DB Multiverse
DBM Universum 4: [Zen] Buu
Geschrieben von Arctika
Übersetzt von ZenBuu
Korrekturgelesen von: iron leaf
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Kapitel 13
Übersetzt von ZenBuu
Sekunden später erschien Buu vor einem riesigen Dojo mit traditioneller Architektur – trockenes Holz und gemeißelter Stein. Dies war die Schule Satans, des größten Helden der Menschheit, jenes Mannes, der Cell, die „Bedrohung aus dem All“, besiegt hatte. Buu wusste, dass all das auf einer Lüge basierte und dass Satan im Grunde feige und ängstlich war – doch was als Schwächen und Fehler erscheinen mochte, barg in Wahrheit verborgene Reichtümer.
Trotz seiner Angst und Unsicherheit hatte Satan gewusst, wie er auf Buu zugehen musste, als dieser noch ein riesiges, verspieltes Kind gewesen war, und wurde somit zu seinem Freund. Selbst als Buus böse Natur später wieder zum Vorschein kam, verschwand Satan nie aus dem Geist des Dschinn – seine Erinnerung war in ihm eingebrannt wie die Magie, die ihn einst erschaffen hatte. Für Buu war Satan noch heute ein Symbol für Ehrlichkeit, Mut und tiefe Freundschaft. Wenn es irgendein Wesen im Universum gab, dem Buu sich mit Leib und Seele widmen würde, welches er mit aufrichtiger Ehrlichkeit respektierte und für das er seine blutrünstigen Impulse stets zügeln würde – dann war es Satan. Derjenige, der ihn beruhigt und ihm die einfachen Freuden des Lebens gezeigt hatte. Der Nuancen in die Dunkelheit in seinem Inneren gebracht hatte.
Es ergab Sinn, dachte Buu. Als er im Begriff gewesen war, eine weitere Welt zu zerstören, war es Videl – die Tochter seines Freundes –, die ihn mit ihren Worten aufgehalten hatte. Buu hatte sich verloren, orientierungslos in seiner Suche, und war erneut zu einem Monster geworden, welches das Leben der Sterblichen nicht kümmerte. Und die Rückkehr zur Erde, die Gespräche mit Dende und Muten Roshi – all das hatte ihn zurückgeführt zu jenem Aspekt des Lebens, den Satan einst in seinem Geist verankert hatte. Auch wenn er sich weigerte, ein strahlender Held wie Son Goku zu werden, würde er niemals wieder ein völkermordender Killer sein. Nicht für diesen Mann.
Buu atmete tief durch und betrat das Dojo. In einer großen Halle sah er Satan, wie er vor etwa fünfzehn jungen Menschen, die nur Augen für ihn zu haben schienen, mit voller Wucht auf einen Sandsack einschlug.
— „Ta ta ta ta!“, rief Satan, während er den Sack bearbeitete, bevor er seine Darbietung mit kraftvollen, erschöpften Stöhnern beendete.
Satan wandte sich an seine Schüler, ohne Buus Anwesenheit am anderen Ende des Raumes zu bemerken.
— „Aah... aah... Also gut, ihr Neulinge, wenn ihr hart trainiert... aah... habt ihr vielleicht das Glück, so lange durchzuhalten wie ich, hahaha... Aah...“
— „Wow!“, rief einer von ihnen. „Was für ein Glück, Euch in Aktion zu sehen, Meister!“
— „Lasst uns unseren Helden ehren!“, fügte ein anderer hinzu.
— „Ihr seid so hoch angesehen, Mister Satan! Seht mal, jemand ist zu Eurem Unterricht gekommen! Aber... er sieht irgendwie seltsam aus...“
Neugierig geworden durch diese letzte Bemerkung drehte Satan den Kopf zu Buu, der ihm ein breites Lächeln schenkte. Der Erdling erstarrte, sein Gesicht entglitt ihm augenblicklich. Von der Reaktion überrascht, glaubte Buu, sein Freund sei von blankem Entsetzen überwältigt worden und verspüre den Drang zu fliehen – als sehe er nur das Monster, das ihnen so viel Leid zugefügt hatte. Enttäuscht und verärgert erwog Buu, wortlos zu verschwinden – bis er schwach vernahm:
— „B...Bu...Buu? Bist du es wirklich? Du bist zurück?“
Buu richtete seinen Blick erneut auf Satan – und was er sah, erschütterte ihn. Es war nicht die Furcht, die er zuvor wahrgenommen hatte – oder zumindest viel weniger davon. Es war Freude.
— „Ihr alle!“, rief Satan seinen Schülern zu und winkte weit ausholend. „Geht in den Kraftraum trainieren. Wenn ich zurückkomme, will ich Schweiß sehen und Geräte, die vor Anstrengung auseinanderfallen, verstanden? Los, jetzt!“
— „J...ja!“, antworteten sie im Chor.
Die unerfahrenen Kämpfer verließen hastig die Halle, nicht ohne aus der Ferne neugierige Blicke auf Satan und Buu zu werfen. Wer war dieser geheimnisvolle rosafarbene Mann? Ein Freund ihres Meisters? Er schien eine merkwürdige Reaktion beim Helden der Erde hervorzurufen. Und... er erinnerte sie an etwas.
Sobald die Tür geschlossen war, seufzte Satan, während Buu schweigend auf ihn zuging. Der Erdling hob den Kopf zu ihm, Tränen strömten über sein Gesicht. Er rannte auf den Dschinn zu und schlang die Arme um dessen Taille, kaum groß genug, um bis zu seinem Bauch zu reichen. Verwirrt wusste Buu nicht, wie er reagieren sollte, während Satan in Schluchzen ausbrach, durchsetzt von Schluckauf:
— „Du bist zurück! Das ist wunderbar! Ein ganzes Jahr ohne Nachricht – es war unmöglich zu wissen, was mit dir geschah! Und Videl, die ins All geflogen ist, um dich zu suchen, wollte diesem ungezogenen Freund von ihr hinterherjagen, und ich hatte solche Angst, dass sie in Gefahr ist! Aber ich war mir sicher, dass du ihr nichts antun würdest! Wenn du hier bist, dann hat sie dich gefunden! Oder... vielleicht bist du zurückgekommen, ohne es zu wissen, und sie ist im All verloren! Oh nein, ich muss sie sofort retten...“
— „Beruhige dich!“, geriet Buu in Panik, packte ihn an den Schultern und versuchte, ihn etwas von sich zu lösen. „Videl geht es gut! Ich bin mit ihr zur Erde zurückgekehrt, sie ist seit mehreren Tagen in West City!“
— „Wirklich?“ antwortete Satan mit einem lauten Seufzer. „Das ist großartig! Sie hat mich nicht angerufen, um mich auf dem Laufenden zu halten... aber das ist schon in Ordnung, wenn sie in Sicherheit ist! Oh, Buu, du hast mir so gefehlt, mein Freund!“
Buu wusste nicht, was er auf eine solche Reaktion erwidern sollte. Er hatte erwartet, dass Satan zumindest ein wenig Angst zeigen würde – vielleicht sogar, dass alte Traumata wieder aufbrechen würden nach dem Massaker, welches er als Super Buu angerichtet hatte... Doch nichts dergleichen. Der Erdling war glücklich, den Dschinn wiederzusehen, trotz allem, was geschehen war – trotz seiner Erscheinung.
— „Ich... ich freue mich auch, dich zu sehen, Satan...“, stammelte Buu und versuchte, seine Fassung zurückzugewinnen. „Du scheinst dich nicht verändert zu haben, seit ich gegangen bin.“
— „Und du auch nicht! Sieh dich an, immer noch so groß und rosa! Du bist genau derselbe wie beim letzten Mal, als ich dich gesehen habe! Als...“
Satan verstummte, und Buu erinnerte sich daran, dass der Mensch den endgültigen Sieg des Dschinn über die Saiyajins mitangesehen hatte – indem er Son Goku absorbierte. Nachdem er Dende gebeten hatte, alle wiederzubeleben, war Buu fortgegangen, ohne Satan noch einen Gedanken zu widmen, und hatte ihn seither nicht mehr gesehen. Das letzte Bild, das sein Freund von ihm haben musste, war also jenes des siegreichen Monsters gewesen. Was seine eigene Verwirrung nur noch vertiefte.
— „Als ich mir den Sieg zuschrieb, richtig?“ beendete er es ironisch. „Sag mir, Satan, ich verstehe deine Reaktion nicht. Du müsstest doch Angst vor mir haben, oder? Ich habe alle getötet, viele Menschen in Süßigkeiten verwandelt, die Erde war ein Ödland, nachdem ich mit ihr fertig war! Warum wirkst du so glücklich, mich zu sehen?“
— „Aber... aber... das ergibt doch Sinn!“ erwiderte Satan schockiert. „Du magst die gesamte Menschheit ausgelöscht haben, sogar meine Tochter gegessen haben, aber... ich weiß nicht, wie du es geschafft hast, doch du hast alle wiederbelebt und den Planeten in Frieden zurückgelassen! Ich erinnere mich, wie du dich verwandelt hast, nachdem dieser Verbrecher mich angeschossen hatte... du warst anders, aber du hast mich verschont, schienst mich zu erkennen. Tief in meinem Inneren wusste ich, dass du immer noch derselbe warst – freundlich und verspielt. Dass du immer noch mein Buu warst, mein Freund...“
Satan sah weg, die Augen feucht, beschämt und ein wenig ängstlich wegen Buus möglicher Reaktion. Dieser spürte ein Frösteln der Emotion durch seinen Körper laufen, bis seine eigenen Augen feucht wurden.
Dende, Meister Roshi, Son Gokus Angehörige... Auch wenn sie sich mit der Zeit an ihn gewöhnt hatten, hatten sie zunächst mit Angst und Misstrauen reagiert. Sogar mit Feindseligkeit. Doch Satan freute sich aufrichtig, ihn wiederzusehen. Selbst wenn Buu nicht mehr der große naive Ballon war, der er einst gewesen war – Satan glaubte an ihn und an ihre Freundschaft. Und das berührte den Dschinn zutiefst, der den Weltmeister fest umarmte.
— „B... Buu...?“
— „Danke... danke, Satan“, flüsterte Buu mit geschlossenen Augen. „Komm, lass uns spazieren gehen. Ich habe dir so viel zu erzählen... mein Freund!“

In den folgenden Stunden spazierten Buu und Satan völlig unbeschwert durch die Straßen der Stadt. Die Bürger erkannten Satan und applaudierten ihm – bis sie sahen, dass er von Buu begleitet wurde. Die meisten erinnerten sich an ihn als das riesige Monster, das ihnen so viel Leid zugefügt hatte. Einige brachten ihn nicht mit dem früheren Majin Buu in Verbindung. Andere hingegen erkannten eine unheimliche Ähnlichkeit: die Hautfarbe, den Kamm, die schelmisch leuchtenden Augen. Verängstigt wagten sie es nicht, sich zu nähern oder die Aufmerksamkeit des Dschinns auf sich zu ziehen, und glaubten, Satan würde gerade mit dem Wesen verhandeln.
Weiter hätten sie von der Wahrheit nicht entfernt sein können. Im Gegenteil – Satan und Buu teilten einen Moment großer Freude. Während Satan erzählte, wie die Menschheit versuchte, nach der Schlacht des letzten Jahres wieder auf die Beine zu kommen, berichtete Buu von seiner Reise durchs All.
— „Und so höre ich immer noch Leute fragen: ‚Sind diese schrecklichen Dinge mit diesem Zauberer und seinem rosa Sklaven wirklich passiert?‘ Und ich antworte: ‚Ja, aber ich habe diese hässliche Laus mit einem einzigen Schlag zerquetscht, und was Majin Buu betrifft – ich habe es geschafft, ihn zu besänftigen. Ihr habt nichts mehr von ihm zu befürchten!‘ Entschuldige, Buu, aber das war der einzige Weg, sie zu beruhigen, denn sie wussten nicht, ob deine Existenz real war oder nur ein Albtraum... Videl wollte ihren Freund nicht aufgeben und versetzte alle in Panik, indem sie rief: ‚Ich brauche ein Raumschiff, ich werde ihn suchen!‘ Und ich weigerte mich, deine Existenz zu verbergen. Ich habe mein Bestes getan, sie mit meiner Version zu beruhigen.“
— „Heh, gut gemacht, Satan!“, kicherte Buu und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Es ist mir egal, ob sie mich fürchten oder bewundern. Das sind die Menschen, die du und die anderen mit all eurer Kraft verteidigt habt – mit Leidenschaft und Mut. Du hast meinen Respekt, und ich habe versprochen, die Erde in Frieden zu lassen. Ich halte mein Wort. Du bist ihr Held, und wenn du dir bei ihnen ein gutes Bild aufbauen kannst, danke ich dir. Mir gefällt der Gedanke nicht, als Monster in ihren Köpfen zu existieren. Wenn es hilft, tu, was du für richtig hältst – ich tanze nach deiner Musik.“
— „Haha, inzwischen habe ich kein Problem mehr damit zu sagen, dass wir Freunde sind! Übrigens, du hast mir erzählt, dass du auf deiner Reise Leuten geholfen hast? Ich bin froh zu sehen, dass du diese albernen Massenmord-Spiele, die Babidi und sein Vater dir eingepflanzt haben, hinter dir gelassen hast!“
— „Ja, aber... ich habe auch gesagt, dass ich viele Menschen getötet und eine ganze Reihe von ihnen absorbiert habe. Was denkst du darüber?“
— „Dass dir niemand Vorhaltungen machen kann – erst recht nicht ich“, antwortete Satan und kratzte sich am Kopf. „Du warst verloren und hast versucht, deine Identität zu finden, oder? Nach dem, was du mir erzählt hast, bereust du es, Menschen nur aus Spaß getötet zu haben, und wärst beinahe wieder so geworden, richtig? Dann bist du kein Monster. Erinnerst du dich an diese beiden Verbrecher, die uns damals angegriffen haben? Hätte ich meine Schläge nicht zurückgehalten, hätte ich sie selbst getötet. Und was dich betrifft – um die Menschheit zu retten, habe ich alles versucht, um dich loszuwerden – mit Sprengstoff, Gift... Ich dachte nur an mich und mein Image. Aber das war, bevor ich das Gute in dir gesehen und verstanden habe. Du hast mich verändert, so wie du dich selbst verändert hast. Jetzt denke ich nicht mehr nur an mich und meinen Ruf. Ich nehme Videls und die Wünsche der anderen ernster, ich versuche, den Menschen zu helfen, die mich bewundern, damit sie vorankommen... Das verdanke ich alles dir, Buu!“
Verlegen blickte Buu zum Himmel hinauf. Selbst während er monströse Taten begangen hatte, war ihm vergeben worden – man hatte ihn sogar verstanden. Das brachte ihn noch mehr aus dem Gleichgewicht. Töten war Teil seiner Natur. Er wusste, dass er im Laufe seiner Existenz weiterhin Talente absorbieren und Leben nehmen würde. Aber sollte er es für einen edlen Zweck tun? Konnte er noch kaltblütig, ohne Grund töten?
— „Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich schon vollständig verändert habe“, sagte er besorgt. „Aber bei einer Sache bin ich mir sicher. Auch wenn ich immer noch gerne kämpfe und anderen Angst einjage... ich sehe sie auch gerne lächeln. Du warst es, der mir den Wert des Lebens beigebracht hat, Satan. Ob du willst oder nicht – deine Freundschaft hat mich verändert. Und auch wenn ich nicht mehr das große Kaugummi bin, das du einst kanntest, ist meine Zuneigung zu dir dieselbe. Und zu Videl auch. Sei gewiss: Für dich – und im Andenken an jene, die mutig gegen mich gekämpft haben – verspreche ich, dass ich mein Ziel nicht aus den Augen verloren habe und meinen grausamen Impulsen nicht allzu oft nachgeben werde.“
— „Hummm...“, murmelte Satan und wurde blass. „Welches Ziel genau?“
Satan hatte gehofft, das Thema zu wechseln, doch die Frage brannte wie glühendes Eisen in Buus Geist, dessen Gesicht sich mit reiner, unschuldiger Freude erhellte.
— „Ich will das Universum erkunden! Seine Wunder entdecken, seine Geheimnisse lösen, selbst die unbedeutendsten Organismen kennenlernen! Es ist grenzenlos – jedes kleine Ding existiert aus dem einen oder anderen Grund, und ich will alles entdecken! Seine Kometen, seine Planeten, seine Sterne und Himmel – wie ein ewiger Traum, in dem die Zeit selbst verblasst, um dem unendlichen Raum Platz zu machen! Und ich will nicht länger unter dem Banner von ‚Majin Buu‘ leben, sondern einfach Buu – der Beste im Universum! Die talentiertesten Wesen werden durch mich weiterleben, sie werden zu meinem Ruhm beitragen und unsere Welt in ihr ewiges goldenes Zeitalter erheben! Ich werde die Schönheit des Universums bis zu ihrem Höhepunkt verherrlichen, hahaha!“
Je mehr er sprach, desto lauter wurde Buus Stimme. Jeder, der an ihm vorbeiging, starrte ihn voller Furcht und Unruhe an. Doch Buu kümmerte das nicht. Er entdeckte sein ursprüngliches Ziel neu: sich von dem zerstörerischen, zwiespältigen Wesen zu befreien, das er einst gewesen war, und die Spitze der Schöpfung zu erreichen. Sein unerbittlicher Kampf zwischen Gut und Böse hatte zu lange angedauert.
— „Ich will nie wieder die Kontrolle verlieren, Satan. Ich werde töten, wen ich will. Ich werde die Schwachen retten, wenn ich es für richtig halte — diejenigen, die es verdienen, die nicht die Überschwänglichkeit der Privilegierten oder die Grausamkeit der Natur ertragen müssen! Ich werde die Schönheit zahlloser Welten offenbaren, eine majestätischer als die andere erschaffen und die fortschrittlichste Technologie entwickeln! Das Universum wird mich nicht länger als ein blutrünstiges Biest sehen, das nach Blut und Süßigkeiten giert, sondern als Buu — denjenigen, der es erobert hat! Geliebt und gefürchtet, der Entdecker, der durch die Hölle gegangen ist, um den Würdigen das Paradies zu schenken! Ich werde über dieses Paradies des Wissens herrschen, und du, mein Freund, bist sein Ursprung — und eine seiner Säulen!“
Er packte Satan an der Schulter und setzte seinen Spaziergang ruhig mit seinem irdischen Freund fort, der ihn mit weit aufgerissenen Augen ansah, ohne auch nur ein einziges Wort von dem verstanden zu haben, was Buu gerade gesagt hatte. Doch eines war sicher: Buu hatte seinen Identitätskonflikt hinter sich gelassen und sich endgültig gefestigt. Der Buu, der die Erde verschonte und von einer einzigartigen, berauschenden Lebensfreude erfüllt war. Und darüber war Satan glücklich — auch wenn er sich immer noch fürchtete.
Was die Erdbewohner anging, die dieses überraschende Schauspiel beobachteten, so sollte Buu es lange nicht erfahren: Doch danach wurde Satan erneut verherrlicht als derjenige, der den übermächtigen rosa Außerirdischen bezwungen und ihn befriedet hatte, sodass er die Erde und ihre Bewohner niemals wieder bedrohen würde. Allerdings hörten sie auch all seine Geschichten aus dem All — und viele davon jagten ihnen einen Schauer über den Rücken und gaben ihnen Anlass zur Sorge, falls er jemals wieder die Kontrolle verlieren sollte...
Am Ende des Tages standen Buu und Satan vor dem Hof des Dojos. Auch wenn es für den Menschen beängstigend war, öffentlich mit dem großen Dschinn und seinem wahnsinnigen Gelächter unterwegs zu sein, hatte er seinen Buu zurückbekommen — selbst wenn dieser seine Gestalt verändert hatte. Er war immer noch derselbe verspielte und neugierige Dämon — nur viel klüger und zugleich unberechenbarer und vielseitiger. Satan hatte das Gefühl, ihn wieder auf den richtigen Weg gebracht zu haben, was sein eigenes Gefühl von Nutzen und die Aufrichtigkeit ihrer Freundschaft stärkte.
Doch bevor Buu ging, stellte Satan ihm schüchtern noch eine letzte Frage:
— „Weißt du, Buu... ich habe kein Problem mit dir, aber... ich glaube nicht, dass meine Tochter so leicht aufgibt. Willst du diese Typen in den orangefarbenen Klamotten, die du absorbiert hast, wirklich nicht freilassen? Du bist unbesiegbar, der Stärkste — du gewinnst unter allen Umständen. Reicht dir das nicht? Ist es nicht falsch, ihren Familien ihre—“
— „Nein.“ unterbrach Buu ihn in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. „Es tut mir leid, Satan, aber sie gehören mir — für alle Ewigkeit. Wie alle anderen. Und alle, die mich noch vervollständigen werden. Keiner von ihnen wird bevorzugt behandelt. Sie sind das Material meiner Evolution, und sie zu verlieren wäre ein Rückschritt. Vor allem Son Gohan und sein kleines Team. Zumal du diese Saiyajins unterschätzt: Mit Training sind sie zu allem fähig! Dieses Risiko gehe ich nicht ein. Sag deiner Tochter, sie soll aufhören, mich zu verfolgen. Ihr Platz ist auf der Erde — bei dir.“
Ohne das Gespräch fortsetzen zu wollen, schenkte Buu seinem Freund ein letztes liebevolles Lächeln und teleportierte sich davon, während Satan sprachlos an der Tür seines Dojos zurückblieb.

So verbrachte Buu zwei Wochen damit, sich unter die Menschen der Erde zu mischen und gelegentlich jene zu besuchen, die man als „Familie“ bezeichnen konnte. Regelmäßig besuchte er Muten Roshi und Dende, die ihn mit ihren weisen Ratschlägen erhellten. Was Chi-Chi, Krillin, Yamchu und die anderen anging, so lernten sie Buu besser kennen und empfanden Mitgefühl für die tragische Geschichte seines Lebens unter der Herrschaft der Zauberer. Doch sie hegten weiterhin die Hoffnung, eines Tages die Absorbierten wiederzusehen. Nun betrachteten sie Buu eher als einen Freund, den man besser nicht provozierte.
Obwohl von Traurigkeit erfüllt, erkannte Chi-Chi oft Züge in Buu wieder, die zu Son Goku und seinen Söhnen gehörten. Und sie tröstete sich mit dem Gedanken, dass dank ihres Opfers die größte Bedrohung des Universums nun ein verlässlicher Verbündeter war. Ganz typisch für ihren geliebten Ehemann, dessen Fähigkeit, ehemalige Feinde in Freunde zu verwandeln, stets zu seinen größten Stärken gehört hatte...
Was Videl betraf: Auch wenn sie sich dem Dschinn gelegentlich nähern konnte, rollte der Dämon jedes Mal genervt mit den Augen zum Himmel und teleportierte sich ohne Vorwarnung davon, sobald sie versuchte, ihn emotional unter Druck zu setzen — indem sie Buus Güte oder seine Freundschaft mit ihrem Vater erwähnte. Das ließ das junge Mädchen frustriert, aber entschlossen zurück.
Ansonsten lebte Buu gern zurückgezogen in einem kleinen Unterschlupf in den Bergen, beobachtete den Himmel und spielte mit dem Vier-Sterne-Dragonball, den er gefunden hatte.
Die Dragonballs...
Der Schlüssel zur Geschichte der Erdlinge, die Sonne, um die sich ihre kurzen Leben drehten.
Buu kümmerte sich nicht um diese Kugeln, deren Macht im Vergleich zu seiner eigenen unbedeutend war. Dank seiner Gefangenen wusste er genau, dass Shenlong nichts gegen ihn ausrichten konnte. Er würde niemals die Macht besitzen, die Gefangenen aus seinem Körper zu befreien.
Doch dieser verdammte Drache konnte hinterhältige Wege finden, um ihn zu erreichen — etwa indem er Videl jedes Jahr zu ihm teleportierte oder ihr die Fähigkeit verlieh, ihn mühelos aufzuspüren. Buu wusste, dass es nicht reichte, sie jedes Mal einfach zurückzubringen. Er musste einen Weg finden, die Dragonballs zu neutralisieren, ohne Dende zu verletzen, denn er würde dem kleinen Namekianer niemals Schaden zufügen.
Zu diesem Zeitpunkt war Buu sich dessen noch nicht bewusst, doch die naheliegendste Lösung stand nicht auf seiner Liste möglicher Ideen. Später jedoch sollte sie eine besondere Bedeutung erlangen.
Stattdessen seufzte Buu müde, holte mit dem Arm aus, gewann Schwung und schleuderte die Vier-Sterne-Kugel in den himmlischen Horizont. Der Dschinn wusste nicht, ob das ausreichen würde. Vielleicht würde Dende eine neue erschaffen. Vielleicht würde der Gott der Erde die Kristallkugel zu sich zurückrufen. Schließlich hatte der namekianische Patriarch nach dem Völkermord durch Freezer dasselbe getan.
Doch Buu wollte sich darüber keine Gedanken machen. Was geschehen sollte, würde geschehen.

Einige Zeit später.
Buu befand sich in der Weststadt, im Garten vor der Capsule Corporation. Er genoss einen letzten Moment mit Chi-Chi, Satan, Videl und allen anderen, bevor seine neue Reise ins All begann. Nur Videl beobachtete den Dschinn mit einem entrüsteten Blick. Trotz Buus neuem freundlichen Verhalten war sie noch lange nicht bereit, aufzugeben, Son Gohan irgendwann zu zurückzubekommen. Buu war zwischen Belustigung und Ärger hin- und hergerissen. Offensichtlich würde er sie eines Tages wieder im All treffen — und er war sich nicht sicher, ob er dann ebenso geduldig sein würde wie jetzt.
Nachdem er eine letzte Mahlzeit mit seiner irdischen „Familie“ geteilt hatte, rief Buu, ein wenig von der Gruppe zurückweichend:
— „Nun! Wir haben mehrere wunderbare Wochen miteinander verbracht! Einmal mehr... ihr habt mich gerettet. Einmal mehr bekräftige ich meine Zuneigung und Freundschaft zu euch. Ich hoffe, dass ihr eines Tages in der Lage sein werdet, mich vollständig so zu akzeptieren, wie ich bin, und dass ihr mir gegenüber nicht mehr zögerlich seid. Wisst, dass ich mein Bestes geben werde, euch von Zeit zu Zeit zu besuchen, und dass ich die Erde niemals vergessen werde. Ihr alle seid mir wichtig. Und ihr könnt auf mich zählen.“
Chi-Chi und die anderen blickten in unterschiedliche Richtungen, unruhig und unsicher, was sie als Nächstes tun sollten. Während all dieser Tage hatte Buu sich mit seltener Freundlichkeit und ansteckender Freude gezeigt. Er war ihnen noch immer sehr fremd, doch seine Vertrautheit und die neue mentale Stabilität halfen, ihn ein wenig mehr in ihr Leben zu integrieren. Auch wenn sich daran nichts ändern würde: Er würde niemals wirklich ihre Liebsten oder Kinder ersetzen können.
Buu erwartete keine Antwort von ihnen. Er lächelte, schloss die Augen und bereitete sich auf den Abflug vor. Da erschienen plötzlich vier Gestalten um ihn herum. Buu hatte kaum Zeit, sie zu erkennen, als über seinem Kopf eine Explosion ertönte und einen verstärkten Tresor in der Luft enthüllte. Vier Stimmen riefen gleichzeitig:
— „Mafuba!“
Buu begann zu spüren, wie er von vier mächtigen, grünlich schimmernden Wirbeln in den Himmel, Richtung Container, gezogen wurde. Zunächst überrascht von diesem Manöver, lächelte er erfreut und bewegte sich schnell um sie herum. Rasch übernahm er die Kontrolle über die Wirbel und schleuderte sie mit wahnsinniger Kraft ins All. Chi-Chi, Krillin und die anderen stürzten unter der Kraft des aufgewirbelten Windes zu Boden, während Buu leise lachte und sich dem Urheber des heimtückischen Hinterhalts zuwandte.
Vor ihm standen vier außer Atem geratene Tenshinhans. Der Erdbewohner hatte all seine Kraft in die Mafubas gesteckt und einen überraschenden, originellen Angriff gestartet, um sicherzugehen, dass er sein Ziel traf. Leider für ihn reagierte Buu sofort, als er die Natur des Angriffs erkannte. Seine Reaktionszeit war zu schnell, und er hatte die Bewegungen der vier Klone bereits gespürt, bevor sie überhaupt losgelegt hatten.
Der Tresor fiel schwer ein paar Meter entfernt zu Boden. Buu betrachtete den Metallblock amüsiert und streckte schnell seinen Kamm aus, um ihn mit einem kurzen Angriff zu zerstören. Er warf dem Erdbewohner einen spöttischen Blick zu, der wieder zu einem Körper wurde, erschöpft und außer Atem.
— „Gaah... aaah...“ keuchte Tenshinhan.
— „Nun, nun...“ flüsterte Buu, während er langsam auf ihn zuging.
— „Offensichtlich hast du die Lektion vom letzten Mal nicht verstanden. Du wagst es immer noch, dich mir zu widersetzen und anzugreifen? Und ich dachte, alle Erdbewohner hätten längst meine Überlegenheit anerkannt...“
Als er weiter voranschritt und die Augen noch bedrohlicher zusammenkniff, beugte sich Tenshinhans Körper nach vorne, bereit zum Kampf. Weiter hinten sagte Krillin mit entsetztem Gesicht:
— „Tenshinhan... nein...“
— „Aaah... Worauf wartest du, warum greifst du mich nicht an?“ erwiderte der dreiaugige Erdbewohner, bereit, sich zu verteidigen.
— „Denk nicht, dass ich alles vergessen habe, was du getan hast! Ich erinnere mich noch, wie du Son Gokus Sohn leiden ließest und die Menschheit massakriert hast! Du magst dich in allen Augen verändert haben, aber du bist zu mächtig, zu gefährlich! Du musst neutralisiert werden!“
Buu stoppte, die purpurroten Iris seiner Augen funkelten vor Zorn. Alle begannen zu zittern, während Tenshinhan verzweifelt seinen Angriff vorbereitete. Da brach Buu in ein Lachen voller Freude und Erleichterung aus, sehr zum Erstaunen der Erdbewohner.
— „Ha! Hahaha! Hahahaha! Beeindruckend! Wunderbar! Wenn du wüsstest, wie sehr mich deine Dreistigkeit erfreut, Mensch!“
— „Was... was sagst du da?“ erwiderte Tenshinhan schockiert.
— „Weißt du, was du gerade getan hast? Du hast mir für einen Moment Gänsehaut bereitet! Deine Erfindungsgabe, dein Durchhaltevermögen, ich finde das bewundernswert!“
Vor einiger Zeit hätte Buu sich durch einen solchen Versuch bedroht gefühlt, selbst wenn er misslungen war. Doch jetzt war er stabil und wusste, dass er unantastbar war, noch mehr gegen Techniken wie Mafuba, deren Gegenangriff er bereits kannte. Aber hier hatte Tenshinhan gerade eine großartige Demonstration geliefert — und Buu verzieh sich selbst, wieder negative Gedanken gegen ihn gehabt zu haben. Vielleicht war es sogar der größte Spaß, den er haben konnte.
— „Ich werde dich nicht töten, Erdling.“ sagte er mit einem Grinsen.
— „Ich werde dich auch nicht absorbieren. Dein Talent ist echt, ohne Zweifel, aber es ist viel interessanter, wenn es deins bleibt. Wer weiß, was du beim nächsten Mal erfinden wirst? Ich akzeptiere deinen Groll, Tenshinhan. Trainiere, stelle dir Neues vor, und versuche, mich zu fangen! Ich werde auf dich warten und alle deine Versuche blocken. Ich fordere dich heraus, mich zu berühren. Überrasche mich!“
Er drehte sich um und ließ Tenshinhan völlig erstarrt vor Schock und Emotionen zurück. Als Buu sich entfernte, um in die Lüfte zu steigen, hielt er inne und drehte sich ein letztes Mal um, mit einem schelmischen, zugleich sadistischen Ausdruck:
— „Nur eines musst du im Hinterkopf behalten... Mit jedem Tag wächst der Abstand zwischen uns exponentiell. Du solltest lieber zusehen, nicht in Verzweiflung zu geraten!“
Mit diesen Worten stürmte er voran und winkte der Menge freundlich mit der Hand zu:
— „Wir sehen uns wieder, Freunde! Ich komme bald zurück!“
Als er am himmlischen Horizont verschwand, blickte Chi-Chi auf den Boden, völlig verwirrt und unsicher, was sie denken sollte. Eine Träne rollte ihre Wange hinab, ohne dass sie bemerkte, dass Videl sie still beobachtete. Als ihr Vater hinter ihr stand und zum Himmel aufblickte, winkte er mit der Hand, und sie bekräftigte innerlich ihre Entschlossenheit.
Sie würde ihn zurückholen.
Und sie würde sie alle zurückbringen.
Zwei neue Sprachen!
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Entdeckt DBM jetzt auf Vietnamesisch und Serbisch (Kyrillisch)!Auch die Reihenfolge der Länderflaggen wird geändert, um die Aktivität in den jeweiligen Sprachen widerzuspiegeln.


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