DB Multiverse
Dragonball Multiverse: Der Roman
Geschrieben von Loïc Solaris & Arctika
Übersetzt von BK-81, ZenBuu, iron leaf & MrChrisWesker
Entdeckt die Geschichte von DBM noch einmal. Diese Texversion wird von Salagir als Kanon verifiziert, welche lauter neue Zusatzinfos enthält. Diese wurden im Manga nicht gezeigt und machen diese Geschichte daher zu einer echten Ergänzung zum Comic!
Updates kommen 1 des Monats um 18:00 (Pariser Zeit)
Nächste Seite in : 27 Tagen, 20S
Intro
Teil 0 :0Teil 1 :12345
Round 1-1
Teil 2 :678910Teil 3 :1112131415
Teil 4 :1617181920
Teil 5 :2122232425
Teil 6 :2627282930
Lunch
Teil 7 :3132333435Round 1-2
Teil 8 :3637383940Teil 9 :4142434445
Teil 10 :4647484950
Teil 11 :5152535455
Teil 12 :5657585960
Teil 13 :6162636465
Teil 14 :6667686970
Night 1
Teil 15 :7172737475Teil 16 :7677787980
Teil 17 :8182838485
Teil 18 :8687888990
Round 2-1
Teil 19 :9192939495Teil 20 :96979899100
Round 2-2
Teil 21 :101102103104105Teil 22 :106107108109110
Teil 23 :111112113114115
Night 2
Teil 24 :116117118119120Round 3
Teil 25 :121122123124125Teil 26 :126127128129130
Teil 27 :131132133134135
Teil 28 :136137138139140
Teil 29 :141142143144145
Teil 30 :146147148149150
Teil 31 :151152153154155
Teil 32 :156157158159160
Teil 33 :161162163164165
Offizieller Held (Teil 2/2)
Eine kleine Pause! Hier sind zwei von Salagir geschriebene Kapitel, welche eine Kurzgeschichte erzählen. Wir hoffen sie gefällt euch. :)
Übersetzt von MrChrisWesker; Korrekturgelesen von ZenBuu & iron leaf
Tests, Tag 2
Am nächsten Tag, inmitten eines schrecklichen Lärms und Bebens, das durch die Fenster hallte, vermutete die Psychologin richtig, dass Goku zurückgekehrt war. Sie näherte sich und erkannte Goku, der mitten auf dem Trainingsgelände isoliert da stand. Ein Bataillon Soldaten, jeder in respektvollem Abstand, buhte ihn aus. Ausgehend von ihren Äußerungen ging klar hervor, dass diese Schlägertypen die Aussicht, dass sich dieser Eindringling ihrer Armee anschloss, nicht schätzten. Unten näherte sich ein Offizier, jemand anderes als der General, um die Lage zu beruhigen. „Wir werden angegriffen!“, rief ein Soldat. „Er hat sich nicht an die Eintrittsbestimmungen gehalten, ist direkt durch die Flugverbotszone geflogen und hat unsere Warnschüsse ignoriert.“ „Ihr solltet wirklich aufhören, auf Leute zu schießen“, sagte Goku. „Das ist eine Standardprozedur! Dies ist eine militärische Verteidigungsanlage, das ist unser Job!“ „Ruhe, Soldaten!“, dröhnte die Stimme des Offiziers. „Ihr wisst alle genau, wer das ist und dass es sich um keinen Eindringling handelt! Und was dich betrifft, Son Goku, du magst zwar unser Gast sein, aber du bist auch ein Zivilist der zu Besuch ist! Halte dich an die Sicherheitsvorkehrungen, wie es dir befohlen wurde! Der Zutritt ist nur durch das Haupttor gestattet, und du müsst die letzte Meile zu Fuß zurücklegen!“ „Wir brauchen ihn nicht!“, unterbrach ihn ein anderer Soldat. „Er ist nicht einmal ein Mensch!“ Es war ein ziemlich ironischer Zwischenruf, denn derjenige, der ihn gemacht hatte, war ein Flugsaurier. „Das geht Sie nichts an. Außerdem ist er nicht hier, um Soldat zu werden. Er wird als strategischer Berater und Spezialagent für Einzeloperationen in Betracht gezogen.“ „Wir werden nicht als Menschen geboren, wir werden zu Menschen geformt“, fügte Goku plötzlich hinzu. Alle verharrten in verblüfftem Schweigen und Goku verstand, dass er weiterreden musste. „Ich kam als Saiyajin-Baby von einem anderen Planeten hierher. Aber ich wurde auf der Erde als Mensch erzogen, und so erlangte ich meine Menschlichkeit. Dagegen konnte eigentlich niemand etwas sagen. Nicht wenige der Anwesenden kamen aus zerrütteten Familienverhältnissen, und tatsächlich war die Armee für sie zu einer wahren Familie geworden. „Ah, da bist du ja!“, rief Goku. Er drehte sich zum Fenster um, wo die Psychologin saß, und flog dann auf sie zu. Matt trat einen Schritt zurück, als er ihr Stockwerk erreichte. Er nutzte den Platz, flog horizontal durch das Fenster und landete anschließend geschmeidig auf seinen Füßen. Danach betrat er ihr Büro. „Wir können jetzt mit deinen Tests weitermachen.“ „Äh... ah, ja... sicher, fangen wir an. Aber sie finden nicht hier statt. Folgen Sie mir.“ Als sie losliefen, nutzte Matt die Gelegenheit, um ein paar Fragen zu stellen. „Also, Sie wurden auf einem anderen Planeten geboren? Bedeutet dies, ihre Eltern waren... intergalaktische Einwanderer?“ „Eigentlich habe ich meine Eltern nie kennengelernt.“ Bevor sie Gelegenheit hatte, ihm Ihr Mitleid zu bekunden, fuhr er fort. „Ehrlich gesagt haben sie mich hierher geschickt, um die gesamte Menschheit auszulöschen, damit sie den Planeten verkaufen können.“ „Ihre Eltern haben was getan?“ „Ja, aber das habe ich vergessen. Es stellt sich heraus, dass es ziemlich dumm ist, Babys für so etwas loszuschicken.“ „Aber wie?“ „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Die Saiyajin-Rasse wurde ausgelöscht, sie sind mittlerweile verschwunden.“ „Aber die ganze Menschheit zu vernichten? Das haben sie Ihnen befohlen?!“ „Wie gesagt, ich will und werde es nicht tun. Ich bin kein Wahnsinniger. Aber wenn ich so darüber nachdenke, haben einige meiner Freunde ähnliche Geschichten erlebt. Viele von ihnen wollten oder haben es versucht, aber sie wurden alle gestoppt, bevor es dazu kam. Und jetzt ist alles wieder gut... Piccolo, Vegeta, C18...“ „Warum haben Sie so viele Freunde, die früher die Absicht hatten einen Völkermord zu begehen?“ „Ähm, wichtig ist, dass sie jetzt alle auf unserer Seite sind. Wie mein Freund Tenshinhan. Er wurde zu einem professionellen Auftragsmörder ausgebildet. Doch stattdessen wurde er zum Verteidiger der Schwachen und Unschuldigen. Und wenn ich es mir recht überlege...“, sagte Goku mit hochgezogenen Augenbrauen, „sogar Yamchu war früher ein Bandit... “ Matt blieb für den Rest des Weges still.
Sie betraten denselben Raum wie am Vortag, wo auf dem Tisch wieder eine kleine Tasse stand... „Erlauben Sie mir, Ihnen diesmal die vollständige Anweisung zu geben“, sagte Matt schnell. „Vor Ihnen steht ein Cupcake. Sie können ihn jederzeit essen, ABER wenn Sie fünfzehn Minuten warten, bekommen Sie zwei Cupcakes.“ „Hmmm“, sagte Goku verblüfft. „Das ist einfach.“ „Wir werden sehen“, sagte Matt kichernd, nachdem man ihr gesagt hatte, dass ihr Patient ein großer Vielfraß sei. „Ich lasse Sie allein mit... “ *Mampf* Son Goku hatte den Cupcake blitzschnell genommen und ihn bereits ganz verschlungen, obwohl sie nur einen Schritt in Richtung Tür gegangen war. Ihre Augen wurden so groß, dass sie aus ihrem Gesicht hervortraten, und ihr fiel die Kinnlade herunter. Es sah aus wie eine Szene direkt aus Dr. Slump. „Wow, gar nicht mal so schlecht“, lächelte Goku und leckte die Krümel auf. „Aber... aber? Ernsthaft? Sie haben nicht mal eine Sekunde durchgehalten?“ „Hä? Was meinst du?“ " Sie sollten warten!" Goku nahm auf dem Stuhl Platz. „Warten? Du hast mir nicht gesagt, dass ich warten soll. Du hast nur gesagt, das ich eine Wahl habe, wie gestern mit den Zügen. Ich könnte den Kuchen jetzt essen oder in einer Viertelstunde zwei. Ich habe mich für jetzt entschieden.“ „Ich... “, seufzte sie. „Ja, ich verstehe. In gewisser Weise ist es eine Entscheidung. Aber die Absicht war, Ihre Geduld zu testen und der Versuchung zu widerstehen. Wenn Sie beispielsweise nach fünf Minuten nachgeben und den Kuchen essen, anstatt weiterhin zu warten.“ „Aber das hast du nicht über das Warten gesagt.“ „Stimmt, es ist wahr, dass ich wieder einmal versagt habe. Aber ich habe trotzdem etwas Interessantes erfahren. Könnten Sie mir erklären, warum Sie nicht gewartet haben? Ist es so einfacher gewesen?“ „Einfacher? Nein.“ „Hätten Sie nicht lieber zwei Kuchen gegessen?“ Matt wurde klar, dass niemand mehr ‚Cupcake‘ sagte, seit Goku dieses Wort benutzt hatte.
„Ich habe darüber nachgedacht, aber dabei ist mir etwas eingefallen. Manchmal sind in diesen kleinen Küchlein Früchte drin – zum Beispiel Pflaumen, und die schmecken mir nicht. Andere enthalten etwas Likör, was ich auch nicht mag. Da habe ich mir gedacht, wenn es so eine Sorte ist, lohnt es sich nicht zu warten, es wäre reine Zeitverschwendung! Ich kann ja gleich testen, welche Sorte es ist, und wenn es so eine ist, bin ich damit wenigstens schnell fertig. Außerdem sind sie so klein, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man ein oder zwei davon isst.“ „Ah... ich... werde mir dies notieren.“ Da sie nicht mehr dazu sagen konnte, verließ sie den Raum und ging in den Flur, gefolgt von Goku. Als er sie eingeholt hatte, begann Matt, ihm den nächsten Test zu erklären, den beide durchführen würden. „Der nächste Test ist auch als ‚Das Milgram Experiment‘ bekannt. „Noch mehr Kuchen, um dick zu werden, nehme ich an?“
Sie betraten einen anderen Raum. In der Mitte stand ein breiter Schreibtisch mit je einem Stuhl an den beiden langen Enden. An einem Ende des Tisches, gegenüber dem ersten leeren Stuhl, befand sich ein Bedienfeld mit einem großen Knopf, einem Schieberegler und einem Stapel Karteikarten. Auf der anderen Seite des Tisches saß eine Person in Zivilkleidung auf einem Stuhl mit Gurten an den Armlehnen. Matt deutet Goku mit einer Geste an, auf dem Stuhl welcher das Bedienfeld vor sich hatte Platz zu nehmen, während sie selbst stehen bleibt. „In diesem Experiment agieren Sie als Lehrer und Sencha ist Ihre Schülerin“, erklärte sie. „Wir möchten das Erinnerungsvermögen von Sencha testen. Vor Ihnen sehen Sie einen Stapel Karteikarten, auf denen jeweils eine Zahlenfolge steht. Nachdem Sie die Zahlen laut vorgelesen haben, muss Sencha sie sich merken und in der richtigen Reihenfolge wiedergeben. Gelingt ihr das, geht es mit der nächsten Karte weiter. Andernfalls müssen Sie den Knopf drücken.“ Goku nahm die oberste Karte vom Stapel und betrachtete sie. Darauf standen die Zahlen 3, 10 und 11. Sein Blick fiel auf den Knopf, der mit einem kleinen Blitzsymbol markiert war. „Dieser Knopf löst einen kleinen elektrischen Schock bei ihrer Schülerin aus, um ihr Gedächtnis anzuregen. Bei jedem Fehler müssen Sie den Schieberegler schrittweise erhöhen, wodurch die Stärke des Schocks zunimmt.“ Goku bemerkte, dass der Schieberegler auf die niedrigste Stufe eingestellt war. Auch stellte er fest, dass es noch einige höhere Stufen gab, über denen das Wort „Gefahr“ stand. "Haben Sie das verstanden?" „Ähm...“ „Ich werde Sie anleiten, es ist ganz einfach. Fangen wir an.“ Sencha legte ihre Unterarme auf die Armlehnen und Matt zog die Gurte fest. Von dort aus verliefen mehrere Kabel unter den Schreibtisch. „Beginnen Sie damit, die ersten Zahlen deutlich zu vorzulesen.“ „Okay“, sagte Goku. „Drei, zehn, elf.“ Matt drehte sich in die Richtung der Schülerin. „Drei, zehn, elf.“ „Nächste Karte, bitte.“ Er nahm eine weitere Karte und las diese vor. „Vierundzwanzig, achtzehn, vierzig, einhundertdrei, einunddreißig.“ „Vierundzwanzig, achtzehn, vierzig, einhundertdrei und einunddreißig“, antwortete Sencha. Goku zog die nächste heraus. „Puh“, seufzte er. „Okay. Zweihundertzwölf, zweiundfünfzig, siebenundsechzig, dreiunddreißig, dreihunderteinundzwanzig. Das ist eine Menge.“ „Zweihundertundzwölf, zweiundfünfzig, äh ...siebenundsechzig.“ Sencha schwieg einen Moment lang. „Zweiunddreißig? Fünf. Und dreihunderteinundzwanzig.“ „Sie hat einen Fehler gemacht“, sagte Matt. „Drücken Sie den Knopf.“ Goku kam der Aufforderung nach und hörte beim Drücken des Knopfes ein leises „dzz“-Geräusch, woraufhin Sencha einen kleinen Schrei ausstieß. Der Blick des Saiyajin wurde plötzlich todernst. Seine Hand schwebte über dem Knopf. „Hat der Knopf das verursacht? Hat er ihr wehgetan?“ „Ja“, antwortete Matt, „es ist ein Elektroschock. Jedoch auf der niedrigsten Stufe, tut es nicht wirklich weh...“ Goku's Hand erstarrte, er griff hinunter und zertrümmerte den Knopf und das gesamte Bedienfeld – seine Hand glitt mühelos hindurch und zerstörte die Konsole. Dann stand er auf und riss die Gurte der Armlehnen ab, bevor irgendjemand reagieren konnte. Goku warf Matt einen finsteren Blick zu, der ihr wirklich Angst einjagte. „Warum hast du das getan? Quälst du andere Menschen auch so wie sie? Das reicht jetzt!“ "Was..." „Du brauchst keine Angst mehr haben Sencha. Du wirst nicht noch einmal dazu gezwungen werden.“ „Warte, es ist nicht so, wie Sie denken“, sagte Sencha panisch. „Ich habe nur so getan!“ "Was?" „Die Kabel sind gar nicht angeschlossen, ich habe nur so getan, als hätte ich Schmerzen, um Ihre Reaktion zu sehen...“ „Es ist... Teil des Tests“, fügte Matt hinzu. Es herrschte ein langes Schweigen, beide gaben Goku Zeit, seine Gedanken zu verarbeiten. Als er fertig war, wandte er sich dem Ausgang zu. „Macht das nie wieder.“
Matt holte Goku im Flur ein. „Entschuldigen Sie, Herr Goku, es war nur ein Test! Ich habe nicht nachgedacht...“ „Ein Test, um zu sehen, ob ich zulassen würde, dass jemand leidet? Das machen nur meine Feinde.“ „Und das ist großartig, wissen Sie! Sie haben Ihre Integrität eindrucksvoll unter Beweis gestellt!“ Er hielt einen Moment lang inne, um unter anderem darüber nachzudenken, was sie mit Integrität meinte. „Und ehrlich gesagt beruhigt mich das sehr. Da ich weiß, dass Sie diese unglaublichen, gottgleichen Kräfte haben, fühle ich mich viel besser, weil ich weiß, dass Sie nicht jemand sind, der sich beeinflussen lässt – und dass Sie auf der Seite des Guten bleiben werden.“ Der General hingegen schätzte Goku's strikte Einhaltung solcher Tugenden möglicherweise nicht und nahm Befehle, die sich in eine Grauzone wagten, möglicherweise nicht gut auf, aber das war sein Problem, dachte sie. „Können wir diesen Vorfall hinter uns lassen, Sir... Herr Goku?“ „Na gut“, antwortete er. „Aber keine Tricks mehr.“ „Ich werde dafür sorgen, darauf können Sie sich verlassen!“ Er müsste am nächsten Tag für die letzten Tests wiederkommen...
Später am Abend saß die Familie Son gemeinsam am Esstisch und aß zu Abend. „Und, wie war es, Papa?“, fragte Gohan. „Irgendwie komisch. Kennst du den Zugtest?“ „Äh... ich glaube nicht.“ „Und die Kilogramm-Erfahrung?“ „Das auch nicht...“ „Was ist mit dem Marshmallow- und Kuchentest?“ „Bist du sicher, dass das militärische Tests sind, Papa?“ Es war schade, dass Goku die Tests nicht richtig beschreiben konnte, denn Gohan hatte schon vom Trolley-Dilemma, dem Milgram-Experiment und dem Stanford-Marshmallow-Experiment gehört. Also hörte seine Familie Goten zu, als er begeistert von einer Anime-Folge erzählte, welche er am Nachmittag gesehen hatte.
Tests, Tag 3
Der letzte Tag der Tests war endlich gekommen. Als Goku der Psychiaterin in einen ihm gut bekannten Raum folgte, wurde sein Geruchssinn plötzlich von einem köstlichen Duft angeregt. Er trabte praktisch die letzten paar Schritte und öffnete schnell die Tür, die bereits angelehnt war. Auf dem üblichen Tisch stand ein wunderschöner Teller, garniert mit einer geräucherten Hühnerkeule, die mit Soße überzogen war, daneben eine kleine Pyramide aus Klebreis. Daneben lag ein Stück gegrillter Fisch, der unglaublich gut roch.
Matt begann zu sprechen und bemerkte, dass Goku bereits sabberte. „Ich werde Ihnen das Prinzip dieses Mal genauer erklären. Ich werde Sie allein in diesem Raum lassen. Wenn Sie es schaffen, diese Platte fünfzehn Minuten lang nicht anzurühren, werden Sie mit einem wahren Festmahl belohnt, das fünfmal so viel herzhafte Köstlichkeiten enthält, wie Sie jetzt vor sich sehen, und dazu noch viele andere Gerichte. Ich wage zu behaupten, dass es zehn normale Menschen satt machen würde!“ „Verstanden“, sagte Goku und setzte sich. „Kein Problem! Schnell, starte die Stoppuhr!“, sagte er und deutete mit einer Handbewegung an, dass er bereits hungrig war. Matt bekam ein breites Grinsen. Jetzt hatte sie ihn! Ihre vorherigen Versuche waren gescheitert, seine Fressgier, die laut Berichten enorm war, richtig zu wecken. Doch für diesen Test hatte sie einen berühmten Koch engagiert und darauf bestanden, dass der Umami-Duft den ganzen Raum erfüllen musste. Außerdem hatte sie ihm eine Belohnung versprochen, auf die er sichtlich sehnlichst wartete – nicht nur einen weiteren Bissen. Würde er es schaffen? Würde er es nicht schaffen...der Horror! Matt war gerade in den dunklen Raum eingetreten, in dem das Experiment durch einen Einwegspiegel beobachtet werden konnte – und schon hatte Goku seine Nase nur wenige Zentimeter von der Platte entfernt! „Ach, dieser Drecksack! Er hat es ja nicht mal zehn Sekunden ausgehalten! Und ich konnte sein Verhalten unter dieser Anspannung gar nicht beobachten!“ Sie hielt inne. „Nein, Moment. Er sitzt nur vor dem Teller, aber er hat noch gar nichts berührt.“ „Hmm...“ Goku atmete tief, aber langsam und genüsslich ein. „Es sieht köstlich aus...“ Matt's Lächeln kehrte voller Freude zurück. Das war ein vielversprechender Anfang, denn er würde nicht lange durchhalten! Goku richtete sich daraufhin wieder in seinem Stuhl auf. „Gut. In Ordnung, in Ordnung...“ Er blickte geradeaus auf die Wand, weiß und leer, absichtlich frei von allem Interessanten, um keine Ablenkung für das Thema zu bieten. Und so verharrte er auch. Goku rührte sich mehrere lange Minuten überhaupt nicht. Nicht mal einen Muskel, gar nichts. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis Matt selbst die Geduld verlor. „Was macht er denn da drin?“, fragte sie sich. „Es passiert doch gar nichts!“ Es war, als würde sie die Vorstellung, dass all das Essen kalt wurde, mehr beschäftigen als ihn! Nach zehn vollen Minuten hielt sie es nicht mehr aus. Sie stürmte zurück ins Zimmer, woraufhin Goku sich überrascht zu ihr umdrehte. „Ist die Zeit schon rum?“ „Was machen Sie da eigentlich?!“ „Nun, ich warte darauf, dass die fünfzehn Minuten vorbei sind.“ „Nein, ich meine, Sie haben sich keinen Zentimeter bewegt! Das ist nicht normal!“ „Ach, das? Nichts Besonderes, ich habe nur meditiert. Ich habe meinen Kopf frei bekommen, und wenn man nichts zu tun hat, ist das am besten. Mentale Disziplin ist ein wichtiger Bestandteil meines Kampfsporttrainings.“ „Was... wie bitte? Sie, ein außerirdischer Krieger mit Superkräften...sind auch eine Art...Zen-Mönch?“ „Gott hat es mir beigebracht. Ich kann das stundenlang machen. Deshalb habe ich gesagt, dass dieser Test einfach war.“ „Ähm...In der Tat. Nun, dann scheint der Test eindeutig zu sein. Sie haben bewiesen, dass sie, wenn es nötig ist, unendliche Geduld aufbringen und Versuchungen widerstehen können.“ „Ja, aber was ist mit dem Essen? Du bist doch vor Ablauf der Zeit wieder hier reingekommen, oder?“ „Hm, vielleicht nicht ganz unendlich“, kicherte sie. „Na los, Sie müssen nicht länger warten. Das Festmahl gehört ganz ihnen!“ Kurz darauf beeindruckte Son Goku das gesamte Küchenpersonal – wie schon so oft zuvor – mit seinem unersättlichen Appetit, indem er ein Gericht nach dem anderen verschlang.
„Ich finde das höchst ungewöhnlich“, kommentierte der General, der hereingekommen war, um nach dem Rechten zu sehen. „Jeder erfahrene Soldat wäre heute gut vorbereitet erschienen, hätte ein reichhaltiges Frühstück zu sich genommen und wäre bereit für jede ihm zugewiesene Mission gewesen. Und wenn er zu Mittag essen kann, achtet er darauf, nicht zu viel zu essen und wachsam zu bleiben.“ „Und doch ist Son Goku heute Morgen aufgetaucht, nachdem er ein reichhaltiges Frühstück gegessen hatte...“, antwortete Matt. „Ich habe vorhin seine Frau angerufen, um mich zu vergewissern. Sie hat mir auch verraten, welche Gerichte er bevorzugt. Kurz gesagt, sein Frühstück hätte wahrscheinlich für etwa sechs normale Männer gereicht.“ „Muss er nicht eine weite Reise auf sich nehmen, um hierher zu kommen? Wie lange ist das her?“ „Er wohnt zwar sehr weit weg, aber dank Teleportation hat er die Reise in einem Augenblick zurückgelegt. Also ...“, sie schaute auf ihre Uhr, „vor etwa achtunddreißig Minuten.“ Der General war von der doppelten Enthüllung völlig verblüfft. Aber er vergaß schnell den unendlich dehnbaren Magen des Saiyajins und erkundigte sich nach Letzterem. „Teleportation, sagen Sie? In einem Augenblick?“ „Genau. Er erklärte mir, dass er keine Lust habe, die letzte Meile durch unsere Einrichtung zu laufen oder durch den Haupteingang zu gehen, also würde er, wenn es in Ordnung sei, direkt vor mir erscheinen.“ „Das ist unglaublich, was für eine Kraft!“ „Nun, mir gefällt das überhaupt nicht!“ „Ah, ja, ich verstehe, dass eine solche Fähigkeit beängstigend sein muss.“ „Nun, vor allem mache ich mir einfach Sorgen, dass ich auf der Toilette nie wirklich zur Ruhe kommen werde!“
Erste Mission
Chichi war endlich zufrieden. Das Leben war im Grunde genommen dasselbe. Ihr Mann machte genau dasselbe wie zuvor, nur dass er nun dafür legal bezahlt wurde. Sie erhielt Gehaltsabrechnungen von der Regierung und hatte sogar ihre eigene Steuererklärung abgegeben! Was für eine Freude lag in diesem einfachen, normalen Leben. Ein paar Monate später, an einem Nachmittag, kam seine erste richtige Mission.
„Mama!“, rief Goten die Treppe hinunter. „Das Telefon spricht mit mir.“ „Hör auf, damit zu spielen“, sagte Chichi. „Das ist Papa's Handy.“ „Ich spiele nicht damit, ich glaube, da spricht irgendein Soldat.“ „Was? Oh je! Es ist ein Anruf! Gib her!“ Die gedämpfte Stimme des Gesprächspartners drang an ihre Ohren. Er war auch ziemlich sauer. “Hallo?” „Endlich meldet sich jemand! Dies ist eine Notrufnummer, wo ist Goku?“ „Ich bin mir nicht sicher, ich sehe nach ihm.“ „Wie können Sie das nicht wissen? Er soll dieses Telefon doch rund um die Uhr bei sich haben!“ „Wenn er das tun würde, wäre dieses Telefon schon längst kaputt oder verloren gegangen“, seufzte Chichi. „Mein lieber kleiner Goten, kannst du versuchen, deinen Vater zu finden?“ Goten schloss die Augen und legte seine Finger auf den Kopf, eine Hand auf jeder Seite seiner Stirn. Er konzentrierte sich sehr, sehr stark und schrie in Gedanken so laut er konnte: „PAPA!“ Dann verwandelte er sich in einen Super Saiyajin. Und genau in diesem Moment teleportierte sich sein Vater zurück ins Haus. „Goten! Was ist los, geht es dir gut?“ „Ein Anruf für dich“, sagte er, während er sich wieder zurück verwandelte und mit dem Finger auf Chichi's Hand zeigte. „Ach so.“ Er nahm das Telefon, welches ihm seine Frau reichte. “Hallo?” „Spricht dort Goku? Wenn ja, wie lautet Ihr geheimes Codewort?“ „Ja. Der Code lautet Goku.“ Nach langen Beratungen und fruchtlosen Erklärungen zum Thema Sicherheit wurde schließlich beschlossen, dass Goku seinen eigenen Namen als Code verwenden durfte. Schließlich war dieser nicht leichter zu erraten als ein zufälliges Wort. Der General seufzte. „Na gut, das ist richtig...leider. Beeilen Sie sich! Kommen Sie sofort zum Hauptquartier!“ „Kein Problem“, sagte Goku und legte zwei Finger an die Stirn, um sich zu konzentrieren. Er wandte sich nach Nordosten, in Richtung des Hauptquartiers. „Können Sie Ihren stärksten Soldaten bitten, ein paar Schläge in die Luft zu machen?“ Der General schlug sich mit der Hand vor die Stirn, bevor er den Befehl wiederholte, der an eine Gruppe von Soldaten weitergegeben wurde, die gerade Aufwärmübungen machten. „Das wäre ich!“, rief Vervein, ein arroganter Soldat, der zufällig zu den stärksten 1 % der Männer auf dem Planeten gehörte. Er kam der Aufforderung sofort und voller Enthusiasmus nach und führte eine Reihe von Schlägen in die Luft vor sich aus. Plötzlich erschien in der Leere Goku, der mit beiden Fäusten direkt ins Gesicht getroffen wurde. Als er den unbesiegbaren Krieger erkannte, warf sich Vervein sofort panisch zu Boden. „Es tut mir so leid, großer Meister! Ich weiß nicht, wie das passieren konnte! Ich hätte Sie niemals geschlagen!“ Goku senkte lächelnd den Kopf, ohne dass sich auch nur die geringste Spur davon in seinem Gesicht zeigte. „Oh, kein Problem, das ist in Ordnung so! Ich habe deine Energie gespürt und bin einfach zu dir gekommen.“ Dann eilte er in Richtung des Hauptquartiers.
Oben im Kommandoraum wurde ihm ein Bildschirm gezeigt. Darauf war eine Satellitenansicht der Erde zu sehen. Direkt daneben, in einer Entfernung von einem Kilometer, befand sich, wie es sein sollte, der Mond. Weiter entfernt waren die Flugbahnen der ersten Satelliten dargestellt. Und noch weiter entfernt näherte sich ein roter Punkt. „Es ist ein Eindringling, der gekommen ist, um unsere Zivilisation zu zerstören und um uns zu versklaven!“, erklärte der General. „Woher weißt du das?“, fragte Goku aus Neugier. „Als wir seine Annäherung zum ersten Mal bemerkten, schickten wir ihm eine Nachricht mit der Bitte um Identifizierung. Er antwortete uns.“ „Ach so! Dann ist er wohl einer von Freezer's übriggebliebenen Kumpels! Du meinst also, er hat böse Absichten?“ „Wer ist Freezer? Nun, kurz gesagt, ich spiele Ihnen einfach die Aufzeichnung seiner Antwort vor.“ „Muahahaha! Nehmt euch in Acht! Ich bin gekommen, um eure Zivilisation zu zerstören und euch zu versklaven! Schickt eure besten Krieger, wenn ihr überleben wollt! Muahahah!“ „Warum lacht er so ‚muahaha‘?“ „Wir wissen es nicht, aber können Sie ihn aufhalten?“ „Oh ja! Ich kann sein Ki jetzt tatsächlich spüren. So stark ist er gar nicht.“ Und damit verschwand Goku. „Volltrottel! Er kann im Vakuum des Weltraums nicht atmen! Und er hat nicht einmal einen Kopfhörer zur Kommunikation mitgenommen!“
In der Leere des Weltraums näherte sich ein Außerirdischer der Erde. Er flog ohne Raumanzug, ohne Raumschiff und war eher schlicht gekleidet – er war ein muskulöser, breitschultriger, dunkelhäutiger Zyklop. Er schien mit seiner einzigen Augenbraue die Stirn zu runzeln, und sein Lächeln war böse. Plötzlich hielt er inne. Ein Wesen war vor ihm erschienen, das in einem hellen Licht erstrahlte. Sein goldenes Haar schwebte nicht im Raum, sondern stand gerade ab und behielt seine Form in vielen Spitzen bei. Seine Aura war kraftvoll und leuchtend. Der Außerirdische lächelte zufrieden. „Bist du der Beschützer dieses Planeten?“ „Ja, und ich werde nicht zulassen, dass du ihn angreifst. Wenn du jetzt gehst, werde ich dir nichts tun.“ „Muahahahaha!“, sagte er. „Mal sehen, was du gegen mich ausrichten kannst!“ Und ohne Goku's weisen Vorschlag zu beachten, griff der Außerirdische ihn mit einem bedrohlichen Schlag an. Der Saiyajin wich ihm mit einer minimalen Bewegung aus und nutzte die Lücke, um ihm einen Schlag in die Rippen zu versetzen. Der Zyklop steckte den Schlag ein, konterte jedoch mit einem Tritt, der seinen Gegner überraschte. Goku war es nicht gewohnt, in der Schwerelosigkeit zu kämpfen, sodass er ins Leere geschleudert wurde und seine Flugtechnik einsetzen musste, um nicht endlos bis an den Rand der Galaxie zu rasen. Der Kampf ging weiter. Der Außerirdische schien keine Ki-basierten Angriffe zu beherrschen, also beschränkte sich Goku auf den Nahkampf. Und sehr schnell wurde klar, dass er ihm weit überlegen war. Goku fragte sich, ob dieser Außerirdische eine Verwandlung verbarg, die ihn stärker machen würde. Aber nachdem er den Kampf einige Minuten lang dominiert hatte, wurde ihm klar, dass dies offensichtlich nicht der Fall war. Der Kampf hatte Spaß gemacht, aber er hatte bereits gewonnen und würde nicht einmal den zweifachen Super Saiyan oder gar den dreifachen brauchen. Auch der Außerirdische schien zu wissen, dass er verloren hatte, und hörte vollständig auf anzugreifen. Er hielt Abstand, ebenso wie Goku. „Sehr gut gemacht“, sagte der Außerirdische. „Euer Planet ist ausreichend geschützt.“ „Also gibst du auf?“ „Haha, natürlich! Du hast den Test mit Bravour bestanden!“ „Hä?“ Der Außerirdische zog einen kleinen Bildschirm aus seiner Tasche und eine Art Stift. „Würden Sie bitte diesen Zufriedenheitsfragebogen ausfüllen?“ „Ähm, was?“ „Sie verstehen das nicht? Ich bin von der Planeten-Koalition und habe die Aufgabe, sicher zu gehen, dass Planeten wie ihrer gut verteidigt werden. Mein Name ist Allen.“ „Äh? Und was ist das?“ „Natürlich wissen Sie das schon, Sie haben doch darum gebeten, bewertet zu werden!“ Er zeigte auf den Bildschirm. „Hier steht es: Planet Earda.“ „Ähm, aber das ist nicht Earda! Das ist die Erde. Die Erde!“ „Was sagen Sie da?“ Allen, der Außerirdische, ließ ein paar Sekunden in Stille verstreichen. „Ach, verdammt!“
Nach seiner Rückkehr verbrachte Goku eine halbe Minute damit, einfach nur Luft zu schnappen. Er hatte lange Zeit den Atem angehalten und war das nicht wirklich gewohnt. Dann erklärte er allen, was passiert war – das Publikum hatte ziemliche Schwierigkeiten, ihm zu glauben. Um dies nicht als das zu verbuchen, was es tatsächlich war, nämlich ein Fehlalarm, hieß es im offiziellen Bericht lediglich, dass Agent Son Goku die Erde vor einem schrecklichen Angreifer gerettet habe. Und das Leben ging weiter. So wurde Goku zum offiziell anerkannten Helden der Erde. Denn wenn man einen Beruf wählt, den man liebt, muss man schließlich keinen einzigen Tag im Leben arbeiten.





![[img]](/design/menu/social4.png)

Sprache

































