DB Multiverse

Dragonball Multiverse: Der Roman

Geschrieben von Loïc Solaris & Arctika

Übersetzt von BK-81, ZenBuu, iron leaf & MrChrisWesker

Entdeckt die Geschichte von DBM noch einmal. Diese Texversion wird von Salagir als Kanon verifiziert, welche lauter neue Zusatzinfos enthält. Diese wurden im Manga nicht gezeigt und machen diese Geschichte daher zu einer echten Ergänzung zum Comic!

Updates kommen 1 und 15 des Monats um 20:00 (Pariser Zeit)
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Intro

Teil 0 :0
Teil 1 :12345

Round 1-1

Teil 2 :678910
Teil 3 :1112131415
Teil 4 :1617181920
Teil 5 :2122232425
Teil 6 :2627282930

Lunch

Teil 7 :3132333435

Round 1-2

Teil 8 :3637383940
Teil 9 :4142434445
Teil 10 :4647484950
Teil 11 :5152535455
Teil 12 :5657585960
Teil 13 :6162636465
Teil 14 :6667686970

Night 1

Teil 15 :7172737475
Teil 16 :7677787980
Teil 17 :8182838485
Teil 18 :8687888990

Round 2-1

Teil 19 :9192939495
Teil 20 :96979899100

Round 2-2

Teil 21 :101102103104105
Teil 22 :106107108109110
Teil 23 :111112113114115

Night 2

Teil 24 :116117118119120

Round 3

Teil 25 :121122123124125
Teil 26 :126127128129130
Teil 27 :131132133134135
Teil 28 :136137138139140
Teil 29 :141142143144145
Teil 30 :146147148149150
Teil 31 :151152153154155
Teil 32 :156157158159160
Teil 33 :161162163164165
Teil 34 :166167168169170
Teil 35 :171172173
[Chapter Cover]
Teil 35, Kapitel 173.

TEIL FÜNFUNDDREISSIG: REVANCHE FÜR SUPER VEGETA

Kapitel 173

Übersetzt von MrChrisWesker & Korrekturgelesen von iron leaf & ZenBuu

Goku neigte den Kopf, als Vegeta und Gohan wieder auf den Balkon zurückkamen.

„Also… was sollte das denn?“, fragte er grinsend.

„Nichts Wichtiges“, sagte Gohan beiläufig.

„Das geht dich nichts an“, fügte Vegeta hinzu, ohne ihn anzusehen.

Goku lachte und kratzte sich am Hinterkopf. Immer noch derselbe alte Vegeta. Über zwanzig Jahre Freundschaft, und manche Dinge änderten sich einfach nie.

Die Stimme des Vargas hallte laut durch die Arena.

„Die Vorbereitungen sind abgeschlossen! In den Ring: Cell aus Universum 17 und Vegeta aus Universum 18!“

Cells Lippen verzogen sich zu einem hauchdünnen Lächeln. Er warf Vegeta einen Blick voller Herablassung zu und sprang hinunter.

Vegeta setzte einen Stiefel auf die Brüstung des Balkons und dehnte sich lässig. Sein linker Handschuh zuckte – nur ein kurzes Kratzen.

Bra kniff die Augen zusammen. „Moment mal … Den Move habe ich schon mal gesehen.“

„Sag bloß, du hast magische Bohnen dabei“, sagte Trunks und lachte schon.

„W-was?“, stammelte Vegeta, sichtlich überrascht. „Für was für einen Betrüger hältst du mich denn?“

„Ach, du bist genau der Typ, der so was machen würde“, antwortete Goten.

„Das hat er ganz sicher“, kicherte Pan.

Piccolo seufzte nur. „Seit wann hast du denn magische Bohnen dabei?“

„Ihr seid alle Idioten“, knurrte Vegeta mit leicht geröteten Wangen und sprang in den Ring.

„Los, Vegeta!“, schrie Pan und reckte die Fäuste in die Luft. „Du bist der Stärkste!“

Trunks und Bra schlossen sich sofort an und schrien sich die Kehlen heiser. Vor allem für Bra ging es bei diesem Kampf um mehr als nur Stolz. Es war noch gar nicht so lange her, dass sie Cells kalte Augen gesehen und Videl den Schrei im Hals hatte ersticken hören... Der Gedanke daran ließ sie noch immer bis ins Mark erschauern. Ihr Vater sollte diesen Albtraum besser sofort beenden.

Im Ring starrten sich die beiden Kämpfer unerbittlich an.

Cell breitete theatralisch die Arme aus. „Was für ein Publikum für deine Hinrichtung, Vegeta. Das letzte Mal war nur dein kleiner Trunks dabei, nicht wahr? Dieses Insekt Krillin und diese billigen Androiden zähle ich nicht mit. Aber heute“, kicherte er, „darf das ganze Multiversum deinem Untergang beiwohnen.“

Vegeta grinste, gelassen und scharf wie eine Klinge. „Komisch. Genau das habe ich auch gerade gedacht.“

Cells Grinsen wurde breiter, und er verdrehte die Augen, während der Saiyajin weiterredete.

„Damals habe ich dir den Sieg auf dem Silbertablett serviert, alles nur wegen meiner eigenen Arroganz. Mein Stolz war mir wichtiger als der Schutz von Bulma, Trunks und dem ganzen verdammten Planeten“, fuhr Vegeta mit leiser, eiskalter Stimme fort. „Ich war ein Narr. Aber heute hat mir das Schicksal die Feder wieder in die Hand gedrückt. Heute bringe ich zu Ende, was ich begonnen habe – und deine Demütigung wird mein Meisterwerk sein!“

Cell neigte den Kopf und klatschte spöttisch zweimal langsam in die Hände. „Hör dir nur mal an, wie du ganze Sätze aneinanderreihst! Hast du vor dem Spiegel geübt, was?“ Das Grinsen, das darauf folgte, war pure Saiyajin-Arroganz – genau der Teil von Vegetas Zellen, mit dem er so gerne prahlte. „Wenigstens wird dein Tod jetzt nicht langweilig.“

Der Bio-Android beugte sich vor, die Augen vor Hass funkelnd.

„Und unterschätze dich nicht, Vegeta. Meine Vollkommenheit, meine bloße Existenz – du hast sie mir auf einem silbernen Tablett serviert. Das Mindeste, was ich tun kann, ist, mich zu revanchieren.“

Sein Lächeln weitete sich zu etwas wahrhaft Monströsem aus.

„Eine schöne, öffentliche Hinrichtung, genau wie die, die ich deinem Sohn bereitet habe. Nur dass diesmal das gesamte Multiversum zusieht.“

Vegeta senkte sein Kinn, doch sein Gesicht blieb regungslos.

Cell hob eine Augenbraue, als er sah, dass seine Stichelei nichts bewirkte. „Na dann los... Super-Vegeta.“

Der Name traf ihn wie ein Schlag, doch Vegeta verbarg seine Reaktion gekonnt. Sein Blick blieb unerschüttert, und seine Stimme klang eiskalt. Nur die Luft um ihn herum knisterte vor Spannung.

„Dieser Name ist mit dem Idioten gestorben, der dir erlaubt hat, Perfektion zu erlangen“, sagte er leise. „Heute stehst du dem Mann gegenüber, zu dem er geworden ist. Versuch, mitzuhalten.“

Cells Lächeln verschwand schließlich, und dahinter blitzte etwas Dunkleres auf.

„Du hast dich noch nicht einmal verwandelt“, lachte er. „Ich könnte dich sofort vernichten, noch bevor du geblinzelt hast. Wer sagt denn, dass ich mich überhaupt mit deinen kleinen Super-Saiyajin-Spielchen abgeben werde?“

Vegeta knackte mit dem Nacken, wobei seine Aura für einen kurzen Augenblick golden aufloderte – gerade so lange, dass die Arena wieder wusste, wer er war – dann ließ er sie wieder in ruhige, bedrohliche Stille zurückgleiten.

„Dann mach es“, sagte er leise. „Versuch es.“

Die Luft zwischen ihnen knisterte.

Siebenundzwanzig Jahre voller Schuld, Stolz und Erlösung hingen in der Stille.

Und die Glocke hatte noch nicht einmal geläutet.

Diese Stichelei traf ihn tief.

Cells Augen blitzten vor Wut auf. Mit einem Brüllen, das die Tribünen erschütterte, eröffnete er den Kampf.

Im Handumdrehen war er bei Vegeta, sein Arm sauste wie ein Blitz direkt auf den Hals des Prinzen zu.

Goldene Blitze zerrissen die Luft.

Vegeta verwandelte sich schlagartig in einen Super-Saiyajin 2 und duckte sich unter dem Hieb weg, dessen Schneide nur um Haaresbreite an seiner Kehle vorbeischrammte. Cells genervter finsterer Blick sprach Bände.

„Nicht schlecht“, zischte der Bio-Android. „Aber auf diesem Niveau immer noch erbärmlich.“

Er wirbelte herum, die Klinge zischte immer wieder, jeder Hieb darauf ausgerichtet, Vegeta den Kopf abzuschlagen. Vegeta wich aus wie ein Schatten, jede Bewegung war präzise, jede Ausweichbewegung eine Provokation.

Dann schlug er zu – mit einer blitzschnellen Faust in Richtung von Cells Gesicht.

Cell schnellte grinsend nach hinten und holte tief mit den Beinen aus. Vegeta sprang in die Höhe. Eine gewaltige Welle rosa Energie schoss aus Cells Handfläche und riss den Ring auseinander.

Vegeta verschwand.

Er tauchte hinter Cell wieder auf, die Faust bereits erhoben – doch Cell hatte die Veränderung in seinem Ki gespürt. Der Bio-Android drehte sich blitzschnell um und holte erneut aus, um aus nächster Nähe zuzuschlagen.

Vegeta lehnte sich nach hinten und ließ seine Handflächen aufblitzen.

Sechs leuchtende Kienzan-Scheiben schossen durch die Luft.

Cells Augen weiteten sich für den Bruchteil einer Sekunde – dann schnitten die Sägeblätter durch ihn hindurch und zerlegten seinen makellosen Körper in perfekte Stücke, welche über die Arena regneten.

Die Menge hielt den Atem an.

„Guter Schuss!“, rief Gohan vom Balkon.

„Das ist im Moment die einzige Möglichkeit, ihn zu verletzen“, sagte Goku mit verschränkten Armen und scharfem Blick. „Cell hat nicht gelogen; Super-Saiyajin 2 reicht nicht aus. Aber es sieht so aus, als würde sich Vegeta absichtlich zurückhalten, um sich seine stärksten Waffen aufzuheben und Cell zu einem Fehler zu verleiten.“

„Riskant“, grunzte Piccolo. „Ein einziger Fehltritt, und alles ist vorbei.“

„Vegeta weiß genau, was er tut“, antwortete Gohan, während ein leises Lächeln seine Lippen umspielte.

Er hatte das Versprechen des Prinzen nicht vergessen. Was auch immer Vegeta vorhatte, es war bereits in Gang gesetzt worden.

Unten auf dem zerstörten Ring grinste Cells abgetrennter Kopf den goldenen Krieger an, der über ihm schwebte.

„Clever, Vegeta“, spottete der Kopf. „Du willst mich zermürben, bevor du alles gibst? Na gut. Ich spiele dein kleines Spiel mit. Sagen wir mal, derjenige, dem zuerst eine echte Überraschung gelingt, gewinnt.“

Aus jedem aufgeschnittenen Stück drang ein feuchtes, teuflisches Lachen hervor.

Dann begannen die Brocken anzuschwellen.

Innerhalb von Sekunden standen vier identische Perfekte Cells in einem lockeren Kreis um Vegeta herum, jede mit demselben spöttischen Lächeln.

„Und nun, mein lieber Prinz?“, fragten sie im Chor. „Was wirst du tun?“

Sie griffen gemeinsam an.

Vegetas Aura leuchtete heller auf; er wurde zu einem goldenen Blitzstreifen, der sich durch die Luft schlängelte, Schläge abwehrte, auswich und sich stets dort befand, wo die Fäuste und Füße nicht landeten.

Goku runzelte die Stirn. „Das ist nicht die Multi-Form-Technik...“

„Cell ist nicht Buu“, sagte Piccolo. „Er kann seine Kraft nicht gleichmäßig aufteilen. Nur einer von ihnen besitzt den Kern. Der Rest sind Illusionen, Fälschungen oder Köder.“

Cells Lachen hallte durch die Arena, vier Stimmen, perfekt aufeinander abgestimmt.

„Scharfsinnig wie immer, Piccolo! Willst du mal raten, welche davon der Echte ist?“

Die vier Gestalten verschwammen, immer schneller, immer heftiger, Schläge kamen aus allen Richtungen. Vegeta verstärkte seine Deckung, seine Stiefel rutschten über den rissigen Stein, während der Druck immer größer wurde.

Aber seine Augen waren ununterbrochen in Bewegung.

Er war immer noch auf der Jagd.

„Wenn sie sich wie das Original bewegen, sind sie nicht nur Illusionen!“, rief Goku mit weit aufgerissenen Augen.

„Hm...“, brummte Vegetto von der Terrasse des Universums 16 aus, die Arme vor der Brust verschränkt.

Gohan beugte sich vor. „Was denkst du?“

„Nur einer ist der echte Cell“, sagte Vegetto. „Aber die anderen drei sind auch keine Kopien. Sie sind lebende Ableger, so etwas wie verbesserte Cell-Juniors. Ein schlauer Kerl.“

Piccolo kniff die Augen zusammen. „Vegeta könnte in Schwierigkeiten stecken.“

Unten im Ring kreisten vier identische Perfekte Cells wie Haie um ihre Beute.

Vegetas Aura entfaltete sich bis an ihre äußerste Grenze; die Blitze des Super-Saiyajin 2 zuckten weißglühend. Er schlug zu, probierte aus und tastete sich vor. Drei von ihnen fühlten sich leichter an, hohl. Einer trug das ganze Gewicht.

Er musste nur herausfinden, welcher von ihnen es war.

Fäuste flogen nur so durch die Luft. Explosionen erhellten die Arena. Vegeta tauschte Schläge aus, wich aus, konterte und ließ seinen Blick ununterbrochen umherschweifen.

Dann verschwand ein Cell.

Momentane Teleportation.

Eine Faust schlug wie ein Meteor in Vegetas Gesicht ein. Blut spritzte aus seinem Mund, als er nach hinten geschleudert wurde und seine Stiefel Furchen in den Stein gruben.

Der echte Cell stand dort, wo Vegeta zuvor gestanden hatte, und knackte mit den Fingerknöcheln.

„Schlampig, Vegeta. Wenn ich gewollt hätte, wäre dein Kopf schon längst gerollt.“

Er grinste, und seine Stimme triefte vor Spott.

„Lass dieses erbärmliche Level zwei sein und nimm mich ernst.“

Vegeta wischte sich mit dem Handrücken des Handschuhs das Blut von der Lippe.

Dann lachte er – leise, tief und vollkommen gelassen.

„Heh heh heh...“

Cells Grinsen verschwand. „Was gibt’s denn da zu lachen?“

Vegetas Augen rissen auf und leuchteten in brennendem Gold.

„Du hättest deine Chance nutzen sollen, als du sie hattest, Cell.“

Seine Stimme klang so unbeugsam wie fester Stahl.

„Du wirst keine zweite bekommen.“

Cell grinste höhnisch, sein Stolz war gebrochen, und die vier Avatare stürzten sich auf ihn wie eine Einheit.

Vegeta machte den ersten Zug.

Blitzschnell war er hinter die Abwehr des nächstgelegenen Cells gelangt. Ein brutaler Rückhandschlag ließ dessen Kopf in einer grünen Nebelwolke zerplatzen.

Die übrigen drei nahmen Verteidigungsstellungen ein.

Vegeta breitete die Arme aus und grinste mit einem messerscharfen Lächeln.

„Begreif endlich, worum es geht, Cell. Deine Marionetten wirken auf mich nicht gerade besonders widerstandsfähig.“

Er streckte seine Handflächen nach vorne. Ein Sturm aus goldenen Ki-Wellen prasselte auf das Trio nieder. Sie wehrten ihn mühelos ab – bis sich die Intensität eines Schlags plötzlich verdreifachte. Der zweite Klon löste sich nach einem lautlosen Blitz in Luft auf.

Cells wahres Gesicht verzog sich vor Ärger.

Die letzten beiden verschwanden – durch Momentane Teleportation.

Sie tauchten an beiden Flanken wieder auf.

Vegeta drehte sich, wich aus, parierte; die Arena verwandelte sich in ein golden-grünes Blitzlichtgewitter. Teleportationen, Konter, Funken. Für einige Sekunden herrschte eine völlige Pattsituation.

Dann drang eine Faust hindurch.

Die Faust des echten Cells schlug gegen Vegetas Wange, unmittelbar gefolgt von einem Schlag des Klons gegen seine Rippen. Vegeta verschränkte die Arme – um den Schlag abzuwehren – schrie jedoch plötzlich auf, als sich eine brennende Hitze über seinen linken Unterarm ausbreitete.

Cells Faust glühte rot, die Haut schimmerte wie geschmolzenes Metall. Der Schmerz war unerträglich, das Fleisch bildete bereits Blasen.

Vegeta knurrte vor Schmerzen und stürmte dennoch los.

Nun war es Krieg.

Fäuste, Knie, Ellbogen – pure, brutale Nahkampfwut gegen das Original. Der überlebende Klon huschte wie eine wütende Wespe umher und feuerte präzise violette Todesstrahlen auf jede lebenswichtige Stelle ab, während der echte Cell auf Vegetas Deckung einschlug.

Cell grinste wieder, doch das Lächeln wirkte gezwungen.

Weil Vegeta immer noch nicht über Super-Saiyajin 2 hinausgegangen war.

Das gleiche Level, welches einst seine Obergrenze darstellte.

Exakt das gleiche Level, das Cell vor all den Jahren verspottet, zerschmettert und übertroffen hatte.

Er hatte Vegetto in seiner langhaarigen Gestalt gesehen.

Gotenks’.

Gokus.

Es gab keine Möglichkeit, dass der Prinz es nicht erreicht hatte.

Man spielte mit ihm – man zwang ihn absichtlich, seine größte Demütigung noch einmal durchleben zu müssen.

Und diese Erkenntnis begann, den Bio-Androiden in Rage zu versetzen.

„Verwandle dich!“, brüllte Cell, wobei seine Stimme vor Wut bebte. „Tu es sofort, oder ich mache dem ein Ende!“

Er hämmerte Vegeta mit einem brutalen Doppelfaustschlag auf den Boden der Arena.

Beide Cells streckten ihre Handflächen nach vorne, und zwei Ströme rosafarbenen Todes ergossen sich herab.

Vegeta schoss nach oben, ein goldener Komet, der direkt auf die Strahlen zuschoss. Im letzten Millisekundenbruchteil schlängelte er sich zwischen ihnen hindurch, packte die weitaus dichtere Welle des echten Cells mit bloßen Händen und schleuderte sie zur Seite.

Der Klon hatte keine Chance. Fassungslos sah er dabei zu, wie der Schuss seines eigenen Meisters ihn vollständig verschlang und auslöschte.

Es war nur noch ein Cell übrig.

„Nicht schlecht“, knurrte er, immer noch frustriert. „Aber du weißt doch mittlerweile sicher, dass das nicht reicht! Super-Saiyajin 3, war es doch? Goku schafft es, die Kinder, die Fusion, sogar dein Gegenstück aus dem 13. – alle außer dir! Sag mir bloß nicht, dass der mächtige Prinz es nicht kann!“

Vegeta wischte sich das Blut vom Mund und lachte – kurz, kalt und völlig furchtlos.

„Diese Form? Wertlos. Sie hält kaum eine Minute durch. Darauf verzichte ich lieber.“

Cells Augen weiteten sich. „Ah, du hast also doch etwas Besseres?“

„Natürlich“, sagte Vegeta mit einer Stimme, die vor Verachtung nur so triefte. „Aber es dir zu zeigen, wäre, als würde man Perlen vor die Säue werfen.“

Cells Aura explodierte, und die Arena bebte durch seine Wut.

„Dann lass mich dir helfen, es freizuschalten! Schließlich bin ich dir noch etwas schuldig für meine Vollkommenheit!“

Vom Balkon von Universum 12 aus zuckte Trunks zusammen und griff sich an die Brust. „Tsk… dieser Mistkerl.“

Vegeta wandte seinen Blick nicht einmal von seinem Gegner ab.

„Vielleicht, wenn ich es mit einem würdigen Gegner zu tun hätte. Aber gegen dich, Cell...“, er hielt inne, „...brauche ich das gar nicht.“

Er streckte einen Arm gen Himmel. In seiner offenen Handfläche entzündete sich eine kleine, leuchtend violette Kugel. Die Luft selbst verzerrte sich und wirbelte spiralförmig in die Kugel hinein, als würde sie verschlungen werden.

Jedes Auge im Multiversum richtete sich auf diese Kugel.

Cells Grinsen verschwand.

Vegetas Augen leuchteten golden, ruhig und gnadenlos.

„Schon wieder dieser Trick?“, knurrte Cell. „Das wird nicht zweimal klappen!“

Seine Aura explodierte. Ein Sturm aus Ki-Salven raste auf Vegeta zu.

Vegeta schoss mit noch immer erhobenem Arm gen Himmel, während die violette Kugel wie ein sterbender Stern pulsierte. Er schlängelte sich durch das Feuergefecht; Strahlen streiften seine Rüstung und versengten die Luft.

Cell kam ihm mitten im Flug entgegen, seine Hände leuchteten bereits. Zwei goldene Höllenspiralen schossen auf ihn zu.

Vegeta schob sich im letzten Moment zwischen sie und schleuderte die Kugel.

Cells Augen weiteten sich; es ging zu schnell. Die Kugel streifte seinen rechten Flügel und zersplitterte die Membran in violette Scherben. Er heulte auf, formte seine Hände zu einer Schale und feuerte als Vergeltung eine konzentrierte violette Kiku-Kanone ab.

Vegeta neigte den Kopf – um Haaresbreite verfehlt – und hörte dann das Zischen hinter sich.

Der Strahl hatte sich in ein Dutzend wirbelnde Energiediskus-Scheiben aufgespalten, die alle wie Lenkraketen auf ihn zurasten.

„Tanz!“, lachte Cell manisch, während seine Finger zuckten, mit denen er die Klingen lenkte.

Vegetas Augen verengten sich. Er hatte Buus Erinnerungen an genau diesen Angriff gesehen, doch Cells Kontrolle war noch präziser und grausamer geworden. Die Scheiben näherten sich aus allen Richtungen.

Cell kämpfte nicht mehr, um zu gewinnen.

Er kämpfte, um Vegeta zum Handeln zu zwingen.

Und dann kam ihm der Gedanke – eine Idee, die so verrückt und so demütigend war, dass sie fast Sinn ergab.

Vegeta fand eine Lücke, schlüpfte an Cells Abwehr vorbei und versetzte ihm einen Schlag gegen den Kiefer. Kein wirklicher Schaden, nur eine Demütigung.

Cell blinzelte und war für einen kurzen Moment wie gelähmt.

Dieser kleine Moment reichte Vegeta völlig aus.

Eine Salve von Schlägen aus allen Richtungen, dann ein vernichtender Schlag mit der Handfläche in den Solarplexus. Cell fing Vegetas Handgelenk mitten im Schlag auf, die Augen funkelnd, und rammte ihm ein Knie in den Bauch. Speichel spritzte aus dem Mund des Saiyajins.

Cell verschränkte beide Hände über dem Kopf und schlug Vegeta so hart auf den Boden der Arena, dass sich ein Krater bildete.

„Vegeta!“, schrie Pan vom Balkon aus.

Piccolo sprach mit grimmiger Stimme. „Er ist ihm unterlegen. Cell spielt gerade mit ihm. Worauf zum Teufel wartet er?“

Goku und Gohan warfen sich einen bedeutungsvollen Blick zu. Keine Antwort.

Aus dem Bereich von Universum 16 erklang Bras Stimme: „Ist Vegeta wirklich so schwach? Goku hat sich in einen Super-Saiyajin 3 verwandelt ... warum kann er das nicht?“

Vegetto starrte mit verschränkten Armen auf den Ring.

„Vielleicht hat er es nie versucht“, sagte er leise. „Oder vielleicht hat er endlich akzeptiert, dass er es nie tun würde.“

Cell sank langsam und bedächtig herab, bis er direkt über dem Krater schwebte. Vegeta stützte sich auf ein Knie, Blut tropfte aus seinem Mund, seine Rüstung war zersplittert.

Cell blickte auf ihn herab wie ein Gott, der über ein Insekt richtet.

„Ha, jetzt verstehe ich“, lachte er, und in seiner Stimme lag Verachtung und etwas, das gefährlich nah an Mitleid grenzte. „Das ist deine Grenze, nicht wahr, Vegeta? Weiter kommst du nicht.“

Cells Handfläche leuchtete, Ki sammelte sich, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten...

„Ich nehme es zurück, Vegeta; das ist langweilig“, spottete er. „Damals warst du kaum mehr als eine Aufwärmübung; anscheinend ist der Prinz der Saiyajins dazu verdammt, immer nur die Vorgruppe zu sein. Vielleicht kann Goku mir eine echte Herausforderung bieten – ich hätte es besser wissen müssen, als von deiner leeren Prahlerei noch mehr zu erwarten.“

Er hob die Hand.

Vegeta spuckte Blut, warf Cell einen bösen Blick zu und lachte dann – tief und bedrohlich.

„Grenzen?“

Er breitete die Arme aus, und seine Aura explodierte wie eine Supernova. Blitze zuckten und donnerten um ihn herum.

„Ich habe dir doch gesagt, dass ich es dich spüren lassen werde, Cell.“

Seine Stimme hallte ruhig, aber dennoch bedrohlich durch die gesamte Arena.

„Final Flash!!“

Aus seinen gefalteten Händen schoss eine blendend goldweiße Säule hervor, die dick genug war, um den halben Ring zu verschlingen.

Cell seufzte, fast schon gelangweilt, und streckte eine Handfläche aus, um den Angriff abzuwehren.

Der Strahl traf ihn mit voller Wucht. Sein Arm zitterte.

Nicht schlecht ... aber nichts, womit er nicht fertig geworden wäre.

Dann verdoppelte sich das Licht.

Verdreifachte sich.

Der Lichtstrahl schwoll zu einer gleißenden Sonne an.

Cells Augen weiteten sich. Er schlug die Hände zusammen, und seine Stiefel rutschten rückwärts über den Himmel, als der Angriff ihn zurückdrängte.

Durch die grellen Lichter sah er es: Vegetas breites, bösartiges Grinsen, seine fehlenden Augenbrauen und seine lange goldene Mähne, die wie eine Kriegsflagge im Wind wehte.

Super-Saiyajin 3.

„Du ... Du Mistkerl!!“, schrie Cell.

Die Arena tobte.

Das 18. Universum war völlig aus dem Häuschen: Pan und Bra kreischten vor Freude, Trunks ballte beide Fäuste, und sogar Piccolo staunte mit offenem Mund. Nur Goku stand lächelnd da, die Arme verschränkt, und zeigte sich völlig unbeeindruckt.

Kaiser Vegeta aus Universum 13 starrte mit einem Gesicht, das zwischen Wut und Ungläubigkeit hin- und hergerissen war.

Drei Super Saiyajin der Stufe 3 in diesem schwachen, erbärmlichen Universum? Unmöglich.

Vegetto aus Universum 16 grinste nur.

„Ich hab’s euch doch gesagt. Er besteht schließlich zur Hälfte aus mir.“

Piccolo warf ihm einen Blick von der Seite zu. „Vor einer Sekunde hast du noch wie verrückt geschwitzt.“

Vegetto zuckte mit den Schultern. „Ich mag es, dramatisch zu sein.“

Zurück im Strudel verschwand Cells makelloser Körper Zentimeter für Zentimeter im Licht, die Arme zitterten, die Füße gruben sich in die Luft.

Und Vegeta, dessen Haare wie geschmolzenes Gold wehten und dessen Augen vor der Last von siebenundzwanzig Jahren, die nun endlich fällig wurde, brannten, legte noch einen Zahn zu.

„Ich habe mitgespielt“, fügte Vegetto flüsternd hinzu, während ihr zugeteilter Varga gebannt den Kampf verfolgte. „Cell hat die ganze Zeit zugehört. Also habe ich ihn glauben lassen, Vegeta würde es nicht schaffen. Die anderen Universen haben dabei geholfen, ihm das glaubhaft zu machen.“

Ein hauchdünnes Grinsen. „Und Goku sicher auch.“

Hoch oben hörte Cell jedes Wort.

Sein perfektes Gesicht verzerrte sich vor animalischer Wut.

Man hatte ihn zum Narren gehalten.

Ausgetrickst.

Verspottet.

Nicht noch einmal. Nie wieder.

Mit einem Schrei, der den Himmel erschütterte, legte er seine ganze Kraft in seine charakteristische grüne Barriere. Die schimmernde Blase explodierte nach außen und traf den Final Flash wie eine Flutwelle purer Kraft.

Vegeta beendete den Final Flash augenblicklich, und sein Haar schnellte in die kürzeren, goldenen Stacheln zurück.

Er wusste genau, was auf ihn zukommen würde.

Cells grüne Barriere schwoll an, verschlang den Ring und drückte die Luft selbst zusammen.

Einen Augenblick später prallte der Schild mit einem ohrenbetäubenden Krachen gegen die Turnierwand. Trunks, Bra und Pan schrien vor blankem Entsetzen, als das grüne Licht die Stelle verschlang, an der ihr Vater gestanden hatte.

Die Energie strömte weiter, durchbrach den Schutzschild, schoss wie ein grüner Komet in die Leere und explodierte dann in einer lautlosen, gewaltigen Explosion, die den Kosmos kilometerweit über der Arena erhellte.

Das blendende Licht der Explosionen und der heulende Wind zwangen alle, ihre Augen vor dem Sturm zu schützen. Als sich der Rauch endlich verzog, war von dem Ring nichts als ein verkohlter Krater übrig. Cell schwebte darüber und atmete schwer. In seiner Wut hatte er weit mehr Energie verbraucht, als er geplant hatte – diese verdammten Saiyajin-Zellen taten das immer. Aber Vegetas Ki war verschwunden.

Sieg.

„Papa...“, flüsterte Bra vom Balkon von Universum 18 aus, wobei ihre Stimme brach.

„Vegeta hätte das unmöglich abwehren können“, sagte Goku, während er die Trümmer absuchte. „Ich habe keinen Schutzschild gesehen… wo ist er hin?“

„Wenn er diesen Angriff frontal abbekommen hätte, selbst als Super Saiyajin 3 ...“, sagte Piccolo und verstummte, während ihm der Schweiß auf die Stirn trat.

„Sag das nicht!“, rief Pan, während ihr die Tränen über die Wangen liefen.

„Nein, er hat recht ... Ich wäre vielleicht gestorben“, sagte jemand Vertrautes hinter ihnen mit schleppender Stimme.

Sie drehten sich blitzschnell um.

Vegeta stand da, lebendig, mit Blutstreifen im Gesicht und an den Armen, aber insgesamt unversehrt. Ein übermütiges Grinsen spielte um seine Lippen.

Goku blieb der Mund offen stehen. „Was? Du bist ... hier?“

„Zeig mir die Regel, die besagt, dass ich im Ring bleiben muss“, erwiderte Vegeta und tippte sich mit einem Grinsen zwei Finger an die Stirn.

„Aber wie?“

„Heh. Glaubst du etwa, ich hätte nach dreißig Jahren an deiner Seite deinen kleinen Trick nicht durchschaut?“

Er verschwand wieder.

Goku drehte sich zurück in die Richtung der Arena, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. „Unglaublich!“

Hoch über dem verkohlten Ring tauchte Vegeta direkt vor Cell wieder auf.

Die Augen des Bio-Androiden traten hervor. „Momentane Teleportation? Du widerlicher kleiner ...“

Vegetas Grinsen wurde breiter, als er ihn unterbrach. „Ich glaube mich zu erinnern, dass eine gewisse Son Bra einmal davon sprach, die Regeln zu ihrem Vorteil zu beugen.“ Er schwebte näher heran, während seine Aura aufloderte. „Sie hatte recht, und ich habe nie einen fairen Kampf versprochen.“

Cell atmete schwer, die Erschöpfung war ihm deutlich anzusehen.

Vegetas Stimme senkte sich zu einem bedrohlichen Flüstern.

„Du bist am Ende. Von jetzt an wird es ein Kinderspiel sein.“

„Du bist immer noch ein Niemand, erbärmlicher Prinz!“, brüllte er. „Ich habe noch mehr als genug Kraft, um dir das Herz herauszureißen!“

Vegeta zuckte nicht einmal mit der Wimper. Sein Grinsen blieb unverändert, ruhig und tödlich. Er hob einen Arm senkrecht nach oben. Zwei kleine Gegenstände fielen aus seinem Handschuh in seine offene Handfläche.

Cells Augen weiteten sich, dann verengten sie sich vor Abscheu.

„Wirklich? Bis zum Schluss, was?“, spottete er. „Ich hab sogar gehört, wie diese Gören das schon vor dem Kampf gesagt haben. Du bist immer noch derselbe alte, rückgratlose Prinz, Vegeta. Es hat sich nichts geändert.“

Vegetas Stimme war leise und ruhig. „Und was weißt du schon über mich?“

Er schnippte mit den Fingern, und eine Bohne flog in einem Bogen durch die Luft. Der Bio-Android fing sie aus reinem Instinkt auf und starrte auf die grüne Bohne in seiner Hand hinab.

„Was?“, stammelte er.

„Was zum Teufel denkt er sich dabei?“, schrie Gohan vom Balkon des 18. Universums aus, während ihm langsam klar wurde, was vor sich ging. „Nein – das kann doch nicht sein, nicht schon wieder!“

Gohan erstarrte das Blut in den Adern, er erinnerte sich daran, als wäre es gestern gewesen: die Cell-Spiele, Goku, der einem erschöpften Perfekten Cell eine magische Bohne zuwarf, überzeugt davon, dass sein Sohn fair gewinnen könnte.

Derselbe verdammte Fehler.

Cell starrte auf die Bohne in seiner Handfläche, dann auf Vegeta – der seine eigene ohne zu zögern hinunterschluckte.

Ein langsames, triumphierendes Grinsen breitete sich auf Cells Gesicht aus.

„Ha! Haha, haha, also hat Gokus eigene Dummheit endlich auf dich abgefärbt“, sagte er mit spöttischem Unterton. „Na gut, dann ...“

Ein feuchtes Knirschen unterbrach ihn.

Cells spöttisches Grinsen erstarrte.

Ein stechender Schmerz durchzuckte ihn unterhalb der Brust, und er blickte nach unten.

Vegetas blutgetränkter Handschuh ragte aus seinem Oberkörper hervor, die Finger umklammerten einen leuchtend grünen Kern – Cells Nukleus.

Son Bra aus Universum 16 riss die Augen auf, als sie es erkannte. Genau dieses Ding hatte sie vernichtet, als Babidi sie beherrschte.

Cells Mund öffnete sich, doch es kam kein Ton heraus.

Vegeta beugte sich vor und flüsterte mit tödlicher Stimme.

„Gut, dass wir den los sind.“

6 Mai

Neuer Comic bei DBM: How to Tame a Monkey

[img][img]Diese urkomische Anleitung zum Umgang mit Saiyajins, präsentiert von Bulma, erscheint wöchentlich mit zwei Seiten!

Dieser Comic ist nicht für alle Altersgruppen geeignet. Wir empfehlen ihn ab 16 Jahren. Anzügliche Stellen wurden zensiert. :)

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DBMultiverse
Seite 2704
DBM Novel
Kapitel 173
U4 Buu
Kapitel 17
DBM Colors
Seite 569
DB RED
Seite 105
Vegeta Tales
Seite 131
Early dayz
Seite 110
Yamoshi
Seite 201
Tame a monkey
Seite 21
Dragon Bros
Seite 258
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