DB Multiverse
Dragonball Multiverse: Der Roman
Geschrieben von Loïc Solaris & Arctika
Übersetzt von BK-81, ZenBuu, iron leaf & MrChrisWesker
Entdeckt die Geschichte von DBM noch einmal. Diese Texversion wird von Salagir als Kanon verifiziert, welche lauter neue Zusatzinfos enthält. Diese wurden im Manga nicht gezeigt und machen diese Geschichte daher zu einer echten Ergänzung zum Comic!
Updates kommen 1 und 15 des Monats um 20:00 (Pariser Zeit)
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Intro
Teil 0 :0Teil 1 :12345
Round 1-1
Teil 2 :678910Teil 3 :1112131415
Teil 4 :1617181920
Teil 5 :2122232425
Teil 6 :2627282930
Lunch
Teil 7 :3132333435Round 1-2
Teil 8 :3637383940Teil 9 :4142434445
Teil 10 :4647484950
Teil 11 :5152535455
Teil 12 :5657585960
Teil 13 :6162636465
Teil 14 :6667686970
Night 1
Teil 15 :7172737475Teil 16 :7677787980
Teil 17 :8182838485
Teil 18 :8687888990
Round 2-1
Teil 19 :9192939495Teil 20 :96979899100
Round 2-2
Teil 21 :101102103104105Teil 22 :106107108109110
Teil 23 :111112113114115
Night 2
Teil 24 :116117118119120Round 3
Teil 25 :121122123124125Teil 26 :126127128129130
Teil 27 :131132133134135
Teil 28 :136137138139140
Teil 29 :141142143144145
Teil 30 :146147148149150
Teil 31 :151152153154155
Teil 32 :156157158159160
Teil 33 :161162163164165
Teil 34 :166167168169170
Teil 35 :171172173174175
Teil 36 :176
TEIL FÜNFUNDDREISSIG: HINTERLISTIGE MAGIER
Kapitel 176
Übersetzt von iron leaf & Korrektur gelesen von ZenBuu
In der Zwischenzeit.
In der Küche herrschte chaotisches Durcheinander, sehr zum Leidwesen der Vargas, die nur hilflos zusehen konnten, wie sich das Desaster entfaltete. Zunächst war doch alles so gut gelaufen. Ihre freiwilligen Helfer hatten die Anweisungen befolgt, die einen eifriger als die anderen.
„Zunächst einmal“, sagte einer der Köche zu Gohan aus Universum 18, „Müssen Sie diese Karotten schneiden. Es sind Tausende davon; da müssen Sie sich ganz schön ins Zeug legen.“
„Habt ihr denn keine Maschine, die das erledigt?“, fragte der Saiyajin.
„Wollen Sie mich veräppeln? Sie haben doch überhaupt keine Ahnung von gehobener Küche! Die Kunst des Kochens liegt in den Federspitzen – es ist eine zarte Berührung mit den Spitzen der Krallen, bei der man die Zutaten mit Sanftheit und Respekt behandelt! Und außerdem... haben wir die Maschine vielleicht durch Überlastung kaputtgemacht...“
Gohan hob amüsiert eine Augenbraue, als der Varga nach einem kurzen Moment der Zerstreutheit seine Fassung wiedergewann.
„Wie auch immer!“, fuhr er fort. „Tun Sie, was ich Ihnen gesagt habe. Je früher Sie…“ Ein leichter Windstoß streifte die Spitze seines Schnabels wie ein Peitschenknall. Er ahnte nicht, dass ihm gerade in einem Augenblick Tausende von Bewegungen vor den Augen vorbeigeflitzt waren.
„…anfangen… Äh…“ Auf dem Tisch vor ihm lagen Tausende von Möhren, frisch in perfekte, gleichmäßige Stücke geschnitten. In weniger als einer Sekunde zerkleinert.
„Und weiter?“, fragte Gohan mit vorgetäuschter Unschuld in der Stimme. Dem Varga wären fast ein paar Federn ausgefallen. Wie konnte so etwas möglich sein? Er wusste, dass die Krieger aus den teilnehmenden Universen unglaublich stark und schnell waren, aber dieser Typ war doch nur ein Zuschauer! Welche Naturgewalten gab es denn in diesen Universen?
Während er damit beschäftigt war, Gohan und nun auch seine Frau, die sich ihnen gerade angeschlossen hatte, Anweisungen zu geben, war ihre Tochter zusammen mit ihrem Gegenstück aus Universum 16 damit beschäftigt, unter den wachsamen Augen einer Küchenhilfe verschiedene Gemüsesorten in einem riesigen Bottich mit heißem Wasser zu kochen.
„Euer Topf ist riesig!“, rief Pan aus Universum 18 aus.
„Nun, wir mussten improvisieren… Das hier ist eigentlich“, sie hielt inne und lachte nervös, „…unser Whirlpool, wir haben den aus dem Pausenraum ein wenig umfunktioniert…“, gab die Varga zu, wobei ihr Gesichtsausdruck eine wachsende Niedergeschlagenheit verriet. „Wir mussten uns irgendwie behelfen.“
Die beiden Pans sahen sich an und kicherten. Zweifellos waren sie nun die besten Freunde in allen Universen. Eigentlich waren sie ein und dieselbe Person, doch die Unterschiede zwischen ihren beiden Welten reichten aus, damit sie sich voneinander unterschieden. Aber eine von ihnen kam damit nicht so gut zurecht.
„Hey, Pan…“, sagte die aus Universum 16, „…wie ist das Leben mit Opa Goku?“
„Es ist wirklich toll!“, antwortete die andere Pan fröhlich. „Ich lerne so viel von Uub und Onkel Vegeta, und Opa ist ein fantastischer Lehrer! Papa spornt mich an, stärker zu werden, und Mama ist da nicht allzu streng – sie trainiert sogar mit mir!“
„Klingt schön…“, sagte Pan aus Universum 16 mit einem Seufzer.
„Was ist los?“, fragte ihr Gegenüber, erschrocken über den traurigen Gesichtsausdruck.
„Es ist nur so… ich weiß nicht, wenn ich dich und alle aus deinem Universum sehe, vermittelt ihr alle den Eindruck, dass alles in Ordnung ist, dass ihr niemals Probleme haben werdet. Zu Hause ist Opa Vegetto ein Held im ganzen Universum und kümmert sich um alle Probleme, und meine Eltern sind großartig, aber… mir war gar nicht bewusst, was alles wegen Son Bra schiefgelaufen ist…“
„Hey!“, rief Pan aus Universum 18 und packte sie an den Schultern. „Du hast es gehört, genau wie alle anderen – es ist nicht ihre Schuld! Es ist die Schuld dieses Magiers. Er hat schon einmal Onkel Vegeta kontrolliert und vielen Menschen Schaden zugefügt, die nichts Unrechtes getan haben! Bei deiner Bra ist es genauso!“
„Vielleicht, aber… Ich höre schon seit langem, wie Opa sich darüber beschwert, dass sie Ärger macht, dass Oma Chi-Chi sich ärgert, wenn sie ihm zuhört, und was wir vorhin gesehen haben…“ Sie fing über dem Whirlpool der Vargas an zu weinen. Die Küchenhilfe quietschte, aus Sorge, dass Tränen ins Essen gelangen könnten. Pan aus Universum 18 nahm ihre Freundin sanft beiseite und führte sie unter den wachsamen Blicken der beiden Eltern aus Universum 16 in eine Ecke.
„Es wird ihr schwerfallen, darüber hinwegzukommen“, stellte Videl bitter fest.
„Sie ist doch noch ein Kind“, sagte Son Gohan. „Son Bra war ihre Heldin, und Babidi hat alles zerstört, was sie für sie bedeutete. Ich hoffe, dass dieses Stück Dreck zu Hause in der Hölle landet.“
„Was sollen wir tun, Gohan?“, fragte seine Frau. „Vegetto hat recht. Wenn deine Halbschwester wieder die Kontrolle verliert, könnte das für uns sehr böse enden. Spürst du nicht auch diese angespannte Stimmung hier? Alles bricht zusammen, und… ich habe Angst…“
„Es wird schon wieder gut“, sagte Gohan mit einem Lächeln. „Son Bra hatte schon immer ein gutes Herz; wir sind nur alle falsch an sie herangegangen. Ich kann es jetzt in ihren Augen sehen – sie versteht es. Wir haben alle Mist gebaut, wir haben alle Fehler gemacht, ich weiß, wovon ich rede. Vegetto weiß es auch. Es wird Zeit brauchen, aber Pan wird das auch verstehen. Sie muss erst noch erwachsen werden.“
Videl lächelte leicht und legte ihren Kopf an die Schulter ihres Mannes. Sie vertraute seinen Worten. Wenn es in ihrem Universum ein Wunder der Reinheit gab, dann war es dieser Mann. Sie hätte sich keinen besseren Partner erträumen können, ganz gleich, in welchem Universum sie sich befand.
Nur wenige Meter entfernt kochte Goku aus Universum 18 fröhlich zusammen mit seinem Sohn Goten. Obwohl er sich in den letzten zehn Jahren ganz auf seinen Schüler Uub und seine Enkelin konzentriert hatte, hatte es sich Goku zur Aufgabe gemacht, die verlorene Zeit mit seinem zweiten Sohn wieder gutzumachen.
Er hatte seine Geburt verpasst, und ihr erstes richtiges Treffen war durch die Auferstehung von Majin Buu schnell aus dem Ruder gelaufen. Der Saiyajin bedauerte bereits, dass Gohan seine Unschuld viel zu früh in seiner Jugend verloren hatte, und auch Goten hatte tragische Ereignisse erlebt. Er wollte für ihn und für seine Familie da sein. Wenn er auf sein Leben zurückblickte, war er glücklich mit der Person, die er jetzt war. Der Frieden in ihrem Zuhause war noch nie so schön gewesen.
Während das Essen kochte, lachten er und sein Sohn fröhlich. Goten war von den Kochkünsten seines Vaters begeistert.
„Ich nehme es zurück“, sagte er und sah zu, wie sein Vater einen riesigen Fisch auf dem Grill zubereitete. „Ich hätte nicht gedacht, dass du weißt, wie man mit Lebensmitteln umgeht. Ich habe dich noch nie dabei gesehen, Mama kocht doch immer!“
„Deine Mutter ist die beste Köchin, die ich kenne“, antwortete Goku mit einem Lächeln. „Was mich betrifft: Als ich bei deinem Großvater lebte und auch nach seinem Tod habe ich immer selbst in den Gewässern des Berges Paozu gefischt und musste mich selbst versorgen. Ich kann kochen, weißt du… auf meine eigene Art.“
„Du hast mir das Gegenteil bewiesen, und darüber bin ich froh“, sagte sein Sohn fröhlich. „Dann werde ich es probieren!“
Er und sein Vater nahmen sich jeweils ein Stück Fisch und verschlangen es gierig. Doch während Goku seine Mahlzeit genoss, fing sein Sohn an, vor Ekel zu spucken und Grimassen zu schneiden.
„Das ist… ekelhaft.“
„Ach ja, wie ich schon sagte, Chi-Chi ist viel besser als ich!“
„Aber dir ist doch klar, dass du den Fisch nicht richtig zubereitet hast, oder?“
„Zubereiten, was meinst du damit?“
„Igitt, Papa! Du hast den Fisch gekocht, obwohl die Innereien noch drin waren! Du hast ihn nicht einmal ausgenommen!“
„Na ja, ein Fisch kommt direkt aus dem Wasser, also Moment mal… wäre er dann nicht schon sauber?“
„Nein! Und was war das für ein super bitterer Geschmack? Ist da etwa Galle herausgesickert? Igitt, mir wird gleich schlecht… Papa, man soll doch nicht alles von einem Tier essen!“
„Natürlich kannst du das! Alles an diesem Fisch ist lecker!“
Währenddessen machten die Saiyajins aus Universum 13 den Köchen in ihrer Umgebung das Leben schwer. Vor allem Kakarott, was wenig überraschend war.
„Wir werden eine große Portion Fleisch und Soßen zubereiten“, sagte ein Varga zu ihm und öffnete den Gefrierschrank. „Dafür sammeln wir alle Zutaten zusammen. Nehmen Sie zuerst ein Stück Fleisch.“ Kakarott griff in den Gefrierschrank und holte eine große, gefrorene Lammkeule heraus. Verwirrt musterte er sie. Er hatte noch nie zuvor gefrorenes Fleisch gesehen. Er hatte immer frisches Wild gejagt oder sich aus den Vorratskammern anderer Leute bedient. Diese seltsame Kälte bei Lebensmitteln war merkwürdig. Aber warum eigentlich nicht?
„Jetzt müssen wir es zum…“ Noch bevor der Varga seinen Satz beenden konnte, nahm Kakarott einen großen Bissen von dem Eisblock. Dem Varga sprangen fast die Augen aus den Höhlen. Der Saiyajin kaute mit einem lauten Knirschen, das alle Umstehenden dazu brachte, sich umzudrehen, fassungslos angesichts dieser Szene.
„Es… es muss auftauen!“, rief der Varga.
„Ach, ist schon okay“, sagte der Saiyajin. „So ist es gar nicht mal schlecht.“ Er ging mit seinem Fang davon und ließ den Koch sprachlos zurück. Etwas weiter entfernt amüsierte sich Nappa hingegen prächtig. Er hatte es immer verheimlicht, aber seine große Leidenschaft war das Kochen. Obwohl er im Herzen ein waschechter Saiyajin war, brutal und impulsiv, hatte er diese Faszination für die Gastronomie auf einer der Welten entdeckt, die sie erobert hatten, als sie noch unter Freezers Herrschaft standen und Vegeta noch ein junger Prinz war. Die Kämpfe und Eroberungen hatten Nappa wenig Zeit gelassen, sich diesem einfachen Vergnügen hinzugeben. Unter Vegetas Herrschaft als Imperator war es sogar noch schlimmer. Heute bot sich ihm die Gelegenheit, seine Kunst und sein Talent unter Beweis zu stellen! Er hatte nicht einmal den geringsten Gedanken an Gewalt im Kopf; er passte perfekt in das Team der Vargas. Nur teilten sie nicht dieselbe Vision von Gastronomie…
„Da habt ihr es!“, sagte er mit stolzer Miene, während er einen Teller in der Hand hielt. „Ich präsentiere euch das Sirloin-Steak: Mit einer dicken Scheibe Schinken um die Kartoffel herum sieht es aus wie ein großes Stück Fleisch!“
„Aber wir haben doch Fleisch…“, sagte der Koch neben ihm mit niedergeschlagener Stimme.
„Tsk, tsk, tsk! So spart man Geld! Es wird weniger Essen verschwendet, der Kunde ist begeistert, und für uns bleibt noch mehr übrig! Bewundert diesen Einfallsreichtum!“
„Ich glaube, ich melde mich krank“, seufzte der Varga Koch.
„Pfft, was für ein hinterhältiger Trick!“, sagte eine Stimme in seiner Nähe. Nappa drehte sich um und sah zu seinem Missfallen, dass ihm die beiden Trunks aus den Universen 18 und 16 gegenüberstanden.
„Was hast du gesagt, du Bengel?“, knurrte Nappa.
„Warum sollte man Lebensmittel mit Tricks horten, wenn man doppelt so viel produzieren kann? Ich habe eine Maschine gebaut, die Fleisch herstellt!“ Tatsächlich stand neben den beiden Trunks ein großer Bottich, gefüllt mit einer schwarzen Flüssigkeit, der an eine Vorrichtung mit einem verschiebbaren Auslass angeschlossen war, aus dem Rindfleisch und andere Fleischsorten herauskamen. Ein Varga untersuchte die zähe Flüssigkeit und sagte erschrocken:
„Ist das… Öl?“
„Genau, das ist die Zukunft der Lebensmittelindustrie!“, erklärte Trunks stolz. „Ich habe vor, eine Filiale namens ‚Trunkatel‘ zu eröffnen; ich finde, das klingt gut. Ich werde die Ressourcenknappheit lösen, indem ich unsere Produktion verdoppele!“
„Was für eine Idee“, entgegnete Nappa. „Das muss ungenießbar sein! Wir sollten lieber die Mengen halbieren oder die Sache vereinfachen und die Hälfte der Verbraucher streichen; der anderen Hälfte wird es dann besser gehen!“
„Diese Idee überrascht mich nicht, wenn sie von einem Weltraumtyrannen kommt“, zischte Trunks verächtlich. In den Augen der beiden Saiyajins blitzte es, während der Varga Koch angesichts der Situation verzweifelte.
In diesem Moment hallte eine Explosion von der anderen Seite der Küche herüber.
„Keine Feuerbälle auf das Öl!!“, kreischte eine Varga mit schriller Stimme.
Um den Vorgang zu beschleunigen, hatte Kakarott die Geduld verloren und seine Energie freigesetzt, um das Essen schneller zuzubereiten. Doch das Gerät hielt der Hitze seines Ki-Stoßes nicht stand, und es kam zu einer gewaltigen Explosion, die das Essen, die Räumlichkeiten und die Kleidung aller Anwesenden in Schutt und Asche verwandelte. Niemand wurde verletzt, abgesehen von einem Varga, der Verbrennungen zweiten Grades davontrug.
Chefkoch Etchecoin schlug sich erschöpft die Hand vor das Gesicht.
„Okay, ich verstehe. Alle raus hier. Wir bedienen euch. Verschwindet von hier…“ Er schickte die verschiedenen Universen hinaus und ließ sich auf den Boden gleiten, am Boden zerstört von den Ereignissen. Es standen noch fünf Kämpfe aus, oder? Möglicherweise eine letzte Mahlzeit. Nur noch eine, dann würde er nach Hause gehen. Das würde doch sicher nicht so schlimm sein…

Während sich seine Gefährten in der Küche aufhielten, war Vegeta aus Universum 13 in den Bereich von Universum 9 gegangen und machte sich auf den Weg zu den Quartieren der Erdlinge.
Er riss die Tür auf und brüllte: „Wo ist Radditz?!”
Die Bewohner der Erde drehten sich zu ihm um. Sie waren nicht überrascht, sie hatten ihn erwartet, taten aber dennoch so, als wüssten sie von nichts, und musterten ihn misstrauisch. Vegeta ließ seinen Blick über sie alle schweifen und verweilte einen Moment lang bei Trunks aus Universum 9, der ihn voller Angst anstarrte. Soweit er das beurteilen konnte, hatte dieser Nachkomme keinen einzigen Tropfen Saiyajin-Blut in sich. Obwohl er ihren Namen und ihr Aussehen trug, hatte er nichts mit seinen eigenen Söhnen aus den Universen 12, 16 und 18 gemeinsam. Offensichtlich gab es im Universum 9 nichts, was Respekt verdiente. Verachtung war alles, was es verdiente.
„Antwortet mir!“, drängte er. „Ich weiß, dass er euch besucht hat. Ich habe gesehen, wie er mit euch die Apartments betreten hat.“
„Wir haben ihm gesagt, er soll sich verziehen“, erwiderte Krillin mit gerunzelter Stirn. „Wir wollen keinen Ärger mit euch Saiyajins. Und schon gar nicht mit dir.“
„Wo ist er dann?“, wiederholte Vegeta, wobei seine Stimme immer aggressiver wurde. „Er hat diesen Raum nicht verlassen. Und euren runzligen alten Gott sehe ich auch nicht. Wo ist er hin?“
„Woher soll ich das wissen? Ich bin doch nicht seine Mutter“, gab Videl ebenso verächtlich zurück. „Ich kann diesen alten Mann nicht ausstehen. Er ist bestimmt spazieren gegangen.“
„Ich habe schon bessere Lügen gehört“, sagte Vegeta und ballte die Fäuste.
„Ah, jetzt verstehe ich!“, rief Yamchu und zeigte mit dem Finger auf ihn. „Er glaubt, der Alte Kaioshin würde seinem Kumpel magische Kräfte verleihen, ohne ihn dabei einzubeziehen!“
„Das tut er doch, oder?“, schnaubte Vegeta. „Ich werde euch alle in Stücke reißen, ihr Würmer.“
„Beruhige dich, Saiyajin“, warf Tenshinhan ein. „Wenn du auch nur eine falsche Bewegung machst, schicken dich die Vargas umgehend nach Hause. Schau dich um. Du siehst doch, dass sie nicht hier sind.“
Vegeta ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Tatsächlich spürte er weder Radditz’ Anwesenheit noch die der Gottheit, weder in den Schlafzimmern noch im Badezimmer. Hätten sie sich irgendwo in dem Apartment aufgehalten, hätte er ihre Energie wahrgenommen.
„Ihr scheint die Wahrheit zu sagen“, gab Vegeta mit zusammengebissenen Zähnen zu. „Wenn ihr Radditz begegnet, sagt ihm, er soll zurückkommen. Ich hasse es, wenn meine Untergebenen verschwinden.“
„Darauf kannst du dich verlassen“, sagte Videl sarkastisch.
Der Saiyajin fluchte leise vor sich hin und stürmte aus dem Apartment, während die Erdlinge schweißgebadet zurückblieben.
„Puh“, seufzte Bulma. „Das war knapp. Und ihr wollt mir erzählen, dass ich in anderen Universen Kinder mit diesem streitsüchtigen Kerl hatte?“
„Scheint so“, antwortete Yamchu. „Man könnte meinen, er hätte dir etwas Schreckliches angetan, aber in manchen Universen hat sich das Böse ins Gute verwandelt und umgekehrt. Diese C18, die im Universum 14 die gesamte Menschheit massakriert hat, ist in anderen Universen eine liebevolle Mutter und Krillins Ehefrau! Dieser Saiyajin, Kakarott, ist ein Monster, aber im Universum 18 ist er der Held seines Universums! Ich kann mir Vegeta mit Bulma nur schwer vorstellen, und doch… gibt es noch Hoffnung. Leute können sich ändern.“
„Ich muss zugeben, ich bin neugierig, Mama und Papa“, rief Trunks ihnen zu. „Ich würde diese Universen, in denen ich mich befinde, gerne näher kennenlernen. Dieser Trunks aus Universum 12, der ist mit seinem Schwert so cool! Genau wie Videl!“
„Pfft“, erwiderte sie. „Je früher wir aufbrechen, desto besser. Auch wenn es gute Wesen gibt, sind doch schon zu viele Universen dem Untergang geweiht. Schaut euch Cooler an, oder Cell, oder Babidi —sein Ehrgeiz kannte keine Grenzen! Sobald das Turnier vorbei ist, sind wir sie endlich los.“
„Apropos“, warf Tenshinhan ein. „Wo sind eigentlich dieser Saiyajin und der Kaioshin? Wir sollten das hier am besten hinter uns bringen und nach Hause gehen.“
„Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte es mehrere Stunden dauern“, erklärte Krillin. „Der Kaioshin bestand darauf, sein Ritual zu vollenden. Wir werden sehen, was wir danach tun.“

In den benachbarten Apartments von Universum 10.
Der alte Kaioshin saß mit ausgestreckten Armen da und blickte Radditz an, der sich nicht von der Stelle rührte. Sie hatten die Wand zwischen den Gemächern der Universen 9 und 10 eingerissen und so die beiden Räume miteinander verbunden. Der Kaioshin hatte Vegetas Ankunft bereits früher gespürt. Er hatte ihre Energien schnell mit seiner göttlichen Magie getarnt, um nicht entdeckt zu werden. Nun konnte er sein Ritual in Ruhe vollenden; er bezweifelte, dass Radditz’ Anführer hierherkommen würde, um nach ihm zu suchen.
Er musste sich nicht ausschließlich auf Radditz konzentrieren, um sein Potenzial freizusetzen. Solange er seine mystische Kraft in seinem eigenen Körper und Geist bündelte, konnte er sich gleichzeitig um andere Dinge kümmern. Und das nutzte er aus, um sich die Arena in Echtzeit vorzustellen. Der nächste Kampf beschäftigte ihn sehr.
Das konnte kein Zufall sein. Dieser XXI war nicht der, den er kannte, doch die Kräfte, die er besaß, waren surreal. Er hatte Vegetto außer Gefecht gesetzt, der unantastbar schien. Sein nächster Gegner, Buu aus Universum 4, war weitaus besser darauf vorbereitet, sich der Magie zu stellen. Er könnte ihm standhalten oder ihn eventuell sogar besiegen. Und genau in diesem Moment würde der alte Kaioshin die Bestätigung erhalten, auf die er gewartet hatte, in der Hoffnung, sich geirrt zu haben.
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