Areal zurück. Vegetto starrte seinen Sohn und den Kaioshin, der ihn nicht bemerkte, finster an, bevor er selbst ging.
„Die gehen mir alle auf die Nerven“, dachte er. „Ich rette sie alle erneut und wieder werde ich außen vor gelassen. Ich habe eine ungeheure Menge Energie aufgewendet, um diese Buus loszuwerden, und jetzt gibt es keine magischen Bohnen mehr. Diese Idioten verschwenden keinen einzigen Gedanken an mich!“
Für Vegetto, den göttlichen Retter seines Universums, war der Respekt der anderen inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Er hatte es nicht nötig, um Aufmerksamkeit zu betteln; die anderen hatten an ihn zu denken. Sie mussten erkennen, dass er erschöpft und kraftlos war. Nur Piccolo hatte es ihm gegenüber erwähnt. Doch er würde eher sterben, als sich dazu herabzulassen, andere um Hilfe zum Überleben zu bitten. Sein Stolz ließ das nicht zu.
Er beschützte sie. Er war der Held. Keine Anomalie. Kein Fehler der Natur.
Er würde niemals zulassen, dass sie sein Recht auf Existenz infrage stellten.
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