DB Multiverse

Dragonball Multiverse: Der Roman

Geschrieben von Loïc Solaris & Arctika

Übersetzt von BK-81, ZenBuu, iron leaf & MrChrisWesker

Entdeckt die Geschichte von DBM noch einmal. Diese Texversion wird von Salagir als Kanon verifiziert, welche lauter neue Zusatzinfos enthält. Diese wurden im Manga nicht gezeigt und machen diese Geschichte daher zu einer echten Ergänzung zum Comic!

Updates kommen 1 und 15 des Monats um 20:00 (Pariser Zeit)
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Intro

Teil 0 :0
Teil 1 :12345

Round 1-1

Teil 2 :678910
Teil 3 :1112131415
Teil 4 :1617181920
Teil 5 :2122232425
Teil 6 :2627282930

Lunch

Teil 7 :3132333435

Round 1-2

Teil 8 :3637383940
Teil 9 :4142434445
Teil 10 :4647484950
Teil 11 :5152535455
Teil 12 :5657585960
Teil 13 :6162636465
Teil 14 :6667686970

Night 1

Teil 15 :7172737475
Teil 16 :7677787980
Teil 17 :8182838485
Teil 18 :8687888990

Round 2-1

Teil 19 :9192939495
Teil 20 :96979899100

Round 2-2

Teil 21 :101102103104105
Teil 22 :106107108109110
Teil 23 :111112113114115

Night 2

Teil 24 :116117118119120

Round 3

Teil 25 :121122123124125
Teil 26 :126127128129130
Teil 27 :131132133134135
Teil 28 :136137138139140
Teil 29 :141142143144145
Teil 30 :146147148149150
Teil 31 :151152153154155
Teil 32 :156157158159160
Teil 33 :161162163164165

Round 4 (¼)

Teil 34 :166167168169170
Teil 35 :171172173174175
Teil 36 :176177178
[Chapter Cover]
Teil 36, Kapitel 178.

TEIL SECHSUNDDREISSIG: HINTERLISTIGE MAGIER

Kapitel 178

Übersetzt von ZenBuu & Korrektur gelesen von iron leaf

In Universum 1 berieten sich die Kaioshins über das, was sie gerade miterlebt hatten, kommentierten den Kampf und stellten verschiedene Theorien auf. Nur der Großkaioshin wusste wirklich, was vor sich ging. Nervös beobachtete er, wie sich einer der Vargas der riesigen Kugel näherte, die Buu in der Mitte der Arena einschloss.

„Können wir das für den nächsten Kampf wegschaffen?“, fragte Susu und blickte zu der gewaltigen rosafarbenen Kugel hinauf, die ihre kleine, vogelähnliche Gestalt bei Weitem überragte. „Wir werden doch nicht warten, bis er irgendwann von selbst wieder herauskommt, oder?“

Eine kaum wahrnehmbare Bewegung erregte ihre Aufmerksamkeit. In die Hülle eingebettet hatte sich eine Art Kompass aktiviert, und eine Nadel begann sich langsam zu drehen.

Als sich die namekianischen Organisatoren Buus Gefängnis näherten, um es zurück in den Bereich von Universum 4 zu bringen, hallte plötzlich Gast Carcolhs dröhnende Stimme durch die Arena.

„Einen Moment!“, rief der Namekianer. „Wir müssen Buu sofort in sein Universum zurückschicken! Und haltet den Großkaioshin auf!“

„Was soll das heißen, Gast Carcolh?“, fragte der nördliche Kaioshin.

„Er war von Anfang an in Buus Handlungen verwickelt“, erklärte der riesige Namekianer. „Er hat ihn niemals wirklich gefangen gehalten.“

„Und welchen Beweis habt Ihr für diese Anschuldigung?“, entgegnete der Kaioshin des Südens vehement. „Allein die Andeutung ist äußerst schwerwiegend!“

„Allerdings“, erwiderte der Namekianer ruhig. „Gerade eben, als Buu in den Kokon gezogen wurde, habe ich beobachtet, wie Hunderte winziger Fragmente von ihm eingesogen wurden und sich wieder mit seinem Körper vereinigten. Sie kamen von überall her – aus der Arena, von den Zuschauerrängen, sogar aus dem Korridor von Universum 4. Er war von Anfang an frei.“

„Ach, daher kamen also diese kleinen fliegenden Teilchen!“, rief Goku. „Ich fand das schon irgendwie komisch.“

„Hättest du nicht früher etwas sagen können?“, murmelte Goten mit einem finsteren Gesichtsausdruck.

„Vielleicht hättet ihr einfach aufmerksamer sein sollen“, sagte Vegeta in der Nähe. „Er war nicht der Einzige, der sie bemerkt hat, aber keiner von uns konnte sich erklären, was das war. Wir haben so etwas schließlich noch nie zuvor gesehen.“

Die Aufregung in der Arena nahm weiter zu. Unter den Kaioshins breitete sich rasch Bestürzung aus.

„Gast Carcolh lügt nicht, Großkaioshin. Erklärt Euch!“, flehte die Kaioshin des Westens.

„Ich wusste, dass etwas nicht stimmt!“, donnerte der südliche Kaioshin. „Sagt uns, was hier vor sich geht und keine verdächtigen Bewegungen!“

Der Gedanke an Verrat war für die Götter beinahe unvorstellbar. Nicht unter ihresgleichen. Sie hatten ihr gesamtes Dasein dem Schutz der Sicherheit der Universen gewidmet und jede Bedrohung an ihrer Wurzel beseitigt. Seite an Seite hatten sie gegen zahllose Gefahren gekämpft und daran gearbeitet, die Sterblichen vor Schaden zu bewahren. Es war unmöglich, dass ihr Anführer – derjenige, der sie stets im Namen des Friedens geführt hatte – sie auf diese Weise manipuliert hatte und etwas zuließ, das dem Kern ihrer Prinzipien und Überzeugungen widersprach. Der Großkaioshin musste unter irgendeiner Form der Manipulation stehen. Das war die einzig mögliche Erklärung.

„Es stimmt“, antwortete der Großkaioshin schlicht. „Alles davon.“

„W-Was?“, stammelte der östliche Kaioshin zitternd.

„Was soll das heißen?“, fragte der Kaioshin des Südens, der ebenfalls sichtlich erschüttert war.

„Ich habe euch tatsächlich alle getäuscht“, wiederholte der Großkaioshin. „Ich besaß niemals Gast Carcolhs Technik. Ich habe das nur behauptet, damit er Buu freilässt. Gast hat recht – ich bin in seine Handlungen verwickelt. Seine nächtlichen Aktivitäten mit den Teilnehmern, Babidis Angriff, den ich geschehen ließ, wie Buu jeden daran hinderte zurückzukehren… ich ließ ihn tun, was er wollte.“

„Was…?“, murmelten seine Gefährten völlig fassungslos.

„Das kann nicht wahr sein...“, flüsterte Son Bra aus Universum 16 zitternd. Also war nicht allein dieser verdammte Zauberer für all das verantwortlich, was geschehen war, sondern auch Buu? War es seinetwegen, dass sie zu einer Sklavin geworden war und so viele Leute getötet hatte? Er hatte Babidi freie Hand gelassen, obwohl er die Macht besaß, ihn aufzuhalten? Schlimmer noch, hatte er das alles tatsächlich eingefädelt?

Neben ihr runzelte Vegetto die Stirn. Wenn er jetzt darüber nachdachte, war es überhaupt nicht unlogisch. Buu war viel zu mächtig, als dass er nicht hätte eingreifen können. Von Anfang an hatte er mit allen gespielt, auch mit ihm. Das frustrierte Vegetto nur noch mehr, aber er konnte den Wunsch seines alten Feindes nach Unterhaltung verstehen. Was ihn am meisten ärgerte, war, dass Buu den ganzen Spaß für sich behalten hatte.

„Aber warum, Großkaioshin?“, fragte der nördliche Kaioshin mit niedergeschlagener Stimme.

„Das, fürchte ich, könntet ihr unmöglich verstehen. Ich hege keinerlei Groll gegen euch, meine Freunde. Buu übrigens auch nicht. Aber wir besitzen eine weitaus umfassendere Perspektive als ihr.“

„Was wollt Ihr damit sagen?“, fragte der Kaioshin des Nordens.

„Seit Buu und ich in diesem Universum angekommen sind, stehen wir in ständigem Austausch“, antwortete der Großkaioshin. „Er hat mir seine Lebensgeschichte erzählt, von seiner Welt berichtet. Er hat all seine Erinnerungen mit mir geteilt – in Worten, Bildern und Gefühlen. Tausende Jahre an Erfahrungen, die innerhalb weniger Stunden ausgetauscht wurden.“

„Ist das überhaupt möglich?“, fragte sich Piccolo aus Universum 18.

In der gesamten Arena war der Lärm unter den Zuschauern verstummt, während sie aufmerksam den Rechtfertigungen des Anführers der Götter lauschten, der gerade seinen Verrat gestanden hatte. Vielleicht waren seine Gründe ja doch berechtigt?

„Es ist möglich“, fuhr der Großkaioshin fort. „Ich bin überzeugt, dass ich in vielen Universen schon immer eine gewisse Faszination für Majin Buu empfunden habe. Er ist ein außergewöhnliches, einzigartiges Lebewesen. Obwohl er aus unheilvoller dunkler Magie hervorgegangen ist, bin ich noch nie einem Wesen wie ihm begegnet.“

„Das Werk eines niederträchtigen Zauberers“, knurrte der Kaioshin des Südens.

„In der Tat. Und doch, seht euch um, dieses Ereignis ist in so vielen Universen der Ursprung von allem! Ohne Majin Buu haben wir unser Universum. Wir haben das Böse an seiner Quelle ausgelöscht, bevor es sich ausbreiten konnte. Ich war es, der sich dazu entschied, Bibidi zu vernichten, und diese Entscheidung führte dazu, dass ich jede Bedrohung für das Universum systematisch beseitigte. Doch in unzähligen anderen Realitäten habe ich nicht auf diese Weise gehandelt... und seht euch die Ergebnisse an!“

„Was sollen wir denn sehen?“, erwiderte die westliche Kaioshin. „Massaker, die von diesem Majin Buu verübt wurden? Unsere eigene Niederlage und unser Verschwinden? Die Ausbreitung niederträchtiger und krimineller Wesen?“

„Vielleicht, aber nicht nur das! Seht euch diejenigen an, die wir selbst ausgelöscht haben, die Frostdämonen und die Saiyajins. In Universum 16 und 18 seht ihr Saiyajins, die ihre Stärke in den Dienst anderer stellen! Und ohne die Frostdämonen hätte sich Universum 19 niemals so entwickelt, wie es das getan hat! Gerade weil wir nicht gegen Bibidi eingegriffen haben, kam es im gesamten Multiversum zu so vielen Abweichungen!“

„Und wie rechtfertigt das, dass Ihr Majin Buu beschützt habt?“, entgegnete Gast Carcolh streng von seinem Platz aus. „Ihr wisst genau, wie gefährlich er für alle ist.“

Der Großkaioshin blickte auf die Kugel, in der sich sein Freund befand. Er wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war. Selbst versiegelt konnte man ihn niemals wirklich loswerden. Er musste sich erklären und, wenn möglich, versuchen, sie zu überzeugen.

„Buu ist weitaus intelligenter und interessanter als alles, was ich je gekannt habe. Ich habe begonnen, ihn zu bewundern, er ist mein Freund. Nachdem ich die vollständige Geschichte seines Universums erfahren hatte, begann ich, alles infrage zu stellen. Welches Recht hatten wir Kaioshins, uns derart massiv einzumischen? Wir haben jede Bedrohung beseitigt, aber das Universum hörte auf, sich weiterzuentwickeln. Es stagnierte.“

„Und was ist daran falsch?“, fragte der Kaioshin des Ostens. „Wir haben die großen Mächte der Galaxis beseitigt, damit unschuldige Sterbliche in Frieden leben können, ohne Angst davor haben zu müssen, dass ein tyrannischer Herrscher sie unterwirft oder ausbeutet! Ihr selbst habt uns gesagt, dass Anomalien wie der Legendäre Saiyajin nicht am Leben gelassen werden dürfen, wir haben einen von ihnen hingerichtet, als er noch ein Kind war!“

Die westliche Kaioshin zitterte bei der Erinnerung an die abscheuliche Tat, die sie in der Vergangenheit begangen hatte. Sie hatte gegen ihre eigenen moralischen Vorstellungen und ihr eigenes Herz angekämpft, um auf Befehl ihres Anführers ihre Mission zu erfüllen.

„Damals war es die richtige Entscheidung“, sagte der Großkaioshin. „Doch durch die Perspektive, die ich dank Buu gewonnen habe, erkenne ich nun, dass unsere Unnachgiebigkeit das Potenzial unseres Universums vergeudet hat. Die Sterblichen mussten sich nie wirklich selbst verteidigen. Unsere ständige Herrschaft hat ihnen die Möglichkeiten genommen, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Unser Universum ist uninteressant geworden. Das wird umso offensichtlicher, wenn man es mit den anderen Universen um uns herum vergleicht… und ich war fasziniert von allem, was Buu mir gezeigt hat.“

„Er manipuliert Euch. Das müsst Ihr doch erkennen, oder?“, fuhr der Kaioshin aus dem Süden ihn an.

„Ganz und gar nicht“, erwiderte sein Anführer ruhig. „Er hat mir geholfen, die Augen zu öffnen. Ich habe gründlich über unsere Rolle als Kaioshins und darüber nachgedacht, welchen Platz wir eigentlich einnehmen sollten. Du hast von Anomalien wie Broly und Majin Buu gesprochen und sie als universelle Bedrohungen dargestellt, die wir bekämpfen müssen. Deiner Ansicht nach hätten sie niemals an diesem Turnier teilnehmen dürfen. Doch dasselbe gilt für Vegetto und Gast Carcolh.“

„Wie bitte?“, unterbrach Vegetto ihn schockiert. Gast verengte sichtlich bestürzt die Augen.

„Es tut mir leid, aber es ist die Wahrheit“, erklärte der Anführer der Kaioshin. „Vegetto, du wurdest durch eine Fusion von Sterblichen mithilfe göttlicher Magie geboren. Deine Existenz ist unnatürlich. Gast, deine Essenz hat sich durch einen Prozess, der eigentlich nur für eine ausgewählte Anzahl von Personen vorgesehen war, über die eines gewöhnlichen Namekianers hinausentwickelt. Keiner von euch beiden hätte jemals existieren dürfen. Genauso wenig wie Majin Buu oder der Legendäre Saiyajin. Und doch seid ihr alle vier hier und nehmt an diesem Turnier teil, trotz der potenziellen Gefahren, die von euch ausgehen.“

„Vegetto und Gast stehen auf der Seite des Guten, Großkaioshin!“, protestierte die westliche Kaioshin. „Sie verdienen es nicht, mit Monstern verglichen zu werden!“

„Also haben sie mehr Daseinsberechtigung, weil sie wohlwollend sind?“, fragte sich der Großkaioshin. „Ist es unsere subjektive Moral, die über Leben und Tod bestimmen und sich durchsetzen sollte? Wir tragen den Titel von Göttern, doch unsere ursprüngliche Aufgabe bestand lediglich darin, zu beobachten – mehr nicht. Wir haben uns selbst die Macht angemaßt, die unsere Welt zur Unfruchtbarkeit verdammt hat. Wir haben ihr keinen Raum zum Wachsen und Kämpfen gelassen. Ordnung bringt nichts. Chaos hingegen…“

„Ihr wagt es, für das Chaos einzutreten?“, reagierte der Kaioshin des Südens sichtlich schockiert.

„Warum nicht? Ihr seht nur seine negativen Aspekte, doch es ist auch eine Quelle der Erneuerung. Es gibt viel zu gewinnen, wenn man es seinen Lauf nehmen lässt. Und das nicht nur in einem einzigen Universum, jetzt, da wir wissen, dass unzählige weitere existieren. Wenn in tausend Universen etwas tragisch endet, kann es in tausend anderen ganz anders ausgehen. Ereignisse in nur einem einzigen Universum zu beeinflussen, ist daher sinnlos!“

Die Worte des Großkaioshins sorgten auf den Tribünen und in den Bereichen der Teilnehmer für Aufruhr. Goku fühlte sich völlig verloren in dieser metaphysischen Diskussion. Über solche Dinge hatte er noch nie nachgedacht. Das alles war viel zu verwirrend für ihn.

„Ihr irrt Euch, Großkaioshin“, fuhr Gast Carcolh fort. „Eure Handlungen betreffen nur euer eigenes Universum und sollten nicht mit Parallelwelten verglichen werden. Wir alle haben unsere eigene Geschichte. Diese Wege sind hier bei diesem interuniversellen Turnier zusammengeführt worden, aber das rechtfertigt nicht, dass ein so mächtiges und manipulierendes Wesen wie Buu aus Universum 4 ungestraft tun und lassen kann, was es will. Hier geht es längst nicht mehr nur um Euer Universum.“

„Ich stimme Gast Carcolh zu“, sagte der südliche Kaioshin wütend. „Ganz abgesehen von Buu könnte die Hälfte der Teilnehmer dieses Turniers das gesamte Multiversum in Gefahr bringen! Und Ihr wollt uns erzählen, dass Ihr das gefährlichste Wesen von allen tun und lassen lässt, was es will, weil Ihr zu einem Diener des Chaos geworden seid?!“

„Natürlich nicht“, erwiderte sein Anführer überrascht. „Es bestand nie irgendeine Gefahr. Buu hat alles vollkommen unter Kontrolle. Ihr versteht einfach nicht, wie er vorgeht. Er wollte nur seinen Spaß haben und hätte niemals zugelassen, dass Broly oder irgendjemand anderes das Turnier unterbricht. Er hätte sie jederzeit aufhalten können.“

Im selben Moment ertönte eine Stimme in den Gedanken des Großkaioshins. Es war der Älteste Kaioshin aus Universum 9.

„Großkaioshin! Ich muss Euch sagen, wer XXI ist!“

„Ich weiß, wer er ist. Aber er hat wie alle anderen das Recht, teilzunehmen.“

„Was?! Aber… Er ist der Weltenverschlinger, die Einundzwanzig! Er wird alles verschlingen, alles zerstören!“

„Verehrter Kaioshin, bei allem Respekt. Ich bin gerade ziemlich beschäftigt. Ich kann Euch nicht helfen.“

Abrupt unterbrach er die Verbindung, um sich wieder auf die aktuelle Situation zu konzentrieren. XXI hatte gerade seine Identität bestätigt – jene Identität, die sowohl Buu als auch er bereits vermutet hatten. Ein uraltes Wesen, so alt, dass selbst die heutige Generation der Kaioshins seine Existenz vergessen hatte. Ein Wesen, das noch weitaus älter war als Majin Buu selbst. Nur dank eines Buches, das Buu auf dem Planeten Icarion gelesen hatte, kombiniert mit den Hinweisen, die sie gesammelt hatten, war es ihnen gelungen, dieser Spur zu folgen. Doch genau in diesem Moment half ihnen dieses Wissen nicht weiter. Zuerst mussten sie sich um das aktuelle Problem kümmern.

„Ah, ich verstehe!“, rief die Kaioshin des Westens mit deutlicher Ironie. „Deshalb hat er Broly davon abgehalten, alle anzugreifen, oder Babidi daran gehindert, die anderen Universen zu korrumpieren!“

„Ich habe nie gesagt, dass er nicht spontan handeln würde“, erwiderte der Großkaioshin. „Was du gerade beschrieben hast, entspricht unserer Denkweise. Buu lässt die Ereignisse ihren natürlichen Lauf nehmen und greift dann ein! Das Chaos hat es den bestehenden Universen ermöglicht, sich trotz ihrer Schwierigkeiten weiterzuentwickeln und voranzukommen. Buu hat uns als Sicherheitsnetz gedient. Jedes Mal ist alles gut ausgegangen. Andernfalls hätte er den Problemen ein Ende gesetzt. Hat er nicht anschließend all den Schaden wieder repariert?“

Im Universum 16 war Vegetto bestürzt. Schon wieder war seine bloße Existenz infrage gestellt worden. Ihrer Ansicht nach hätte es ihn niemals geben dürfen.

Son Bra hingegen fühlte sich innerlich völlig zerrissen. Buu hatte sie wie eine Spielfigur benutzt, in einem Spiel, das er vollständig kontrolliert hatte. Er hatte Babidi gewähren lassen. Der Dschinn hatte sie gebrochen und korrumpiert. Und genau wie ihr Vater von unbeschreiblicher Wut überwältigt worden war, hatte Buu sich einfach zurückgehalten… nur um ihr anschließend tröstende Worte anzubieten.

Son Bra war kurz davor, sich zu übergeben. Ihre Beziehungen zu den Menschen, die sie liebte, waren gerade für immer verändert worden, wegen dieses Monsters.

„Hey, Moment mal!“ riefen Trunks und Goten aus dem Universum 18. „Heißt das, er war es, der uns während der Nacht unsere verstärkte Fusion verliehen hat?“

Der Großkaioshin nickte, sehr zum Entsetzen der beiden jungen Saiyajin. Sie hatten enorme Kräfte von ihrem schlimmsten Feind erhalten, Kräfte, die nicht einmal ausgereicht hatten, um ihm zu schaden.

„Das erklärt auch Uubs magische Kräfte“, merkte Vegeta an. „Buu muss ihm geholfen haben, sie freizusetzen.“

„Buu ist echt ein Betrüger“, sagte Goku genervt. „Ich bin froh, dass Uub seine Kräfte hat, aber trotzdem... das ist nicht fair!“

Um den Großkaioshin herum waren seine Gefährten sprachlos vor Entsetzen. Alles, was er gerade gesagt hatte, widersprach ihren Grundwerten – allem, dem sie ihr Leben gewidmet hatten. Und selbst wenn er mit den Auswirkungen des Chaos recht hatte, konnte Moral nicht einfach auf bloße Subjektivität reduziert werden. Indem der Großkaioshin Buu freie Hand gelassen hatte, hatte er einem unberechenbaren Wesen erlaubt, ein völliges Massaker anzurichten.

„Ist Euch eigentlich klar, was Ihr getan habt?“ stellte ihn der nördliche Kaioshin zur Rede. „Ihr habt das Schicksal aller verbliebenen Universen verändert! Buu hat Wesen aus anderen Universen Kräfte verliehen, die sie sonst niemals erhalten hätten! Wegen ihm wurden Beziehungen zerstört und Leben aus der Bahn geworfen! Um Himmels willen – kleine Mädchen mussten mit ansehen, wie ihre Mütter und Väter durch die Hand ihrer eigenen Schwester starben! Und Ihr behauptet, Chaos sei gut und Ordnung langweilig? Buu benutzt Euch, Großkaioshin! Er ist die Verkörperung des Chaos in seinem Universum und benutzt deine Neugier, um Euren Verstand zu verdrehen! Ihr legt unser aller Schicksal in die Hände dieses Psychopathen?!“

Der Großkaioshin sah ihn sichtlich bestürzt an. Die Worte seines Freundes ergaben Sinn. Doch der südliche Kaioshin verstand etwas Entscheidendes nicht. Buu hatte ihm die Augen für eine völlig neue Bewusstseinsebene in Bezug auf das Leben und das Universum geöffnet. Der Dschinn hatte das Konzept der Existenz selbst transzendiert. Gegen sein Weltbild konnte man unmöglich argumentieren.

„Wieder einmal verstehst du es nicht“, flehte er. „Wir haben keine Wahl. Buu ist uns in jeder Hinsicht überlegen. Er ist zu einem allmächtigen Wesen geworden, welches zu allem fähig ist! Er kontrolliert alles, und zwar ständig, und seine Macht ist absolut! Wir können nur mit ihm leben und versuchen, seine Entscheidungen zu verstehen!“

Diese neuen Worte beunruhigten jeden Anwesenden. In den Worten des Großkaioshin war Buu gerade von einem außergewöhnlichen Freund zu einem göttlichen Wesen aufgestiegen, das an der Spitze der universellen Hierarchie stand. Das änderte alles.

„Das ist nicht dasselbe, Großkaioshin“, sagte Gast Carcolh. „Nur weil er über eine unermessliche Macht verfügt, bedeutet das nicht, dass er recht hat. Ganz gleich, wozu er fähig ist, das gibt ihm nicht das Recht, sich auf diese Weise in andere Universen einzumischen. Das Chaos, das Ihr lobpreist, ist nicht natürlich. Wenn das, was Ihr sagt, stimmt und Buu tatsächlich alles vollständig kontrolliert, dann lässt er keinen Raum für freien Willen.“

Im Ring waren die Vargas gerade mit dem Gerät aus dem Universum 4 eingetroffen, das Buu nach Hause zurückschicken sollte. Izy, die für die Technologie ihres Volkes zuständige Varga-Technikerin, rief provokant:

„Für einen angeblich allmächtigen Gott scheint er hier aber nicht die Kontrolle zu haben. Auf Wiedersehen, Buu!“

Sie drückte den Knopf, den Blick auf den Kokon gerichtet… doch er verschwand nicht.

„Natürlich“, sagte der Großkaioshin mit einem müden Seufzen. „Er kontrolliert auch euer Gerät. Ihr könnt ihn nicht einfach zurückschicken. Alles steht unter seiner Kontrolle.“

„Das wird ein Problem“, sagte Gohan aus Universum 16. „Wir müssen ihn loswerden. Gast hat recht.“

„Verdammt!“ rief Izy genervt. „Dann machen wir es eben auf die altmodische Art! Könnt ihr dieses Ding zu einem unserer Schiffe bringen?“

„Problemlos“, antwortete ein Namekianer aus dem Universum 1, der sich in der Nähe befand.

„Ich versichere euch, all das ist sinnlos…“, warnte der Großkaioshin.

Während sich alle um ihn herum fragten, was er damit meinte, begann in dem Moment, in dem der Namekianer seine Hände auf Buus Gefängnis legte, dieses heftig zu vibrieren und überall weißen Rauch auszustoßen. Erschrocken wich der Namekianer von dem Phänomen zurück.

„Dieser Rauch… Buu wird befreit!“ riefen die beiden Gohans aus den Universen 16 und 18.

Lebhaft erinnerten sie sich an das Bild von Babidi und Dabura, die jubelnd die Öffnung des Siegels gefeiert hatten – eines Siegels, das durch den gigantischen Kampf zwischen Goku und Vegeta gebrochen worden war, während Gohan und der Kaioshin des Ostens verzweifelt versucht hatten, seine Freisetzung zu verhindern. Es bestand kein Zweifel. Dies war dasselbe Phänomen.

„Was? Er kommt heraus?“ wunderte sich Goku. „Und dabei kämpft niemand gegen ihn, um ihm Energie zu geben?“

Währenddessen erlangte der Dschinn sein Bewusstsein zurück, als sein Körper erneut die Wärme der Außenwelt spürte. Sofort erinnerte er sich daran, was ihm widerfahren war.

Natürlich… dieser verdammte Zauber war nach wie vor seine einzige Schwäche. Nach zwanzig Jahren, in denen er Magie erforscht und gemeistert hatte, war er gezwungen gewesen, die Tatsachen zu akzeptieren: Seine magische Natur konnte nicht verändert werden. Seine Existenz würde für immer an Bibidis Magie gebunden sein, und es war ihm unmöglich, sich davon zu lösen. Die einzige Möglichkeit, auf diese Magie einzuwirken, bestand darin, zu sterben, damit Enma seine Kräfte als Herrscher über die Seelen einsetzen konnte – so, wie er es bei Uub getan hatte. Doch das kam nicht infrage.

Also musste er sich anpassen und eine zufriedenstellende Lösung finden, damit er nie wieder so versiegelt werden konnte wie zuvor. Da er einige Jahre zuvor durch die unvollständige Version des Zaubers anderer Magier beinahe gefangen genommen worden war, hatte er sich gegen verschiedene magische Formeln schützen können. Doch die ursprüngliche Formel war unangreifbar. Es war genau dieselbe, die XXI gegen ihn eingesetzt hatte. Aber…

Niemals, wirklich niemals, würde er sich wieder einsperren lassen.

Jedenfalls nicht länger als fünf Minuten.

Sein bester Schutz gegen magische Versiegelungen, sollte er jemals wieder gefangen werden, war ganz einfach. Er hatte Bibidis Gerät, genau jenes, das für seine Erschaffung verwendet worden war, an sich genommen und an seine eigene Essenz angepasst. Sollte er jemals neutralisiert werden, würde sein Körper automatisch beginnen, Energie aufzuladen, sodass seine Befreiung von selbst ausgelöst wurde.

Und nach diesem praktischen Test schwoll sein Geist vor Zufriedenheit an. Es war eine kluge Idee gewesen.

Und sie war erfolgreich gewesen.

13 August

Neuer Comic bei DBM: Hearts Story

[img][img]Erlebt Hearts, den Götterschlächter, auf seinem Rachefeldzug.

Von Thibault Deboom, der auch den Comic Yamoshi gemacht hat.

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